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Mai 2010


+++ 26.05.2010 Kim Eickmeier gewinnt Titel +++


Von xsandres
(WE) Kim Eickmeier vom Judo-Club Banzai überzeugte bei den Westdeutschen Jahrgangsmeisterschaften der U15 und U18 in Bochum wieder einmal. Im Jahr 2007 gelang Ihr der Titel in der U15-Klasse, nun drei Jahre später errang sie ihn auch in der Altersklasse U18 bis 57 Kilogramm.
Im ersten Kampf gegen Kristin Weiß vom 1. Essener JC brauchte Kim Eickmeier nur 39 Sekunden, um Ihre Gegnerin auf die Matte zu legen. Im zweiten Kampf gegen Inken von der Recke (BC Erkelenz) ging es über die Gesamtkampfzeit, hier gewann Eickmeier durch eine Yuko-Wertung. Im letzten Kampf gegen Charline Gerwert (Judoka Rauxel) brauche sie auch nur 59 Sekunden und gewann durch einen Hebel.
Vizemeisterin in der Klasse bis 40 Kilogramm wurde Sandra Heckmann bei der U 15. Pascal Dzikus startete in der gleichen Gewichts- und Altersklasse und erreichte einen guten fünften Platz.
Zeitgleich fand in Herne der Westfalen-Kyu-Cup der U14 statt. Und auch dort standen die Banzai-Kids mit vielen vorderen Platzierungen im Vordergrund. Der JC Banzai war mit 17 Teilnehmern bei diesem Turnier mit insgesamt 300 Kindern aus 56 Vereinen vertreten. Für mehrere Kinder war es das erste Landesturnier in der Klasse U14.
Siegerin wurde Jennifer Lipski in der Klasse bis 63 Kilogramm. Dritte Plätze gab es zudem für Anna Staack (-40kg), Maria Ditz (-63kg), Jana Marks (-44kg) und Mike Sablotni (-55kg). der westen gelsenkirchen


+++ 20.05.2010 Drei Punkte zum Saisonstart +++


Von uross
(WE) Die Judo-Frauen des DSC Wanne-Eickel starteten in Recklinghausen mit den erhofften Punktgewinnen in die Regionalligasaison.
Gegen den JC 71 Düsseldorf verhinderte ein Hansoku-make (Disqualifikation) für Bein-Fassen zwar den ersten Mannschaftserfolg und sorgte für ein 3:3-Unentschieden, doch dafür verhalf dieselbe Strafe dem DSC-Team zum 3:2 gegen PSV Recklinghausen.
Im Duell der Gastmannschaften hatte Nadine Herbertz (-52 kg) ihre Düsseldorfer Gegnerin sicher im Griff. Sandra Rode (-57 kg) verlor ihrer Kampf trotz großer Gegenwehr. Die Gewichtsklasse -48 kg war bei beiden Teams unbesetzt. So bedeutete der Blitzsieg von Larissa Stange (-78 kg) die zwischenzeitige 2:1-Führung. Andrea Wohlgemuth (+78 kg) machte einen sicheren Eindruck, verlor jedoch überraschend durch einen reflexartigen Griff ans Bein, der nach den neuen Regeln die Disqualifikation bedeutet. Auch Janina Seidel (-63 kg) musste sich geschlagen geben. Mit einem souveränen Sieg sicherte Anna Kruse (-70 kg) wenigstens das 3:3/30:30-Unentschieden.
Auch gegen den Gastgeber Recklinghausen sorgte Nadine Herbertz (-52 kg) souverän für die DSC-Führung, die durch die Niederlage von Sandra Rode (-52 kg) ausgeglichen wurde. Die Gewichtsklasse -48 kg blieb erneut unbesetzt. Mit ihrem zweiten vorzeitigen Sieg brachte Larissa Stange (-78 kg) den DSC wieder in Führung. Andrea Wohlgemuth (+78 kg) lieferte sich einen tollen Kampf gegen ihre deutlich schwerere Gegnerin. Mit Wazaari gegen Wazaari und Yuko musste sie sich leider knapp geschlagen geben. Ebenfalls ein heißes Gefecht lieferte sich Isabell Lipka (-63 kg), das sie schließlich durch Disqualifikation ihrer Gegnerin wegen Bein-Fassens für sich entschied. Das hart umkämpfte Unentschieden von Anna Kruse (-70 kg) sicherte den 3:2/30:15-Mannschaftssieg. Danach trennten sich Recklinghausen und Düsseldorf 3:3/30:30.
Das DSC-Team des 1. Regionalliga-Kampftages: Nadine Herbertz, Sandra Bude, Isabell Lipka, Jessica Steiner, Janina Seidel, Maren Schwarz, Anna Kruse, Meike Bucheld, Larissa Stange und Andrea Wohlgemuth.
Auch Christoph Najdecki war am Wochenende erfolgreich im Einsatz. Für SUA Witten steuerte der DSC-Judoka und -Trainer einen vorzeitigen Sieg zum souveränen 11:3-Bundesligaerfolg über den SC Berlin bei. der westen herne


+++ 18.05.2010 Zweitvertretung siegt in der Regionalliga +++

 

Die Bundesligareserve des JC 66 Bottrop fährt am ersten Kampftag der Regionalliga 2010 zwei Siege ein und führt die Tabelle nun an.

 

Das Perspektivteam des JC 66 Bottrop, das in der Regionalliga auf Punktejagd geht, startete gegen die Bundesligareserve des TSV Hertha Walheim und gegen den Bundesligaabsteiger JC Koriouchi Gelsenkirchen.

 

Vor etwas mehr als einem halben Jahr standen sichin der 2. Bundesliga die Teams aus Gelsenkirchen und Bottrop noch in der Dieter-Renz-Halle gegenüber. Der JC 66 gewann bekanntermaßen mit 13:1 und wurde Meister, Gelsenkirchen stieg in die Regionalliga ab. Nun gab es direkt zu Beginn der neuen Saison diesen Klassiker erneut, diesmal in Walheim (Aachen).

 

Die Bottroper gewannen dieses Duell wie vor einem halben Jahr deutlich. In der Regionalliga wird  nur ein Durchgang in den sieben Gewichtsklassen gekämpft. Bei einer Niederlage des Team-Kapitäns Carsten Lowitz gegen den starken Holländer Willy Bilstra und Siegen durch Uli Heselhaus (- 60 kg), Dominik Gosens (-66 kg), Manuel Breuer (-73 kg), Ramzan Isaev (-81 kg), Maik Podlech (-90 kg) und Lars Haarmann (-100 kg) gewann das Bottroper Team am Ende deutlich mit 6:1.

 

Im anschließenden Duell mit der Bundesligareserve aus Walheim wurde es deutlich enger. Der letztjährige Regionalligameister aus Walheim verlangte dem Bottroper Team alles ab. Nach der knappen 3:4 Niderlage aus dem vergangenen Jahr, gelang der jungen Bottroper Truppe in diesem Jahr die Revanche. Mit 4:3 ging der knappe Sieg diesmal nach Bottrop. Die vier Siegpunkte erkämpften Uli Heselhaus (-60 kg), Dominik Gosens (-66 kg), Marc Kühlkamp (-81 kg) und Lars Haarmann (-100 kg). Team-Kapitän und Manager Carsten Lowitz: „Die Jungs haben heute eine geschlossen starke Vorstellung geliefert. Gerade die jungen Kämpfer wollen sich für die Bundesliga empfehlen und haben heute mit vielen Siegen gegen zum Teil sehr starke Konkurrenz zu dem Mannschaftserfolg beigetragen. So kann es gerne weitergehen.“

 

Am 5. Juni geht es vor heimischer Kulisse gegen den PSV Duisburg und dem Titelaspiranten BTW Bünde um weitere wichtige Punkte für die Bottroper. Zunächst steht das Team auf Platz 1 der Liga. jc 66 bottrop


+++ 18.05.2010 Sieg und Niederlage für JKG +++


Von Rolf Hantel
(WE) Essen.  Die Judokampfgemeinschaft (JKG) hat am ersten Kampftag der Regionalliga West gegen Bushido Köln mit 3:2 gewonnen, doch gegen BTW Bünde mit 3:4 verloren. Einmal gewonnen und einmal verloren.
Nicht optimal für eine Mannschaft, die sich vorgenommen hat, die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga zu erreichen. Gleichwohl war JKG-Trainer Ralf Drechsler nicht unzufrieden. Schließlich musste er auf seine erfahrenen Asse Kenneth van Gansbeke (Belgien) und Max van Leeuven (Niederlande ) verzichten, die beide verletzt sind.
„Das waren wohl mit die stärksten Konkurrenten“, schätzt Drechsler. Sein Team steht zwar derzeit mit 2:2-Punkten nur auf Rang fünf, doch drei Mannschaften davor sind zweite Mannschaften von Bundesliga-Klubs, die nicht aufsteigen dürfen. Also ist noch alles drin. „Diese ersten Ergebnisse sagen noch nichts über die wahre Leistungsstärke der Mannschaften aus“, glaubt Drechsler.
Vor 250 Zuschauern zeigten die Essener unter den gegebenen Umständen eine gute Leistung, wobei Jens Schäfer (-73 kg) der mit Abstand stärkste Essener Kämpfer war und beide Kämpfe gewann. Gegen Köln trafen zwei gleichwertige Teams aufeinander. Für Essen punkteten Sascha Wasin, (+100 kg), Jens Schäfer und Maik Röhrhoff (66 kg, kampflos) mit voller Wertung, Helge Brock (-90 kg) und Andreas Bernhard (-60 kg) kämpften jeweils Unentschieden, Phillip Wiskamp (-100 kg), der nach langer Verletzungspause erstmals wieder auf die Matte ging, sowie Sebastian Drechsler (-81 kg) gaben ihre Punkte ab.
Gegner Bünde überraschte die Gastgeber anschließend mit einem taktischen Schachzug. Schwergewicht Sascha Wasin traf nicht auf den erwarteten Konkurrenten, sondern auf den leichteren und wesentlich beweglicheren 81-kg-Mann Teja Ahlmeyer. Das Risiko zahlte sich aus, denn Ahlmeyer siegte und brachte Bünde mit 1:0 in Führung. Pascal Wasin (-100 kg) verlor seinen Kampf ebenso wie Jan Gleichenhagen (-81 kg), so dass die JKG klar mit 0:3 hinten lag und später nach Bernhards Niederlage sogar mit 1:4.
„Doch wir haben eine super Moral bewiesen“, lobte Trainer Drechsler seine Mannschaft. Schäfer, Röhrhoff und Helge Brock sorgten für ein knappes Resultat. „Der Kampf von Wasin hätte auch umgekehrt laufen können“, meinte Drechsler. „Dann wäre wir Gesamtsieger gewesen.“ der westen essen


+++ 17.05.2010 Julia Loselein kehrt auf die Judo-Matte zurück +++


Von  Michael Heiße
(WAZ) Essener Nordwesten. Julia Loselein kehrt nach langer Verletzungspause auf die Judo-Matte zurück. Die 20-Jährige, in Karnap geboren, gilt als große Nachwuchshoffnung ihres Sports. Bei den Olympischen Spielen in London, soll sie endgültig ins internationale Rampenlicht treten.
Das Gespräch mit Julia Loselein beginnt später als geplant. Ihre Stimme klingt eilig und etwas aufgeregt: „Meine Trainingspartnerin hat sich verletzt. Das Knie. Ich musste sie ins Krankenhaus bringen.“ Sorge sickert durch ihre Worte. Denn Julia Loselein weiß aus eigener, schmerzvoller Erfahrung, wie schnell etwas passieren kann – auf der Judo-Matte und im Spitzensport.
 Die 20-Jährige, in Karnap geboren, gilt als große Nachwuchshoffnung ihres Sports. In ihrem Verein JC 66 Bottrop, für den sie in der Zweiten Bundesliga startet, aber auch in der Nationalmannschaft. In zwei Jahren, bei den Olympischen Spielen in London, soll sie endgültig ins internationale Rampenlicht treten. Doch an London denkt Julia eher mit gemischten Gefühlen. Im April 2009 hatte sie dort beim Weltcup Bronze gewonnen. Es sollte ihr vorerst letzter großer Wettkampf sein.

Schwere Verletzung

Kurz nach ihrer Rückkehr aus England verletzt sie sich im Training schwer: Kreuzbandriss, Meniskusschaden inklusive. „An einem Dienstagabend ist es passiert, am Mittwoch lag ich schon im OP.“ Wie im Zeitraffer ziehen die Bilder vorbei: Die Operation verläuft ohne Komplikation. Nach drei Tagen kann sie das Krankenhaus wieder verlassen. Die Konfirmation ihres Bruders verpasst sie dennoch.
Für einen Fußballer bedeutet eine solche Verletzung nicht selten das Aus. Für den damals 19-jährigen, aufstrebenden Judoka ist es zumindest die jähe Unterbrechung einer bis dahin vielversprechenden Karriere, die bereits im zarten Alter von fünf Jahren auf der Matte des PSV Bottrop beginnt. Julia probiert viel aus in diesen ersten Jahren: Sie schwimmt, tanzt, spielt Flöte – doch ihr Herz gehört dem Judo. Schnell erkennt man ihr Talent. Ihr späterer Trainer Ulrich Griesdorn schult sie intensiv, schickt sie auf viele Wettkämpfe, wo man schon bald auf sie aufmerksam wird.
Ihre Familie unterstützt sie nach Kräften; besonders ihr Vater Wolfgang ist treibende Kraft. „Der Erfolg der Kinder ist die Leistungsbereitschaft der Eltern“, wird ihr Landestrainer später einmal sagen. Und der Erfolg lässt nicht auf sich warten. In der U17 stößt Julia erstmals in den Kreis der Nationalmannschaft vor. „Spaß hatte ich am Judo schon immer, doch in dieser Zeit habe ich Judo als Leistungssport realisiert“, sagt sie. Anfangs bezahlt sie Lehrgeld, doch ihr Ehrgeiz ist nicht zu stoppen. „Irgendwann musst du das Selbstvertrauen entwickeln und sagen: ,Du bist gut’. Das musste ich erst lernen.“
Ihr bestes Wettkampfjahr
Julia kämpft sich unaufhaltsam nach vorn. In der U-20 räumt das 1,70 Meter große und 57 Kilo leichte Energiebündel mächtig ab, erkämpft sich den siebten Platz bei der Junioren-WM in Bangkok; wird Zweite der DM-Einzelmeisterschaften. Auch bei international besetzten Turnieren brilliert sie: Sieg in Rotterdam, Zweite in Lyon und im polnischen Cetniewo, Dritte in Belgien, in Arlon. „2008 war mein bislang bestes Wettkampfjahr“, sagt sie heute.

Anfang 2009 wird sie Deutsche Vizemeisterin bei den Frauen, bevor sie die Verletzung ausbremst. Es beginnt eine Zeit des Leidens. Julia, die vor wichtigen Wettkämpfen zwei bis dreimal täglich im Bundesleistungszentrum in Köln trainiert, ist plötzlich auf die Hilfe Fremder angewiesen. „Man kann sich das gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn man überhaupt nichts mehr machen kann“, beschreibt sie ihre Gefühle während der Reha. Nur langsam und mühsam kann sie wieder die Zehen bewegen. Mehr ist anfangs nicht drin. Julia schwimmt, um die Muskulatur zu stärken und „oft bin ich auf Krücken in den Kraftraum gehumpelt, nur um überhaupt etwas zu machen“.

„Ich bin wieder da“

Doch sie gibt nicht auf. Fast ein Jahr lang kämpft Julia den vielleicht wichtigsten Kampf ihrer Laufbahn - und gewinnt. „Ich bin in allem was ich tue sehr zielstrebig und schaffe eigentlich alles, was ich will“, sagt sie. „Das hat mir geholfen, die Krise zu überwinden.“

Geholfen haben ihr auch die Physiotherapeuten. Julia: Anfangs dachte sie bei jedem Training: „Mensch, pass’ bloß auf dein Knie auf.“ Doch mit erfolgreicher Behandlung und zunehmenden Vertrauen in den eigenen Körper kehrte auch der Glaube an die eigene Leistungsstärke zurück. Am Wochenende trat Julia nach knapp zwölf Monaten der Abstinenz in die 2. Bundesliga an. „In der langen Pause habe ich erst gemerkt, wie viel mir das Judo eigentlich bedeutet.“
Wie befreit kämpfte sie, entledigt aller Zweifel und ohne Abiturstress. Die schriftlichen Prüfungen hatte sie bereits vor zwei Wochen hinter sich gebracht. Ein weiterer Meilenstein auf ihrem Weg nach oben. Nach dem Abi geht’s für zwei Jahre zur Bundeswehr in die Sportfördergruppe. „Danach studiere ich Jura.“ Am Wochenende fährt sie zum Weltcup - nach London. Ein schlechtes Omen? „Nein“, sagt sie. „Ich bin wieder ganz die Alte. Ich bin wieder da.“ waz essen


+++ 16.05.2010 Regionalliga: Untauglich +++


Von Andree Hagel
Aachen. Zum Saisonstart der Regionalliga setzte es für die Judoka des JC Koriouchi Gelsenkirchen gleich zwei Klatschen. Der Zweitliga-Absteiger unterlag dem JC 66 Bottrop II mit 1:6 und Gastgeber TSV Hertha Walheim II mit 2:5. Viel schlimmer als diese sportlichen Ohrfeigen aber war in Aachen, dass die Konkurrenz Mitleid hatte: Das war die Höchststrafe, frustrierender als zweimal 0:7.

„Das macht keinen Spaß“, sagte auch Willy Bilstra, der 32-jährige Schwergewichtler aus den Niederlanden (+100 kg), der sowohl gegen Bottrops Carsten Lowitz per Haltegriff als auch gegen Walheims Sebastian Golsch per Uchi-mata (Schenkelwurf) jeweils vorzeitig gewann. Um es nicht zu vergessen: Für den dritten Gelsenkirchener Punkt sorgte Jan de Brouwer, der seinen Mittelgewichts-Kampf (90 kg) gegen Walheims Sven Gohrbandt mit zwei mittleren Wertungen („Yuko“) für sich entschied.

Und sonst? Schrecklich war es, fast so frostig wie in der Sporthalle des Inda-Gymnasium im Aachener Stadtteil Kornelimünster. Die Koriouchi-Judoka hatten Gelsenkirchen noch nicht einmal verlassen, da war schon klar, dass es ein Debakel geben wird. Janes Chabowski, der Leichtgewichtler (73 kg), fehlte wegen eines Bänderrisses im Sprunggelenk, und Emil Bechtold, der Halbschwergewichtler (100 kg), war nicht da. „Mit den beiden“, sagte Trainer Harald Mantei, „hätten wir zumindest gegen Walheim gewonnen.“

Vielleicht. So aber gaben die Gelsenkirchener insgesamt fünf Auseinandersetzungen kampflos ab und müssen dafür 250 Euro Strafe berappen – fünfmal 50. In beiden Kämpfen entschied sich Trainer Harald Mantei für zwei Niederländer, so dass der Armenier Witalij Galustian nicht kämpfen und das Superleichtgewicht (60 kg) nicht besetzt werden konnte. Ebenso leer blieb die 73-Kilo-Kategorie, während die 66-Kilo-Lücke im zweiten Kampf nicht geplant war. Matthias Gedig, der vom TV Wickede zum Judo-Club Koriouchi gekommen ist, verletzte sich bei seiner Niederlage gegen Dominik Gosens so schwer an der rechten Schulter, dass er ins Krankenhaus musste. Erste Diagnose: Kapsel- und Bänderriss.

Tabellenletzter

Die erste Diagnose für den JC Koriouchi, der nach dem ersten Kampftag Tabellenletzter ist, lautet in diesem Zustand: absolut untauglich für die Regionalliga. Aber für eine taugliche Mannschaft auch in der Drittklassigkeit „braucht man Geld“, sagte Trainer Harald Mantei in Aachen. „Oder . . .“ Oder? „Oder du fängst unten an. In der Oberliga oder in der Landesliga. Da kannst du mit eigenen Leuten mithalten.“
Und als die Kämpfe am Samstagnachmittag so liefen, blickte Erhan Baz – auch der 40-jährige Präsident musste zweimal auf die Matte, verlor einmal in der 90-Kilo-Klasse gegen den 38-jährigen Bottroper Maik Podlech und einmal in der 100-Kilo-Klasse – fast neidisch nach rechts. „Das waren noch Zeiten, als wir unseren Masseur dabei hatten“, sagte er. Einige Athleten des Hamburger Judo-Teams wurden gerade von ihrem Physiotherapeuten Michael Frensdorff behandelt, um anschließend den Kampf der 1. Bundesliga gegen Walheims erstes Team mit 6:7 zu verlieren. waz gelsenkirchen


+++ 16.05.2010 Feuertaufe furios bestanden +++


Von Oliver Schinkewitz
(WAZ) Witten. SU Annen - SC Berlin 11:3
Auch wenn ihn sein Rücken heftig schmerzte - Trainer Andreas Reeh war nach dem überdeutlichen 11:3 seiner Sport-Union Annen gegen den SC Berlin doch ein glücklicher Mensch. „Ich bin froh, dass wir diesen Kampf gewonnen haben - vor allem unsere Neulinge waren richtig stark und haben ihre Feuertaufe bestanden“, meinte der Coach nach dem ersten Saisonsieg.
Natürlich war der SC Berlin nicht mit seiner stärksten Besetzung nach Witten gekommen, musste einige wichtige Leute daheim lassen. „Aber wir waren auch nicht komplett“, ergänzte Reeh - und mag dabei vor allem an Jonas Focke und Benjamin Behrla gedacht haben, die ihre Verletzungen noch nicht wieder auskuriert haben. Beide waren am Samstag aber in der Halle und feuerten ihre Teamkollegen lautstark an.
Ganze drei von 14 Kämpfen gab die SU Annen gegen die Hauptstädter ab - eine Bilanz, von der man nicht im Ansatz hatte ausgehen können. Und SC-Trainer Thomas Rossius fügte an: „Die Höhe sagt nichts über den Verlauf einiger Kämpfe an - aber letztlich war der Annener Sieg sicherlich verdient. Wir haben einfach zu viele taktische Fehler gemacht.“
Andersherum könnte man auch sagen: SUA-Trainer Andreas Reeh bewies neben einem glücklichen Händchen bei seiner Aufstellung auch eine Menge taktisches Geschick. „Wir haben da angeknüpft, wo wir in Hamburg im zweiten Durchgang aufgehört haben.“ So gab’s am Samstag schon in der ersten Hälfte einen komfortablen 5:2-Vorsprung für die Hausherren, die nach Lutz Behrlas Auftaktniederlage den Schlüssel für dieses Duell fanden, weil Stefan Oldenburg und vor allem der Niederländer Robby van Laarhoven (wird am heutigen Montag 28) exzellente Siege zum 2:1 beisteuerten.
Gerade van Laarhoven spielte im Konzept von SUA-Trainer Reeh eine entscheidende Rolle. „Was er bei seinem Comeback nach seiner Bandscheiben-OP heute geleistet hat, war sensationell“, so der Coach überschwänglich. Zweimal knackte er den sperrigen Berliner Toni Hinze, gewann jeweils vorzeitig - besser hätte sein Wiedereinstieg kaum verlaufen können.
Auch sein Landsmann Jeroen Mooren und Stefan Oldenburg punkteten doppelt - ebenso wie Superschwergewichtler André Breitbarth. Doch dieser Kampf gegen den SC Berlin, der auch nach dem zwischenzeitlichen 5:3 nicht wirklich spannend wurde, schrieb noch ganz andere Geschichten. So absolvierte Markus Zalucki, bislang im Regionalliga-Kader der SUA, ein famoses Erstliga-Debüt, beackerte den Polen Tomek Krecielewski über die gesamten fünf Minuten - auch wenn er mit Yuko- zu Waza-ari-Wertung knapp unterlag.
Für einen Höhepunkt indes sorgte beim Stande von 7:3 Neuzugang Hans-Martin Kühn. Der Ex-Bonner, der eigentlich für die Annener Reserve verpflichtet wurde, war unter der Woche von Reeh zu diesem Kampf eingeladen worden. „Zunächst als Ergänzung“, so der Coach. Doch irgendwie war die 73-kg-Klasse der SUA am Samstag sehr dünn besetzt - und so kam Kühn zu seinem Erstliga-Debüt. Lange lag er gegen Danny Schünemann hinten - doch zwölf Sekunden vor Schluss machte er den Sieg mit einer tollen Technik perfekt. „Das war natürlich riesig für ihn - ich denke, der wächst jetzt gerade wieder ein Stück“, flachste sein Trainer. Kühns Sieg brachte Zähler Nummer acht - damit war der Heimerfolg amtlich. Es folgten drei weitere Punkte durch Jeroen Mooren, Daniel Lachmann und André Breitbarth - „jetzt können wir beruhigt nach Potsdam fahren“, so Reeh. waz witten


+++ 10.05.2010 Und die Siegesserie reißt nicht ab… +++

weiterhin die Tabellenführung für die 1. Damenmannschaft des JC 66 Bottrop…

 

Nach den ersten beiden Siegen in Hamburg ließen sich die Kämpferinnen um Teamleiterin Nicole Koppenborg auch von dem zweiten Kampftag nicht beirren und behielten am Ende doch klar die Oberhand.

In einer tollen Atmosphäre, die der Ausrichter des VFL Stade in die Halle gezaubert hatte, konnten sich die Mädchen wie bereits gewohnt gekonnt in Szene setzen.

Die Rollen der gegnerischen Mannschaften waren zu Beginn nicht ganz klar verteilt, so dass die Mannschaft aus Lübeck zunächst als der vermeintlich stärkere Gegner an diesem Kampftag eingeschätzt wurde.

 

In der ersten Begegnung gegen die Mannschaft vom Budokan Lübeck läutete Szaundra Diedrich in der Gewichtsklasse bis 70 kg nach einer souveränen Leistung den Kampftag mit einem ersten Sieg für den JC 66 ein. In der Klasse -78 kg ging das Team des JC ein wenig geschwächt ins Rennen, da aufgrund der Verletzungen von Katrin Reißberg und der beim letzten Kampftag hoch gesetzten, und so stark kämpfenden Katharina Gutmann, mit Linda Kloßak eine ebenfalls noch verletzt geschwächte Kämpferin auf die Matte gehen musste. Nach einem guten und zunächst ausgeglichenem Kampf, unterlag Linda ihrer Gegnerin aus Lübeck, so dass den Lübeckern kurzfristig der Ausgleich gelang.

Danach sollte es aber in gewohnter Form weiter gehen. Denn Julia Rotthoff gelang in der Klasse – 48 kg der schnellste Sieg der beiden Begegnungen aus Bottroper Sicht, nachdem sie ihre Gegnerin nach nur 32 Sekunden mit einem Schulterwurf bezwang.

Darauf folgte ein vorzeitiger Sieg in der Klasse + 78 kg durch Gerdien Kupers. Im folgenden Kampf ging nach langer Verletzungspause erstmalig wieder Julia Loselein bis 63 kg auf die Matte und hielt allen Erwartungen stand, indem sie ihre Gegnerin vorzeitig bezwang.

Damit stand der Sieg der Bottroper Frauen bereits fest, so dass die ebenfalls vorzeitigen Siege von Sina Felske in der Klasse bis 57 kg und Maureen Siegmann, die in der Klasse bis – 52 kg auf die Matte ging, reine Schönheitskorrekturen des Ergebnisses waren. Am Ende gingen die Bottroper Frauen jubelnd mit einem 6:1 Sieg von der Matte.

In der anschließenden Begegnung gegen den Ausrichter des VFL Stade musste der JC sein Team aufgrund der Verletzung von Linda Kloßak ein wenig umstellen.

Doch zunächst punktete Szaundra Diedrich in der Klasse bis 70 kg wie gewohnt souverän, bevor mit Lisa Kaziur eine ausgewogene 63 kg Kämpferin in die Klasse bis 78 kg rutschte, um das verletzungsbedingte Loch in der Aufstellung zu schließen, dann aber vorzeitig unterlag.

Wie in der ersten Begegnung stand es auch nun wieder 1:1 unentschieden, bevor Julia Rotthoff im Leichtgewicht auf die Matte ging. Diesmal musste sich Julia mit der starken Kämpferin Kogro, messen und bot den Zuschauern nach 5 Minuten herzzerreißendem Kampf ein Unentschieden, so dass es auch nach dieser Begegnung beim Stand von 1:1 blieb.

Auch Gerdien Kupers gelang ein Blitzsieg durch Schulterwurf nach nur 36 Sekunden. Durch den weiteren Sieg von Julia Loselein in der Klasse – 63 kg, ging in der zweiten Begegnung bis 57 kg Rike Ruhwinkel auf die Matte. In dem zweiten Kampf, die über die volle Kampfzeit von 5 Minuten ging, gelang Rike eine Wertung für eine Kontertechnik, die sie über die Zeit bringen und damit den zweiten Sieg des JC einläutete. Vor dem abschließenden Kampf von Maureen Siegmann in der Klasse bis 52 kg stand es bereits 4:1 für den JC 66, so dass der Sieg der Kämpferin aus Stade in dieser Gewichtsklasse nicht mehr von Bedeutung für das abschließende Ergebnis von 4:2 war.

 

Die Mädchen haben eine gewohnt beherzte und engagierte Einstellung und Leistung gezeigt.

 

Im Vorfeld gab Teamleiterin Nicole Koppenborg in einem Interview mit dem Trainer des VFL Stade die Marschrichtung ganz deutlich vor: Unser Saisonziel ist es, um den Aufstieg mitzukämpfen. Dazu gehören zwei Siege und vier Punkte, die wir an diesem Abend mit nach Hause nehmen wollen.“

Und am Ende stellte sich heraus, dass das nicht zu hoch gepokert war. Auch wenn man um die noch schweren Aufgaben, die vor dem Team liegen weiß…man ist wieder ein Stück weiter gekommen und hält nach wie vor die Tabellenführung… Nicole Koppenborg für den JC 66 Bottrop



+++ 09.05.2010 Niederlage in Spremberg kostet Tabellenführung+++

 

Spremberger Mannschaft sorgt für erste Niederlage beim JC 66 seit zweieinhalb Jahren. Nun auf Platz zwei.

 

Das hatten sich die JC 66 – Cracks anders vorgestellt. Als Meister der Jahre 2007 bis 2009 reiste das Team als leichter Favorit auch in die Lausitz. Die 5 zu 8 Niederlage gegen den letztjährigen Vizemeister KSC ASAHI Spremberg sorgte für eine kleine Ernüchterung im erfolgsgewohnten Bottroper Team.

 

„Ich kann meinen Jungs keinen konkreten Vorwurf machen. Am Ende war die Niederlage leistungsgerecht. Beide Teams stehen sich auf Augenhöhe gegenüber. Kleinigkeiten entscheiden hier Kämpfe. Und die waren heute mal nicht auf unserer Seite. Auch damit muss ein Top-Team umgehen können.“ resümierte der Bottroper Chef-Coach Frank Urban sachlich nach der bitteren Niederlage.

 

Im ersten Durchgang hatten die Bottroper in den Gewichtsklassen – 60 kg (Ngoy verliert gegen den Briten Greg Varey), - 81 kg (Möller unterliegt Korb), - 90 kg (Niederlage durch Isaev gegen den Briten Burns) und im Schwergewicht (Pahnke verliert gegen Lecher) das Nachsehen. Teamkapitän Wallerich erkämpfte ein starkes Unentschieden gegen Rex (- 73 kg). Siege schafften nur Gussenberg (- 66 kg gegen Prochnow) und Danny Meeuwsen (-100 kg gegen Fohri). Mit einem 2:4 ging es in die Pause.

 

„Wir lagen nicht zum ersten Mal nach dem ersten Durchgang zurück. Die Mannschaft ist aber stark genug, Rückstände auszugleichen und sogar in Siege zu drehen. Wir haben klare Worte in der Kabine gesprochen und das Team etwas umgestellt. Die Aufstellung war so gewählt, dass wir noch eine Siegchance hatten.“ so Urban weiter. Es hat nicht gereicht. Auch im zweiten Durchgang wurden vier Kämpfe verloren. Die Stärke ihrer Gegner mussten Wallerich (-73 kg gegen Rex), Grothaus (-81 kg gegen Göpfert), Möller (-90 kg gegen Burns) und Jauk (-100 kg gegen Gottwald) anerkennen. Ngoy (- 60 kg gegen Varey), Dominik Gosens (-66 kg gegen Schultze) und Danny Meeuwsen (+ 100 kg gegen Lecher) holten drei Zähler für den JC 66 zum Endstand von 5:8.

 

„Na klar tut so eine Niederlage weh. Wir wollten gewinnen und oben bleiben. Dass es ganz eng wird, war klar. Die Spremberger haben sich getragen von dem nicht zu jeder Zeit fairen Publikum in einen Rausch gekämpft. Wir waren nicht in der Lage in den wichtigen Momenten dagegen zu halten. Drei Kämpfe können auch anders ausgehen. Es gab keine einzige Fehlentscheidung, die ein oder andere Passivitätsstrafe mehr hätte es aber gegen die Spremberger geben können, dann kann das Ganze einen anderen Verlauf nehmen. Aber am Ende müssen unsere Jungs Strafen deutlicher einfordern, wenn sie nicht gegeben werden. In diesem taktischen Bereich machen wir noch zuviele Fehler, da müssen wir besser werden. Insofern müssen wir die Schuld bei uns suchen. Wir werden hieran arbeiten!“ akzeptiert Urban die Niederlage gegen ein an diesem Tag bärenstarkes Team, ohne wirkliche Schwächen.

 

„Schade war, dass die Spremberger, mit denen wir uns sehr gut verstehen, heute sehr fanatische Fans auf der Tribüne hatten. Der Fanclub aus den vereinseigenen Abteilungen Volleyball und Fußball feuerte nicht nur das Spremberger Team lautstark an, unser Team wurde wüst beschimpft, verunglimpft, verhöhnt und wann immer es eine gute Szene von uns gab ausgepfiffen. Das ist im Judo, wo es immer um Disziplin, Toleranz und vor allem um Respekt vor seinem Gegner geht, voll daneben. Die Judokas haben sich von den eigenen Fans deutlich distanziert und sich für das beschämende Verhalten entschuldigt. Damit war das für uns ok. Wir wünschen den Sprembergern, dass sie das Problem schnell in den Griff kriegen. Denn insgesamt macht das Team eine tolle Arbeit!“ fasst Team-Manager Tapper die Stimmung in der Halle zusammen.

 

Insgesamt also ein ungewöhnlicher Kampftag auf allen Ebenen. Nun stehen die Bottroper auf dem 2. Tabellenplatz und müssen sich direkt im nächsten Heimkampf am 12. Juni gegen den neuen Tabellenführer SV Motor Babelsberg beweisen.


+++ 07.05.2010 JC 66 – Härtetest in Brandenburg+++

 

In der 2. Judobundesliga der Männer kommt es am Samstag in Spremberg zum Aufeinandertreffen des letztjährigen Meisters und des Vizemeisters.

 

Als aktueller Tabellenführer und Meister 2009 reisen die Urbanschützlinge bereits am Freitagabend nach Spremberg. Die frühe Anreise hat zwei Gründe. Der Trainer Frank Urban erläutert sie so: „Zum einen sind wir in diesem Jahr durch unplanbare Verkehrsumstände bereits am ersten Kampftag fünf Minuten zu spät erschienen. Die Regel erlaubt ein Zuspätkommen nur einmal je Saison. Zum anderen sollen die Jungs ausgeruht in die Topbegegnung gehen.“

 

Der Samstag soll dann zur Regeneration von der Fahrt dienen. „Wir werden ausschlafen, uns dann etwas die Beine vertreten und dann gezielt auf die Begegnung vorbereiten.“ Beschreibt der Trainer den Reiseplan weiter. Um 17:00 Uhr müssen die Männer erst zur Waage, Kampfbeginn ist um 18:00 Uhr.

 

Frank Urban, der bei den ersten beiden Kampftagen fehlte, weil er parallel andere Aufgaben wahrnehmen musste, muss auch diesmal wieder improvisieren. „Ich werde diesmal dabei sein können, obwohl die IDEM (int. Deutsche Einzelmeisterschaft) in Berlin stattfindet. Ich werde aber rechtzeitig zum Kampfbeginn in Spremberg sein können.“ Der Trainer kann dabei am Samstag beinahe aus dem Vollen schöpfen. „Mir fehlen zwei Stammkämpfer, die beide in einer Gewichtsklasse kämpfen. Das ist zwar schade, wir haben aber bereits eine sehr gute Lösung entwickelt. Ich bin überzeugt, dass die beiden Ausfälle kompensiert werden und überdies ein paar Überraschungen für den Gegner bieten.“ so Urban weiter. Welche Kämpfer fehlen, wird natürlich nicht verraten, schließlich will sich das Teammanagement nicht in die Karten schauen lassen.

 

Spremberg steht unter Druck. Am zweiten Kampftag gab es gegen den SV Motor Babelsberg im Brandenburg-Derby eine herbe 4:9 – Niederlage. Eine weitere Niederlage kann sich das Team in dieser Saison nicht erlauben, wenn das gesteckte Ziel „Erreichen der Relegation“ sicher geschafft werden soll. „Vor heimischem Publikum sind die Spremberger richtig stark. Einer Niederlage werden die nicht so ohne Weiteres zustimmen. Unser Team ist aber nicht unbedingt auswärtsschwach. Die letzte Auswärtsniederlage stammt aus dem Jahre 2007, das ist beinahe drei Jahre her.“ strahlt auch der Teammanager Tapper Zuversicht für den Spitzenkampf in Spremberg aus.

 

„Die Jungs müssen am Samstag beweisen, was sie können. Eine Einstellung wie gegen Knorr wird nicht genügen. Das wissen die Jungs aber auch und sind hochmotiviert.“ ergänzt der 66-Präsident Assmann, der das Team ebenfalls wie immer begleiten wird. Gegen 20:00 Uhr sind alle schlauer. Dann steht das Ergebnis in Spremberg fest!jc 66 bottrop


+++ 06.05.2010 Motivation ist futsch +++


Von Andree Hagel
(WAZ) Den genauen Tag weiß er gar nicht mehr, aber es war im Februar 1965, als er in Bulmke im Hüller Hof eines von sieben Gründungsmitgliedern des Judo-Clubs Koriouchi Gelsenkirchen war – hervorgegangen aus der Werkssportgruppe der Rheinstahl-Eisenwerke. Seitdem, also seit fast 46 Jahren, war Reinhard Woelk an der Spitze des Klubs, meistens als Präsident, mindestens immer als Vize-Präsident. Nun hat sich der 66-Jährige (zumindest ein bisschen) zurückgezogen und die Verantwortung in die Hände von Erhan Baz gelegt.
Warum? „Ach“, sagt Reinhard Woelk. „Ich bin nicht mehr motiviert. Es geht nur noch um Kohle, das ist nicht mehr meine Welt.“ Seine Welt wird der Judo-Sport aber bleiben, der Träger des 7. DAN wird weiterhin als Jugendtrainer sowie auch in der Talentsichtung und -förderung arbeiten. Daher wisse er auch, dass es genügend Talente gebe. „Aber die“, sagt Reinhard Woelk, „sind nicht bereit, maximale Leistung abzurufen. Die denken, sie trainieren zwei-, dreimal und sind dann Deutscher Meister.“
Es hat sich einiges gewandelt. Das war, als Erhan Baz 1977 – auf Drängen seines Vaters – mit dem Judo begonnen hatte, ganz anders. „Als er als kleiner Junge zu uns gekommen ist, habe ich ihn Knopfauge genannt“, sagt der ehemalige Präsident über den neuen. „Erhan war ehrgeizig“, sagt Reinhard Woelk. Und nicht nur Erhan Baz war ehrgeizig. Von dieser Sorte Sportler gab es mehrere, und deshalb stammen aus den Reihen des JC Koriouchi unter anderem auch vier Deutsche Meister: Günter Kaus, Björn Winkler, Jürgen Krause und Ulrich Griesdorn. Auf diese Athleten ist Reinhard Woelk mächtig stolz, allerdings steht in der Liste seiner schönsten Erlebnisse als Koriouchi-Chef ein anderes Ereignis unangefochten an erster Stelle: der Aufstieg der Mannschaft 1987 in die 1. Bundesliga. Und welches war das schlimmste Erlebnis seiner Amtszeit? „Der Abstieg“, sagt Reinhard Woelk. Das war 1990.
Von seinem Rücktritt als Präsident des JC Koriouchi, der momentan 120 Mitglieder hat und in seinen besten Zeiten 250 Aktive hatte, verspricht sich Reinhard Woelk vor allem mehr Ruhe. „Mein Zeitfenster wird immer kleiner“, sagt der DM-Fünfte der 70-Kilo-Klasse von 1973 und 1974. „Soll ich mich noch aufreiben? Ich kann doch jetzt schöne Dinge mit meiner Frau machen.“ Apropos. „Der größte Sponsor des Vereins war meine Frau“, sagt Reinhard Woelk, der vor seiner Judo-Laufbahn zwischen dem zehnten und 15. Lebensjahr Fußballer bei der SG Eintracht war. „Sie hat mir immer frei gegeben.“
Überredungskunst
Nun hat er sich sozusagen selbst frei gegeben und Erhan Baz, der ohnehin schon zusammen mit Peter Büteröwe Vize-Präsident war, noch enger eingebunden. Bedurfte es großer Überredungskunst? „Nein“, sagt Reinhard Woelk. „Na klar“, sagt Erhan Baz. „Eigentlich fehlt mir die Zeit.“ Und warum macht er es dann? „Der Verein hat mir unheimlich viel gegeben, die ganze Zeit. Er ist ein Stück von meinem Leben“, sagt der 40-Jährige, der seit 1993 neben der türkischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft hat. Er fühle sich schlicht verpflichtet und sagt, dass er gerne eine Alternative unterstützt hätte. „Aber es gab ja keine.“
Seinen Vorgänger kennt Erhan Baz nicht nur als Präsidenten, sondern vor allem auch als Trainer – im Verein und im Nordrhein-Westfälischen Judoverband. „Ich war 18 Jahre Landestrainer“, sagt Reinhard Woelk, und einer seiner Athleten war halt auch Erhan Baz, der einst im Halbmittelgewicht (78 kg) Westdeutscher Vize-Meister der Junioren und eigentlich für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert war. Aber damals fehlte ihm der deutsche Pass.
Balgerei im Hintergrund
Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Erhan Baz bereits ausschließlich aufs Judo konzentriert. Das war nicht immer so. „Ich wollte unbedingt Fußball spielen“, sagt er und erinnert sich, dass es sehr lange gedauert habe, bis er seinen Vater überredet habe. Nach drei Jugend-Jahren beim TuS Rott­hausen war aber Schluss. „Da hat mir“, sagt er, „etwas gefehlt, das man beim Judo immer hat: der direkte Vergleich.“ Dieser direkte Vergleich also, der auch Reinhard Woelk vom Fußball zum Judo gebracht hatte: „Die Balgerei, das war was für mich.“ Und zwar nicht nur auf der Matte. Ab sofort balgt sich der ehemalige Boss des JC Koriouchi aber mehr im Hintergrund. waz gelsenkirchen

 


+++ 05.05.2010 Mit Losglück bald weit vorne +++


„Ich will zur U 17-Europameisterschaft (25. bis 27. Juni in Prag)“, sagt Kasper. Vorher, an diesem Wochenende in Berlin, geht es um die Internationale Deutsche Einzel-Meisterschaft (IDEM). Wer solche Zielsetzungen hat, der muss einfach mit den Besten trainieren. Die Qualifikation für die Titelkämpfe in der Hauptstadt war schwer genug, wie die amtierende Westdeutsche Meisterin der U 20 (!), also der nächsthöheren Altersklasse, hervorhebt: „Es gab nur wenige Plätze.“ Die Teilnehmerzahl für die IDEM war reduziert worden, es brauchte sehr gute Leistungen und Platzierungen, um überhaupt nominiert zu werden. Kasper hat das geschafft.

„Sarah hat einen sehr großen Willen“, lobt Trainer Stefan Oldenburg seine Kämpferin. „Dazu ist sie technisch sehr variabel, sie kann auch zu allen Seiten werfen.“ Mit ein bisschen Losglück könne Kasper bei der IDEM sehr weit vorne landen, meint Oldenburg. Doch selbst wenn sie die EM verpassen sollte, so wird Kasper auf jeden Fall in der Annener U 17-Mannschaft und im Frauen-Oberliga-Team weitere wichtige Erfahrungen sammeln.
Ganz große Hoffnung

Und später will sie auch in der 1. Bundesliga Hand anlegen. Bei der SUA-Bundesliga-Saisonpremiere saß die Hattingerin am Mattenrand und schaute sich schon einmal die Kniffe und Tricks der Judoka der deutschen Spitzenklasse ab. Irgendwann will auch sie kräftig zupacken und einen internationalen Titel abgreifen: „Europameisterin“, antwortet sie auf die Frage nach dem Nah-Ziel und sagt dann lächelnd, leicht verlegen: „Das können Sie wieder streichen.“ Tun wir aber nicht, denn Sarah Kasper gilt bei der SUA als eine ganz große Hoffnung, die Miriam Dunkel und Christin Eberhardt, die mittlerweile im Bundesligakader angekommen sind, nachfolgen kann. Und so selbstbewusst, wie Kasper auftritt, könnte es auch mit dem internationalen Titel bald was werden. Wetten, dass . . . ? su witten-annen

 


+++ 04.05.2010 Gold und Silber für PSV in Brüssel +++

Mit Gold und Silber kehrten die PSV Judokas Barbara Ransiek und Jürgen Wagner von den internationalen Meisterschaften von Belgien der Masters aus Brüssel zurück.
Über sieben Nationen waren auf den internationalen Meisterschaften in Brüssel vertreten. Die weiteste Anreise hatte das Team aus der Ukraine.
Barbara Ransiek und Jürgen Wagner, die eine Woche zuvor mit Gold für Ransiek und Silber für Wagner von den Deutschen Einzelmeisterschaften aus Heilbronn zurück kamen, gelangten auch diesmal ins Finale für die internationalen beligschen Meisterschaften. Beide Kämpfer/innen starteten jeweils eine Gewichtsklasse höher.
Im Endkampf der Gewichtsklasse über 78 kg traf Barbara Ransiek auf die Belgierin Regine Charlot. nach einem abwechslungsreichem Kampf konnte keine Kämpferin eine Wertung erreichen, sodass die Verlängerung über den Sieg entscheiden musste. Hier konnte Charlot Barbara Ransiek mit einer Hüfttechnik überraschen, sodass Barbara Ransiek Silber gewann.
Nach Siegen über den Holländer Peter Heijboer und dem Belgier Marc Mertens stand Jürgen Wagner wie im Vorjahr im Finale in der Gewichtsklasse bis 90 kg.
Hier stand er Luc Bisiau gegenüber, der in Deutschland kein Unbekannter ist, da dieser früher jahrelang für Köln und Brühl in diversen Ligen gekämpft hatte.
Nach einem verhaltenen Beginn beider Kämpfer konnte Jürgen Wagner eine Fußtechnik von Bisiau kontern. Für die Kontertechnik erhielt Jürgen Wagner einen vollen Punkt , sicherte sich so  vorzeitig Gold und freute sich über die Titelverteidigung. psv bochum

 


+++ 02.05.2010 6:7 - SUA verliert zum Saisonauftakt in Hamburg +++

Von Dietmar Bock
WITTEN Beim amtierenden deutschen Vize-Meister Hamburger JT unterlag die ersatzgeschwächte SU Annen zum Saisonstart der Judo-Bundesliga, Gruppe Nord, unglücklich mit 6:7.

Neuzugang Florian Heimlich wurde dabei im zweiten Abschnitt der zum Remis in der Mannschaftswertung fehlende Punkt förmlich geklaut. Sein passiver Gegner erhielt die fällige zweite Verwarnung nicht und mithin die SUA auch nicht den wichtigen Zähler.
Die Wittener Vorstädter hatten die Begegnung jedoch schon im ersten Durchgang aus den Händen gegeben. Zum einen enttäuschte der aufgerückte Marvin de la Croes restlos, indem er die taktische Anweisung seines Trainer ignorierte: "Ich hatte ihn ausdrücklich vor Villwock´s Übergang vom Stand- in den Bodenkampf gewarnt", so Andreas Reeh.

Stefan Oldenburg gibt einen Zähler ab

Zum anderen gab auch Stefan Oldenburg einen Zähler ab, den der Coach nie und nimmer auf Seiten der Hamburger gesehen hatte. "Ein Unentschieden, wenn nicht sogar einen Sieg von Oldi", rechnete Reeh vor. Überrascht war er zudem von der taktischen Variante der Hamburger: "Dass sie Armen Narzayan zu Beginn hochziehen, hatte ich nicht erwartet."
"Das 2:5 zur Pause war natürlich doof", urteilte der SUA-Coach, der jedoch weiß, dass man einen solchen Rückstand noch egalisieren oder gar drehen kann. Sein Team bewies das schon des Öfteren. Nur: "Dann muss im zweiten Abschnitt alles passen." Passte es aber nicht. Nach den planmäßigen Erfolgen durch André Breitbarth und Albert Fercher folgte die "heimliche Punktklauerei" und damit der Knackpunkt.

Reehs Fazit: "Das war eine ganz starke Leistung"

Zudem blieb die Überraschung des gleich um zwei Klassen aufgerückten Neuen Johannes Karsch aus. "Der ist verrückt", entlockte es Reeh, "der geht ab wie ein Zäpfchen und will jeden werfen." Der Ex-Braunschweiger hatte nur Pech, dass sein Waza-Ari-Wurf nicht gewertet und er anschließend gehalten wurde.
Der Rest verlief dann planmäßig, zum Leidwesen der Gäste, die aufgrund ihres immensen Aufwands zumindest ein Remis verdient gehabt hätten. "Unter der Konstellation, wie wir sie in Hamburg hatten, war das eine ganz starke Leistung", so des Trainers Fazit. ruhr nachrichten witten
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