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November 2008

 

+++ 26.11.2008  Erfolgreich und fair +++

 

Im Alter von vier Jahren nahm Benjamin Behrla zum ersten Mal an einem Judo-Training teil.In diesem Jahr gewann der inzwischen 23-Jährige Bronze bei der Europameisterschaft

 

Benjamin "Benny" Behrla ist ein Top-Judoka: Er war Olympiastarter in Peking, Bronzemedaillengewinner bei der Europameisterschaft 2008 und ist Bundesligakämpfer der SU Witten Annen (Halbschwergewicht bis 100 Kilogramm). Bei der Top-Tour des Deutschen Judo-Bundes in Witten sprachen die Zeus-Reporter mit ihm.

 

Sie sind 23 Jahre jung. Seit wann machen Sie Judo?

Benjamin Behrla: Mit vier Jahren haben meine Eltern mich mit zum Judotraining genommen. Jetzt mache ich seit 19 Jahren Judo.

 

Wollten Sie schon immer Wettkampfjudo machen, oder mussten Sie Ihre Eltern, die ja beide erfolgreiche Judotrainer sind, erst überzeugen?

Behrla: Kämpfen gehört für mich zum Judo dazu. Ich habe schon immer gerne gekämpft.

Können Sie sich noch an Ihren ersten Erfolg erinnern?

 

Behrla: Ja, sehr gut. Da bin ich in der Altersklasse U 13 Kreismeister geworden und habe gegen die ganzen guten Kämpfer vom Stützpunkt Ibbenbühren gewonnen, die das nicht so spaßig fanden. Meine Eltern hatten mir - es war nämlich Sommer - für einen Sieg ein Spaghetti-Eis versprochen.

 

Was war bisher Ihr wichtigster Erfolg?

Behrla: Jede Medaille, die man gewinnt, ist ein großer Erfolg. Besonders wichtig waren für mich die Erfolge 2008, wo ich Bronze bei der Europameisterschaft geholt habe und natürlich der Start bei den Olympischen Spielen in Peking. Auch der Erfolg beim Super-World Cup in Hamburg war sehr wichtig.

 

Bei der U 23-Europameisterschaft wurden Sie mit dem Fairplay-Preis der Europäischen-Judo-Föderation ausgezeichnet. Was bedeutet dieser Preis für Sie?

Behrla: Ich wurde erst belächelt. Aber für mich war es eine tolle Auszeichnung. Die meisten Gegner kennt man von Turnieren, man bekämpft sich, kann aber hinterher freundschaftlich miteinander umgehen. Man bekommt von den Kampfrichtern und den anderen Sportlern Anerkennung für die Fairness.

 

Aktuell sind Sie zum "Mister Bundesliga" gewählt worden. Was sagen Sie dazu?

Behrla (lacht): Zwei bis drei Monate vor Wahlende habe ich mitbekommen, dass es so etwas überhaupt gibt. Ich war ziemlich überrascht, weil ja auch viele andere Top-Kämpfer zur Wahl standen. Es war schon eine besondere Ehre für mich.

 

Sie sind Polizeianwärter bei der Bundespolizei und werden dort in einem Leistungsprojekt gefördert. Wie funktioniert das?

Behrla: Das Projekt ist jetzt zehn Jahre alt. In Sommersportarten wie Judo werden Leute gefördert, die sonst weniger Chancen hätten, dies leistungsmäßig zu machen. Man wird acht Monate im Jahr freigestellt, damit man seinen Sport ausüben und zu Trainingslagern fahren kann. Die restliche Zeit macht man dann seine Ausbildung zum Polizeimeister.

 

Könnten Sie anders den großen Trainingsaufwand betreiben oder finanzieren?

Behrla: Auf keinen Fall. Man muss ganz klar sagen, dass die Bundespolizei mein großer Sponsor ist, wofür ich sehr dankbar bin.

 

Was würden Sie jungen Sportlern mit auf dem Weg geben?

Behrla: So viele Turniere wie möglich kämpfen, um Erfahrung zu sammeln, die man als Judoka braucht. Auf keinen Fall zu früh aufgeben und immer seine Ziele verfolgen. Als ich vor einigen Jahren gesagt habe, dass ich zu den Olympischen Spielen fahre, wurde ich belächelt. Jetzt habe ich die Lacher auf meiner Seite.

 

Interview: Torben Bötzel, Fabrice Haarmann Gymnasium Holthausen, Klasse 8 e waz zeus hattingen

 

+++ 25.11.2008  Christian Pailliart feiert Comeback +++

 

Lünen. Am dritten Kampftag der Judo-Bezirksliga setzte es für die Kampfgemeinschaft Lünen in Iserlohn zwei Niederlagen.

Gut, dass es zuletzt zwei Heimsiege gegeben hatte: So fielen die beiden Niederlagen der KG Lünen nicht ganz so schwer ins Gewicht. Das heimische Team rutschte nur zwei Plätze in der Tabelle nach hinten, noch ist immer vieles möglich. Bereits im Vorfeld des dritten Kampftages gab es fünf Ausfälle zu beklagen. Unter anderem konnte der bisher erfolgreichste Lünener Kämpfer Murat Nahirci nicht mitfahren. Auch sein Bruder Mesut fehlte. Außerdem fielen Schwergewichtler Daniel Koepe (Bundeswehr), Dennis Ostwald (Operation) und Manfred Tkotz (schwere Erkältung) aus. So rechneten sich die Judokas von vornherein kaum Chancen aus, da diesmal die Nachwuchsleute mit ranmussten.

Gegen JC Holzwickede gab es im ersten Duell eine 2:5-Niederlage. Nur Axel Hadac bis 81 kg, der seinen Gegner mit einem Te-Guruma warf und Christian Pailliart über 100 kg, der sich der Mannschaft nach drei Jahren Wettkampfpause wieder zur Verfügung stellte und mit einem schönen Tani-o-toshi siegte, sammelten Punkte, alle anderen Lüner Kämpfer unterlagen.

Anschließend kam es gegen den Tabellenführer TuS Iserlohn noch dicker: Es gab keinen einzigen Punkt, Endstand 0:7. Das Ergebnis zeigt aber nicht, wie gut sich auch die jüngsten Lünener trotz ihrer Unerfahrenheit hielten. Der Einsatz stimmte jedenfalls bei allen. Mit nunmehr 16:0 Zählern führt der Aufstiegsaspirant aus dem Märkischen Kreis die Tabelle eindeutig an, nachdem auch JC Holzwickede 7:0 besiegt wurde.

Das Team der KG Lünen: Sebastian Messing bis 60 kg, Kevin Moch bis 66 kg, Lars Arnhölter und Martin Tatsch bis 73 kg, Axel Hadac und Kevin Busch bis 81 kg, Ingo Mau bis 90 kg, Markus Kausen bis 100 kg und Christian Pailliart über 100 kg. Alle Kämpfer kamen in Iserlohn zum Einsatz.

Am Sonntag, 7. Dezember, findet der nächste Kampftag in Lünen statt. In die Turnhalle der Osterfeldschule gastieren BSV Dortmund II und STV Soest. Das Lünener Team hofft dann wieder auf die stärkste Besetzung. westfälische rundschau


+++ 25.11.2008 PSV kämpft nun um den Oberliga-Aufstieg +++


Die Frauen des Polizeisportvereins setzten sich in der Landesliga gegen den MSV durch.

Am letzten Kampftag der Judo-Landesliga der Frauen empfing der PSV Duisburg den JC Kempen und den MSV Duisburg. Nachdem die Duisburger Vereine ihre Kämpfe gegen die Kempenerinnen mit 4:3 (MSV) und 5:2 (PSV) gewinnen konnten, kam es beim letzten Kampf zum Lokalderby.

Mit dem 4:3 gegen den MSV wurde der PSV ungeschlagen Landesligameister und nimmt am 29. November in Herten an der Relegationsrunde zur Frauen-Oberliga teil. Der MSV belegt in der Abschlusstabelle den vierten Platz.

Bianca Schröer brachte den MSV in der Klasse über 78 kg gegen Rebecca Beck in Führung, bevor Julia Malcherek in der Klasse bis 70 kg gegen Diana Adler ausgleichen konnte. Für die erneute MSV-Führung sorgte Katharina Klimasara in der Klasse bis 52 kg gegen Sina Lachnitt. In der Klasse bis 78 kg holte Anna Malcherek wiederum den Ausgleich. Sarah Küpper (bis 48 kg) brachte den PSV in Führung. Beim Stand von 3:2 sorgte Jessica Burkert in der Klasse bis 63 kg nach 76 Sekunden mit einem Sieg gegen Claudia Halas für die Entscheidung. Den letzten Punkt holte Jessica Büßen (bis 57 kg) für den MSV gegen Valerie Pillitteri. nrz duisburg


+++ 23.11.2008 Tolle Siegerin Miriam Garmatter triumphiert. Judo-Emotionen +++


Klar: Das Ergebnis der nüchternen Analyse ist, dass die Frauen-Premiere das Masters-Open-Turnier nicht weitergebracht hat. Und die Kritik, die Reinhard Woelk nach dem ersten Frauen-Turnier äußerte, fiel fast vernichtend aus. "Das war ein gutes Niveau", sagt der Präsident des JC Koriouchi am Samstagabend. "Bei den Frauen aber nicht so."

Jedoch ist auch eine andere Analyse möglich, zumal es eh müßig ist, darüber zu diskutieren, ob ein Vergleich zwischen Frauen- und Männer-Sport überhaupt zulässig ist. Aber allein der Blick ins Gesicht der 63-Kilo-Siegerin, als sie ihren Pokal und ihren 1000-Euro-Umschlag in den Händen hielt, sollte für die Verantwortlichen des JC Koriouchi Motivation genug sein, ihre jüngste Idee nicht schon wieder 2009 zu den Akten zu legen.

Die Siegerin, Miriam Garmatter, hat nämlich ein Klasse-Turnier gekämpft, das sie im Finale gegen Viola Discher mit einem vorzeitigen Sieg krönte. Per Haltegriff sicherte sich die 23-Jährige Bronzemedaillen-Gewinnerin der Deutschen Meisterschaften - allerdings im Leichtgewicht (57 kg) - die zweite große Wertung ("Waza-ari"). Und die Tränen, die bei der Verliererin und 500-Euro-Gewinnerin vom Erstligisten 1. JC Mönchengladbach flossen, die dieses Duell in der Vorrunde noch erfolgreich beendet hatte, sprachen für sich. Judo-Emotionen.

Sieben Kämpfe musste Miriam Garmatter, die in der 2. Bundesliga für den TuS Hermannsburg kämpft, auf ihrem Weg zum Titel bestreiten. Und siebenmal hatte sie etwas, das keine ihrer sieben Kontrahentinnen hatte: den unbedingten Siegeswillen im Gesicht. Dank ihrer Leidenschaft war schon schnell klar, dass der Weg zur 1000-Euro-Prämie nur über Miriam Garmatter führen kann. Platz drei und 250 Euro gingen an Christina Keßler von Bayer 04 Leverkusen. AHa waz gelsenkirchen

 
+++ 23.11.2008 Woelks Haie fackeln +++
Von Andree Hagel
Kein deutscher Sieg. Der Weißrusse Shundzikau gewinnt das 81- und der Niederländer van Leeuwaarde das 100-Kilo-Turnier. "Für die Zuschauer war's eine fantastische Veranstaltung", sagt der Koriouchi-Chef

Bester Gelsenkirchener: Yassin Grothaus - hier gegen Florian Germroth (unten) - wurde 81-Kilo-Vierter. Fotos: HG, Nils Aders

JUDO MASTERS-OPEN-TURNIER Als auch das dritte und letzte Finale bei der 18. Auflage des Masters-Open-Turniers beendet war, atmete Reinhard Woelk tief durch. Erleichtert. War er denn zufrieden, der Präsident des Ausrichters JC Koriouchi Gelsenkirchen? "Ja sicher bin ich zufrieden, weil das Turnier finanziell auf gutem Boden stand. Obwohl uns das Schalke-Spiel 150 Zuschauer gekostet hat", sagte er nach insgesamt 70 Kämpfen, die rund 400 Besucher erlebt hatten. Er freute sich vor allem darüber, dass in beiden Männer-Konkurrenzen - dem Halbmittel- (81 kg) sowie dem Halbschwergewicht (100 kg) - vor allem die Trumpf-Asse gestochen hatten.

Apropos, und dieser Vorwurf sei gestattet: Trotz allen Stresses hätte sich der Judo-Club Koriouchi ein bisschen besser vorbereiten können. In der 81-Kilo-Klasse sollte Sergei Schundikov kämpfen, ein Mann aus Weißrussland, der 2006 Europameister und 2007 EM-Zweiter war. Schon früh war Daniel Gürschner, der 100-Kilo-Europameister von 1998 von der Sport-Union Annen, etwas entsetzt. "Das kann doch nicht sein, dass die Kämpfer hier so vorgestellt werden", sagte er und kritzelte Shundzikau auf ein Blatt Papier. Und dieser Shundzikau, der ehemalige Schundikov, heißt auch nicht Sergei, sondern Siarhei. Okay.

Überhaupt nichts mit dem Namen aber hatte das Judo-Vermögen des 27-Jährigen aus Minsk zu tun, der in Diensten des Bundesligisten JC Rüsselsheim steht. Zwar lag er in der Zwischenrunde gegen beide Koriouchi-Kämpfer zurück, er setzte sich aber dennoch gegen Yassin Grothaus und auch gegen den kommenden Walheimer Florian Heimlich durch.

Nachdem der Weißrusse im Halbfinale den späteren drittplatzierten Florian Germroth vom JC Wiesbaden ausgeschaltet hatte, durfte Reinhard Woelk das Finale sehen, das er sich gewünscht hatte: Siarhei Shundzikau gegen Nick Hein, den U-23-Europameister von 2003 und Deutschen Meister der Jahre 2006 und 2007, der in der Bundesliga für den KSV Esslingen kämpft und in seinem Halbfinale Yassin Grothaus besiegt hatte.

"Schön war, dass die Haie, die wir eingeladen haben, abgefackelt haben", sagte der Koriouchi-Chef. Eine, um im Bild zu bleiben, solche Fackel zündete Siarhei Shundzikau auch im Endkampf, als er konterte und mit einem tollen Ausheber gewann. "Für die Zuschauer war's eine fantastische Veranstaltung", sagte Reinhard Woelk, der am Samstag von Hans-Werner Krämer, dem Kampfrichter-Referenten des Nordrhein-Westfälischen Judo-Verbandes, und Peter Frese, dem Präsidenten des Deutschen Judo-Bundes, in den Kampfrichter-Ruhestand verabschiedet worden ist.

Für zeitweise fantastisches Judo sorgten die Woelk-Haie auch in der 100-Kilo-Klasse, wenngleich der Wunsch nach mehr spektakulären Techniken, nach mehr Ippon-Judo, wie die Judoka sagen, unbestritten ist. Obwohl: 2007-Sieger Valentin Knobloch vom TSV Bayer 04 Leverkusen zeigte einmal mehr, dass er die Vielseitigkeit des Judos beherrscht wie kaum ein anderer. Nur 2008 langte es für den EM-Fünften der 81-Kilo-Klasse von 2001 nicht zum Sieg.

Obwohl Valentin Knobloch nach seinem herausragenden Halbfinal-Sieg über Thomas Pille vom JC 90 Frankfurt/Oder, als er irre mit einem Schenkelwurf (Uchi-mata) konterte, sehr viel Selbstvertrauen hatte, reichte es nicht. Er musste sich dem 23-jährigen Niederländer Benjamin van Leeuwaarde vom Süd-Erstligisten JC Rüsselsheim, der in der Vorrunde gegen den drittplatzierten Thomas Pille verloren hatte, mit einer großen Wertung beugen. Es waren also keine 1000 Euro, aber der 28-Jährige strahlte auch mit seinen 500 Euro. waz gelsenkirchen

 

+++ 21.11.2008 Noch einmal Heimlich +++

 

Von Andree Hagel

Im Halbmittelgewicht. Nach drei Jahren beim JC Koriouchi zieht es den 21-Jährigen zum TSV Hertha Walheim.Moderator von der Groeben ist beruflich verhindert, Büteröwe und Tapper machen es

 

JUDO MASTERS-OPEN-TURNIER Es wird einiges anders sein, wenn das Masters-Open-Turnier des JC Koriouchi Gelsenkirchen am Samstag seine 18. Auflage erlebt - nicht nur auf der Matte, auf der es erstmals eine Frauen-Konkurrenz geben wird, sondern auch am Mikrofon. Alexander von der Groeben wäre gerne wieder nach Gelsenkirchen gekommen, doch der sechsmalige 95-Kilo-Meister muss arbeiten. Und das bedeutet für ihn, dass er für das ZDF den Box-Abend in Rostock moderieren wird. Für die Zuschauer in der Schürenkamp-Halle bedeutet dies, dass sie den Worten eines Duos folgen müssen, denen von Koriouchi-Vizepräsident Peter Büteröwe und von Volker Tapper, dem Hallensprecher des JC 66 Bottrop.

Weitere Änderungen: Florian Heimlich, der drei Jahre lang ein Trumpf-Ass für den JC Koriouchi in der 2. Bundesliga in der 66-Kilo-Klasse war, wird beim Masters im Halbmittelgewicht (81 kg) antreten. "Da sieht man mal, was er für Gewichtsprobleme hat", sagt Präsident Reinhard Woelk so, als wolle er mitteilen, dass es ihn nicht sonderlich schmerze, dass er in der kommenden Saison auf den 21-Jährigen verzichten muss. Der wird 2009 in Aachen in der 1. Bundesliga kämpfen, und zwar für den TSV Hertha Walheim. Aber Reinhard Woelk ist sich sicher, dass es guten 66-Kilo-Ersatz geben wird, und zwar einmal mehr aus der Talentschmiede der Crocodiles Osnabrück.

Neben Florian Heimlich, der nach den Vorstellungen der Koriouchi-Verantwortlichen der einzige Abgang bleiben soll, werden zwei weitere in Gelsenkirchen bekannte Judoka in das Geld-Rennen gehen: Yassin Grothaus aus dem Zweitliga-Team des JC Koriouchi, der sein Einzelstart-Recht für die Crocodiles Osnabrück hat, und Michael Lampe vom SV Horst 08, der auf der Mannschaftsliste des Bezirksligisten JC Banzai steht.

Erst kurzfristig wird entschieden, nach welchem Modus gekämpft wird. Ziel des JC Koriouchi ist es, vor allem die guten Judoka möglichst oft auf die Matte zu bekommen. Und deshalb schließt Reinhard Woelk nicht aus, sobald er am Samstag das endgültige Meldeergebnis haben wird, in den einzelnen Gewichtsklassen jede gegen jede beziehungsweise jeden gegen jeden kämpfen zu lassen. "Zuletzt habe ich bei den Finals einen Hals gehabt", sagt er. "Das war zwar Judo auf hohem Niveau, aber für die Zuschauer auf hohem Niveau grausam." Taktik-Judo halt, nur noch Geld-Judo.

Während die Turnier-Kämpfe um 14.15 Uhr beginnen werden, geht es in der Halle bereits um 11 Uhr los. Dann treffen die U-14-Kreismeister Westfalens (Ennepe-Ruhr/Bochum) und Rheinlands (Köln) aufeinander. Und davon versprechen sich die Verantwortlichen nicht nur tolles Judo. "Das trägt auch dazu bei", sagt Koriouchi-Vize Peter Büteröwe, "dass die Halle an Fülle gewinnt." Schwach gefüllte Ränge sind ein Problem, mit dem der Judo-Club immer mehr zu kämpfen hat. waz gelsenkirchen

 

+++ 21.11.2008 JKG bleibt weiter in der Landesliga +++

 

Sieg gegen Mönchengladbach und großartiger Einstand von Mathias Klucken. Knappe Niederlage gegen Aufstiegskandidat MSV

 

Velbert. In der Judo-Landesliga trafen sich der Velberter JC, die zweite Mannschaft des 1. JC Mönchengladbach sowie Gastgeber MSV Duisburg in Meiderich zum letzten Kampftag der Saison - für die Velberter Judoka wurde es ein erfolgreicher Abschluss. Denn nach einem Sieg über Gladbach sowie nach der knappen Niederlage gegen den MSV kletterten sie auf Platz sechs. Damit ist der Klassenerhalt sicher geschafft.

Zunächst waren die Velberter gegen die Mönchengladbacher gefordert, die allerdings wegen Verletzungen die Klassen bis 60 und bis 66 kg nicht besetzen konnten. Somit holte der VJC hier schon mal zwei Punkte kampflos.

Die Siegpunkte auf der Matte machten Jörn Brosig, Sven Fritz und Swen Collas. Nur Thomas Tödter und Guido Rollenbeck gaben die Punkte ab, was einen sicheren 5:2-Sieg ergab. Danach fegten die Hausherren vom MSV Duisburg die Gladbacher in Rekordzeit mit 7:0 von der Matte.

Im abschließenden Kampf des Tages zwischen den Velbertern und den Meiderichern sollte es dann spannend zugehen: Zunächst verlor Niels Pivato unerwartet (Klasse bis 81 kg). Danach brachte Swen Collas (über 100 kg) die Velberter mit einem Sieg wieder heran, jedoch unterlag dann Sebastian Simka (-60 kg) seinen starken Gegner.

Als dann Sven Fritz (-90 kg) mit einem unerwarteten Sieg durch eine Selbstfalltechnik das 2:2 herstellte, war die Sache wieder ausgeglichen. Nun kam VJC-Talent Matthias Klucken (-73 kg) auf die Matte. Sein Kontrahent durfte gerade 20 Sekunden kämpfen, bis der 16-jährige Velberter ihn mit einem sehenswerten Schenkelwurf (japanisch: Uchi-mata) auf die Matte beförderte. Somit stand es plötzlich 3:2 für Velbert und im Lager der Meidericher wurde es hektisch, musste der MSV doch gewinnen, um die Aufstiegsrunde zur Oberliga zu erreichen.

Im folgenden Kampf bis 66 kg ging Mohamed Charrak zunächst konzentriert zu Werke, und so wurde sein Gegner wegen Passivität bestraft. So in Führung liegend, riskierte Charrak zu viel und wurde gekontert: 3:3. Im letzten und entscheidenden Kampf mühte sich Guido Rollenbeck (-100 kg) sehr, wurde jedoch durch mehrere Wadenkrämpfe behindert. Am Ende holte der routinierte Duisburger Mesut Uyma eine mittlere Wertung, die Rollenbeck trotz aller Versuche nicht aufholen konnte.

So siegte Duisburg doch noch verdient mit 4:3 und nimmt an der Aufstiegsrunde teil. Den Velbertern bleibt eine "hervorragende Leistung" so Trainer Sven Collas, der dabei das tolle Debüt von Klucken hervorhob. waz velbert

 

+++ 21.11.2008 Zurück zu den Wurzeln +++

 

Der 1. JJJC Hattingen baut in der Bezirksliga eine neue Mannschaft mit heimischen Talenten auf. Die Frauen starten in der Landesliga In der 2. ...

... Bundesliga haben sie einmal gekämpft - mit einer hochkarätigen Mannschaft und mit einem Trainer Stephan Bode, der auch in der internationalen Judo-Szene einen Namen hatte. Doch das ist Vergangenheit, beim 1. JJJC Hattingen ist man zu den Wurzeln zurückgekehrt - die erste Mannschaft kämpft inzwischen in der Bezirksliga um Punkte.Und da gab es am zweiten Kampftag für die Hattinger Sieg und Niederlage. Gegen die Judoka Rauxel wurde mit 4:3 gewonnen, wobei Andreas Noack (bis 66 kg), Renat Arivofic (bis 81 kg), Olaf Blankenburg (bis 100 kg) und Daniel Nolting (über 100 kg) für die Punkte sorgten. Gegen den BSV Dortmund II gab es allerdings eine 3:4-Niederlage bei gewonnenen Kämpfen von Martin Wegge (bis 66 kg) Renat Arifovic (bis 81 kg) und Michael Sudhoff (bis 73 kg).Nur noch eine Mannschaft also beim Judo-Club, in Hochzeiten waren es einmal vier oder gar fünf. "Doch diese Zeiten sind vorbei", sagt Judo-Club Vorsitzender Andreas Weber. "Wir haben uns entschieden, einen anderen Weg zu gehen. Wir fangen wieder unten an. Und zwar mit Leuten aus dem eigenen Verein oder aus der näheren Umgebung. "Alles andere wäre Wahnsinn."Auch die Damen-Mannschaft, die in der vergangenen Saison noch in der 2. Bundesliga kämpfte, startet künftig ein paar Klassen tiefer - nämlich in der Landesliga. Aus ganz ähnlichen Gründen. "Die Bundesliga ist für uns zu teuer", sagt Andreas Weber. "Allein schon wegen der weiten Fahrten. Zudem hätten wir in der neuen Saison keine Kämpferin aus Hattingen im Kader gehabt."Mit Nachwuchs aus dem eigenen Verein wird nun die Zukunft geplant. Und in der Jugendarbeit ist der Judo-Club auch gut aufgestellt. Rund 200 Kinder und Jugendliche seien in der Abteilung aktiv, so Weber. "Das macht etwa drei Viertel der gesamten Abteilung aus. Und aus diesem Nachwuchs und mit jungen Kämpfern aus der näheren Umgebung soll in der Meisterschaft um Punkte gekämpft werden. "Und wenn wir diese Basis geschaffen haben, dann können wir vielleicht auch mal wieder über gezielte Verstärkungen nachdenken", sagt Andreas Weber.heiwi waz hattingen

 

+++ 20.11.2008 DSC zeigt sich recht zufrieden +++

 

Herne. Frauen und Männer holen Platz drei und sichern sich jeweils zwei Heimkämpfe für die kommende Saison

JUDO ABSCHLUSS DER LANDESLIGASAISON Die Judo-Saison in den Landesligen ist beendet. Und Volker Gößling, Vereinschef und Trainer des DSC Wanne-Eickel, zeigt sich mit dem Abschneiden seiner Frauen- und Männermannschaft keineswegs unzufrieden. Zwar verpassten beide Teams die Aufstiegsrunde zur Oberliga, aber mit jeweils dem guten dritten Platz sicherte sich der DSC für die kommende Saison jeweils zweimal das Heimrecht.

Am letzten Kampftag hatten die Männer auf heimischen Matten wie erwartet mit dem Tabellenletzten Bushido Finnentrop beim 5:2 wenig Probleme. Für die Siegpunkte sorgten Andre Thom (-81 kg), Sebastian Strack (-90 kg), Stefan Peters (-60 kg), Ronald Kontek (-73 kg) und Manuel Neumann (+100 kg), während sich Dirk Liese (-100 kg) und Tobias Wessel (-66 kg) geschlagen geben mussten. In der abschließenden Begegnung gegen den Tabellennachbarn JC Pelkum-Herringen ging es um den zweiten Platz und damit um die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Oberliga. Hier verkaufte sich das DSC-Team - wie schon gegen PSV Bochum - völlig unter Wert. In derselben Besetzung wie gegen Finnentrop mussten die Wanner nach dem vielversprechenden Auftakt mit einem Unentschieden von Andre Thom (-81 kg) eine klare 0:6-Niederlage hinnehmen.

Für die Frauen ging es lediglich noch darum, ihren guten dritten Platz zu verteidigen. Und das schafften sie mit einem 3:3/30:27 beim Tabellennachbarn TV Mesum. Dabei punkteten Christina Roos (-52 kg), Britta Ziebler (-70 kg) und Janina Seidel (-78 kg), während sich Sarah Wenzel (-57 kg), Isabelle Lipka (-63 kg) und Yvonne Schneider (+78 kg) geschlagen geben mussten. waz herne

 

+++ 20.11.2008 Bochum war für die Siegerländer Judoka kein gutes Pflaster +++

 

Bochum/Siegerland. In Bochum fand der 2. Kampftag der Judo-Bezirksliga Arnsberg statt. ...

... Die zweite Mannschaft der Judo-Kampfgemeinschaft (JKG) Siegerland ging als Tabellenzweiter mit großen Ambitionen in ihre drei Kämpfe - am Ende aber stand bei zwei Niederlagen nur ein Sieg zu Buche. Mit drei Siegen wäre die JKG dem Aufstieg in die Landesliga einen großen Schritt näher gekommen. Doch Bochum erwies sich wieder einmal als schlechter Kampfort für die JKG Siegerland.

Im Auftaktkampf traf die JKG auf Spitzenreiter Iserlohn. Nach Niederlagen von Sven Steiner (-73 kg), Christoph Wernecke (-60 kg) und Thomas Schäfer (+100 kg) lagen die Siegerländer schnell 0:3 in Rückstand. Marcell Meyer (-100 kg) schaffte durch einen Sieg gegen den starken Holländer Tom Baten den Anschlusspunkt. Doch nach der Niederlage von Achim Schneider (-66 kg) lagen die Iserlohner bereits uneinholbar mit 4:1 vorne.

Durch Siege von Dennis Acker (-81 kg) und Murat Akbayrak (bis 90 kg) holte die JKG noch zwei Punkte zum 3:4 Endstand.

Im zweiten Kampf gegen Kentai Bochum kam zum Auftakt Manuel Gabsa (-73 kg) mit 16 Jahren zu seinem ersten Senioreneinsatz, den er sehr souverän nach nur zwei Minuten mit Ippon (voller Punkt) für sich entschied.

Landesliga-Aufstieg bleibt das Ziel

Der ebenfalls erst 16 Jahre alte Christian Rotthoff (-60 kg) holte kampflos seinen ersten Punkt bei den Senioren, ehe Thomas Schäfer (+100 kg), Marcell Meyer (-100k g) und Sebastian Neuser (-66 kg) allesamt nach kurzer Kampfdauer auf 5:0 für die Siegener Judoka erhöhten. Dennis Acker (-81 kg) holte mit einer schönen Technik das 6:0 - Murat Akbayrak musste den Ehrenpunkt zulassen Zum Abschluss des Kampftages musste die JKG Siegerland dann die Kräfte mit Gastgeber PSV Bochum II messen. Nach vier gekämpften Gewichtsklassen lagen die Siegerländer nach Niederlagen von Manuel Gabsa (-73 kg), Matthias Fries (+100 kg) und Marcell Meyer (-100 kg) sowie einem kampflosen Sieg von Christoph Wernecke (-60 kg) bereits 1:3 zurück.

Achim Schneider (bis 66 kg) machte kurzen Prozess und sorgte nach 30 Sekunden mit einem Schulterrad für das 2:3. Auch Dennis Acker (-81kg) setzte sich durch. Beim Stande von 3:3 musste nun im Kampf bis 90 kg die Entscheidung fallen. Murat Akbayrak verlor hier durch Schulterwurf, so dass die JKG sich mit 3:4 geschlagen geben musste.

Trotz der beiden Niederlagen bleibt die JKG II auf dem 2. Tabellenplatz, der eventuell auch zum Aufstieg in die Landesliga berechtigen kann. westfälische rundschau

 
+++ 20.11.2008 PSV will in die Oberliga +++
 
Bochum. Am letzten Kampftag konnten die Männer der PSV Bochum mit zwei Siegen die Landesligameisterschaft sichern.

Zu Gast in der heimischen Halle an der Harpener Heide war die Mannschaft der Börde Union (Welver) und der Nachbarverein der Judoka Wattenscheid. Für die Überraschung des Tages sorgte der Tabellenvorletzte Judoka Wattenscheid mit einem 4:3-Sieg gegen die Börde Union.

Der Tabellenvierte Börde Union war an diesem Tage auch der erste Gegner der PSV Bochum. Der Spitzenreiter aus Bochum behielt knapp mit ebenfalls 4:3 die Oberhand. Die Punkte holten Christian Tröster (bis 73 kg) nach 11, Sven Karpinski (bis 90 kg) nach 28, Nicolay Shirotskiy (bis 100 kg) nach 10 und Eyke Ehrenberg (bis 60 kg) nach 10 Sekunden. Leer ausgingen zum Auftakt aus Sicht der PSV Piet Föhring, Nick Nebel und Pascale Pauke.

Nun war klar, mit einem weiteren Sieg konnte das PSV-Team die Meisterschaft perfekt machen. Und es gelang, den Nachbarschaftskampf gegen gegen Judoka Wattenscheid gewann die Mannschaft von Trainer Jürgen Wagner mit 5:2. Für die PSV-Punkte sorgten Rodion Monschau, Nick Nebel, Sven Karpinski, Nicolay Shirotskiy und Eyke Ehrenberg. Piet Föhring verlor gegen Lukas Boing und Christian Bentke gegen den Wattenscheider Trainer Roland Kühnapfel.

Viel Zeit den Titel zu feiern bleibt allerdings nicht. Bereits am 30. November (11 Uhr), geht es in der Relegationsrunde um den Aufstieg in die Judo-Oberliga. In Essen-Kupferdreh (Prinz-Friedrich-Straße 2) trifft das Team um Jürgen Wagner auf die Mannschaften des MSV Duisburg, JC Hennef, JC 93 Bielefeld und JC Samurai Setterich. waz bochum

==> Fotos der Begegnung

 

+++ 20.11.2008 Halbfinale blieb nicht ohne Folgen +++

 

Manfred Zöllner vom Budokan Hünxe musste bei der Judo-Senioren-EM in Prag mit Blessuren in den Endkampf und wurde am Ende Zweiter. Titel für Walter Trapp.

Großer Erfolg für Manfred Zöllner vom 1. Budokan Hünxe bei der Judo-Europameisterschaft der Senioren in Prag! Zöllner holte sich den zweiten Platz. 15 Kämpfer gingen in der Altersklasse M 5 (50 bis 54 Jahren) und Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm an den Start. Der Wettkampf begann für den ehemaligen Bundesliga-Kämpfer hervorragend mit Vorrundensiegen gegen einen Italiener und einen Briten. Im Halbfinalkampf wartete jedoch ein ganz harter Brocken mit dem Russen Oleg Khlusyanov, Vize-Europameister von 2007, in der höheren Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm. Ein eisenharter Fighter, der alle Vorrundenkämpfe souverän gewonnen hatte.

Das Halbfinale gegen den Russen gestaltete sich von den Punkten her ausgeglichen, jedoch mit optischen Vorteilen für den Russen. In den letzten fünf Sekunden der Kampfzeit überraschte der Budokan-Kämpfer den Russen aber mit seiner Spezialtechnik, einem Schulterwurf Ippon-Seoi-nage, und bekam dafür einen "Wazaari", eine große Wertung. Das Finale war damit erreicht und der zweite Platz sicher.

Der Kampf gegen den Russen blieb jedoch nicht ohne Folgen für den Hünxer: Er hinterließ erhebliche Blessuren wie Haut-Abschürfungen fast am gesamten Körper und eine Zerrung der Halsmuskulatur. Im Finalkampf musste sich Zöllner dem Tschechen Jiri Kral geschlagen geben. Vorausgegangen waren dreieinhalb Stunden Wartezeit, die aber nicht zur Regeneration der im vorangegangen Kampf geholten Verletzungen reichte. Der Tscheche gewann nach der Hälfte der Kampfzeit mit einer großen Außensichel.

Für Zöllner war es übrigens die erste Silbermedaille auf internationaler Ebene – nach einer Gold- und vier Bronzemedaillen bei verschiedenen WM-Auftritten. Teilnahmen, die durch die finanzielle Unterstützung der Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe und des 1. Budokan Hünxe ermöglicht wurden.

Seine einzigartige Titelsammlung erweitern konnte Walter Trapp, Trainer der SV 08/29 Friedrichsfeld. Neben fünf Weltmeistertiteln und vier deutschen Meisterschaften war er nun zum dritten Mal auf europäischer Ebene der Beste. In der Klasse M 7 bis 81 Kilogramm holte er sich vollkommen verdient den Titel.

Auch wenn Trapp der Start schwer fiel und er den ersten Kampf nur durch zwei Bestrafungen des Gegners, Jiri Cernota gewann, kam er dann auf „Betriebstemperatur". Nach nur 30 Sekunden war der Kampf gegen Jaroslav Zeman durch eine „Innensichel" des Friedrichsfelder Jugendtrainers beendet. Im Finale ging es dann gegen den dritten Tschechen im laufenden Turnier: Ludwik Hasik.

Nach einer Führung von Trapp ging sein Kontrahent aufs Ganze und der neue Europameister konterte mit all seiner Routine und besiegte Hasik per „Ippon". Doch die größte Überraschung kam für Trapp erst während der Siegerehrung. Er erhielt neben dem EM-Titel zusätzlich noch den Preis für die beste „Ippontechnik" in den Finalkämpfen. nrz dinslaken

 

+++ 20.11.2008 Schon die 18. Auflage +++

 

Von Andree Hagel

Die 57-Kilo-Konkurrenz der Frauen entfällt. Olympiasieger Ole Bischoff, der am Freitagabend in Berlin das Silberne Lorbeerblatt erhält, verzichtet auf Stress und somit auf einen Start in Gelsenkirchen

JUDO MASTERS-OPEN-TURNIER Die 18. Auflage des Masters-Open-Turniers beim JC Koriouchi Gelsenkirchen hat noch gar nicht begonnen, da müssen die Verantwortlichen auch schon einen kleinen Rückschlag hinnehmen. "Leider hat es nicht so geklappt", sagt Präsident Reinhard Woelk zur Absage des 57-Kilo-Turniers der Frauen. Er ist enttäuscht, weil er zur Frauen-Premiere nur eine Gewichtsklasse präsentieren kann: das Halbmittelgewicht (63 kg). Allerdings ohne große Judo-Namen.

"Es ist ein bisschen schwer, wenn man das anleiert", sagt Koriouchi-Vizepräsident Erhan Baz, "weil wir bei den Frauen nicht die internationalen Kontakte haben." Und der Traum, vielleicht die 57-Kilo-Olympiasiegerin von 2004 zu präsentieren, Yvonne Bönisch, platzte auch recht schnell. Nun werden die beiden Judoka, die für dass Leichtgewicht (57 kg) gemeldet haben, zusammen mit den sechs 63-Kilo-Frauen um den Turniersieg kämpfen. Wie auch in den beiden Männer-Konkurrenzen - dem Halbmittel- (81 kg) und dem Halbschwergewicht (100 kg) - warten auf die Siegerin 1000, die Zweitplatzierte 500 und die Drittplatzierte 250 Euro. Das Preisgeld der Silbermedaillen-Gewinnerin übernimmt übrigens der Meditüv. "Judo als Sportart, die alle Fähigkeiten eines Menschen anspricht und fördert", sagt Horst Hilsemer von Meditv Rhein-Ruhr, "passt sehr gut in den vorbeugenden Arbeitsschutz und die Gesundheitsförderungsprogramme für Unternehmen, wie sie der Meditüv anbietet."

Und immer wieder während des Gesprächs in den Meditüv-Räumen wird deutlich, dass sich die Klub-Verantwortlichen vor allem auch vom Deutschen Judo-Bund mehr Unterstützung wünschen. "Das Problem ist, dass der DJB bei dieser innovativen Denkweise nicht mal sagt, wir unterstützen den Verein und schicken mal adäquate Leute", sagt Koriouchi-Vizepräsident Peter Büteröwe. "In Minsk ist aus unserer Idee ein europäisches A-Turnier geworden. Wir wollten eigentlich auch in den europäischen Judo-Kalender." Das geht aber nicht.

"Weil wir alle Gewichtsklassen anbieten müssten", sagt Erhan Baz. "Organisatorisch kriegen wir das nicht hin." Was letztlich aber auch wieder okay ist, weil sich der JC Koriouchi nicht in die Auflagen der Europäischen Judo-Union oder des Deutschen Judo-Bundes pressen lassen will.

Plötzlich rappelt ein Handy. Reinhard Woelk meldet sich und sagt: "Oh, Herr Meier, das ist wichtig." Dann verschwindet der Präsident, und die übrigen Gesprächs-Teilnehmer haben Spaß. Wer jedoch Herr Meier ist - schreibt der sich überhaupt mit ei? -, verrät Reinhard Woelk auch später nicht. Er erzählt aber von seinem Telefonat mit einem Mann, den er gerne am Samstag in der Schürenkamp-Halle präsentiert hätte: 81-Kilo-Olympiasieger Ole Bischof. Der bekomme am Freitagabend in Berlin das Silberne Lorbeerblatt überreicht und habe gesagt, dass er sich den Stress, schon am Samstagmorgen - auch noch mit dem passenden Gewicht - nach Gelsenkirchen fahren zu müssen, nicht antun wolle. Dennoch: Das Feld des Halbmittelgewichts kann sich auch ohne den Olympiasieger sehen lassen. So werden unter anderem Nick Hein, der U-23-Europameister von 2006, und Robby van Laarhoven, der in der Bundesliga für die SU Witten-Annen kämpft, Judo auf hohem Niveau garantieren.

Los geht es am Samstag um 14.15 Uhr. Start der K.-o.-Runde soll um 16.30 Uhr sein, während die Final-Kämpfe um 18 Uhr beginnen werden. Start des Judo-Tages ist aber schon um 11 Uhr, und zwar mit dem Kampf um den NWJV-Jugend-Cup zwischen den U-14-Kreismeisterteams Westfalens und Rheinlands.waz gelsenkirchen

 

+++ 19.11.2008 Christin Eberhardt nicht zu stoppen +++

 

SUA-Judoka gewinnt in Holzwickede die Klasse bis 78 kg.Christopher Köllner (-60 kg) in Herne auf dem zweiten Platz

JUDO U16-SICHTUNGSTURNIERE Holzwickede/Herne. Bei den U16-Sichtungsturnieren des Deutschen Judobundes für Frauen (in Holzwickede) und Männer (Herne), an denen auch Judoka aus dem benachbarten Ausland teilnahmen, mischten Kämpferinnen und Kämpfer der SU Annen ganz vorne mit.

Christin Eberhard (-78 kg) gewann ihre ersten drei Kämpfe souverän und vorzeitig durch Ippon. Erst im Finale musste sie über die volle Distanz gehen - gewann aber auch dieses gegen Christiane Weidendorfer aus Bayern mit einer kleinen Wertung.

Mandy Taubert (-44 kg) schaffte ebenfalls drei Ippon-Siege. Dem standen zwei Niederlagen gegenüber, was am Ende den fünften Platz bedeutete. Mit einer ausgeglichenen Bilanz - zwei Siege, zwei Niederlagen - und dem siebten Platz beendete Sarah Kasper (-40 kg) das Turnier in Holzwickede. Alexandra Zwirner (-52 kg) begann sehr stark. Sie gewann ihren ersten Kampf nach nur fünf Sekunden mit Ippon. Danach musste sie sich einer Belgierin geschlagen geben. Da diese nicht Poolsiegerin wurde, war für Alexandra Zwirner das Turnier beendet. Ein zweiter Platz von Szaundra Dietrich rundete das gute Abschneiden der jungen SUA-Damen ab. Die Brilonerin verlor erst im Finale der 62-kg-Klasse gegen die Duisburgerin Lea Reimann.

Beim Mario-Kwiat-Gedächtnisturnier in Herne gingen vier Kämpfer aus der SUA-Mannschaft an den Start. Christopher Köllner stellte sich der nicht nur zahlenmäßig stark besetzten Konkurrenz (46 Teilnehmer) in der 60-kg-Klasse. Bis zum Halbfinale dominierte Christopher Köllner seine Gegner, gewann jeweils vorzeitig durch Ippon. Für den Einzug ins Finale benötigte der SUA-Kämpfer dann die volle Kampfzeit. Im Finale wurde Köllner von dem Niedersachsen Marvin Ruben Philipp (Itzehoe) dann allerdings gestoppt. Michael Schmitt (- 90 kg) schaffte es ebenfalls bis ins Finale, verlor dort gegen Marius Piepke (Garbsener SC).

Philipp Krachtus (-66 kg) verlor mit etwas Pech gleich seinen Auftaktkampf und schied damit aus. Für seinen Teamkollegen Julian Koch (-81 kg) war nach zwei Niederlagen ebenfalls in der Vorrunde Endstation. waz witten

 

+++ 18.11.2008 Zwei Niederlagen zum Abschluss der Judo-Saison +++

 

Von Robin Kunte

Die Judomannschaft des TSV Viktoria beendete die Landesligasaison mit einem guten fünften Tabellenplatz.

In RWE Rhein-Ruhr-Sporthalle konnte der Viktorianer Daniel Dreier (l.) den Kampf gegen Germania-Sportler Thomas Grotta für sich entscheiden. Foto: Höpping (WAZ)

In RWE Rhein-Ruhr-Sporthalle konnte der Viktorianer Daniel Dreier (l.) den Kampf gegen Germania-Sportler Thomas Grotta für sich entscheiden. Foto: Höpping

Zum Saisonabschluss in der RWE Rhein-Ruhr-Sporthalle verloren die Mülheimer überraschend ihren Kampf gegen den Tabellenachten TuS Germania Hackenbroich/Grevenbroich mit 3:4 Punkten. Die anschließende 2:4-Niederlage im Duell gegen den Spitzenreiter SV Friedrichsfeld war eingeplant. Friedrichsfeld qualifizierte sich mit seinem Sieg für die Oberliga-Aufstiegsrunde.

Die beiden Niederlagen am letzten Wettkampftag änderten nichts am positiven Saisonfazit von Trainer Panajotis Papadopoulos. Seine Mannschaft präsentierte sich als Einheit und erfüllte mit einem fünften Platz die Erwartungen. „Wir haben ein sehr junges Team. Unser Ziel war es, in diesem Jahr die Nachwuchsleute zu integrieren und einen respektablen Tallenplatz zu erreichen. In der nächsten Saison wollen wir den Aufstieg in die Oberliga anpeilen," so der Trainer.

In den abschließenden Saisonduellen waren die jenseits von Gut und Böse im Mittelfeld stehenden Viktorianer nicht mehr so richtig motiviert.

Aus dem TSV-Aufgebot ragte in der Saison 2008 der ehemalige Bundesliga-Judoka Michael Wusthoff (32) heraus. Nachdem er bis dato in der Klasse bis 73 Kilo alle seine Duelle gewonnen hatte, musste er sich am letzten Kampftag erstmals geschlagen geben. Bezwinger des Mülheimers war der Friedrichsfelder Jeffrey Kramer. Beim TSV Viktoria unterstützt Wusthoff, der von 1998 bis 2006 in der Bundesliga für Bottrop, Essen und Leverkusen aktiv war, den Trainer Panajotis Papadopoulos bei der Arbeit. Er gibt seine Erfahrung an die Nachwuchskämpfer weiter. Der TSV Viktoria setzt auch künftig auf jugendlichen Elan und Wusthoffs Routine. In der kommenden Saison will der Verein sich noch um einige Plätze nach oben verbessern. nrz mülheim

 

+++ 18.11.2008 Meisterlich +++

 

Judo-Herren der SV 08/29 Friedrichsfeld feierten den Titel in der Landesliga. Das team von Trainer Walter Trapp besteht nur aus Eigengewächsen.

Die Judoabteilung der SV 08/29 Friedrichsfeld hat mal wieder großen Grund zur Freude: Das Herrenteam von Trainer Walter Trapp ist Meister in der Landesliga.

Sicher und souverän nutze die noch junge Mannschaft ihre Chance und machte den Traum vom Titel wahr. Trotz schlechter Vorzeichen, Dirk Junik fehlte beim Wettkampf und Hendrik Lohmann nahm wegen einer Verletzung nicht teil, machten die Friedrichsfelder am letzten Kampftag durch zwei Siege gegen Germania Hackenbroich (5:2) und Viktoria Mühlheim (4:2) alles klar. Und das, obwohl Trainer und Mentor Walter Trapp erst kurz vor Wettkampfbeginn in der Halle eintraf.

Trapp kam direkt von den Senioreneuropameisterschaften in Prag, fand aber schnell in die Rolle des Trainers zurück und bereitete mit seinem Konzept den letzten großen Schritt zum Titel vor.

Den ersten Kampf gegen Germania Hackenbroich konnten die Friedrichsfelder souverän für sich entscheiden. Mit einem beherzten Kampf erzielte Timo Engelhardt in der Klasse bis 90 Kilogramm den ersten Punkt für seine Mannschaft. Jeffrey Kramer (bis 73 kg) machte es ihm nach, genau wie Fabian Berns und Hubert Swiech, der das vorentscheidende 4:1 markierte. Zuvor musste sich lediglich Mark Koch (über 100 kg) geschlagen geben. Ron Hendricks (bis 60 kg) erhöhte sogar noch mit Ipponsieg auf 5:1.

Jetzt fehlte nur noch ein Sieg zum Erreichen des Titeltraumes: Gegen Ausrichter Viktoria Mülheim sollte der Traum wahr werden. Friedrichsfeld geriet zunächst mit 0:1 in Rückstand. Timo Engelhardt musste sich mit einer Ipponnierderlage geschlagen geben. Danach kam es zum „Schlüsselkampf" in der Klasse bis 73 Kilogramm. Jeffrey Kramer musste gegen einen ehemaligen Bundesligakämpfer ran, überraschte ihn aber nach anfänglichem Abtasten mit einer Uchi-Mata-Technik (Hüftwurf) und holte somit den 1:1-Ausgleich für Friedrichsfeld. Auch Mark Koch machte es spannend. Der Friedrichsfelder brachte einen knappen Punktvorsprung über die Zeit. Ein Ipponsieg von Fabian Berns, der bis 40 Sekunden vor Kampfende noch klar

zurücklag, brachte das Meisterschaftsziel in greifbare Nähe. Hubert Swiech (bis 66kg) machte dann alles klar. Mit großartiger „Arbeit" im Bodenkampf schaffte er einen Armhebel, der seinen Gegner zur Aufgabe zwang. Ron Hendricks (bis 60 kg) mit einem Unentschieden und eine Punktniederlage von Christian Anders im letzten Kampf sorgten für das Endergebnis von 4:2.

Noch in der Halle wurde mit den Fans gefeiert, die Meister-T-Shirts übergezogen und Sekt aus Plastikbechern geschlürft. Trapp war besonders stolz, da der Titel nur mit „Eigengewächsen" erreicht wurde. In zwei Wochen geht es dann in Essen um den Aufstieg in die Oberliga. nrz dinslaken

 

+++ 16.11.2008 SUA Witten II Frauen sind Landesligameister 2008 +++

 

Ringo Wittig für SU Witten-Annen

Sieg gegen Wattenscheid reicht zur Meisterschaft

Der letzte Kampftag der Frauenlandesliga wurde noch einmal spannend. Mit einem deutlichen 6:1 Sieg über die Judoka Wattenscheid und einer unnötigen 3:4 Niederlage gegen die Börde Union sicherte sich das Team von Sabine Wittig den Meistertitel der Saison 2008. In der Aufstiegsrunde am 29.11 haben sich die Damen der SUA damit eine günstige Ausgangssituation verschafft, um dem Ziel Oberliga 2009 ein Stück näher zu kommen.


SUA Witten : Wattenscheid
-78kg Jacqueline Kreft gewinnt per Haltegriff vorzeitig
-63kg.Die frischgebackene Westdeutsche Vizemeisterin Hannah Schorlemmer gewinnt ebenfalls früh per Haltegriff.
-57kg Iris Woitschell lässt ihrer Gegnerin keine Chance und gewinnt mit 2 Waazari Wertungen ebenfalls vorzeitig.
+78kg Rebecca Richter wirft einen sauberen Sumi-gaeshi und gewinnt mit Ippon.
-70kg Viola Stephan holt erst eine mittlere Wertung, bevor sie ihre Gegnerin per Uchi-mata auf den Rücken wirft.
-52kg den letzten Punkt holte die junge Katharina Beck, die mit Haltegriff siegte.
die Klasse -48kg blieb auf Wittener Seite unbesetzt und damit stand es am Ende 6:1 für die SUA

SUA Witten : Börde Union
Der Kampf verlief spannender als erwartet.Die Gewichtsklassenbesetzung wurde noch einmal gewechselt, damit jede SUA Kämpferin ihren Einsatz bekam.
-78kg musste sich Viola Stephan der weit aus größeren und kräftigeren Bisterfeld vorzeitig geschlagen geben.
-63kg Danuta Janasik kämpfte verbissen, musste aber auch vorzeitig als Verlierin von der Matte
-57kg Iris Woitschell beherrschte ihre Gegnerin deutlich und gewann mit Sumi-gaeshi vorzeitig
+78kg Rebecca Richter siegt kampflos
-70kg Lisa Semmler schlägt sich beachtlich und lässt ihrer Gegnerin keine Chance.Sieg per mittleren Wertung
-52kg Katharina Beck holt erst ein Wazaari, bevor sie sich im Haltegriff wieder findet.
-48kg unbesetzt.
3:4 für Börde Union

 

+++ 13.11.2008 Frauen kämpften sich nach vorne +++

 

Siegen. Die erste Oberligasaison der Siegener Judo-Frauen endete weit über den eigenen Erwartungen - nach einem 6:1-Sieg am letzten Wettkampftag belegte Aufsteiger JKG Siegerland den vierten Platz.

Weit war die Anreise zum letzten Oberligakampftag der Frauen - und hoch waren dabei die Hürden, die von den Siegerländerinnen zu nehmen waren. Erster Gegner war der neue Meister JC Bottrop - danach ging es gegen Gastgeber Bocholt.

Gegen die Übermacht aus Bottrop (der verlustpunktfreie Spitzenreiter gab erst zwei Einzelkämpfe ab) hatte sich die JKG nicht viel ausgerechnet und schonte für den wichtigeren Kampf gegen Kolping Bocholt die eigentliche Stammformation.

So kamen außer Buket Aksehirli und Tamara Fligg (die in ihren Gewichtsklassen die einzige Wahl sind) Jana Klein, Kathrin Bruch, Kirsten Schmelzer, Nicola Seelbach und Linda Nowak zum Einsatz. Buket Aksehirli und Kathrin Bruch punkteten und holten die zwei Zähler zum 2:5 für die JKG.

"Meisterleistung" der jungen Kyra Quast

Im letzten Ligakampf gegen Bocholt schickte der JGK Siegerland dann die sieben "Judo-Amazonen" auf die Matte, die noch am letzten Kampftag in Siegen über sich hinaus gewachsen waren.

Lea Diehl sorgte im Auftaktkampf für die Führung. Eine taktische Meisterleistung zeigte danach die junge Kyra Quast, die mit zwei kleine Wertungen gewann. Chantal Goergen (wieder bis 78 Kilogramm kämpfend) konnte im Anschluss nicht verhindern, dass Bocholt auf 1:2 verkürzte.

Aber dann kam die "Punktemaschine" der Siegerländerinnen auf Tour. Im Schwergewicht gewann Tamara Fligg Hand mit Armhebel. Anna Stausberg (-57 kg) schaffte schnell mit Abtaucher eine hohe Wertung - und auch Alina Schuster (bis 52 kg) ließ nichts anbrennen und siegte mit Beinfasser.

Die Leichteste im Team, Buket Aksehirli, machte dann mit ihrem Sieg den krönenden Saisonabschluss zum 6:1 für die JKG Siegerland perfekt.

Platz vier im ersten Oberligajahr - weitere Verstärkung in Sicht. Die JKG-Frauen freuen sich schon jetzt auf die neue Saison 2009. westfälische rundschau

 
+++ 12.11.2008 Krautmacher schwitzt nach Verletzung für sein Comeback   +++
 
Von JOCHEN SCHULT
Hildener verhalfen den Mannschaften des JC Düsseldorf bei den Westdeutschen Meisterschaften in Witten zu Bronzemedaillen.

HILDEN. Fleißig trainieren, an fast jedem Wochenende auf der Matte stehen und sich den kritischen Blicken der Landestrainer stellen - so sieht der Alltag der vier Hildener Judo-Kämpfer aus den Reihen des JC Düsseldorf aus, die zum aktuellen Landes-Kader des Nordrhein-Westfälischen Judo Verbandes gehören.

Dabei machten Darius Nahvipour und Anthony Zingg mit zweiten Plätzen beim Sichtungsturnier der U16 in Duisburg auf sich aufmerksam. Mayan Schwarze verlor beim gleichen Sichtungswettkampf das kleine Finale knapp und belegte den fünften Platz.

Eine Woche später verhalfen die Hildener Nachwuchsjudoka den Mannschaften des Judo Club 71 in Witten bei der Westdeutschen Mannschaftsmeisterschaft der Altersklasse U 17 zu Bronzemedaillen.

Der erfolgreichste Hildener Lukas Krautmacher, der bei der Deutschen Meisterschaft in diesem Jahr die Bronzemedaille erkämpfte, bereitet sich nach einer Operation im Kölner Sportinternat auf die neue Saison vor. Während er täglich im Bundes-Leistungszentrum an seinem Comeback feilt, fahren seine Kollegen nur einmal in der Woche nach Köln und trainieren ansonsten regelmäßig im Hildener Stützpunkt an der Gerresheimer Straße. Nach einem freien Wochenende geht es jetzt zur nächsten Sichtung der U16 nach Holzwickede, um sich für die neuen Meisterschaftskämpfe in der Altersklasse U17 ab Mitte Januar zu positionieren. nrz hilden

 
+++ 12.11.2008 Bronzemedaille für die Judo-Kreisauswahl +++
 
Viele Jahre lang musste sich der Märkische Kreis mit dem fünften Platz beim Westfalencup der Judo-Kreisauswahlmannschaften begnügen. Diesmal kam aber alles ganz anders: Die heimische Auswahl errang in Bottrop die Bronzemedaille.

Beim Westfalencup kämpfen die Auswahlmannschaften der U 14-Jugendlichen der einzelnen Kreise gegeneinander. Jedes Auswahlteam besteht aus acht Gewichtsklassen bei den Mädchen und ebenfalls acht bei den Jungen. Diesmal waren zehn der vierzehn Kreise aus den Sportbezirken Arnsberg, Detmold und Münster mit dabei.

Die Aktiven aus dem MK freuten sich natürlich zurecht über diesen Erfolg. Unter anderem nahmen teil: Aus Halver Marvin Gerdel, Steffen Bux, Johannes Schriek und Luca Vasselai, aus Hüinghausen Alina Schubert, aus Neuenrade Fabian Philipp.

In der Vorrunde kämpfte die Auswahl des Märkischen Kreises gegen Bochum-Ennepe, Unna-Hamm, Herford und Steinfurt. In der anderen Gruppe traten die Teams aus Recklinghausen, Paderborn, Dortmund, Ostwestfalen und Warendorf/Münster gegeneinander an.

In der ersten Begegnun setzten sich die heimischen Judokas gegen Herford mit 11:5 durch. Der zweite Kampf, gegen Kreis Steinfurt, endete unentschieden 7:7. Gegen den Kreis Unna-Hamm schließlich siegte der MK mit 8:6. Eine 6:9-Niederlage musste das Team gegen Bochum-Ennepe hinnehmen. In seiner Vorrundengruppe belegte der Märkische Kreis hinter Bochum-Ennepe den 2. Platz.

Damit stand der MK im Halbfinale: Ein Ziel, das Kreisjugendleiterin Andrea Haarmann schon seit Jahren anstrebte. Das Team traf dort auf den viermaligen Sieger Kreis Recklinghausen. Trotz des guten Einsatzes aller Aktiven reichte es nicht zur Sensation. Recklinghausen siegte mit 9:6. Zusammen mit dem Kreis Ostwestfalen, der das zweite Halbfinale gegen den Kreis Bochum-Ennepe mit 4:10 verlor, belegte der Märkische Kreis einen erfreulichen 3. Platz.

Im Herzschlag-Finale gewann der Kreis Bochum-Ennepe äußerst knapp mit 8:8 Punkten und einer Gesamtbewertung von 75:74 gegen Recklinghausen. Beide Kreise haben nun je vier Siege. westfalenpost

 

Fotos Westfalen-Cup U14 in Bottrop

 
+++ 12.11.2008 Auf der Suche nach "dem" Sport  +++
 
Von Claudia Pospieszny
Im Verein "Fit Fun Family" haben Kinder im Grundschualter Gelegenheit, verschiedene Sportarten auszuprobieren, um das richtige Angebot für sich zu finden.

Fußballschuhe und Trikot sind eben erst gekauft – als das Kind einen Eindruck vom Training hat und dem Verein schon wieder den Rücken kehren möchte. Plötzlich heißen die Wunsch-Sportarten Tennis und Leichtathletik – und Kinder und Eltern gehen erneut auf die Suche nach Verein und geeigneter Ausrüstung.

 Eine Suche, die Beate Deboße- Stengers Familie im Jahre 1963 bewog, einen eigenen Verein zu gründen. „Damals waren unsere Kinder drei und sechs Jahre alt und wir haben für die ganze Familie eine Sportart und einen Verein gesucht.” Und so gelangten die Eltern zu dem Schluss, es könne hilfreich sein, verschiedene Sportarten auszuprobieren, woraus sich ein Konzept, der Verein entwickelte. In Blöcken von sechs bis acht Wochen bietet „Fit Fun Family” seither Unterricht in den „großen Sportspielen” an.

 Derzeit üben die Grundschüler, für deren Altersgruppe das Angebot konzipiert ist, sich in Judo, zuvor war es Leichtathletik, aber auch Basket- und Fußball standen schon auf dem Plan, die Rückschlagspiele Tennis und Tischtennis und Trendsportarten wie etwa das Inline-Skating. Ein Block dauere lang genug, um das Interesse der Kinder zu binden, ihnen gute Einblicke zu gewähren. Auf der anderen Seite wissen sie: wenn Trainingsstunden auch einmal nicht ganz so viel Spaß bringen, wird bald etwas Neues kommen.

Ist die Begeisterung für eine Sportart jedoch groß, hat ein Kind sein neues Hobby gefunden, verlässt es gemeinhin den Verein – was ein Zweck der Gruppe mit den wechselnden Angeboten ist. Doch Übungsleiter und Trainer verlieren auch die Förderung der motorischen Fähigkeiten nicht aus dem Auge. So lässt Judoka Tim Knobloch die Kinder Purzelbäume schlagen, macht Geschicklichkeits- und Gleichgewichtsübungen mit der gemischten Grundschüler- Gruppe. Ein weiteres Anliegen der Vereins-Gründer Beate Deboße-Stenger und Achim Stenger: „Die Förderung des sozialen Lernens.”

Dass das Konzept Spaß macht, auch über das Grundschulalter hinaus, dafür ist die Tochter der Vereinsgründer, Maike Stenger, ein gutes Beispiel. Zwischenzeitlich hat die begeisterte Reiterin und Tennisspielerin selbst den Übungsleiterschein gemacht und trainiert die rund 15 Kinder starke Gruppe mittwochs in Ungelsheim in der Turnhalle an der Nordhäuser Straße.

 Ein weiteres, wöchentliches Training bietet der Verein in Buchholz Grundschülern in der Turnhalle der Schule Böhmer Straße an. Auch Beate Deboße-Stenger blieb dem Verein treu – noch immer trainiert sie mit den Müttern – während der Nachwuchs nach „seinem” Sport sucht. „Wir bieten zum Beispiel einen Kurs in Kooperation mit dem Stadtsportbund an, in dem eine Mischung aus Aerobic und Fitness trainiert wird.” Wünschen würde sich die zweifache Mutter allerdings einen regeren Zulauf: „Man sieht beim Training schon, dass der Bewegungs-Mangel bei Kindern zunimmt.” In der Tat purzeln gerade einige Kinder recht ungelenk über die Matten der Ungelsheimer Turnhalle.

„Viele Kinder haben auch Probleme, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren, darum machen wir auch immer wieder längere Pausen, in den die Kinder sich austoben und etwas trinken können.” Was aber eben auch deutlich mache: „Die Kinder wollen sich bewegen. Sie sind voller Tatendrang.” Man muss sie nur lassen.  waz duisburg

 
+++ 11.11.2008 Großartige Trostrunde von Jeffrey Kramer  +++
 
Talent der SV 08/29 wurde in Mannheim Dritter. Friedrichsfeld bangt um Lohmann.

Der deutsche U 17-Vizemeister von 2007 Jeffrey Kramer durfte in Mannheim seinen größten Einzelerfolg 2008 in Mannheim feiern. Beim stark besetzten bundesoffenen U 19-Turnier präsentierte sich der Judoka der SV 08/29 Fredrichsfeld in der Klasse bis 73 Kilogramm bei 35 Teilnehmern in guter Verfassung. Mit zwei großen Wertungen (Wazari) besiegte Kramer direkt in der ersten Runde den Bayern Grossmann.

Die Auslosung wollte es leider so, das Jeffrey Kramer bereits in Runde zwei auf den Topfavoriten Alexander Wiecerzak aus Rüsselsheim traf. Diesem musste er sich dann auch nach einer Seionage-Technik (Schulterwurf) beugen. Aber so wollte er sich in Mannheim nicht verabschieden und legte eine großartige Trostrunde hin.

Den körperlich starken Friedrich vom Landesverband Württemberg besiegte er mit einer kleinen Wertung (Koka), danach folgte ein Sieg mit Ippon durch "Abtaucher" gegen den Hennefer Frenzel. Mit einem Haltegriffsieg gegen Tim Graf aus Baden erreichte Jeffrey dann das kleine Finale gegen Xaver Glawe aus Hildesheim.

Ein klarer Ipponerfolg brachte ihm letztendlich seinen größten Erfolg in diesem Jahr. Trainer Walter Trapp gefiel vor allem die Art und Weise wie sich sein Schützling durch die Trostrunde gearbeitet hatte.

Unglücklich verlief das Turnier für den zweiten Friedrichsfelder Judoka Hendrik Lohmann. In der gleichen Gewichtsklasse gewann er zwar ebenfalls seinen Auftaktkampf gegen den Kaufbeuerer Rippa knapp nach Punkten, zog sich aber beim Bodenkampf eine Knieverletzung zu. So war er dann auch im zweiten Kampf gegen den Berliner Nogadaeli chancenlos und trat dann auch nicht mehr in der Trostrunde an.

Im Friedrichsfelder Lager muss jetzt gezittert werden, ob Lohmann beim wichtigen und entscheidenden Kampftag der Landesligamannschaft überhaupt zur Verfügung steht. nrz dinslaken

 
+++ 10.11.2008 SUA Oberliga sichert souverän den Klassenerhalt +++
 
Ringo Wittig für SU Witten-Annen
Tagelang hatten Trainer Fritz Salewsky und Hinnerk Gölnitz vor dem letzten und entscheidenden Oberligakampftag am Telefon gesessen bzw. Überzeugungsarbeit am Mattenrand leisten müssen, um eine schlagkräftige Truppe für die Sicherstellung des Klassenerhalts zusammen zu bekommen, denn wie so oft in dieser scheinbar für alle SUA Teams –von den Bundesligafrauen und –männern bis zu den Oberligamännern- verhexten Saison gab es wieder zahlreiche Ausfälle zu beklagen. Doch die Mühe, die insbesondere Salewsky investiert hatte, sollte sich auszahlen.
Zwar gab es gegen den Tabellenführer aus Bonn Beuel die erwartete Niederlage (1-5). Besonders stark kämpfte hier Simon Schäfer, der gegen den Topfavoriten Stefan Tiller ein Unentschieden erkämpfte. Den einzigen Siegpunkt holte Bundesligakämpfer Florian Hahn, der, wie schon am letzten Kampftag (als er trotz Grippe antrat), Teamgeist bewies und private Verpflichtungen absagte, um dem Oberligateam auszuhelfen. Die Niederlage fiel u.a. so hoch aus, weil die Trainer Fritz Salewsky und Hinnerk Gölnitz auch sehr jungen Nachwuchsleuten, die Chance, Wettkampferfahrungen zu sammeln, geben wollten. So schlugen sich denn der erst 15jährige Kevin Fiorentino (-66), Steffen Opitz (-100) und Christoph Basner (+100) durchaus beachtlich, waren ihren erfahreneren Gegnern letztlich aber doch deutlich unterlegen.
Im entscheidenden Kampf allerdings verlief alles nach Plan und Samurai Setterich wurde deutlich mit 6-1 besiegt. Allesamt sicher gewannen Erfried Kühl (-60), erneut Florian Hahn (-73), Simon Schäfer (-81), Tim Eisenblätter (-90), Niclas Tarach (-100) und Haudegen Miroslav Peter (+100). Einzig der erst 15jährige Frederic Brenner (-66) verlor.
Weiterhin im Team: Christoph Basner, Steffen Opitz, Kevin Fiorentino, Benedikt Wagner.
Mit nunmehr sieben Pluspunkten hat die SUA mit dem Abstieg nichts zu tun und könnte –je nach Verlauf der anderen Begegnungen- sogar noch im Mittelfeld der Tabelle landen.
Ein versöhnlicher und durchaus positiver Abschluss einer von vielen Rückschlägen geprägten Saison.
+++ 10.11.2008 Platz fünf: JKG hat den Aufstieg verpasst +++
 
Ziel verfehlt: Die große Hoffnung der Judo-Kampfgemeinschaft Essen auf den Sprung in die Zweite Bundesliga erfüllte sich nicht. ...
 

... Bei der Aufstiegsrunde in Braunschweig belegte die JKG statt des erhofften ersten Ranges nur Platz fünf und muss in der kommenden Saison einen erneuten Anlauf in der Regionalliga unternehmen.

In den Gruppenkämpfen gab es für die Essener zunächst gegen Babelsberg eine knappe 2:3-Niederlage. In der zweiten Begegnung gegen Braunschweig hätte ein Remis gereicht, um ins Halbfinale einzuziehen, doch es wurde eine hauchdünne 2:4-Niederlage.

"Wir haben unser Ziel nicht erreicht und sind natürlich sehr geknickt", so JKG-Trainer Ralf Drechsler. "Die Jungs haben nicht schlecht gekämpft, aber es zeigt sich, dass das Team noch nicht reif genug ist. Jetzt wollen wir wieder Regionalligameister werden und hoffen darauf, dass in diesem Falle die nächste Aufstiegsrunde in Essen stattfinden wird. Dann greifen wir wieder an." nrz essen

 

+++ 07.11.2008 Gedig und Covyn für World-Cup in Paris qualifiziert +++

 

Wickede/Welver. Der Wickeder Judoka Matthias Gedig und sein Partner Eddy Covyn aus Welver haben sich für den „World-Cup" in Paris vom 20. bis 22. November qualifiziert.

In der Rubrik Kata, hier speziell Nage No Kata, haben beide schon mehrmals mit großem Erfolg an den Deutschen Meisterschaften teilgenommen (unter anderem vier Mal den Titel geholt). Matthias Gedig, der seit 1993 aktiv Judo betreibt und den dritten Dan hat, ist Trainer beim TV Wickede und leitet seit 2000 die Kinder und Jugendgruppe, die bis heute auf ca. 80 Judoka angestiegen ist. Zurzeit bildet Gedig Jugendliche des Vereins aus, die im Februar bei den Westdeutschen Kata-Meisterschaften starten sollen. Diese Meisterschaft findet in Wickede statt. Gedig selber trainiert fünf Mal die Woche in Welver, Wickede oder beim Leistungsstützpunkt in Witten. An den Wochenenden ist er als Referent für den NWJV (Nordrhein-Westfälischer Judoverband) und den NWDK (Nordrhein-Westfälisches Dan Kollegium) tätig und leitet Lehrgänge. Gedig steht seit vier Jahren für die Mannschaft der Börde-Union auf der Matte und ist in der Gewichtsklasse bis 73 kg mit nur einem verlorenen Kampf einer der erfolgreichsten Kämpfer im Bezirk Arnsberg. Auch bei Einzelturnieren kann er Erfolge nachweisen. Im Judokampf ist er mehrfacher Bezirksmeister mit anschließender Teilnahme an den Westdeutschen Meisterschaften. Bei Kata-Wettbewerben konnte er mit seinem Partner Okan Karakus, und jetzt Eddy Covyn, mehrfach die Westdeutschen Meisterschaften für sich entscheiden. Desweiteren haben sie vier Mal den Deutschen Meistertitel geholt, einmal wurden sie Zweiter, zweimal Dritter und einmal Vierter. Unterstützung bekommt Gedig von seinem langjährigen Trainer Georges Covyn, der ihm die Grundlagen der Kata-Kunst beigebracht und ihn anschließend weiter geformt hat. Zusätzlich wird er von seinem Verein, dem TV Wickede, und seiner Familie unterstützt. Leider ist Judo keine Sportart, mit der man seinen Lebensunterhalt bestreiten kann. So entstehen immer wieder Kosten, die bei großen Meisterschaften, wie dem „World-Cup", schwer zu decken sind. Daher würde Gedig sich über kurzfristige oder längerfristige Unterstützung und Sponsoring von Unternehmen sehr freuen. Sein Ziel ist es auch weiterhin aktiv diesen Sport zu betreiben und an großen Meisterschaften teilzunehmen. Nach dem „World-Cup" steht im Frühjahr die Europameisterschaft in Rumänien an. Nähere Informationen per E-Mail unter matzegedig@gmx.de oder der Telefonnummer 02377/6901. westfalenpost

 

+++ 06.11.2008 "Es wird eine enge Kiste" +++

 

Von Günter Dohnau

JC 66-Trainer Frank Urban erwartet am Samstag eine spannende Aufstiegsentscheidung bei der Qualifikation in der Sporthalle der Berufsschule

Spannung pur vor der Judo-Aufstiegsrunde zur ersten Bundesliga. Die vier Kontrahenten lassen sich nicht in die Karten schauen. Es wird taktiert und gemauert. Mit welchen Mannschaften die teilnehmenden Vereine antreten, wird sich wohl erst kurz vor Waagebeginn zeigen.

Der JC 66 will als Zweitligameister am Samstag um 15 Uhr in der Sporthalle an der Berufsschule den Aufstieg in die erste Bundesliga schaffen, nachdem er im Vorjahr durch Ausfälle und Verletzungspech denkbar knapp scheiterte.

Das Personal-Karussell dreht sich noch. Bis zum Wiegen am Samstag können sich die Mannschaften noch verstärken. Der JC hat sich mit drei Neuverpflichtungen verstärkt, darunter zwei Ausländer, hält die Namen aber noch geheim, um alle taktischen Trümpfe in der Hand zu haben. "Wir wollen den Gegnern keine Möglichkeit geben, sich auf unseren Kader für die Aufstiegsrunde einzustellen", so Urban.

Aber Samstag gegen 19 Uhr wird feststehen, wer erstklassig ist. Die beiden erstplatzierten Teams steigen in die Bundesliga auf. JC 66-Trainer Frank Urban schätzt alle vier Mannschaften gleichstark ein. Die Bottroper haben es mit JC Mönchengladbach, dem Vizemeister der 2. Bundesliga, der sich mit zwei Slowenen verstärken konnte, und den Bundesligaabsteigern Hertha Walheim und SV Georg Knorr Berlin zu tun.

"Es wird eine enge Kiste und sicherlich superspannend", glaubt Trainer Frank Urban. Der Coach ist davon überzeugt, dass auch die Tagesform entscheiden wird. Und die Nervenstärke spielt ebenfalls eine Rolle. Schließlich gibt es in jeder Begegnung nur einen Durchgang mit sieben Kämpfen. Die Bottroper müssen in dieser Aufstiegsentscheidung auf ihre Punktesammler aus Holland verzichten, da sie bei den holländischen Meisterschaften starten. Der JC 66 kann aber auf seine beiden Deutschen Meister Wolfgang Amoussou und Oliver Gussenberg zurückgreifen. Wieder zum Aufgebot der Bottroper zählt auch Markus Wallerich, der aus den USA zurückgekehrt ist und dem JC 66 wieder zur Verfügung steht.

Es wird sicherlich Hochstimmung am Samstag in der Halle an der Berufsschule herrschen. Mit vollbesetzten Rängen ist zu rechnen. Die Bottroper möchten am Abend dann zur Jubelarie anstimmen, wenn der Traum vom Aufstieg klappen sollte. "Sekt statt Selters", soll dann das Motto beim JC 66 lauten. waz bottrop

 
+++ 05.11.2008 Mit großer Entschlossenheit +++
 
Die JKG hat sich für die Entscheidung am Samstag in Braunschweig auf zwei Positionen verstärkt und rechnet sich gute Chancen aus, nach einem Jahr Abstinenz in die 2. Liga zurückzukehren

Der Judoka Christian Medrow kämpft am Wochenende mit der JKG um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Foto: WAZ, Michael Gohl

JUDO AUFSTIEGSRUNDE ZUR 2. BUNDESLIGA Die Judokampfgemeinschaft ist entschlossen und hat das Ziel fest im Blick: 2. Bundesliga. Am kommenden Wochenende startet in Braunschweig die Aufstiegsrunde. Dort entscheidet sich, ob die Essener ein Jahr nach dem Abstieg direkt wieder in die 2. Liga zurückkehren werden. Das Trainergespann Ralf Drechsler (49) und Min-Suk Yoon (35) jedenfalls ist überzeugt, dass die Jungs das packen können.

Aus der Regionalliga West geht neben dem Meister JKG auch Vizemeister BTW Bünde auf die Matte. Aus der Regionalliga Nord ist Gastgeber Europa Braunschweig dabei, einer der Favoriten. "Die Kieler waren auch qualifiziert, doch sie haben aus finanziellen Gründen verzichtet", klärt Drechsler auf. Aus dem Nordosten reisen Asahi Sprengberg (bei Berlin) sowie Motor Babelsberg an. Die fünf Mannschaften werden in einen 2er- und einem 3er-Pool gelost (jeder gegen jeden). Die jeweiligen Gruppensieger kämpfen anschließend gegen die Zweitplatzierten der anderen Gruppe um den Finaleinzug. Dort entscheidet sich dann, welches Team aufsteigen wird.

Als die JKG Mitte September den Regionalliga-Titel bejubelte, war längst klar, dass sie auch den letzten Schritt gehen will. "Die Zweitliga-Saison ist finanziell gedeckelt", sagt Drechsler. Man hat weitere kleinere Partner gefunden, die mithelfen, den Saisonetat von etwa 15000 Euro zu decken. "Und wir haben uns für dieses Ziel kurzfristig noch einmal personell verstärkt." Und die Neuen sind laut Verbandsrichtlinien automatisch auch für die kommende Saison an die Judo-Kampfgemeinschaft gebunden.

Andreas Bernhardt (21/ Klasse bis 60 kg) ist aus Hamburg zurückgekehrt, wo er schon Einsätze in der 1. Liga hatte. Daniel Möller (81 kg) kommt von der SU Witten-Annen II (Regionalliga) und soll sich mit Trainersohn Sebastian Drechsler ergänzen, der beruflich noch in der Ausbildung steckt. "Wir hätten auch gern noch einen dritten, erfahreneren Kämpfer für die schwere Klasse verpflichtet, doch bei dem einen stellte sich der Heimatverein quer, bei dem anderen scheiterte es an den finanziellen Forderungen", so der Trainer.

Der wünscht sich nun für Samstag zunächst etwas Losglück. "Ich hoffe, wir erwischen den 3er-Pool, sagt Drechsler. "Da steht man nicht gleich so unter Druck und kann etwas taktieren." waz essen

 

+++ 03.11.2008 JKG will es wissen: Am Samstag wird die Zweite Liga angegriffen +++

 

Von TOBIAS GROSSE

In Braunschweig steht die Aufstiegsrunde zum Bundesliga-Unterhaus auf dem Programm. Die Trainer Ralf Drechsler und Min-Suk Yoon haben 16 Kämpfer im Aufgebot.

Die JKG will es wissen. Nur ein Jahr nach dem Abstieg aus der Zweiten Bundesliga soll es wieder hoch gehen. Regionalligameister ist sie schon, die Judo-Kampfgemeinschaft Essen, am Wochenende soll es auch mit dem direkten Wiederaufstieg klappen. Am Samstag findet in Braunschweig die Aufstiegsrunde zur Zweiten Bundesliga statt - als NRW-Meister geht die JKG an den Start.

Vier Kontrahenten stellen sich

Vier Kontrahenten stellen sich den Essenern in den Weg: Spremberg und Babelsberg als Nordost-Vertreter, Braunschweig als Nord-Club und Bünde als Zweiter der Regionalliga West. "Eigentlich hätte auch Kiel an der Aufstiegsrunde teilnehmen können", so Ralf Drechsler, Trainer und Zweiter Vorsitzender der JKG. "Aber sie haben auf ihr Teilnahmerecht verzichtet, weil sie eh keine Zweite Bundesliga realisieren könnten."

Essen denn? "Nun ja, wir wollen auf jeden Fall wieder hoch und es versuchen. Aber die Rahmenbedingungen sind natürlich nicht optimal. Wenn schon die Fußballer von Rot-Weiss Essen Probleme haben, Sponsoren zu finden, kann man sich vorstellen, dass es für eine Randsportart wie Judo nicht leichter ist", hat Drechsler Galgenhumor parat.

Seine Kämpfer rekrutieren sich im Gros aus den Essener Vereinen, einige stammen auch aus dem Umland. "Bei Einzelstarts gehen sie dann für ihre Clubs an den Start. Im Mannschaftsbetrieb kämpfen sie für die JKG. Für die einzelen Vereine wäre es gar nicht möglich, höherklassige Teams zu stellen", so Drechsler, der gemeinsam mit Min-Suk Yoon das Training der JKG leitet.

Mindestens zweimal wöchentlich trainiert das Team miteinander, darüber hinaus geht's auch in den "eigenen" Vereinen zur Sache. "Aber wir legen Wert darauf, gemeinsam zu arbeiten." Gemeinschaft, Athmosphäre - das muss wohl der Philosophie der JKG entsprechen - denn mit Euro kann man in Essen keinen Starter an Land ziehen. "Unsere Kämpfer kriegen ihren Aufwand entschädigt und das war's. In anderen Clubs gibt's Handgeld, das können wir nicht."

Trotzdem soll es wieder hoch gehen in die Zweite Liga - Erster der Aufstiegsrunde müssen die Essener dazu werden. "Ich schätze Braunschweig sehr stark ein, dort zieht man den gesamten Norden zusammen. Aber ich denke, dass auch wir zum Favoritenkreis gehören", so Drechsler, der mit 16 Kämpfern gen Norden reisen wird. In sieben Gewichtsklassen wird angetreten - auf's Kreuz sollen dabei nur die Kontrahenten gelegt werden. waz essen

 

+++ 03.11.2008 Reduzierung ist vom Tisch +++

 

Von Oliver Schinkewitz

Reichlich Redebedarf gibt's in diesen Tagen für die Entscheidungsträger in Sachen bundesdeutsches Judo. Am Rande der Einzel-DM in Bayreuth (wo das Turnier auch in den nächsten mindestens drei Jahren über die Bühen gehen soll) wurden einige Weichen für die Zukunft gestellt.

Die wichtigste Personalie, die die Präsidiums-Sitzung des Deutschen Judobundes (DJB) erbrachte, war die Bekanntgabe, dass Detlef Ultsch nun definitiv als Bundestrainer für den Bereich der Männer zuständig sein wird. „Am 1. Januar wird er sein Amt antreten, aber schon jetzt ist er natürlich unser Ansprechpartner", sagt Matthias Kiehm, Geschäftsführer der Sport-Union Annen und zugleich Bundesliga-Referent des DJB.

Dass die vor einiger Zeit von Teilen des DJB-Vorstandes verlautbarte Ankündigung, die Bundesliga-Kampftage zu reduzieren, auf der Sitzung in Bayreuth ad acta gelegt wurde, sorgte natürlich auch bei Kiehm für Erleichterung. „Sowas wäre mit uns Clubvertretern aber auch nicht machbar gewesen. Ich denke, das Problem stellt sich jetzt nicht mehr. Das Präsidium hat sich einstimmig für den Fortbestand der jetzigen Bundesliga ausgesprochen." Ferner solle es solche Veröffentlichungs-„Alleingänge" künftig nicht mehr geben. „Das können wir auch gar nicht dulden", sieht der SUA-Manager die Clubs auf einem guten Weg.

Begrenzter Kader

Im Laufe der Bundesliga-Saison 2008 hatte gerade die SU Annen durch diverse Abstellungen zu großen Turnieren bei Senioren und U 20-Junioren oftmals nur einen sehr begrenzten Kader zur Verfügung, der letztlich die Teilnahme am Endrunden-Turnier (8./9. November in Abensberg) verhinderte.

Am Mittwoch wird er sich mit Frank Wienekes Nachfolger Detlef Ultsch und dem neuen Damen-Bundestrainer Michael Bazynski (ein ehemaliger Annener) treffen, um eine erste grobe Terminabsprache für das kommende Jahr aufs Tableau zu bringen. Der Bundesliga-Referent wird dabei das Ansinnen aller Clubvertreter zum Ausdruck bringen, dass künftig mehr Spitzenathleten an den jeweiligen Bundesliga-Kampftagen vor Ort sein und nicht kreuz und quer durch die Lande gleichzeitig an Lehrgängen oder internationalen Wettkämpfen teilnehmen sollten.

„Natürlich wird es uns nicht gelingen, immer alle Asse da zu haben. Aber ich denke, zwei Drittel aller Erstliga-Kämpfe sollten auch die Kaderathleten schon bestreiten", sagt Kiehm. Da es künftig ähnlich dem internationalen Tennis-Kalender mehr Judo-Wettbewerbe (die Rede ist von 24 großen internationalen Turnieren) geben soll, bei denen man zudem ein Setzsystem etablieren will, das künftig die Qualifikation etwa für Weltmeisterschaften oder Olympische Spiele regeln soll, ist eine Terminabsprache zwischen dem Bundesliga-Referenten und den Bundestrainern bedeutsamer als je zuvor. „Wir wollen uns als Bundesliga nicht mehr als fünftes Rad am Wagen sehen und pochen auf unsere Ziele", betont Kiehm. waz witten

 

+++ 02.11.2008 Finale bleibt ein Traum +++

 

Von Oliver Schinkewitz

Bei SUA-Judoka Stefan Oldenburg fehlte am Sonntag nicht viel: Im Halbfinale unterlag er Robert Conrad und beendete das Turnier ebenso als Fünfter wie Solveig Martens. Siebter Platz für Tobias Pahnke, Nils Kopke Neunter

JUDO DEUTSCHE MEISTERSCHAFTBayreuth. Für Andreas Reeh, in Personalunion Landestrainer des Nordrhein-Westfälischen Judoverbandes (NWJV) und Trainer des Bundesligisten Sport-Union Annen verlief die Deutsche Meisterschaft in Bayreuth "ganz ordentlich". Immerhin sammelte der Landesverband drei Medaillen - wenngleich die Annener Kämpfer leer ausgingen.

Gold gab's im Schwergewicht mal wieder für Reeh-Schützling Andreas Tölzer (Mönchengladbach). Der ehemalige SUA-Judoka hatte keinerlei Mühe, sich gegen die nationale Konkurrenz durchzusetzen und betrieb ein wenig Wiedergutmachung für die aus seiner Sicht verpatzten Olympischen Spiele in Peking.

Beinahe hätte auch Annens Stefan Oldenburg (bis 81 kg) zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere das DM-Finale erreicht. "Stefan hat wirklich einen tollen Start hingelegt", lobte Reeh nach den Erfolgen über Stefan Wolf (Sindelfingen), Dietmar Zeiler (Eberswalde) und Dominic Hofmann (Rüsselsheim). Somit stand der 20-Jährige schon im Semifinale - aber dort stoppte ihn ausgerechnet der Leipziger Robert Conrad, der er zuletzt zweimal hatte bezwingen können. Besonders ärgerlich: Im "kleinen Finale" wurde das SUA-Eigengewächs dann "verschiedst", wie es Reeh formulierte. Gegen Yassin Grothaus (Osnabrück) fiel er aus eigenem Verschulden auf den Rücken - dennoch gab der Mattenleiter "Ippon" und Oldenburg blieb "nur" noch der undankbare fünfte Platz. In der gleichen Gewichtsklasse hatte Annens Tim Eisenblätter (20) nach einem Freilos zu Beginn gegen Viktor Semenko (Eberswalde) verloren.

Bei den Damen war Hannah Schorlemmer (bis 63 kg) trotz guter Leistung gegen Mona Bock (Sindelfingen) ebenso chancenlos wie Teamstarterin Hannah Karrasch (bis 52 kg), die an Julia Pohl (Frankfurt/Oder) scheiterte. Weitaus besser lief es für Schwergewichtlerin Solveig Martens, die sich nach zwei Siegen an der späteren DM-Gewinnerin Franziska Konitz (Berlin) die Zähne ausbiss. Mit zwei Trostrunden-Erfolgen und einer Niederlage im Bronze-Kampf gegen Jasmin Külbs (Speyer) blieb ihr immerhin Rang fünf.

Davon nicht weit entfernt war Tobias Pahnke als Siebter im Männer-Schwergewicht - das bedeutete die Qualifikation für die DM 2009 (im Januar erneut in Bayreuth). Nils Kopke (ebenfalls +100 kg) wurde Neunter, verlor nur gegen Fred Finzelberg (Frankfurt/O.). Schwach kämpfte Marcello Greco (auch +100 kg), flog in Runde zwei 'raus. Wenig besser erging es Lasse Seipenbusch (-66 kg; TV Durchholz) und SUA-Mannschaftskämpfer Marcel Haupt (-60 kg). waz witten

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