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11 deutsche Judo-Athleten kämpften in Peking um olympisches Gold

 

+++ 17.08.08 Bilanz: Deutliche Schwachstellen im deutschen Team +++

 

Oympia 2008, Von Claas Hennig, dpa

Peking (dpa) - Die Gold-Sammlung funkelt, doch die Schwachstellen im deutschen Spitzensport kann sie nicht überstrahlen.

Während zur Halbzeit der 29. Olympischen Spielen Gastgeber China auf dem besten Weg ist, die USA als Sport-Weltmacht abzulösen, kämpft Deutschland um den Anschluss an die internationale Spitze. Immerhin fiel die Zwischenbilanz mit neun Gold-, sechs Silber- und sechs Bronzemedaillen besser aus als befürchtet. Dies lies die deutsche Mannschaft für einige Tage sogar auf Platz drei in der Nationen-Wertung hinter den enteilten Chinesen und Amerikanern vorrücken. Zudem hat Deutschland in Britta Steffen als zweifache Schwimm-Olympiasiegerin einen neuen Superstar.

«Es besteht kein Anlass, zu jubilieren oder die Ärmel herunter zu krempeln», sagte DOSB-Generalsekretär Michael Vesper in seinem Fazit nach einer Woche Olympia. Der Chef de Mission zog eine «durchweg positive Bilanz», ohne in Euphorie zu verfallen. Denn an den ersten neun von 16 Wettkampftagen waren die Schwachstellen in der Mannschaft des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zu offensichtlich. Die Diskussion um Strukturreformen auf dem Weg nach London 2012 ist längst im Gang, die ersten Schritte sind gemacht.

Vom selbst gesteckten Ziel für Peking, den Abwärtstrend zu stoppen und mindestens das Ergebnis von Athen zu erzielen, ist der DOSB mit bisher 21 Medaillen noch weit entfernt. Vor vier Jahren hatten die deutschen Athleten 49-mal Edelmetall (13 Gold, 16 Silber, 20 Bronze) entgegen genommen. In den nächsten sieben Wettkampftagen haben die Deutschen nur wenige Gelegenheiten, ihre Bilanz aufzubessern.

Die Reiter in Hongkong, die Kanuten, Tischtennis-Star Timo Boll im Einzel und mit dem Team, Turner Fabian Hambüchen im Reck-Finale und Gewichtheber Matthias Steiner im Gewichtheben gelten als Medaillen-Anwärter. Die Fußball-Frauen dürfen nach dem Halbfinal-Einzug gegen Brasilien ebenfalls mit einer Medaille rechnen. In der Leichtathletik wäre hingegen jede Medaille eine große Überraschung.

In den vergangenen Tagen gelangen vor allem in den «kleinen» und sonst medial wenig beachteten Disziplinen überraschende Siege. Doch einzelne Erfolge überdeckten in den vergangenen Tagen zu oft die schwachen Vorstellungen mancher Sportarten. Ole Bischof im Judo mit seinem Olympiasieg oder Ringer Mirko Englich mit Platz zwei schönten das mäßige Abschneiden ihrer Teamkollegen.

Die Straßenradfahrer enttäuschten auf ganzer Linie, die deutschen Boxer holten sich blaue Augen ab. Die Ruder-Flotte blieb erstmals seit 52 Jahren ohne Goldmedaille und versank trotz Silber und Bronze im Shunyi-Park. Zu den Überraschungen zählten die Fechter mit den Goldcoups von Benjamin Kleibrink und Britta Heidemann. Die drei Olympiasiege der Vielseitigkeitsreiter und der Dressur-Equipe waren durchaus eingeplant.

Am gravierendsten war der Leistungsabfall in der zweiten olympischen Kernsportart Schwimmen mit gerade einmal vier Endlauf-Teilnahmen. Nur Britta Steffen, die einen Rücktritt erwägt, verhinderte mit den Siegen über 100 und 50 Meter Freistil eine totale Pleite. «Das zweite Gold macht nur das Pflaster auf der Wunde größer», meinte der scheidende Cheftrainer Örjan Madsen. «Wir müssen die Athleten zu den richtigen Verhaltensweisen und Einstellungen erziehen. So entwickelt sich eine Gewinner-Kultur.»

Was Madsen zum Schwimmen sagt, kann auf andere Sportarten übertragen werden. «Wir werden alles genau auswerten», kündigte Vesper an. Seit seiner Gründung vor zwei Jahren habe der DOSB an einem neuen Leistungssportkonzept gearbeitet und dieses umgesetzt. «Investition in die Zukunft und nicht Belohnung für die Vergangenheit», beschrieb DOSB-Präsident Thomas Bach das neue System.

Der ehemalige Weltklasse-Turner Eberhard Gienger, im DOSB-Präsidíum als Vizepräsident für den Leistungssport zuständig, schränkte allerdings ein: «Die Strukturreform hat für Peking noch keine Auswirkungen haben können.» Frühestens in zwei Jahren könnten erste Auswirkungen erkennbar sein. Das große Ziel heißt: die Top Five bei Olympia 2012 in London. der westen

 

+++ 16.08.08 Gold überdeckt blaues Auge - Frauen mit neuem Chef +++

Von Franko Koitzsch, dpa

Peking (dpa) - Der Gold von Ole Bischof war eine Sternstunde - völlig überstrahlen konnte sie die Olympia-Bilanz der deutschen Judokas nicht.

Gemessen an den eigenen Ansprüchen reichte allein der unerwartete Olympiasieg des Reutlingers im Halbmittelgewicht (bis 81 kg) nicht aus, um rundum zufrieden die Heimreise antreten zu können. «Drei Medaillen wären Wahnsinn, zwei zufriedenstellend, bei einer kämen wir mit einem blauen Auge davon, keine wäre der K.o.», hatte Peter Frese, Präsident des Deutschen Judo-Bundes (DJB), vor der Abreise nach Peking formuliert. «Wegen Oles Gold ist das blaue Auge geschminkt», meinte er nun.

Elf Athleten - sieben Frauen und vier Männer - waren für Deutschland an den Start gegangen. Am letzten Tag schieden die Schwergewichtler Andreas Tölzer (Mönchengladbach) und Sandra Köppen-Zuckschwerdt vor den Platzierungskämpfen aus. Neben Bischofs Gold stehen ein fünfter Platz durch Annett Böhm aus Leipzig im Mittelgewicht und ein siebter Rang für Heide Wollert (Halle/Saale) im Halbschwergewicht zu Buche. Die sonst erfolgreicheren Frauen mit Athen-Olympiasiegerin Yvonne Bönisch an der Spitze blieben diesmal hinter den Männern zurück. «Yvonne konnte die Last als Olympiasiegerin nicht tragen», entschuldigte Frese das vorzeitige Ausscheiden der Vorzeige-Athletin.

Massiv enttäuscht hatte jedoch nur Köppen-Zuckschwerdt bei ihren dritten Olympischen Spielen. Wie schon in Athen 2004 verabschiedete sie sich sang- und klanglos nach dem ersten Kampf und wird nun ihre Karriere mit einem letzten Kampf daheim beenden. «Was sie gezeigt hat, war indiskutabel», grollte Frese und hob aus dem Männer-Team neben dem Gold-Jungen Bischof, der «wie eine Straßenbahn nicht aufzuhalten war», Benjamin Behrla (Walheim) und Michael Pinske (Berlin) hervor. Beide mussten sich lediglich Medaillengewinnern geschlagen geben und sollen in vier Jahren bei den Spielen in London nach Medaillen greifen. «Mit einer Ausnahme haben alle im Feld der Weltspitze solide Leistungen gezeigt», äußerte Frese.

Einen Umbruch wird es nach Peking bei den Frauen geben. Der langjährige Bundestrainer Norbert Littkopf (Leipzig) räumt wegen Erreichen des Rentenalters seinen Posten. Es übernimmt der bisherige Nachwuchstrainer Michael Baszynski (Köln). Ob auch ein Wechsel an der Männer-Kommandozentrale ansteht, ist offen. «Wir wollen gern mit Frank Wieneke weitermachen. Aber er prüft, ob er sich diese Ochsen- Tour für weitere vier Jahre noch einmal antun will», berichtete der Verbandspräsident. Und Sportdirektor Manfred Birod ergänzte: «Frank hat in den vergangenen Jahren viel gelitten.»

Als erfolgreichste Judo-Nation ging einmal mehr Japan aus dem Turnier hervor: vier Gold-, eine Silber- und zwei Bronzemedaillen standen für die Erfinder der «sanften Kampfsportart» unterm Strich. Mit dreimal Gold und einmal Bronze kratzten die Chinesen am Thron der Japaner. Als letzte Olympiasieger trugen sich die Schwergewichtler Satoshi Ishii (Japan) und die Chinesin Tong Wen in die Listen ein. der westen

 

+++ 15.08.08 Tölzer scheidet in Judo-Hoffnungsrunde aus +++

Peking (dpa) - Schwergewichtler Andreas Tölzer ist beim olympischen Judo-Turnier in Peking in der Hoffnungsrunde gescheitert.

Der 28 Jahre alte Mönchengladbacher musste sich im Kampf um den Einzug ins Hoffnungsrundenfinale Weltmeister Teddy Riner aus Frankreich mit einem Yuko (mittlere Wertung) beugen. Zuvor hatte er gegen den Polen Janusz Wojnarowicz mit drei Shido (Verwarnungen) gewonnen. In die Hoffnungsrunde musste der Sportsoldat, weil er zum Auftakt des Turniers gegen den Usbeken Abdullo Tangrijew verloren hatte.

Seine Teamgefährtin Sandra Köppen-Zuckschwerdt aus Brandenburg war bereits nach einer Niederlage in ihrem ersten Kampf gegen die zweitklassige Australierin Janelle Shepherd durch Waza-ari (halber Punkt) ausgeschieden. Damit blieben die deutschen Judokas an ihrem Abschlusstag in Peking ohne weitere Medaille. Ole Bischof aus Reutlingen hatte beim Olympiasieg die einzige Medaille für den Deutschen Judo-Bund (DJB) erobert. der westen

 

+++ 15.08.08 Potenzial nur zeitweise abgerufen +++

Bei seinen Siegen gegen den Russen Gasymov und japanischen Titelverteidiger Keiji Suzuki zeigt Benjamin Behrla (SU Annen) exzellentes Judo. Am Ende aber reicht's nur zum neunten Platz

Peking (CHN). Für Judoka Benjamin Behrla (Sport-Union Annen) begannen die Olympischen Spiele mit einem Paukenschlag: Der 22-Jährige warf gleich in seinem ersten Kampf den russischen Ex-Europameister Ruslan Gasymov aus dem Rennen, scheiterte dann aber am späteren Olympiasieger Tuvshinbayar Naidan (Mongolei) und belegte letztlich Rang neun.

"An einem richtig guten Tag kann Benny die gesamte Weltelite packen", meinte sein Landestrainer und Annener Bundesliga-Coach Andreas Reeh, der den Halbschwergewichtler (bis 100 kg) in Peking neben Bundestrainer Frank Wieneke betreute. Und dass da durchaus was dran ist, unterstrich der Grevener in seinem Auftaktduell: Nach 2:09 Minuten gelang ihm die zweite große Wertung gegen Ruslan Gasymov - da ballte Benny Behrla zum ersten Mal die Siegerfaust.

In Runde zwei wartete dann jedoch der bullige, deutlich kleinere Mongole Naidan - und dass der nicht von Pappe ist, musste zuvor schon der japanische Olympiasieger von 2004, Keiji Suzuki, schmerzhaft am eigenen Leib erfahren, als er schon in Runde eins die Segel streichen musste. Immerhin: Durch den Halbfinal-Einzug des Mongolen durften sowohl Behrla als auch Suzuki über die Trostrunde ihr Glück auf dem Weg zumindest zu Bronze versuchen.

Dort trafen die beiden Rivalen auch direkt aufeinander - und abermals zeigte Behrla vor den begeisterten Augen seines Bundestrainers, welch großes Potenzial in ihm steckt. Wie schon zu Beginn des Jahres beim Weltcup in Hamburg, so dominierte der Wittener Bundesliga-Judoka auch diesmal den Kampf und beendete nach gerade mal 34 Sekunden durch eine Abtauchtechnik die Edelmetall-Hoffnungen des Asiaten.

Doch diese Leistung konnte der 1,92 Meter-Hüne im 100 kg-Turnier, das viele große Favoriten (u. a. Ariel Zeevi/Israel und Henk Grol/Niederlande) vorzeitig scheitern sah, leider nicht kompensieren. Gegen den Südkoreaner Sung-Ho Jang wirkte Benny Behrla irgendwie nicht voll konzentriert und wurde nach 1:06 Minuten auf die Schultern geworfen - Ippon. Nichts war's mit der zweiten Olympia-Medaille für den DJB. osi waz witten

 

+++ 12.08.08 Das große Vorbild auf den Schultern +++

Von AXEL LUKACSEK

JUDO. Ole Bischof macht es seinem Trainer Frank Wieneke nach und holt die Goldmedaille im Halbmittelgewicht. Mit seinen Fußtechniken legt er sämtliche Gegner aufs Kreuz.

PEKING. In der Stunde seines größten Triumphes schnappte er sich Bundestrainer Frank Wieneke und trug ihn auf den Schultern stolz durch die Halle, bei der Siegerehrung legte er die rechte Hand ergriffen auf die Brust: Judoka Ole Bischof hat gleich bei seiner ersten Olympia-Teilnahme die Goldmedaille im Halbmittelgewicht gewonnen und sich damit einen Kindheitstraum erfüllt.

"Ich habe das noch gar nicht realisiert. Im Judo braucht man den perfekten Tag. Heute habe ich es geschafft", strahlte der 28 Jahre alte Volkswirtschafts-Student aus Köln, der 24 Jahre nach Wienekes Triumph in Los Angeles jetzt selbst den Olymp eroberte. "Mit ihm arbeite ich seit zehn Jahren zusammen und bin mit ihm durch dick und dünn gegangen", sagte Bischof, der sich zum fünften deutschen Judo-Olympiasieger krönte.

15 Tage vor seinem 29. Geburtstag räumte der gebürtige Reutlinger in der Klasse bis 81 kg alle Gegner von der Matte. Im Finale setzte er sich gegen den Südkoreaner Kim Jae-bum durch und schaltete damit den aktuellen Asienmeister durch fast perfekte Fußtechniken aus. Schon zuvor hatte Bischof mit viel Selbstbewusstsein und einer optimalen Kondition international hochkarätige Gegner aufs Kreuz gelegt.

Mittagsschlaf auf der Massagebank

"Es gab eigentlich kein Schlüsselereignis. Ich habe mich von Kampf zu Kampf neu konzentriert, und das hat ja auch geklappt", beschrieb Ole Bischof die Chronologie des bislang wichtigsten Wettkampftages seiner Karriere. Zwischendurch hatte er sich seelenruhig zum Mittagsschlaf einfach auf die Massagebank gelegt und neue Kraft getankt.

Bischofs Goldmedaille war der erste Olympiasieg der deutschen Männer seit Udo Quellmalz 1996 in Atlanta. Acht Jahre zuvor in Seoul hatte Bundestrainer Wieneke noch einmal Silber geholt. "Deshalb kann ich auch nicht sagen, dass ich mit ihm gleichgezogen habe. Ohnehin liegen wir nicht im Wettstreit. Für mich ist er einfach nur ein großes Vorbild", sagte Bischof.

Später verschwand er völlig erschöpft, aber noch immer mit der Medaille um den Hals und einem Strahlen im Gesicht in den Katakomben der Judohalle. "Jetzt will ich erstmal meine Freundin Ina anrufen, groß feiern und einfach nur noch meine Goldmedaille genießen", lächelte Bischof, der den Moment des größten Triumphes so intensiv wie möglich auskosten wollte: "An meine Zukunft denke ich jetzt nicht." (NRZ)

 

+++ 12.08.08 Halbmittelgewicht Judoka Ole Bischof holt Gold +++

Peking. Judoka Ole Bischof hat in Peking für einen olympischen Paukenschlag gesorgt. Der 28 Jahre alte Reutlinger gewann am Dienstag die Goldmedaille im Halbmittelgewicht und überraschte damit die gesamte Weltelite.

Im Finale besiegte er am Dienstag in der Halle der Pekinger Universität für Wissenschaft und Technik den Südkoreaner Kim Jaebum durch eine mittlere Wertung (Yuko). Bischof ist nach Dietmar Lorenz (1980), Frank Wieneke (1984), Udo Quellmalz (1996) und Yvonne Bönisch (2004) der fünfte deutsche Judoka, der zu höchsten olympischen Ehren kam.

Der Schützling von Männer-Bundestrainer Frank Wieneke lieferte eine Gala auf der Tatami ab. Im Viertelfinale ließ er Weltmeister Tiago Camillo aus Brasilien keine Chance und besiegte ihn nach 3:14 Minuten mit Ippon (ganzer Punkt). Zweimal katapultierte er den Brasilianer auf die Matte und erhielt dafür jeweils einen halben Punkt (Waza-ari), der zum Ippon addiert wurde. Danach schaltete er auch das Kraftpaket Roman Gontjuk, Olympia-Zweiter aus der Ukraine aus. Zuvor hatte er dem Aserbaidschaner Mehman Asisow und Travis Stevens aus den USA jeweils mit einer mittleren Wertung (Yuko) das Nachsehen gegeben.

«Unsere Taktik ist voll aufgegangen. Er hat fast fehlerfrei gekämpft», sagte Wieneke. «Er ist aber auch einer, der die Taktik durchziehen kann.» Bischof bewies Nervenstärke. Nach dem siegreichen Viertelfinale legte er sich in den Aufwärmraum für eine Stunde schlafen, um Kräfte zu sammeln. «Das kann er. Er schaltet im größten Trubel ab», sagte Wieneke.

Bischof gehört seit Jahren zum Kreis der internationalen Spitzenklasse in seiner Gewichtsklasse. Bei großen Turnieren konnte er aber bislang nur einmal zum großen Schlag ausholen. 2005 wurde der Student der Volkswirtschaft Europameister in der 81-Kilo-Klasse. Bei Weltmeisterschaften kam er nicht über das Prädikat «teilgenommen» hinaus.

Ohne Medaille blieb dagegen Anna von Harnier. Die 27 Jahre alte Böblingerin schied nach zwei Siegen und zwei Niederlagen aus dem Turnier aus. In der Hoffnungsrunde der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm verlor die Studentin ihren ersten Kampf gegen die Slowenin Urska Zolnir vorzeitig nach 2:50 Minuten durch eine Festhalte. (dpa) der westen

 

+++ 11.08.08 Familie Behrla berichtet: Kein Kontakt zu Benny +++

PEKING / WITTEN "Wir sind gut rübergekommen. Das mit der Zeitumstellung geht schon einigermaßen. Wir konnten uns die Eröffnungsfeier jedoch nur am Fernseher anschauen. Leider hatten wir auch noch keinen direkten Kontakt zu Benny." Das schreibt Sabine Behrla, Mutter des Wittener Judoka Benjamin Behrla, der am Donnerstag (14. August) auf der Matte steht, am Samstag (9. August). Sie berichtet täglich von ihren Erlebnissen vor Ort.

"Wir haben ihn aber beim Einmarschieren gesehen, am Fernseher. Wir haben davon ein Foto gemacht – das hat aber eine schlechte Qualität. Naja, besser als nichts.

Die Chinesen sind sehr zuvorkommend und bemühen sich, es allen Touristen so angenehm wie möglich zu machen – wenn man bei diesen Temperaturen überhaupt davon sprechen kann. Es ist sehr beeindruckend, was die Chinesen auf die Beine gestellt haben. So ein Event wie die Eröffnungsfeier und das ganze Drumherum muss man erstmal toppen.

Leider haben wir unsere Tickets für den Judo-Wettkampf noch nicht. Wir hoffen sehr, dass das in den nächsten Tagen noch hinhaut.
Und sonst? Wir haben die Verbotene Stadt besichtigt und hatten hinterher platte Füße, weil wir fünf Stunden lang gelaufen sind. Jetzt versuchen wir, Benny irgendwie hierher zu bekommen."
.
Ruhrnachrichten 11.08.08
WITTEN Olympia ganz nah – dank Internet und E-Mail. Die Leser der Ruhr Nachrichten werden in den kommenden Tagen ganz dicht dran sein, wenn zwei Wittener in Peking um Edelmetall kämpfen. Judoka Benjamin Behrla und Mirko Englich und deren Begleiter halten Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden. Wie ist die Stimmung? Was ist das Programm? Wie verhalten sich die Gastgeber?

Behrlas Eltern Sabine und Günter haben alles dabei, um Sie, liebe Leserinnen und Leser, teilhaben zu lassen an ihrem, an Benjamins, Abenteuer Olympia. Dabei will der Sohn sich voll und ganz auf den Sport konzentrieren, während seine Eltern berichten. Sofern die Datenübertragung funktioniert, lesen Sie in dieser Woche hier ein Olympia-Tagebuch der Familie.

Eigentlich wollten sie damit sogar schon Ende der letzten Woche starten. Aber der restriktive Umgang der chinesischen Staatsgewalt mit neuen Medien, mit Blogs und Tagebüchern der Sportler und Gäste ist bekannt.

 

+++ 11.08.08 Judo-Olympiasiegerin Bönisch geht leer aus +++

Peking (dpa) - Für Athen-Olympiasiegerin Yvonne Bönisch ist das olympische Judo-Turnier in Peking zu einer Achterbahnfahrt mit Totalschaden geworden. Nicht das erhoffte Gold, kein Silber und auch kein Bronze, sondern ein Crash in der Hoffnungsrunde stand am Ende zu Buche. Nach einem Sieg und zwei Niederlagen musste die Potsdamerin am Montag in der Halle der Pekinger Universität für Wissenschaft und Technik ihre Sachen packen. «Ich stand komplett neben mir», gestand die Leichtgewichtlerin mit hochrotem Kopf und starrem Blick. Frauen- Bundestrainer Norbert Littkopf schwant nun Böses: «Wenn das Flaggschiff untergeht, kann das Langzeitwirkungen für die anderen haben.» Acht deutsche Judokas gehen noch an den Start.

Kaum hatte der Wettkampf begonnen, war Bönisch nach einer Auftaktniederlage gegen die spätere Olympiasiegerin Giulia Quintavalle aus Italien auch schon so gut wie draußen. Als sie bereits ihren Abgesang formulierte («Das war definitiv mein letzter Wettkampf in der 57er-Klasse. Ich muss jetzt alles in Ruhe verarbeiten»), war sie plötzlich wieder im Geschäft. Weil Quintavalle überraschend bis ins Halbfinale marschiert war, zog Bönisch als Unterlegene in die nicht mehr für möglich gehaltene Hoffnungsrunde ein. Da zudem Favoriten wie die dreimalige olympische Medaillengewinnerin und viermalige Weltmeisterin Kye Sun Hui aus Nordkorea gestrauchelt waren, taten sich plötzlich neue Perspektiven auf.

Einem Sieg über die Mongolin Erdenet-Od Khishigbat und der realistischen Aussicht auf den Gewinn von Bronze folgte jedoch der K.o.: Der Französin Barbara Harel unterlag Bönisch mit einer kleinen Wertung (Koka) nach einer gelungenen Fußtechnik und war endgültig draußen.

«Ich habe mich topfit gefühlt, war optimal vorbereitet. Aber als ich die Matte betrat, war alles weg», gestand die zweimalige Vizeweltmeisterin Böniosch. «Yvonne war dem psychischen Druck als Olympiasiegerin nicht gewachsen», resümierte Sportdirektor Manfred Birod, und Littkopf befand: «Sie hat kalte Füße gekriegt.» Gerade das konnte die Potsdamerin nicht fassen. «Normalerweise bin ich eine coole Sau, mache mir keine Gedanken im Wettkampf. Aber heute konnte ich damit nicht umgehen.»

Die Olympiasiegerin von Athen hat sich nun eine Denkpause von mindestens drei Monaten verordnet. «Ich muss Abstand finden. Dann will ich noch mal angreifen. Mit 27 Jahren ist es noch nicht vorbei.» Dann allerdings im Halbmittelgewicht (bis 63 kg). In dieser Kategorie fühlt sich die normalerweise 61 Kilogramm wiegende Athletin heimisch. Zumindest das lästige Gewichtmachen mit Hungereinlagen entfällt dann. der westen

 

+++ 10.08.08 Tränen bei deutschen Judokas +++

Peking (dpa) - Die Olympia-Premieren der Judokas Romy Tarangul und Michalea Baschin endeten in Frust und Tränen.

Während Vize- Europameisterin Tarangul nach einem Sieg und zwei Niederlagen tief enttäuscht und wortlos aus der Halle flüchtete, hatte Baschin tags zuvor nach ebenfalls zwei Niederlagen und einem Erfolg mit Tränen in den Augen Bilanz gezogen: «Ich wollte mehr.» Noch haben die deutschen Judokas neun Athleten im Rennen und damit weitere Medaillenchancen. Größter Trumpf könnte Olympiasiegerin Yvonne Bönisch sein, die im Leichtgewicht erneut nach der Krone greift.

Tarangul scheiterte in der Hoffnungsrunde der Klasse bis 52 Kilogramm an der belgischen Olympia-Dritten von 2004, Ilse Heylen, mit zwei kleinen Wertungen (Koka). Zuvor hatte sie gegen die Usbekin Sinura Djurajewa gewonnen und in der dritten Runde gegen die Japanerin Misato Nakamura unglücklich durch eine Verwarnung in der Verlängerung verloren. Baschin war es am Vortag in der 48-Kilo-Klasse nicht besser ergangen: Zuerst ein Sieg über die Algerierin Meriem Moussa, dann knappe Niederlagen gegen die kubanische Ex-Weltmeisterin Yanet Bermoy und die russische EM-Fünfte Ljudmilla Bogdanowa.

«Wir müssen die Kirche im Dorf lassen», meinte Frauen- Bundestrainer Norbert Littkopf. «Beide Mädels sind als totale Außenseiterinnen angereist. Sie haben sich gut verkauft und gute Leistungen gezeigt. Für eine Medaille hätten sie über sich hinauswachsen müssen.» Der Bundestrainer zürnte jedoch mit dem Kampfgericht. «Wofür Romy gegen die Japanerin bestraft wurde, das hat am Vortag die Kubanerin gegen Michaela gleich viermal gemacht und wurde nicht bestraft.» Tarangul soll bei einem verunglückten Wurfversuch ihre Rivalin verbotenerweise nach unten gezogen haben.

Baschin erkannte nach ihrem Auftritt: «Olympia ist eben einen Tick anders.» In vorangegangenen Turnieren hatte die 24 Jahre alte Studentin aus dem baden-württembergischen Backnang sowohl Bermoy als auch Bogdanowa besiegt. «Deshalb ist es umso bitterer», klagte die EM-Dritte von 2006. Eine große Zukunft verheißt Sportdirektor Manfred Birod der attraktiven Tarangul. Die 20 Jahre alte Studentin soll bei den nächsten Olympischen Spielen in London Edelmetall einsammeln.

In Baschins Kategorie wurde überraschend die rumänische Europameisterin Alina Alexandra Dumitru Olympiasiegerin. Die Japanerin Ryoko Tani fügte ihrer beeindruckenden Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzu. Die 32-Jährige gewann bei ihren fünften Olympischen Spielen die fünfte Medaille: nach zweimal Gold und zweimal Silber nun Bronze. Bei den Männern eroberte in der 60-Kilo- Klasse der Südkoreaner Choi Minho gegen den vom deutschen Olympiasieger Udo Quellmalz trainierten Österreicher Ludwig Paischer Gold. der westen

 

 

+++ 10.08.08 -52 kg Romy Tarangul +++

Nach einem Freilos startete Romy Tarangul in ihren olympischen Auftaktkampf gegen Zinura Djuraeva aus Uzbekistan. Koka, Waza-Ari und nach 4:46 Minuten der vorzeitig entscheidende IPPON zum Sieg.

 

Im Kampf Nummer 2 unterlag Tarangul der späteren japanischen Gruppensiegerin des Pools B, Misato Nakamura, und stand  in der Hoffnungsrunde nun der Belgierin Ilse Heylen gegenüber.

 

5 Minuten Kampfzeit, 2 Koka-Wertungen für die Belgierin Heylen, AUS für Tarangul und somit zum zweiten Mal ein Platz 9 in Peking für das Deutsche Team.

 

+++ 09.08.08 Ruben Houkes holt olympisches Bronze +++

Der Weltmeister 2007 und Leichtgewicht der niederländischen 60-Kilo-Klasse sowie des 2. Bundesligisten JC 66 Bottrop, Ruben Houkes, schafft in Peking die olympische Bronzemedaille.

Nach seinen Siegen über Frazer Will  (Kanada), Lavrentios Alexanidis  (Griechenland) und Javier Guedez (Venezuela) in der Vorrunde, verliert Houkes das Halbfinale gegen den späteren Olympiasieger Min Ho Choi aus Südkorea per Ippon bereits nach 24 Sekunden. Im Kampf um Bronze gegen Gal Yekutiel (Israel) punktete Houkes zunächst mit Yuko und 2 Koka, bis ihm  dann bei einer Kampfzeit von 4:50 Minuten der entscheidende IPPON zur Medaille gelang.

 

Der österreichische Ausnahmeathlet Ludwig Paischer konnte sich im Finalkampf gegen Min Ho Choi ganze 2:14 Minuten halten, bis das Paischer per IPPON des Koreaners die Silbermedaille präsentiert bekam.

 

Bilanz der jeweilgen 5 Kämpfe:

Houkes gelang 1 Ippon, 3 Yuko und 4 Koka.
Paischer erreichte 1 Ippon, 3 Yuko und 3 Koka
Choi bilanzierte mit 5 Ippons und 1 Koka judo-NRW

 

+++ 09.08.08 -48 kg Michaela Baschin +++

Nach einem Freilos startete Michaela Baschin in ihrem Auftaktkampf gegen die Algerierin Moussa. Mit Waza-Ari und einer Koka-Wertung sicherte sie sich den Einzug im Kampf um den Poolsieg . Dort steht sie der Weltmeisterschaftszweiten 2007 und World-Cup-Siegerin 2005, Yanet Bermoy aus Cuba, gegenüber. Volle Kampfzeit. Ganze 5 Minuten kämpfte Baschin um den Einzug ins Halbfinale und verlor mit einer Koka-Wertung gegen die Cubanerin. Nun geht es noch um Bronze. Doch zunächst muss sie auf dem Weg um den Einzug ins Kleine Finale entweder gegen die Russin Bogdanova oder gegen Miranda aus Ecuador antreten. Danach ginge es gegen die Portugisin Hormigo weiter. Baschin gegen Bogdanova. Wer schafft den nächsten Schritt zum Kleinen Finale? GOLDENSCORE. Eine sehr fragwürdige Richterentscheidung spricht Bogdanova nach über 3 Minuten Kampfzeit im Goldenscore ein Koka zu. Ein toller Kampf von Michaela Baschin endet mit einem 9. Platz in Peking. judo-NRW

 

 

+ 08.08.08 adidas informiert Sie mit aktuellen News und geplanten TV Zeiten aus Peking +

Samstag 1. Judotag mit:

Infos über Michaela Baschin -48 kg
Geboren am: 02.06.1984
Größe: 1,63 m
Beruf: Studentin - Lehramt Sport/Deutsch
Graduierung: 3. Dan
Aktiv seit: 1994
Trainer: Wolf-Rüdiger Schulz
Verein: TSG Backnang
1. Trainer: Gerd Lamsfuß
1. Verein: TSG Backnang
(OSP-)Pate: Marc Meiling (unter anderem Vize-Olympiasieger)


Lange Zeit war die Olympia-Qualifikation in der 48-Kilo-Klasse unsicher. Als Europameisterschafts-Dritte von 2006 machte Michaela Baschin zwar schon mit 21 Jahren recht frühzeitig auf sich aufmerksam, kam aber 2007 in der ersten Phase der Olympia-Qualifikation nur recht mühselig in Fahrt. Auch zur Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro musste sie nach ihrem verlorenen Auftaktkampf die Koffer packen und erreichte nicht die so sehr erhoffte P latzierung für das Direktmandat für Peking.

Um so intensiver und erfolgreicher begann das Jahr 2008. Michaela Baschin kämpfte innerhalb von nur sechs Wochen fünf Welt-Cups und erreichte immer einen Medaillenrang. Dieses Punktekonto verschaffte ihr dann bereits Anfang März die Gewissheit der Qualifikation über die Europa-Rangliste. Um eine Regeneration von den Wettkampf-Strapazen zu erreichen, verzichtete sie dann letztendlich auch auf die Europameisterschaft, von der keinerlei Gefahr mehr auf den Ranglistenplatz ausging.

Michaela Baschin begann 1991 mit sieben Jahren mit Judo, nachdem sie durch Freundinnen animiert wurde und sie neben Tischtennisspielen einen Ausgleich suchte. „Als bewegungshungriges Kind kam mir diese Sportart sehr gelegen, ich hatte Spaß und Judo forderte mich." Beschreibt sie die Motivation für diese Sportart.

Und ihr Heimtrainer Gerd Lamsfuß hat es immer wieder geschafft, diese Motivation aufrecht zu erhalten und ihre Freude am Judo weiter wachsen zu lassen.

„Ich habe als Kind und Jugendliche Judo nur zum Spaß gemacht. Ich hatte endlich etwas gefunden, bei dem mein ganzer Körper beansprucht wurde." Denkt sie an die ersten Trainingsjahre zurück. Als sie jedoch 1999 erstmals an einer Deutschen Meisterschaft teilnahm und gleich Dritte wurde war sie stolz auf diese Leistung. Letztendlich ging diese Leistung jedoch im Verein unter, da es da noch eine Erstplatzierte gab. „Da hab ich zum ersten Mal begriffen, dass es besser ist ganz oben zu stehen und ich habe mir geschworen, wenigstens einmal Deutsche Meisterin zu werden." Sicher war das der Grundstein, dass sie sich wirklich ernsthaft mit Judo auseinander gesetzt hat und sich langsam eine leistungssportliche Ausrichtung in dieser Sportart entwickelt hat. Nun ist sie auch bereits dreifache Deutsche Meisterin.

Mittlerweile trainiert die Backnangerin meist am Leistungsstützpunkt Sindelfingen bei Landestrainer Wolf-Rüdiger Schulz. Ihr kommt dabei entgegen, dass sie an der Universität Stuttgart Lehramt für Sport un d Deutsch studiert und mit ihrer Studentenwohnung zwischen Stuttgart und Sindelfingen günstige Bedingungen für die Verbindung von Studium und Sport hat.

Im Sommersemester 2007 merkte sie jedoch, dass die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft und andere sportliche Höhepunkte nur schwerlich mit ihrem hohen Anspruch, auch im Studium Höchstleistungen zu bringen, vereinbar ist. „So hatte ich für meinen Traum von Olympia zwei Urlaubssemester beantragt und auch bewilligt bekommen. Ich denke das war eine der besten Entscheidungen, die ich treffen konnte." zieht sie für sich ein positives Fazit.

Michaela Baschin ist eine quirlige junge Dame mit dem Herzen und vor allem dem Mundwerk auf dem rechten Fleck, sie schreibt hinreißend Tagebuch auf ihrer Internetseite und genießt die wenige Zeit, die ihr neben dem umfangreichen Trainingsplan bleibt äußerst gern in ihrer Familie. Die gibt ihr Halt, nimmt sie so wie sie ist und sie tankt dort Kraft, Ruhe und Geborgenheit. „Wir machen gute alte Brettspiel-Abende in der Familie, ich lese für mein Leben gern und wenn die Zeit reicht, schau ich fern, geh ins Kino oder mach einen DVD-Abend. Ich liebe Filme!" beschreibt sie ihre liebsten Freizeitbeschäftigungen.

Sportlich liegen ihre Stärken in der Schnelligkeit und der Ausdauer. „Man sagt mir nach, dass ich wohl auch eine passable Bodenkämpferin bin" verrät sie schmunzelnd.

Ihre Schwächen? – nach einem Moment des Räusperns offenbart sie: „Kraft… und vermutlich manchmal mein Kopf". Sie weiß woran sie noch arbeiten muss.

Ein direktes Vorbild hatte Michaela Baschin nicht unbedingt. Für sie war es eher der Gedanke: „Ich will auch bei Olympia starten!" Das kam vor allem, als sie sehr bewusst Judo bei Olympia 2004 im Fernsehen verfolgt hat. „Aber in den darauf folgenden Jahren hätte ich niemals daran gedacht, dass ich es wirklich schaffen könnte."

Ihre Erwartungen für Olympia formuliert sie in Anbetracht einer scheinbar übermächtigen asiatischen Konkurrenz sehr diplomatisch: „Dass ich es geschafft habe hinzukommen ist schon ein riesiger Erfolg für mich. Alles was jetzt kommt, wäre eine Zugabe. Aber natürlich träumt man davon mehr zu erreichen als nur die Teilnahme."

Egal wie es ausgeht, nach Olympia wird sie erst einmal Urlaub machen. „Aber wahrscheinlich nicht zu lange, denn dann geht ja das Studium wieder los. Und da sollte ich dann richtig ranklotzen." Gibt sie sich die nächsten Ziele bereits vor.

Sportliche Erfolge:

2007 Teilnehmerin Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro
5. Platz Europameisterschaften in Belgrad

2006 Internationale Deutsche Meisterin
3. Platz Europameisterschaften in Tampere

2005 Deutsche Meisterin
2004 Deutsche Meisterin

 

Quelle: adidas

 

+++ 08.08.08 Starke Rivalinnen für Bönisch +++

 

Peking (dpa) - Judo-Olympiasiegerin Yvonne Bönisch hat es zum Auftakt der olympischen Judo-Wettbewerbe in Peking mit starken Rivalinnen zu tun. Die Potsdamerin trifft am 11. August in der Klasse bis 57 Kilogramm in der ersten Runde auf die WM-Fünfte Guilia Qintavalle aus Italien.

Danach wartet die frühere Asienmeisterin Khishigbat Erdenet-Od aus der Mongolei auf die Titelverteidigerin. In der dritten Runde könnte Bönisch auf die Nordkoreanerin Kye Sun Hui, Olympiasiegerin von 1996 und vierfache Weltmeisterin treffen. Beide standen sich schon mehrfach gegenüber. Im olympischen Finale vor vier Jahren in Athen behielt Bönisch die Oberhand, bei den Weltmeisterschaften 2003 und 2005 siegte Kye.

«Wir wurden bei der Auslosung nicht gerade vom Glück verfolgt. Ob wir Pech hatten, muss sich erst noch erweisen. Yvonne hat es extrem hart getroffen», sagte Sportdirektor Manfred Birod. «Als erste muss am Samstag Michaela Baschin auf die Matte. In der Klasse bis 48 Kilogramm Körpergewicht hat die 24-Jährige vom TSV Backnang in der ersten Runde ein Freilos und trifft im zweiten Durchgang auf die Siegerin des Kampfes zwischen Meriem Moussa aus Algerien und Sandrine Ilendou aus Gabun. der westen

 

+++ 07.08.08 Von Wahnsinn bis K.o. - Bönisch will i-Tüpfelchen +++

 

Von Franko Koitzsch, dpa

Peking (dpa) - Peter Frese rechnet beim Auftritt der deutschen Judokas in Peking mit allem. «Wenn wir wie in Athen vier Medaillen holen, wäre das optimal», verkündete der Präsident des Deutschen Judo-Bundes (DJB) und entwarf zugleich Befindlichkeitsstufen für bescheidenere Bilanzen.

«Drei Medaillen wären Wahnsinn, zwei zufriedenstellend, bei einer kämen wir mit einem blauen Auge davon, keine wäre der K.o.» Dass die elf teilnehmenden deutschen Tatami-Athleten von der Konkurrenz tatsächlich aber aufs Kreuz gelegt werden könnten, befürchtet Frese jedoch nicht. «Wir können uns berechtigte Hoffnungen machen.»

Bereits am 9. August wird die erste Medaille vergeben. In der Klasse bis 48 Kilogramm geht Michaela Baschin aus Backnang an den Start. Kurz nach 6.00 Uhr deutscher Zeit muss die 24 Jahre alte Studentin auf die Matte. «Vielleicht klappt es ja wie in Athen vor vier Jahren. Da haben wir Judokas sowohl die erste deutsche Medaille überhaupt und wenig später auch noch die erste Goldmedaille für das gesamte deutsche Team gewonnen», sagte Sportdirektor Manfred Birod. Vor vier Jahren eröffnete die Osnabrückerin Julia Matijass im Superleichtgewicht mit dem Gewinn von Bronze den Medaillenreigen. Nun will es ihr Baschin in dieser Gewichtskategorie nachmachen.

«Ich bin froh, dass es schon am ersten Tag für mich losgeht. Ich will es schnell hinter mir haben», meinte die EM-Dritte von 2006. Danach will sie Olympia in vollen Zügen genießen. Mit einer herausragenden Platzierung oder gar Edelmetall wären die folgenden Tage in Peking ein einziges Fest für die Athletin. «Michaela hat erst im vergangenen Jahr Anschluss an die Weltspitze gefunden, wir dürfen nicht zu viel von ihr erwarten», befand Birod.

Große Erwartungen werden allerdings an den Start von Yvonne Bönisch geknüpft. Die Olympiasiegerin von Athen gehört auch in Peking zu den Favoritinnen. «Ich bin zwar die Gejagte, aber Olympiasiegerin bleibe ich ein Leben lang, das gibt Sicherheit», meinte die Potsdamerin. «Jetzt kann ich meiner Karriere das i-Tüpfelchen aufsetzen.» Für die 27-Jährige ist es der letzte Auftritt in der 57-Kilo-Klasse. «Es fällt mir immer schwerer, das Limit zu bringen.» Danach soll es in der 63-Kilo-Klasse weitergehen.

Medaillenaspiranten sind zudem die erfahrene Sandra Köppen-Zuckschwerdt im Schwergewicht, die Olympia-Dritte Annett Böhm (bis 70 kg) und Heide Wollert (bis 78 kg). Bei den Männern ruhen die Hoffnungen auf Ole Bischof (bis 81 kg) und Schwergewichtler Andreas Tölzer. der westen

 

+++ 03.08.08 Star-Glanz +++

Basketballer Dirk Nowitzki hat am Sonntag das Olympische Dorf bezogen. Der NBA-Profi ging gleich nach der Ankunft in die Mensa. Kandidat als Fahnenträger

 

Peking. Staunend wie ein Kind und endgültig vom Olympia-Fieber gepackt hat Dirk Nowitzki am Sonntag das Athletendorf bezogen und der deutschen Mannschaft in Peking damit den richtigen Star-Glanz verliehen. Gleich nach seiner Ankunft ging der Basketballer mit seinen Teamkollegen in der Mensa essen und wollte eigentlich gar nicht wieder weg. "Ich würde jetzt am liebsten hier sitzen bleiben und fünf Stunden lang einfach nur schauen, wer rein- und rausgeht", sagte der NBA-Profi, dessen Name auf der Kandidatenliste für einen möglichen Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier am 8. August weiter weit oben steht. Und so wollten viele anderen vor allem auch Nowitzki sehen: schon auf dem Flughafen musste er nach der Ankunft am Mittag den Sicherheitskräften Autogramme geben - um die genauere Untersuchung seines Koffers kam er trotzdem nicht herum.

 

Insgesamt rückten 55 deutschen Athleten sechs Tage vor der Eröffnungsfeier ins allseits gelobte Olympische Dorf ein. Auf rund 200 Sportler ist das "Team Deutschland" mittlerweile angewachsen. Und richtig angetan vom Gastgeberland sind sie praktisch alle. "Olympische Stimmung herrschte schon beim Anflug", sagt Chef de Mission Michael Vesper, der gemeinsam mit Basketballern und Volleyballern in China landete. "Auf den Wegen und Plätzen im Olympischen Dorf, die sehr grün angelegt sind, herrscht eine super Atmosphäre." In Appartements für drei bis acht Leute ist die deutsche Mannschaft untergebracht.

 

Die meisten übernachten in Doppelzimmern, die geräumig und gut ausgerüstet sind. Auch die Beachvolleyballer wohnen nun hier. Nach ihrem "Rauswurf" aus dem Trainingshotel hätten sie doch noch das Quartier beziehen können, wollen aber nun viel lieber das Flair im Dorf genießen. "Es gab noch nie ein besseres, die Chinesen geben sich wirklich alle erdenkliche Mühe", sagt Delegationsleiter Michael Tank zur Begründung. Frauen-Judo-Bundestrainer Norbert Littkopf, der seine sechsten Sommerspiele erlebt, hat gleichfalls nur Lob für die kleine Stadt in der Stadt: "Das ist das beste Olympische Dorf, das ich je hatte". Auch bei den Außenposten herrschte nach dem Auspacken der Koffer Zufriedenheit. Die Segler hatten am Wochenende in der olympischen Co-Gastgeberstadt Qingdao Sonne und nur leichten Nebel, die Algenpest scheint endgültig bezwungen. Im Traingslager der Handball-Weltmeister in Zhuhai nahe Hongkong wird im 5-Sterne-Hotel und der eigenen Trainingshalle weiter am Feinschliff gearbeitet. Für die Schwimmer um Goldhoffnung Britta Steffen ging es im japanischen Kumamoto noch um die Staffel-Plätze. Eine derartige interne Ausscheidung steht Nowitzki höchstens in der Frage des Fahnenträgers bevor, was für ihn "eine Riesenehre" wäre. waz

 

+++ 30.07.08 Iraks Last-Minute-Appell: Vier Athleten dabei +++

Lausanne (dpa) - Der Last-Minute-Appell einer irakischen Regierungsdelegation an das IOC hat sich gelohnt: Nach achtstündigen Verhandlungen in Lausanne darf der Irak nun doch mit vier Sportlern als 205. Land an den Olympischen Spielen in Peking teilnehmen.

 

Wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) in Peking bestätigte, hat sich der Irak verpflichtet, spätestens bis Ende November ein neuen Nationales Olympisches Komitee (NOK) unter internationaler Beobachtung wählen zu lassen. Neben zwei Leichtathleten dürfen nach einer Mitteilung des Internationalen Ruder-Verbandes auch zwei Ruderer in China starten.

«Ich muss der irakischen Regierung ein Kompliment machen, dass sie sich auf eine Linie geeinigt hat, von der irakische Athleten langfristig profitieren», erklärte IOC-Präsident Jacques Rogge der Online-Ausgabe der «New York Times», «wir freuen uns auf die irakische Flagge in Peking.»

Wegen der massiven politischen Einmischung in die sportlichen Belange des Iraks hatte das IOC das Land vergangene Woche von den Spielen ausgeschlossen. Zuvor hatte das IOC- Exekutivkomitee das irakische NOK bereits am 4. Juni suspendiert und damit auf die massive Einmischung der Politik reagiert. Iraks Regierung hatte am 20. Mai das NOK des Landes aufgelöst, ein eigenes unter der Leitung des Sportministers eingesetzt und damit gegen die olympische Charta verstoßen. «Wir wollen die Vergangenheit vergessen. Wir wollen das irakische Team bei Olympia sehen», sagte der irakische Regierungssprecher Ali Al-Dabbagh.

So erleichtert die beiden irakischen Leichtathleten und Ruderer über die Erfüllung ihres Olympia-Traums waren, so ernüchtert waren ihre anderen drei Team-Kollegen, die ebenfalls für die Peking-Spiele vorgesehen waren. Für sie kam die Einigung jedoch zu spät, da die Meldefristen fürs Bogenschießen, Gewichtheben und Judo bereits in der vergangenen Woche abgelaufen waren. Der stärkste Mann des Iraks, Gewichtheber Muhammad Sawara, galt sogar als Medaillenhoffnung.

Die Leichtathleten und Ruderer werden unterdessen die überschaubare olympische Medaillenbilanz des Iraks nicht verbessern können. Seit der ersten Olympia-Teilnahme 1948 hat der Irak lediglich eine Bronzemedaille geholt. «Sport ist für uns im Moment sehr wichtig», sagte Al-Dabbagh, «er bringt Menschen zusammen.» der westen

 

+++ 27.07.08 Bundespräsident Köhler verabschiedet Olympia-Team +++

Berlin (dpa) - Bei schwüler Hitze wie in Peking geriet auch Horst Köhler mächtig ins Schwitzen - trotz stechender Sonne genoss der Bundespräsident aber sichtlich das Beisammensein mit deutschen Olympia-Teilnehmern.

 

Bei der Verabschiedung in Berlin mischte Köhler in die Plaudereien auch politische Töne: «Sie als Sportler mögen ein wenig darunter gelitten haben, dass die Diskussionen über die Menschenrechtslage in China und Tibet die Gespräche über den Sport zeitweilig überlagert haben», sagte der Bundespräsident, der nicht zur Eröffnungsfeier nach Peking kommen wird und am Samstag im Garten des Schlosses Bellevue eine gute Reise wünschte - angesichts des geplanten Streiks bei der Lufthansa auch keine Floskel.

 

Generaldirektor Michael Vesper vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ist aber optimistisch: «Wir befürchten nicht, dass die Athleten tagelang auf Flughäfen sitzen und sind sehr sicher, dass die Lufthansa diese Flüge schützt», sagte Vesper mit Blick auf die Verbindungen nach China.

 

Bundespräsident Köhler bezeichnete es in seiner Rede als gut, dass der Sport politische Diskussionen befördert. Wer friedlich für seine politische Überzeugung auf die Straße gehe, lebe damit immer auch die Werte, die sich der Sport auf die Fahne geschrieben habe - nämlich Respekt, Fairness und Miteinander.

 

Die Boykott-Diskussionen hätten die Athleten belastet, erklärte DOSB-Präsident Thomas Bach, der auch Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ist. Der Sport wolle jedoch Brücken schlagen und nicht Mauern errichten. «Ich fahre nach Peking, um meine sportliche Leistung abzurufen. Die Politik lasse ich andere machen», sagte Judo-Olympiasiegerin Yvonne Bönisch. Siebenkämpferin Sonja Kesselschläger erklärte: «Ich werde auf keinen Fall Regeln missbrauchen, sondern meinen Wettkampf durchbringen.»

 

Es sei falsch, von den Sportlern politische Stellungnahmen zu verlangen, sagte Willi Lemke, der Sport-Sonderbeauftragte von UN- Generalsekretär Ban Ki Moon, am Samstag in Berlin auf dem 1. Deutschen Olympischen Sport-Kongress. Bach erhielt dort T-Shirts mit englischen Protest-Botschaften, die der frühere DDR-Radsportler Uwe Trömer im Namen einer Gruppe ehemaliger Spitzenathleten übergab. Dazu zählen Sprinterin Ines Geipel und Olympiasieger Dieter Baumann. Die T-Shirts mit Aufschriften wie «Freies Tibet» und «Sport für Menschenrechte» sollen im Deutschen Haus zum Tragen angeboten werden.

 

Köhler streifte trotz Temperaturen um 30 Grad tapfer eine weiße Trainingsjacke aus der deutschen Olympia-Kollektion über, die ihm Bach überreicht hatte. Sie trug unter dem schwarzen Bundesadler den Schriftzug «Horst Köhler - Bundespräsident». Ruder-Olympiasiegerin Kathrin Boron versprach: «Diese Verabschiedung ist für uns Auszeichnung und Ansporn zugleich. Sie können sicher sein, dass wir Menschlichkeit, Freundschaft, Teamgeist und Fairplay in die Welt tragen werden.» Seglerin Petra Niemann fügte hinzu: «Das war eine besondere Ehre, dass er sich Zeit genommen hat, und ist für uns als Mannschaft unheimlich wichtig.»

 

Viele der etwa 45 zum Schloss Bellevue gekommenen Sportler durften persönlich gute Wünsche von Köhler mitnehmen, der als erster Bundespräsident ein Olympia-Team verabschiedete. So erkundigte er sich nach dem leuchtenden Veilchen und dem geschwollenen Auge von Judo-Schwergewicht Sandra Köppen-Zuckschwerdt. Die Segler erläuterten dem staunenden Staatsoberhaupt ihre hohen Geschwindigkeiten. Umrahmt von Paralympics-Teilnehmern plauderte Köhler mal heiter, mal ernst auch mit deutschen Behindertensportlern.

 

Bei Vesper erkundigte sich Köhler nach der Größe der Mannschaft, die nach der Absage von Diskuswerferin Franka Dietzsch nur noch 439 Athleten umfasst. Der DOSB kämpft weiterhin darum, Wimbledon-Halbfinalist Rainer Schüttler vier Jahre nach Silber im Doppel mit Nicolas Kiefer noch ins Team zu bekommen. «Wir wollen ihn unbedingt dabei haben», sagte Vesper, der zuvor erneut mit Schüttler telefonierte. Der Tennis-Weltverband ITF beharrt darauf, dass Schüttler zum Stichtag am 9. Juni nicht zu den besten 56 der bereinigten Weltrangliste gehörte. Nur wenn genügend Spieler absagen, will die ITF das Ticket noch gewähren. der westen

 

+++ 24.07.08 Olympischen Spiele in Peking ohne Irak +++

Hamburg (dpa) - Die Olympischen Spiele in Peking finden ohne den Irak statt. Das teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) dem irakischen Sportminister Jassem Mohammed Jaafar mit.

Bereits am 4. Juni hatte das IOC-Exekutivkomitee das Irakische Nationale Olympische Komitee (NOK) suspendiert und damit auf die massive Einmischung der Politik reagiert. Iraks Regierung hatte am 20. Mai das NOK des Landes aufgelöst, ein eigenes unter der Leitung des Sportministers eingesetzt und damit gegen die olympische Charta verstoßen.

Im Gegensatz zu den Sportlern, die im Bogenschießen, Judo, Rudern und Gewichtheben an den Start gehen sollten, dürfen irakische Leichtathleten noch hoffen. «Wir hoffen weiter darauf, Irak bei den Spielen zu haben, weil die Leichtathletik eine spätere Meldefrist hat als andere Sportarten. Vielleicht können wir bis dahin eine Lösung finden», sagte IOC-Sprecherin Emmanuelle Moreau. «Es ist eine sehr kleine Hoffnung, aber es ist eine.» Die irakische Regierung habe auf eine Einladung in das IOC-Hauptquartier in Lausanne (Schweiz) nicht reagiert, erklärte Moreau weiter.

Der Irak hatte an den olympischen Sommerspielen 2004 in Athen teilgenommen. Die irakischen Athleten konnten damals allerdings keine Medaille erringen. Im Jahr 2000 war Afghanistan wegen der Intervention des damaligen Taliban-Regimes eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Sidney verwehrt worden.

 

+++ 24.07.08 Die olympischen Judo-Kämpfe +++

Samstag, 9. August 2008

06.00 Uhr Klasse bis 48 kg, Frauen Vorkämpfe

Klasse bis 60 kg, Männer Vorkämpfe

12.00 Uhr Klasse bis 48 kg, Frauen Entscheidung

Klasse bis 60 kg, Männer Entscheidung

 

Sonntag, 10. August 2008

06.00 Uhr Klasse bis 52 kg, Frauen Vorkämpfe

Klasse bis 66 kg, Männer Vorkämpfe

12.00 Uhr Klasse bis 52 kg, Frauen Entscheidung

Klasse bis 66 kg, Männer Entscheidung

 

Montag, 11. August 2008

06.00 Uhr Klasse bis 57 kg, Frauen Vorkämpfe

Klasse bis 73 kg, Männer Vorkämpfe

12.00 Uhr Klasse bis 57 kg, Frauen Entscheidung

Klasse bis 73 kg, Männer Entscheidung

 

Dienstag, 12. August 2008

06.00 Uhr Klasse bis 63 kg, Frauen Vorkämpfe

Klasse bis 81 kg, Männer Vorkämpfe

12.00 Uhr Klasse bis 63 kg, Frauen Entscheidung

Klasse bis 81 kg, Männer Entscheidung

 

Mittwoch, 13. August 2008

06.00 Uhr Klasse bis 70 kg, Frauen Vorkämpfe

Klasse bis 90 kg, Männer Vorkämpfe

12.00 Uhr Klasse bis 70 kg, Frauen Entscheidung

Klasse bis 90 kg, Männer Entscheidung

 

Donnerstag, 14. August 2008

06.00 Uhr Klasse bis 78 kg, Frauen Vorkämpfe

Klasse bis 100 kg, Männer Vorkämpfe

12.00 Uhr Klasse bis 78 kg, Frauen Entscheidung

Klasse bis 100 kg, Männer Entscheidung

 

Freitag, 15. August 2008

06.00 Uhr Klasse über 78 kg, Frauen Vorkämpfe

Klasse über 100 kg, Männer Vorkämpfe

12.00 Uhr Klasse über 78 kg, Frauen Entscheidung

Klasse über 100 kg, Männer Entscheidung

 

 

 

+++ 15.07.08 Das deutsche Team für die Olympischen Spiele +++

Kienbaum (dpa) - Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat am 15. Juli in Kienbaum insgesamt 435 Tickets für die Olympischen Spiele vom 8. bis 24. August in Peking vergeben. Bereits nominiert sind:

BADMINTON (5): Einzel: Juliane Schenk (Berlin), Xu Huaiwen (Bischmisheim), Marc Zwiebler (Beuel); Mixed: Kristof Hopp (Bischmisheim)/Birgit Overzier (Beuel)

BOXEN (4): Federgewicht: Wilhelm Gratschow (Giffhorn); Bantamgewicht: Rustan Rahimov (Velbert); Weltergewicht: Jack Culcay- Keth (Darmstadt); Mittelgewicht: Konstantin Buga (Berlin)

FECHTEN (10): Damen: Degen: Imke Duplitzer (Bonn), Britta Heidemann (Leverkusen); Säbel: Alexandra Bujdoso (Koblenz); Florett: Carolin Golubytskyi, Anja Schache, Katja Wächter (alle Tauberbischofsheim); Ersatzfechterin Florett-Mannschaft: Melanie Wolgast (Leverkusen); Herren: Säbel: Nicolas Limbach (Dormagen); Florett: Peter Joppich (Koblenz), Benjamin Kleibrink (Bonn)

GEWICHTHEBEN (3): Frauen: Julia Rohde (Görlitz); Männer: Matthias Steiner (Chemnitz), Almir Velagic (Kaufbeuren)

JUDO (11): Frauen: Michaela Baschin (Backnang); Romy Tarangul (Frankfurt/Oder) Yvonne Bönisch (Potsdam); Anna von Harnier (Böblingen); Annett Böhm (Leipzig); Heide Wollert (Halle/Saale); Sandra Köppen-Zuckschwerdt (Brandenburg); Männer: Ole Bischof (Reutlingen); Michael Pinske (Berlin); Andreas Tölzer (Mönchengladbach), Benjamin Behrla (Walheim)

KANU (19): Slalom: Frauen/Kajak: Jennifer Bongardt (Köln); Männer/Kajak: Alexander Grimm (Augsburg); Canadier/Einer: Jan Benzien (Leipzig); Canadier-Zweier: Felix Michel/Sebastian Piersig (Spremberg); Rennsport: Damen/Kajak: Fanny Fischer (Potsdam), Nicole Reinhardt (Mannheim), Katrin Wagner-Augustin (Potsdam), Carolin Leonhardt (Mannheim); Herren/Kajak: Ronald Rauhe (Potsdam), Tim Wieskötter (Potsdam),Max Hoff (Köln), Lutz Altepost (Potsdam), Norman Bröckl (Berlin), Torsten Eckbrett (Potsdam), Björn Goldschmidt (Karlsruhe); Herren/Canadier: Andreas Dittmer (Neubrandenburg), Christian Gille (Leipzig), Tomasz Wylenzek (Essen)

LEICHTATHLETIK (25): Frauen: 10 000 Meter: Sabrina Mockenhaupt (Köln); 100 Meter Hürden: Carolin Nytra (Bremen); 3000 m Hindernis: Antje Möldner (Potsdam); Marathon: Susanne Hahn (Saarbrücken), Melanie Kraus (Leverkusen), Irina Mikitenko (Wattenscheid); Gehen: Melanie Seeger (Potsdam), Sabine Zimmer (Wattenscheid); Hochsprung: Ariane Friedrich (Frankfurt/Main); Weitsprung: Bianca Kappler (Rehlingen); Kugelstoßen: Nadine Kleinert, Christina Schwanitz (Neckarsulm), Denise Hinrichs (Wattenscheid); Speerwurf: Christina Obergföll (Offenburg), Steffi Nerius (Leverkusen); Hammerwurf: Betty Heidler (Frankfurt/Main), Kathrin Klaas (Frankfurt/Main); Siebenkampf: Jennifer Oeser (Leverkusen), Sonja Kesselschläger (Neubrandenburg) Männer: Gehen: André Höhne (Berlin) Kugelstoßen: Ralf Bartels (Neubrandenburg), Peter Sack (Leipzig); Diskuswurf: Robert Harting (Berlin); Zehnkampf: Arthur Abele (Ulm), Michael Schrader (Uerdingen/Dormagen)

MODERNER FÜNFKAMPF (4): Frauen: Lena Schöneborn (Berlin), Eva Trautmann (Darmstadt) Männer: Eric Walther (Berlin), Steffen Gebhardt (Bensheim)

RADSPORT (8): Bahn: Carsten Bergemann (Heidenau); René Enders (Erfurt); Robert Förstemann (Gera); Maximilian Levy (Cottbus); Stefan Nimke (Schwerin); Roger Kluge (Cottbus); Olaf Pollack (Cottbus); Mountainbike: Sabine Spitz (Murg)

RINGEN (6): Frauen: Anita Schätzle (Metternich-Rübenach) Männer: Marcus Thätner (Frankfurt/Oder), Mirko Englich (Witten), Davyd Bichiniashvili (Schifferstadt), Stefan Kehrer (Ketsch), Konstantin Schneider (Köllerbach)

RUDERN (11): Frauen: Leichtgewichts-Doppelzweier: Berit Carow (Hamburg), Marie- Louise Dräger (Rostock), Laura Tibitzanzl (Würzburg) Doppelzweier: Christiane Huth (Potsdam), Annekatrin Thiele (Leipzig) Doppelvierer: Britta Oppelt (Berlin), Manuela Lutze (Magdeburg), Juliane Domscheid (Potsdam); Kathrin Boron (Potsdam), Stephanie Schiller (Potsdam); Männer: Einer: Marcel Hacker (Frankfurt/Main)

SCHIESSEN (18): Gewehr: Frauen: Barbara Lechner (Triftern), Sonja Pfeilschifter (Ismaning); Männer: Maik Eckhardt (Dortmund), Tino Mohaupt (Benshausen), Michael Winter (Kirchseeon); Pistole:Frauen: Munkhbayar Dorjsuren (Neubiberg), Stefanie Thurmann (Frankfurt/Oder), Claudia Verdicchio (Buchheim); Männer: Hans-Jörg Meyer (Wolfenbüttel), Christian Reitz (Kriftel), Florian Schmidt (Frankfurt/Oder), Ralf Schumann (Stockheim); Wurfscheibe: Frauen: Christine Brinker (Ibbenbüren), Susanne Kiermayer (Kirchberg); Männer: Karsten Bindrich (Eußenhausen), Stefan Rüttgeroth (Gieboldehausen), Axel Wegner (Brandis), Tino Wenzel (Ibbenbüren)

SCHWIMMEN (40): Frauen: Antje Buschschulte (Magdeburg), Petra Dallmann (Heidelberg),JaanaEhmcke (Potsdam), Meike Freitag (Frankfurt/Main), Daniela Götz (Erlangen), Nicole Hetzer (Burghausen), Annika Lurz (Würzburg), Sarah Poewe (Wuppertal), Anne Poleska (Krefeld), Daniela Samulski (Wuppertal), Katharina Schiller (Hildesheim), Sonja Schöber (Dortmund), Britta Steffen (Berlin), Lisa Vitting (Mülheim/Ruhr), Christin Zenner (Hildesheim); Männer: Paul Biedermann (Halle/Saale), Markus Deibler (Biberach), Steffen Deibler (Biberach), Stefan Herbst (Leipzig), Christian Kubusch (Magdeburg), Helge Meeuw (Frankfurt/Main), Thomas Rupprath (Rostock), Jens Schreiber (Hannover), Benjamin Starke (Berlin); Langstrecke: Frauen: Angela Maurer (Mainz); Männer: Thomas Lurz (Würzburg); Wasserspringen: Frauen: Stefanie Anthes (Berlin), Katja Dieckow (Halle/Saale), Heike Fischer (Leipzig), Annett Gamm (Dresden), Ditte Kotzian (Berlin), Christin Steuer (Riesa), Nora Subschinski (Berlin); Männer: Pawel Brendler (Berlin), Patrick Hausding (Berlin), Sascha Klein (Aachen), Stefan Rudolph (Leipzig), Pawel Rozenberg (Aachen) Tobias Schellenberg (Berlin), Andreas Wels (Halle/Saale)

SEGELN (12): Frauen: 470er: Stefanie Rothweiler (München), Vivien Kussatz (Berlin); Laser: Petra Niemann (Berlin); Yngling: Julia Bleck, Ute Höpfner, Ulrike Schümann (alle Berlin); Männer: 49er: Hannes und Jan- Peter Peckolt (Kiel/Hamburg); Starboot: Ingo Borkowski (Babelsberg), Marc Pickel (Kiel); Tornado: Johannes Polgar (Dänisch-Nienhof), Florian Spalteholz (Kiel)

TAEKWONDO (3): Frauen: Sümeyye Gülec (Nürnberg); Männer: Levent Tuncat (Hamborn), Daniel Manz (Friedrichshafen)

TISCHTENNIS (6): Damen: Zhenqi Barthel (Holsterhausen); Elke Schall (Busenbach), Wu iaduo (Kroppach); Herren: Timo Boll, Dimitri Ovtcharov, Christian Süß (alle Düsseldorf)

TRIATHLON (6): Frauen: Anja Dittmer (Neubrandenburg); Ricarda Lisk (Waiblingen); Christiane Pilz (Rostock) Männer: Daniel Unger (Bad Saulgau); Jan Frodeno (Saarbrücken); Christian Prochnow (Potsdam)

TURNEN (13): Frauen: Oksana Tschussowitina (Köln), Katja Abel (Berlin), Marie- Sophie Hindermann (Tübingen), Anja Brinker (Herkenrath), Joeline Möbius (Chemnitz) Männer: Fabian Hambüchen (Wetzlar), Robert Juckel (Cottbus), Philipp Boy (Cottbus), Marcel Nguyen (Unterhaching), Eugen Spiridonov (Bous), Thomas Andergassen (Stuttgart); Trampolin: Frauen: Anna Dogonadze (Bad Kreuznach) Männer: Henrik Stehlik (Salzgitter)
der westen


+++ 14.07.08 Frank Wieneke hat den VfL nicht vergessen +++

Sportgespräch: Ehemaliger Judoka wurde 1984 in Los Angeles Olympiasieger – "Es war eine Ehre, für Wolfsburg zu kämpfen"

 

WOLFSBURG. Die Luft ist zum Schneiden dick, das Gewusel kaum überschaubar. 300 Judoka trainieren in der Tennishalle eines Braunschweiger Hotels. Kämpfer aus Europa, Asien und Amerika bereiten sich auf die Olympischen Spiele vor. Mittendrin: Frank Wieneke.

Der Männer-Bundestrainer der deutschen Judoka ist selbst ein erfolgreicher Olympionike, 1984 gewann er in Los Angeles Gold, vier Jahre später in Seoul Silber. Die Erfolge des inzwischen 46-Jährigen sind eng mit dem VfL Wolfsburg verbunden. Wieneke kam als Junior aus Hannover zum VfL und beendete dort auch seine Karriere. Im Sportgespräch mit WN-Redakteurin Stefani Franzke erinnert sich der Judokämpfer an seine Zeit in Wolfsburg.

 

Haben Sie noch Kontakte nach Wolfsburg?

Ganz wenig. Im Verein bin ich zwar noch Mitglied, aber ich wohne inzwischen mit meiner Familie in Köln…

 

Zu Ihrer Zeit war Wolfsburg eine Judo-Hochburg. Wie hatte sich das damals entwickelt?

Das VW-Werk hat hinter uns gestanden. Viele aus unserer Mannschaft haben im Werk gearbeitet. Es endete, als in Wolfsburg Fußball immer mehr aufstieg. Da wurde die Judo-Förderung eingestellt. Das war eines der deprimierendsten Erlebnisse für mich. Es war damals das Todesurteil für Hochleistungs-Judo in Wolfsburg. Darüber bin ich noch immer traurig.

Zumal es so viel Geld gar nicht war, das in unseren Sport floss. Gut, es waren die Arbeitsplätze… Aber immerhin waren wir auch deutscher Rekordmeister. Klaus Glahn hat die Bundesliga-Mannschaft dann abgemeldet. Da hatte ich meine Karriere aber schon beendet.

 

Die Zeiten des Hochleistungs-Judo sind in Wolfsburg längst vorbei. Egal scheint Ihnen diese Entwicklung jedoch noch immer nicht zu sein…

Nee. Egal ist mir das nicht! Aber man ist machtlos dagegen. Dabei ist Judo ein so phantastischer Sport für Kinder und Jugendliche. Er hat pädagogisch einen sehr hohen Stellenwert. Sie lernen, Respekt vor dem Gegner zu haben und sich im Zweikampf nach Regeln zu messen. Judo ist eine der komplexesten Sportarten. Bis man an einem Wettkampf teilnehmen kann, muss man lange trainieren.

 

War die Zeit in Wolfsburg im Rückblick trotzdem eine schöne?

Ja. Ich bin von Haus aus eine treue Seele, die nie in einem anderen Verein gekämpft hat. Über zehn Jahre war ich in Wolfsburg. Als ich 1981 oder 1982 als Junior zum VfL kam, war es eine Ehre für mich, in Wolfsburg zu kämpfen. Die Mannschaft war toll. Wenn wir abends im Kaufhof gesessen haben, kannten uns alle Wolfsburger.

 

Wie war der Olympiasieg, wie haben Sie das erlebt?

Ein Olympiasieg ist eines der beeindruckendsten Erlebnisse, das man im Leben hat. Zumal man im Judo eventuell nur einmal im Leben die Chance hat, Olympiasieger zu werden. Man darf nicht verlieren. Nur der Ungeschlagene wird Olympiasieger. Es ist wirklich sehr, sehr schwer, im Judo Olympiasieger zu werden. Ich kann es heute noch immer kaum glauben, dass es mir gelungen ist. Der Olympiasieg hat mein Leben verändert. Ich habe mein Leben voll und ganz dem Judo verschrieben. Judo muss man leben und fühlen, es ist eine sehr asketische Sportart.

Der Empfang in Wolfsburg war überwältigend: Der Oberbürgermeister hat mich empfangen, ich bin im Cabriolet durch die Stadt gefahren worden. Am Rathaus haben uns hunderte von Menschen empfangen. Ich habe damals die Goldene Stadtplakette bekommen. Obwohl es damals lange Diskussionen gab, ob ich sie als Nicht-Wolfsburger überhaupt bekommen kann. Ich habe die Plakette übrigens immer noch. Diese Ehrungen haben mir sehr viel bedeutet.

Auch nach dem Sieg habe ich andere Angebote nie angenommen. Der VfL war meine Mannschaft.

 

Obwohl der Weg zum Training weit war und Sie pendeln mussten…

Lange hat mich mein Vater zweimal in der Woche gefahren. Auch als ich den Führerschein schon hatte. Er hat sich immer sehr interessiert und stand hinter meinem Sport. 1985 bin ich dann nach Köln gezogen, bis 1992 habe ich für den VfL noch in der Bundesliga gekämpft.

 

Bei Volkswagen haben Sie nicht gearbeitet. Sie sind Sportlehrer geworden…

Ich habe in Köln an der Sporthochschule mein Studium beendet und anschließend noch die Trainerakademie. Ich habe gedacht, Olympiasieg und zwei abgeschlossene Studiengänge, das reicht.

Inzwischen sind Sie Bundestrainer.

Was ist aufregender? Als Athlet oder als Trainer an Olympischen Spielen teilzunehmen?

Lassen Sie mich überlegen… Anstrengender ist es als Trainer. Als Athlet habe ich immer gedacht: Es kann dir keiner den Kopf abreißen, wenn ich verliere. Ich kämpfe für mich. Jetzt ernähre ich meine Familie von diesem Job.

Als Sportler hat man nur die Enttäuschung zu ertragen. Der Druck jetzt ist schon ganz anders. Und manchmal nicht gerade angenehm. Es hängt ja nicht nur der eigene Job an den Erfolgen. Am Abschneiden eines Verbandes bei Olympischen Spielen wird eingestuft, wie er künftig gefördert wird. wolfsburger nachrichten

 

 

+++ 07.07.08 Olympiasiegerin Bönisch für Peking gerüstet +++

Braunschweig (dpa) - Heimspiel gemeistert, Traumziel vor Augen: Nach ihrem Sieg beim letzten Härtetest vor Peking strotzte Judo-Olympiasiegerin Yvonne Bönisch nur so vor Selbstvertrauen.

«Ich kann meiner Karriere das I-Tüpfelchen aufsetzen. Und das werde ich tun, ich will eine Medaille», sagte die 27-Jährige aus Potsdam nach ihrem beeindruckenden Auftritt am Wochenende beim stark besetzten Heim-Turnier in Braunschweig. Wie Bönisch boten auch die Peking-Starter Michaela Baschin (Backnang), Heide Wollert (Halle/Saale) und Ole Bischof (Reutlingen) eine starke Vorstellung. Für eine Enttäuschung sorgte Benjamin Behrla aus Walheim.

«Ich bin zufrieden mit meiner Vorstellung», bilanzierte Bönisch nüchtern ihren Sieg in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm. Vor allem kämpferisch konnte die Potsdamerin, die erstmals seit mehreren Monaten wieder in ihrer «Gold-Klasse» von Athen antrat, in Braunschweig überzeugen. Im Halbfinale hatte die 27-Jährige gegen Europameisterin Sabrina Filzmoser aus Österreich einen echten Härtetest zu bestehen. «Hauptsache gewonnen», atmete Bönisch nach dem schwer erkämpften Sieg auf. Das Finale gewann sie kampflos gegen die verletzte Leverkusenerin Mirjam Rooper-Yearwood. «Yvonne ist wieder da», freute sich Frauen-Bundestrainer Norbert Littkopf.

Auch andere deutsche Peking-Starter gaben einen Monat vor den Sommerspielen Anlass zum Optimismus. Europameisterin Wollert (Halle/Saale) wurde Zweite in der Klasse bis 78 Kilo und unterstrich einmal mehr ihre starke Form. Der Reutlinger Bischof musste sich in der Klasse bis 81 Kilo nur dem Berliner Sven Maresch geschlagen geben. Leichtgewichtlerin Baschin (Backnang) unterstrich erneut ihre Beständigkeit im Olympia-Jahr und wurde ebenfalls Zweite. «Das gibt noch einmal Selbstvertrauen», freute sich die 24-Jährige. Die Böblingerin Anna von Harnier startete eine Gewichtsklasse höher als in Peking und belegte einen guten fünften Platz. Als einziger deutscher Olympia-Starter enttäuschte Behrla in der Klasse bis 100 Kilo und schied frühzeitig aus.

Nachwuchshoffnung Romy Tarangul war wegen einer Knieverletzung ebenso nicht angetreten wie die deutschen Peking-Starter Sandra Köppen-Zuckschwerdt, Annett Böhm, Michael Pinske und Andreas Tölzer. Athleten der zweiten Garde nutzten die Gunst der Stunde und warteten mit guten Ergebnisse auf: So konnten Katrin Beinroth und Elisabeth Greve Zweite werden. Kerstin Thiele, Claudia Ahrens, Claudia Malzahn, Severine Pesch und Franziska Konitz erkämpften dritte Plätze. der westen

 

Die Nominierten

 
Frauen:
bis 48 kg: Michaela Baschin (Backnang)
bis 52 kg: Romy Tarangul (Frankfurt/Oder)
bis 57 kg: Yvonne Bönisch (Potsdam)
bis 63 kg: Anna von Harnier (Böblingen)
bis 70 kg: Annett Böhm (Leipzig)
bis 78 kg: Heide Wollert (Halle)
über 78 kg: Sandra Köppen-Zuckschwerdt (Brandenburg)
 
Männer:
bis 81kg: Ole Bischof (Reutlingen)
bis 90 kg: Michael Pinske (Berlin)
bis 100 kg: Benjamin Behrla (Waüber)
über 100 kg: Andreas Tölzer (Mönchengladbach)

 

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Olympia im TV

 

 Samstag, 09. August
-48 kg Michaela Baschin
Übertragung im Ersten

 

Montag, 11. August
-57 kg Yvonne Bönisch
Übertragung im Ersten

 

Mittwoch, 13. August
-70 kg Annett Böhm
-90 kg Michael Pinske
Übertragung im Ersten 

 

Freitag, 15. August
+78 kg Sandra Köppen-Zuckschwerdt
+100 kg Andreas Tölzer
Übertragung im Ersten

 Sonntag, 10. August
-52 kg Romy Tarangul
Übertragung im ZDF

 

Dienstag, 12. August
-63 kg Anna von Harnier
-81 kg Ole Bischof


Donnerstag, 14. August
-78 kg Heide Wollert
-100 kg Benjamin Behrla
Übertragung im ZDF

 

 

 

Die aktuelle Weltrangliste

 

Frauen -48 kg

1 Rumänien DUMITRU, Alina

2 Kuba BERMOY, Yanet

3 Japan YAMAGISHI, Emi

3 Frankreich JOSSINET, Frederique

5 China GAO, Feng

 

Frauen -52 kg

1 Spanien CARRASCOSA, Ana

2 Portugal MONTEIRO, Telma

3 Deutschland TARANGUL, Romy

4 China SHI, Junjie

4 China XIAN, Dongmei

 

Frauen -57 kg

1 Österreich FILZMOSER, Sabrina

2 Frankreich HAREL, Barbara

3 Spanien FERNANDEZ, Isabel

4 Aserbaidschan GASIMOVA, Kifayat

5 Japan SATO, Aiko

 

Frauen -63 kg

1 Frankreich DECOSSE, Lucie

2 Niederlande WILLEBOORDSE, Elisabeth

2 Japan UENO, Yoshie

4 Slowenien ZOLNIR, Urska

5 Kuba GONZALES, Driulis

 

Frauen -70 kg

1 Frankreich EMANE, Gevrise

2 Italien SCAPIN, Ylenia

3 Spanien BLANCO, Cecilia

4 USA ROUSEY, Ronda

5 Spanien IGLESIAS, Leire

 

Frauen -78 kg

1 Kuba LABORDE, Yurisel

2 China LIU, Xia

3 Frankreich POSSAMAI, Stephanie

4 Ukraine PRYSHCHEPA, Maryna

5 Russland MOSKALYUK, Vera

 

Frauen +78 kg

1 China TONG, Wen

2 Slowenien POLAUDER, Lucija

3 Japan SHINTANI, Midori

4 Russland DONGUZASHVILI, Tea

5 Polen SADKOWSKA, Ursula

 

Männer -60 kg

1 Österreich PAISCHER, Ludwig

2 Niederlande HOUKES, Ruben

3 Armenien DAVTYAN, Hovhannes

3 Georgien KHERGIANI, Nestor

5 Japan HIRAOKA, Hiroaki

 

Männer -66 kg

1 Georgien KEDELASHVILI, Zaza

2 Ungarn UNGVARI, Miklos

3 Kuba ARENCIBIA, Yordanis

4 Brasilien DERLY, Joao

5 Frankreich BERTHELOT, Sebastien

 

Männer -73 kg

1 Aserbaidschan MAMMADLI, Elnur

2 Belgien VAN TICHELT, Dirk

3 Tadschikistan BOKIEV, Rasul

3 Tschechien JEZEK, Jaromir

5 Südkorea WANG, Ki Chun

 

Männer -81 kg

1 Portugal NETO, Joao

2 Niederlande ELMONT, Guillaume

3 Brasilien CAMILO, Tiago

4 Großbritannien BURTON, Euan

5 Slowenien SEDEJ, Aljaz

 

Männer -90 kg

1 Georgien TSIREKIDZE, Irakli

2 Griechenland ILIADIS, Ilias Nikolaos

3 Russland TAOV, Khasanbi

4 Japan IZUMI, Hiroshi

5 Spanien ALARZA, David

 

Männer -100 kg

1 Niederlande GROL, Henk

2 Israel ZEEVI, Ariel

3 Ungarn HADFI, Daniel

4 Polen MATYASZEK, Przemyslaw

5 Griechenland ILIADIS, Ilias

 

Männer +100 kg

1 Frankreich RINER, Teddy

2 Russland TMENOV, Tamerlan

3 Russland MIKHAYLIN, Alexander

4 Usbekistan TANGRIEV, Abdullo

5 Italien BIANCHESSI, Paolo

 

 

 

 

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