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Oktober 2010


+++ 25.10.2010 SU Annen stürmt ins Halbfinale +++

Von Oliver Schinkewitz
Witten. Sport-Union Annen - JC Ettlingen 5:5
(WAZ) Diesen Klaps von seinem Trainer auf den Hinterkopf hatte sich André Breitbarth verdient: Der 20-jährige Schwergewichtler von der Sport-Union Annen war am Samstagabend der gefeierte Held beim 5:5 im Viertelfinale gegen den JC Ettlingen. Denn im vorletzten Kampf stellte der in dieser Saison ungeschlagene Breitbarth die Weichen schon auf Sieg - in der Unterbewertung hieß es am Ende 39:37 für die SUA. Knapper geht’s wirklich nicht mehr.
Rappelvoll war das Dojo am Kälberweg bei diesem packenden Duell - gut 450 Zuschauer sorgten in Annen für eine grandiose Kulisse. „So viel war hier schon lange nicht mehr los“, freute sich Coach Andreas Reeh über die tolle Resonanz. Es war von Beginn an ein völlig offener Vergleich zwischen zwei starken Mannschaften - letztlich hatte die SUA ganz knapp die Nase vorn, darf sich nun im Halbfinale in Abensberg am 20. November erstmals mit dem JC Leipzig messen, der den JC 90 Frankfurt/Oder ausschaltete.

14 Kämpfe gab es wieder am Samstagabend - doch nur deren zehn fanden auch einen Sieger. Gleich zweimal trennte sich SUA-Niederländer Jeroen Mooren mit einem Remis vom Tschechen Pavel Petrikov, auch Hendrik Schoeman (gegen Simon Emhard) und Benjamin Behrla (gegen Dino Pfeiffer) verbuchten je eine Punkteteilung. Behrla passte seine Bilanz am Samstagabend überhaupt nicht, verweigerte Nationalmannschafts-Konkurrent Pfeiffer, dem er im ersten Duell unterlag, sogar den Handschlag. „Er hat sich nachher aber bei ihm entschuldigt - Benny weiß, dass das nicht in Ordnung war“, kommentierte Reeh die Szene seines ehrgeizigen Schützlings, der nach der langen Verletzungspause seinen Rhythmus noch finden muss.

Für die SU Annen fing das Viertelfinale gegen die Badenser aus Ettlingen optimal an - Marvin de la Croes und Stefan Oldenburg brachten die Wittener mit 2:0 in Führung, ehe Moorens Remis folgte. „Wenn es ganz dumm gelaufen wäre, hätten wir auch 0:3 zurück liegen können“, atmete Trainer Andreas Reeh tief durch, denn die Auslosung war eigentlich nicht wirklich maßgeschneidert für die Gastgeber. Doch die hatten in diesem ersten Durchgang auch dank des Rückenwinds durch das lautstarke Publikum ihr Pulver noch längst nicht verschossen: Punkt Nummer drei verbuchte André Breitbarth gegen „Oldie“ Sergej Schakimov, und Jonas Focke sorgte mit seinem furiosen Ippon gegen den amtierenden Deutschen Meister Soshin Katsumi sogar für die 4:2-Pausenführung.

„Es konnte ja keiner damit rechnen, dass Jonas den Katsumi hier so hin drischt“, freute sich der SUA-Coach über den Zähler in der 73-kg-Klasse. Doch danach ging für ihn das Grübeln erst so richtig los. „Am liebsten“, gestand Reeh, „hätte ich in der Pause gar nicht gewechselt.“ Musste er aber - und das wieder dreimal. Reeh entschied sich dafür, Hendrik Schoeman (-90 kg), Eigengewächs Christopher Köllner (-66 kg) und Florian Heimlich (-73 kg) zu bringen, baute ferner weiter auf seine Punktegaranten. Doch die ließen zunächst ganz schön lange auf Zählbares warten. Von den ersten fünf Duellen in Abschnitt zwei gewannen die Ettlinger zwei, damit hieß es aufgrund dreier Unentschieden 4:4. Längst wurde am Rande der Matte eifrig gerechnet. In der Unterbewertung lag Annen mit 29:27 vorn - noch zwei Kämpfe standen aus. Würde André Breitbarth also per Ippon gewinnen, wäre das Halbfinale geritzt. Und der bullige Niedersachse baute seine grandiose Serie auf 13:0 aus: Nach 4:12 Minuten knallte er den Russen Sergej Ryapalov auf die Matte - da stand die ganze Halle johlend Kopf! waz witten


+++ 19.10.2010 Makelloser Breitbarth +++

(WAZ) Der ganze Club fiebert dem Viertelfinale in der Judo-Bundesliga entgegen. Am kommenden Samstag (23. Oktober; 18 Uhr) hat die Sport-Union Annen den Süd-Vierten JC Ettlingen zu Gast. Gewiss kein Freifahrtschein fürs Erreichen der Endrunde (in Abensberg oder Hamburg) - aber durchaus eine lösbare Aufgabe für die Mannschaft von Trainer Andreas Reeh.
„Es hätte uns schlimmer treffen können“, lautet der Tenor bei den Verantwortlichen der SU Annen, die gute Erinnerungen an die Badenser haben: Vor vier Jahren traf man zuletzt - ebenfalls im Viertelfinale - aufeinander, damals setzte sich der Wittener Gastgeber klar mit 11:2 durch.
Damit die Reeh-Schützlinge auch am Samstag den Sprung unter die besten vier Mannschaften der Republik schaffen und damit den Gewinn des Edelmetalls (ganz gleich, mit welcher Schattierung) festzurren, müssen natürlich die besten Punktesammler der SU Annen einmal mehr trumpfen. Nach Ablauf der sieben Vorrunden-Kämpfe hat sich dabei eine interessante Rangliste herauskristallisiert. An der Spitze thront dabei der bislang so überragende Schwergewichtler André Breitbarth. Der gerade mal 20 Jahre junge Niedersachse vom SFV Europa hat bislang in dieser Bundesliga-Saison elf Kämpfe für die Annener bestritten - und allesamt gewonnen.
„Es ist schon beeindruckend, wie schnell er sich zu so einem Leistungsträger entwickelt hat“, meint auch Trainer Andreas Reeh zur Leistungs-Explosion von Breitbarth, der von vielen Experten schon als legitimer Nachfolger von Schwergewichts-Ass Andreas Tölzer gesehen wird, der ehemals auch für die SU Annen auf der Matte stand, mittlerweile zu den herausragenden Kämpfern von Serienmeister TSV Abensberg gehört.
Ebenfalls noch ungeschlagen ist der Niederländer Jeroen Mooren (-60 kg), der zwischenzeitlich allerdings eine Weile pausierte. Fünfmal ging er für sein Team auf die Matte - und trug fünf Siege davon. Noch ohne Erstliga-Niederlage in der laufenden Serie sind zudem Daniel Lachmann (-66 kg), der einen seiner beiden Siege jedoch - gegen Braunschweig - kampflos feierte, sowie der Olympia-Neunte von Peking, Benjamin Behrla (-100 kg). Der Emsdettener allerdings stieg nach seiner langen Verletzungspause im Anschluss an die Europameisterschaften, wo er Silber gewann, erst am letzten Kampftag gegen Aachen-Walheim wieder ein, holte dort einen Sieg und ein Remis. „Für ihn ist wichtig, dass er problemlos wieder über die volle Distanz gehen kann“, erwartet Reeh bald weitere Großtaten seines Schützlings. waz witten
Die SUA-Kampfbilanz in der Vorrunde:
(-60 kg) Marcel Haupt: 10 Kämpfe/8 Siege, 1 Remis, 1 Niederlage; Jeroen Mooren: 5/5-0-0
(-66 kg) Christoph Köllner: 3/0-0-3; Christoph Najdecki: 8/6-0-2; Daniel Lachmann: 2/2-0-0
(-73 kg) Florian Heimlich: 7/1-1-5; Markus Zalucki: 2/0-0-2; Martin Kühn: 1/1-0-0; Jonas Focke: 4/1-0-3
(-81 kg) Stefan Oldenburg: 10/7-1-2; Albert Fercher: 3/2-1-0; Henrik Schoeman: 1/0-0-1
(-90 kg) Albert Fercher: 1/0-0-1; Stefan Oldenburg: 1/1-0-0; Robby van Laarhoven: 10/7-1-2; Simon Schäfer: 2/1-0-1
(-100 kg) Marvin de la Croes: 2/1-0-1; Johannes Karsch: 5/1-0-4; Lutz Behrla: 4/1-0-3; Robby van Laarhoven: 1/1-0-0; Benjamin Behrla: 2/1-1-0
(+100 kg) André Breitbarth: 11/11-0-0; Nils Kopke: 1/0-0-1; Marcello Greco: 1/0-0-1; Marvin de la Croes: 1/1-0-0


+++ 07.10.2010 Das Motto der Hertha: Ein Punkt muss her +++

Für Walheim geht es in der Judo-Bundesliga am Samstag gegen Witten-Annen im ewig-jungen NRW-Klassiker um die Teilnahme an den Play-offs

Von Heribert Förster
Walheim. „Das ist schon ein irres Ding, was hier gerade abgeht“, sagt Andreas Reeh. „Erfolgreicher als jetzt waren wir schon Jahre nicht mehr“, sagt Steffen Krüger.
Den Witten-Annener Trainer Reeh und den Walheimer Coach Krüger eint die Begeisterung über das jetzt schon Erreichte in der Gruppe Nord der Judo-Bundesliga. Und einer der beiden Vereine wird am Samstagabend gegen 20.30 Uhr noch lauter jubeln nach dem ewig-jungen Klassiker TSV Hertha Walheim gegen SU Witten-Annen.
Holt Walheim mindestens ein Remis ( Siehe: „Die Lage . . .“), steht der Verein in den Play-offs um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft, der Jubel wäre grenzenlos. Und so verkündet Hertha-Abteilungsleiter Oliver Rychter das Motto des Abends: „Ein Punkt muss her.“ Gewinnt indes Witten-Annen, hätte die Sport-Union als Tabellenführer mit dem Viertplatzierten der Südgruppe den vermeintlich leichtesten Gegner in den Play-offs – und der Jubel wäre bei den Gästen grenzenlos.

Das heißt: Die Brisanz, die ohnehin in diesem Duell steckt, könnte größer kaum sein. Walheim gegen Witten-Annen ist das Duell der erfolgreichsten NRW-Judo-Klubs, und „das kleine Dorf Walheim“, sagt Oliver Rychter, „das kleine Dorf Walheim kratzt ein bisschen am Thron von Witten-Annen“. In aller Freundschaft, denn die Sportler kennen sich bestens, sind oft Trainingspartner im Stützpunkt Köln. Das Schöne: Walheim gegen Witten-Annen ist kein Duell mit unangenehmen Nebengeräuschen wie im Fußball bei den Derbys Köln gegen Mönchengladbach oder Dortmund gegen Schalke.

Walheim gegen Witten-Annen, das ist auch Spitzenklasse, und zum Leid der Herthaner werden die lange Zeit vom Verletzungspech gebeutelten Gäste am Samstag ab 18 Uhr wohl in Bestbesetzung antreten. Da schnalzt der Judo-Fachmann mit der Zunge: Ob Jeroen Mooren, Marcel Haupt (beide - 60 kg), Christoph Naj­decki (- 66 kg), Albert Fercher, Stefan Oldenburg (beide - 81 kg), Robby van Laarhoven (- 90 kg), Marvin de la Croes (- 100 kg) oder André Breitbarth (+ 100 kg): Witten-Annen steht für ganz viel Klasse, und die lange verletzten Auswahlkämpfer Jonas Focke (- 73 kg) und der ehemalige Walheimer Einzelstarter Benjamin Behrla (- 100 kg) sind nach langen Verletzungspausen auch wieder gesund.
„Wir rechnen mit drei Ausländern beim Gast“, verrät Hertha-Trainer Steffen Krüger, der selbst aus dem Vollen schöpfen kann. „Wir haben viele Optionen“, sagt der kämpfende Trainer. „Und alle sind bis in die Haarspitzen motiviert – weil es um die Play-off-Teilnahme und weil es gegen Witten-Annen geht.“

„4:3, 3:4 – oder auch ganz anders . . .“, wagt Krüger eine „eindeutige“ Prognose, wie die jeweils sieben Kämpfe ausgehen können, „und zwar in beiden Durchgängen“. Das verspricht: Knisternde Spannung und eine volle Halle, denn Witten bringt wie immer viele Fans mit, für die extra ein Stehplatzbereich hinter der Wittener Bank eingerichtet wird.
Oliver Rychter: „Das kleine Dorf Walheim kratzt ein bisschen am Thron von Witten-Annen.“
Die Lage vor dem letzten Kampftag

Die Fakten vor dem letzten Kampftag in der Gruppe Nord der Judo-Bundesliga, an dem der TSV Hertha Walheim am Samstag ab 18 Uhr in der Halle des Inda-Gymnasiums in Kornelimünster die SU (Sport-Union) Witten-Annen empfängt: Witten-Annen (9:3 Punkte) steht als derzeitiger Tabellenführer wie auch Potsdam (beide 9:3 Punkte) schon sicher in den Play-off-Viertelfinals um die Deutsche Meisterschaft.

Walheim, mit 8:4 Punkten Vierter, muss mindestens ein Unentschieden erkämpfen, um die Play-offs zu erreichen. Denn Verfolger Hamburg (6:6 Punkte) wird gegen Braunschweig auf jeden Fall gewinnen und wäre bei Punktgleichheit dank der besseren Unterbewertung vor der Hertha. Und auch Niederlagen oder Punktverluste von Potsdam (in Mönchengladbach) und Frankfurt/Oder (8:4/gegen Berlin) sind so gut wie ausgeschlossen. (fö) (AZ/AN vom 7.10.2010)
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