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Juni 2008

 

+++ 30.06.08 Masters-Gold für Nina Koch +++

 

Ulla Loosen gewinnt zwei WM-Titel

 

Lüdenscheid,

(zub/tom) Zweimal Gold und einmal Silber - das ist die sensationell gute Ausbeute von Ulla Loosen aus Lüdenscheid und ihrem Partner Wolfgang Dax aus Bonn bei der 10. Judo-Weltmeisterschaften der Senioren, die kürzlich in Brüssel stattfand.

Insgesamt waren 150 Paare in der belgischen Hauptstadt am Start, die in sieben Kata's um die Medaillen kämpften. Bei dieser Meisterschaft, die wieder mit internationalen Größen der Judoszene gespickt war, wurden Frauen-, Männer- und Mixed-Paare getrennt bewertet.

In Brüssel ging das Kata-Duo aus Lüdenscheid und Bonn-Beuel in drei Kategorien an den Start: Ju-no-Kata, Itsutsu-no-Kata und Koshiki-no-Kata. Bei ihrem ersten gemeinsamen internationalen Auftritt überzeugten Wolfgang Dax und Ulla Loosen durch ihre hohe Präzision in der Technik gepaart mit ausstrahlender Harmonie in der Performance. Bei der Ju-no-Kata liefen sie unter neun Mixed-Paaren von Startplatz eins zum unangefochtenen Sieg - das Silberpaar folgte mit 17 Punkten Rückstand. Aufgewertet wird die Leistung durch die Tatsache, dass das zurzeit weltbeste Frauenpaar aus Japan vor der gleichen Kommission an den Start ging und von Loosen und Dax um zwei Punkte überboten wurde.

Hohe Trainingsintensität

Die beiden anderen Katas hatte das Duo Loosen/Dax erst kürzlich ins Programm aufgenommen, durch eine hohe Trainingsintensität erreichten sie aber in kurzer Zeit ein hohes Niveau. Die Vorführung der sehr symbolträchtigen Itsutsu-no-Kata - hier werden fünf Naturgesetze dargestellt - brachte Platz eins ein mit großem Abstand zu den folgenen Paaren.

Sehr eng beieinander lagen die Spitzenpaare in der Koshiki-no-Kata. Bei der Form der antiken Selbstverteidigung mussten Loosen/Dax einem weiteren deutschen Paar den Vortritt lassen - um nur sieben Zehntel Punkte. westfälische rundschau

 

+++ 30.06.08 Masters-Gold für Nina Koch +++

Castrop-Rauxel/Brüssel. Nina Koch von den Judoka Rauxel gewann bei den "World Masters Championships" in Belgien die Goldmedaille in der Altersklasse 30 bis 34 Jahre.

Bei den 10. World Masters Championships der "Judo-Veteranen" über 30 Jahre erkämpfte sich Nina Koch in Brüssel die Goldmedaille in der Gruppe F1 (30-34 Jahre; Gewichtsklasse -78 Kg).

Nina Koch, Trainerin der Judoka Rauxel und Regionalliga-Kämpferin des DSC Wanne-Eickel, gewann ihre drei Kämpfe alle vorzeitig und sicherte sich damit die Goldmedaille. Dabei demonstrierte die Castrop-Rauxeler Sportlerin des Jahres 2007 einmal mehr, dass ihre Stärke momentan der Bodenkampf ist.

Gegen ihre erste Konkurrentin aus Brasilien blieb die Partie im Stand offen. Nach einem Wurfansatz ging Nina aber schnell in den Bodenkampf über und erarbeitete sich einen Armhebel. Als dieser nicht den gewünschten Erfolg brachte, wechselte Nina Koch zu einem Haltegriff und gewann. Anschließend warf Nina ihre Gegnerin aus Kroatien mit einer Außensichel und übernahm erneut mit einem Haltegriff.

Die finale Partie gegen Daniela Vorderwisch aus Bochum beendete Nina Koch wie schon zwei Wochen zuvor bei den Deutschen Meisterschaften Ü30 mit ihrer favorisierten Bodentechnik. Mit einem Sankaku-Dreher erarbeitete sie sich den Haltegriff.

Dennoch musste Nina Koch eine Niederlage hinnehmen. Außer Konkurrenz kämpfte sie noch gegen eine Judoka der Altersklasse F2. Leider unterlag Nina in der Verlängerung (Golden Score) der Bundesliga-Kämpferin Ilka Gißelmann nach einem unkonzentrierten Wurfansatz. waz castrop-rauxel

 

+++ 29.06.08 Abschied von einem Spitzenplatz +++

Dietmar Mauer

Die Bundesliga-Judoherren der SU Annen müssen - zunächst einmal - kleinere Brötchen backen. Durch die 4:8-Niederlage gegen den Vize-Meister JC 90 Frankfurt/Oder ist der erste oder zweite Platz in der Nordgruppe nur noch in der Theorie möglich.

Beide Mannschaften konnten am Samstagabend im Dojo am Kälberweg am ersten Ferienwochenende vor nur etwa 250 Zuschauern nicht ihre beste Formation aufbieten. Unter anderem kam der zunächst geplante Einsatz des Annener Olympiateilnehmers Benjamin Behrla nicht zustande. Bundestrainer Frank Wienecke hatte am Donnerstag angerufen und darum gebeten, den Peking-Fahrer nicht einzusetzen. Die Annener erfüllten diesen Wunsch. Dennoch herrschte vor Kampfbeginn keineswegs triste Hoffnungslosigkeit. „Auch bei den Frankfurtern fehlen einige. Mal schauen, was heute dabei herauskommt", sagte Andreas Reeh, der wie gewohntmit Holk Silbersack die Annener betreute. Und bis zur „Halbzeit" deutete sich auch noch kein Sieger an. Zum Einschwören auf einen erfolgreichen Annener Judo-Abend besiegte Marvin de la Croes (90 kg) seinen Angstgegner Robert Zimmermann nach Punkten. Kai Kirbschus (73 kg), zuletzt in der Regionalliga auf der Matte, musste bei allem Engagement erkennen, dass die Bundesliga eine andere Hausnummer ist. Auch Alexander Rohr (100 kg) verlor. Marcello Greco (+ 100 kg), der noch nie gegen den einen Kopf größeren Sebastian Bähr gewonnen hatte, erfüllte die Trainerhoffnungen mit einem verdienten Unentschieden. Das hatten Silbersack/Reeh auch von Martjin van Oostrum (66 kg) erhofft. Ein Beinfasser des Frankfurters Michael Rex machte diesen Hoffnungen zunichte. Dafür überzeugte Marcel Haupt (60 kg) mit seinem Sieg über Paul Schäfer. Der hoch motivierte Christophe Lambert (81 kg) beherrschte im letzten Kampf des ersten Durchgangs Lukas Blach nahezu nach Belieben und sorgte für den 3:3-Zwischenstand.

Drei Kämpfer mussten die SUA-Trainer nach dem Reglement nun austauschen. Sie nahmen vier Wechsel vor. Nur Marvin de la Croes (jetzt in der 100-kg-Klasse), Marcello Greco und Marcel Haupt blieben dabei. Christophe Lambert, der sich am Donnerstag im Training eine Schulterverletzung zugegogen hatte, bat darum, nicht mehr eingesetzt zu werden. Für ihn kam Stefan Oldenburg. Robby van Laarhoven rückte in die 90 kg-Klasse nach. Hier wäre der frühere Frankfurter Florian Neumann eine Alternative gewesen. „Er sagte aber, dass er weder gegen Zimmermann noch Pille je gewonnen habe", erklärte Andreas Reeh den Verzicht. In der 73-kg-Klasse rückte Florian Hahn ins Team, in der 66-kg-Klasse gab Steffen Lang sein Bundesligadebüt. Die Hoffnungen erfüllten sich aber nicht. Es nutzte nichts, dass die Annener Fans beim Kampf von Martijn van Laarhoven gegen Robert Zimmermann lautstark, aber vergeblich eine Bestrafung des Frankfurters wegen des Verlassens der Matte forderten. Und auch Marvin de la Croes sahen sie beim Unentschieden gegen Thomas Pille benachteiligt. Florian Hahn blieb unter seinen Möglichkeiten und verlor. Als auch Marcello Greco von Fred Finzelberg ausgekontert wurde, blieb beim 3:6 nur noch ein Fünkchen Hoffnung auf ein Unentschieden. Die nährte der erneut überzeugende Marcel Haupt mit seinem vorzeitigen Sieg. Ebenso vorzeitig verloren aber Steffen Lang (nach 20 Sekunden) und Stefan Oldenburg anschließend. Andreas Reeh: „Wir haben zwei Punkte gegen ein Spitzenteam verloren. Jetzt müssen wir zusehen, dass wir noch unter die ersten Vier kommen. Wenn alle Mann an Bord sind, ist das auch möglich." waz witten / online Weitere Fotos vom Bundesliga-Kampf unter www.derwesten.de/witten

 

+++ 29.06.08 Braunschweig nutzt die Gunst der Stunde +++

Dietmar Mauer

Die Mannschaft der Stunde in der Nordgruppe der Judo-Bundesliga ist der Braunschweiger JC.

 

Die Niedersachsen, gegen die die SU Annen zum Saisonauftakt im Dojo am Kälberweg 6:7 verloen hatten, sind seit dem vergangenen Wochenende alleiniger Tabellenführer. Sie gewannen den Spitzenkampf gegen den bis dahin punktgleichen UJKC Potsdam mit 7:4, wobei die Postdamer aber weitgehend ohne ihre polnischen Klasse-Judoka angetreten waren.

 

Nicht nur in der Bundesligagruppe Nord, die nun bis Ende August eine Olympia-Pause einlegt, blicken die Judo-Fans zurzeit nach Braunschweig. Am kommenden Wochenende steht die Stadt auch im internationalen Fokus des Judosports. Die Weltelite trifft sich zu den Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDEM) in der Volkswagen-Halle am Europaplatz. Auch die Bundesliga-Herrenmannschaft der Annener wird auf den Matten in Braunschweig zahlreich vertreten sein. Benjamin Behrla, Christophe Lambert, Jeroen Mooren, Marcello Greco, Marcel Haupt, Stefan Oldenburg, Steffen Lang, Tobias Panke und André Nagel werden sich mit der internationalen Konkurrenz messen. Aus dem Annener Damen-Bundesligakader tritt die Niederländerin Dani Libosan an. waz witten

 

 

+++ 26.06.08 TSV Hagen 1860 darf Judo-Pokal jetzt behalten +++

Hagen. (wp) Knapp 100 Teilnehmer aus fünf Hagener Vereinen und eine Gastmannschaft aus Berlin nahmen an der Judo-Stadtmeisterschaft teil, die der TSV Hagen 1860 in der Karl-Adam-Sporthalle in Vorhalle ausgerichtet hat. ...

 

... Mit 35 Startern sicherte sich der Ausrichter und Titelverteidiger auch dieses Jahr den Pokal und darf ihn nun behalten. Mit elf Startern kam der Judo Klub Hagen auf Rang drei.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Hans-Dieter Fischer eröffnete die Fachschaftsleiterin Andrea Haarmann die Veranstaltung. Die jüngste Kämpferin und der jüngste Kämpfer bekamen vom Stadtsportbund einen Fußball - passend zur EM - ausgehändigt. Der neue Pokal wurde durch die SSB-Sportjugendchefin Leni Hildebrand überreicht. Die Berliner Gäste wurden außer Konkurrenz gewertet.

Folgende Hagener konnten sich den Stadtmeistertitel sichern: Olivia Rubelt, Laura Bätge, Sinja Gördes, Lisa Schilling, Vivian Vogel, Timo Semme, Gina Veit, Elena Scheele und Florian Döhnel (alle TV Hohenlimburg), Nora Naeve, Ole Grams, Désirée Haarmann, Justin Ziegler, Denis Schwindt, Fabrice Haarmann, Marco Döhring und Lisa Naeve (alle Judo Klub Hagen), Annika Isken, Alexis Volkmann, Marcel Bernat, Fabian Reichelt, Merjema Bajramovic, Tabitha Ellinghaus, Miriam Schubert, Lisa-Marie Müller und Felix Beckmann (alle TSV Hagen), Lennard Reiling, Ivy Langhof und Rahel Krause (alle TuS Volmetal), Juan Carlos Verlade (TSV Dahl).

Zweite Plätze belegten Imke Hoffmann, Aisa Bajramovic, Cassandra Probe, Aline Volkmann, Lara Domaradzki, Marvin Probe, Lara Bätz, Nadine Isken, Isabel Bernat, Maike Wrede, Natalia Welk, Daniela Keil, Tabea Cenek und Dorian Lübeck (alle TSV Hagen, Birte Naeve (Judo Klub Hagen), Merle Landsiedel, Leesa Böhmer, Jason Veit, Nico Gördes, Sven Oschmann und Philip Kopetzki (alle TV Hohenlimburg), Kevin Wrobel (TuS Volmetal). Dritte Plätze gingen an Vanessa Ziegler und Charline Fischer (Judo Klub Hagen), Kira Gördes (TV Hohenlimburg), Julia Hert, Laura Schulz, Fionna Schülke, Jonas Mette, Fabian Brauckmann, Alexander Modrzewski, Christopher Hannig und Ben Joy Muin (alle TSV Hagen), Annika Okon, Lara Obereiner und Kay Dramsch (alle TSV Dahl), Tim Mickenhagen, Anna-Lena Pacht und Tim Wrobel (alle TuS Volmetal). westfalen post

 

 

 

+++ 26.06.08 Joana Euwens sichtet Talente für den Verband +++

Bottrop Die Kämpferin von Adler 07 Bottrop leitet demnächst das Stützpunkttraining für U 14 Mädchen.

Für Adler 07 Bottrop steht Joana Euwens bereits seit sechs Jahren als Judo-Trainerin auf der Matte. Ab 1. Juli ist sie auch als Bezirks-Trainerin im Bezirk Münster des Nordrhein-Westfälischen Judoverbandes (NWJV) bei der Talentsichtung und -förderung im Einsatz.

 

Mit sechs Jahren hatte die 19-Jährige mit dem Judosport begonnen, weil ihre Eltern der Meinung waren, Mädchen und Selbstsicherheit, das passe zusammen. Die ersten Kämpfe gewann Joana Euwens bei Stadtmeisterschaften. Später sammelte sie Medaillen bei deutschen Meisterschaften. Internationale Erfolge in Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Polen und Russland und ein fünfter Platz mit der Junioren-Nationalmannschaft bei Europameisterschaften runden die sportliche Bilanz von Euwens ab.

Vor zwei Jahren, als sie sich auf das Abitur vorbereitete, hatte Joana Euwens sich entschieden, im Leistungssport kürzer zu treten und sich auf ihre berufliche Zukunft zu konzentrieren.

Aber Judo nimmt auch heute noch einen großen Stellenwert in ihrem Leben ein. Sie trainiert verschiedene Altersgruppen im Verein und steht mit dem Damenteam der DJK Adler, das zum zweiten Mal in Folge aufgestiegen ist und für 2009 die 2. Bundesliga anpeilt, auf der Matte.

Jetzt, nach dem Abitur und mit dem Ausbildungsvertrag im Bankwesen in der Tasche, sichtet Joana Euwens für den Verband weibliche Judotalente unter 14 Jahren.

Beim Training will die erfahrene Kämpferin die Mädchen mit Spaß und Disziplin an den Leistungssport heranführen. Nach den Sommerferien wird Euwens das wöchentliche Stützpunkttraining für die U 14 im Talentzentrum Bottrop leiten. waz bottrop

 

+++ 25.06.08 Benjamin Behrla vor Olympia: "Ich bin in bester Form" +++

Benjamin Behrla Er ist 22 Jahre jung, Bundesliga-Judoka der SU Annen und schon Olympia-Starter: Benjamin Behrla. Im Gespräch mit RN-Mitarbeiter Dietmar Bock spricht der Youngster über seine Nominierung, seine Form und die Aussichten für die Spiele in Peking.

Groß war der Jubel bei Benjamin Behrla nach seiner Nominierung für die Olympischen Spiele in Peking.

 

Herr Behrla, wie haben Sie die hauchdünne Olympia-Nominierung aufgenommen?

Behrla: Das war ein super-gutes Gefühl! Echt Klasse!

Es war ein sehr knappes Rennen zwischen Ihnen und Michael Jurack. Was gab den Ausschlag zu Ihren Gunsten?

Behrla: Das wurde intern geregelt. Da haben nicht nur die erzielten Platzierungen den Ausschlag zu meinen Gunsten gegeben. Es war vor allem mein Kampfstil und die Tatsache, dass ich in diesem Jahr Top-Leute, echte Weltklasse-Judoka, geschlagen habe. Ich bin derzeit auch in bester Form.

Ihr Ziel in Peking?

Behrla: Hinfahren, beste Leistungen zeigen und sehen, was am Ende raus kommt.

Wie sieht Ihr weiterer Fahrplan in Richtung China aus, was die Vorbereitung angeht?

Behrla: Wir sind noch eineinhalb Wochen in Köln, dann folgt ein Test-Turnier in Braunschweig und direkt danach ein Trainingslager im gleichen Ort. Anschließend geht es für eine Woche in Köln weiter. Es folgen dann noch zehn Tage Trainingslager in Kiehnbaum nahe Berlin und ab dem 26. Juli dann noch einmal eine Woche Training in Köln. Danach geht es nach Peking. Und am 14. August bin ich dran.

Sieht man Sie am Samstag (28.6.) beim Bundesliga-Heimkampf gegen JC 90 Frankfurt/Oder oder werden Sie geschont?

Behrla: Das nächste Wochenende ist eigentlich mein letztes Wochenende hier, bevor ich nach Peking abreise. Von daher weiß ich noch nicht, ob ich am Samstag unbedingt kämpfen muss. Ich würde auch gerne einmal ganz Judo-frei machen... nrw witten

 

+++ 20.06.08 TuS-Judoka überzeugten Duo für die Europameisterschaft qualifiziert +++

Michael Topp IKZ

Iserlohn. An der Deutschen Einzelmeisterschaft der Ü30-Judoka in Bad Homburg nahmen mit Sergej Hamburg und Peter Zobel (beide 1. DAN) auch zwei Iserlohner teil.

Die Meisterschaften standen auf einem sehr hohen Niveau, alles, was im Judosport Rang und Namen hat, war unter den Augen des Präsidenten des Deutschen Judo-Bundes, Peter Frese, dabei.

Fast 400 Aktive aus ganz Deutschland kämpften um die Titel. Bei den Frauen wurde in sechs, bei den Männern in acht Altersklassen gekämpft. Die beiden Judo-Sportler des TuS Iserlohn starteten als jeweils älteste in ihre Gewichtsklassen (Zobel bis 73 kg, Hamburg bis 66 kg). Ihr Ziel: Teilnahme an den Europameisterschaften.

Nach anfänglichen Siegen verpassten Hamburg und Zobel mit knappen Niederlagen die Medallienränge, Sergej Hamburg belegte einen tollen fünften und Peter Zobel einen sehr guten siebten 7. Platz. Damit qualifizierten sich die Waldstädter für die Europameisterschaften vom 12. bis 14. November in Belgien. IKZ - Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung

 

+++ 18.06.08 Platz vier für die Arnsberg-Auswahl +++

Team von SUA-Trainer Karsten Flormann muss Münster knapp den Medaillenrang überlassen

JUDO NRW-VERGLEICHSKAMPF Herne. Beim NRW-Pokal, dem Vergleichskampf der fünf Judo-Bezirke, belegte die von SUA-Trainer Karsten Flormann betreute Arnsberger Auswahl mit den Annenern Jose Phillip und Phillip Krachtus den vierten Platz.

Mit dem Bezirk Köln stand gleich einer der stärksten Bezirke den Arnsbergern gegenüber. Nach 14 Kämpfen, der eine knapper als der andere, musste sich Arnsberg mit 4:7 geschlagen geben. "Die Kämpfer ließen nach dieser Niederlage aber die Köpfe nicht hängen und motivierten sich für den nächsten Vergleich mit Detmold", lobte Flormann. Hier brannte sein Team ein Feuerwerk ab und gewann 9:4. Diesen Schwung versuchten die Auswahlkämpfer gleich mit in die nächste Begegnung gegen Düsseldorf zu nehmen. Nach den ersten Begegnungen der leichten Gewichtsklassen lagen die Arnsberg aber bereits leicht hinten, holten zum Ende nochmals stark auf und mussten sich zum Schluss mit 5:7 knapp geschlagen geben.

Nachdem die Auswahl aus Münster ebenfalls gegen Köln und Düsseldorf Niederlagen einstecken musste und gegen die Auswahl aus Detmold einen hohen Sieg eingefahren hatten, stand bei der Begegnung Arnsberg gegen Münster mal wieder alles auf dem Spiel. Der Sieger würde mit der Bronzemedaille nach Hause fahren. Die Kämpfe verliefen ausgeglichen. Siegten die Münsteraner vorzeitigen legten die Arnsberger sofort mit einem Ippon nach. Nach 14 Kämpfen, wobei zwei Begegnungen unentschieden ausgingen, stand auf der Punktetafel 6:6 (Unterbewertung 60:60). Die Kampfrichter gaben ein Unentschieden bekannt.

Somit fiel die Entscheidung über die Bronzemedaille nicht mehr auf der Judomatte. Die sportliche Leitung musste nun die gewonnenen und verlorenen Kämpfe aus den anderen Begegnungen der beiden Bezirke vergleichen. Aufgrund einer minimal besseren Punkteverteilung aus den anderen Vergleichskämpfen wurde Münster Dritter. Karsten Flormann: "Nächstes Jahr wird die Entscheidung auf der Judomatte fallen und dann zu Gunsten Arnsbergs!" waz witten

 

+++ 18.06.08 Arnsberger U 20 unterliegt nur Köln +++

Vier Kämpfer des DSC Wanne-Eickel beim Turnier der Bezirksauswahl-Mannschaften

JUDO NRW-POKAL Gewehrt haben sich die U-20-Judoka des Bezirks Arnsberg nach Kräften, doch gereicht hat es nicht. Weil die von Sebastian Arnscheid und Volker Gößling betreute Auswahl gleich im Auftaktduell dem Bezirk Köln mit 4:5 unterlag, musste sie sich mit dem zweiten Platz beim NRW-Pokal, ausgetragen in der Halle im Sportpark Süd, begnügen.

Von der Niederlage ließ sich die hiesige Auswahl jedoch nicht aus dem Konzept bringen und bezwang das Team Detmold 12:2. Dann aber wurde es wieder richtig spannend: Die Vergleiche mit Düsseldorf und Münster endeten zwar jeweils 6:6, doch durch die bessere Unterbewertung setzten sich die Gastgeber durch und erreichten hinter Köln den zweiten Gesamtrang. Dahinter reihten sich Münster, Düsseldorf und Detmold ein.

Großen Anteil am guten Abschneiden der U 20 hatte Stefan Peters vom DSC Wanne-Eickel, der in der Klasse bis 60 Kilogramm drei seiner vier Kämpfe gewann. Je einen Sieg verbuchten Dennis Klaebe (+90 kg), Larissa Stange (+78 kg) und Andre Thom (-73 kg).

Die persönliche Bilanz des DSC-Judoka Ali Top, der beim NRW-Pokal der U 15 in allen vier Kämpfen zum Einsatz kam, liest sich zwar ordentlich, doch mit der Mannschaft reichte es nur zu Platz vier. Ali Top errang zwei Siege, ein Remis und kassierte eine Niederlage. Es siegte Köln vor Düsseldorf, Münster, Arnsberg und Detmold. roger waz herne

 

+++ 18.06.08 Bundesliga-Reserve zu stark für den PSV +++

Der Regionalliga-Neuling holte auch am zweiten Kampftag einen Sieg und eine Niederlage.

Wie schon am ersten Kampftag gab es für die Judokas vom PSV Duisburg auch am zweiten Kampftag der Judo-Regionalliga der Männer in Witten einen Sieg und eine Niederlage. Einem 5:2-Erfolg gegen den Vorjahresmeister VfL Hüls folgte eine erwartete 1:6-Niederlage gegen die zweite Garnitur des Erstligisten SU Witten-Annen.

Nach einer Verletzungspause wieder am Start war PSV-Kämpfer Tim Knobloch, der gegen Hüls in der Klasse bis 90 Kilogramm seinem Kampf nach 2:35 Minuten vorzeitig mit Ippon gewann. Aaron Hildebrand, hochgesetzt in die Klasse bis 100 Kilogramm, erhöhte mit Ippon-Wertung in der letzten Kampfminute auf 2:0. In der Kategorie bis 81 Kilogramm verlief der Kampf zwischen Sebastian Heupp und dem Niederländer Mark Weijers ausgeglichen. Erst kurz vor Kampfende gelang Weijers eine Koka-Wertung, die Sebastian Heupp nicht mehr aufholen konnte.

Beim Stand von 2:1 für den PSV musste auch Thomas Mikulski in der Klasse bis 73 Kilogramm gegen den zweiten für Hüls kämpfenden Niederländer Chiel Willems eine Niederlage hinnehmen. Marvin Piekarski wendete das Blatt wieder zugunsten des PSV, indem er in der Klasse bis 66 Kilogramm zwei Yuko- und eine Wazaari-Wertung sammelte. Alexander Freynik (bis 60 Kilogramm) erhöhte mit einem vorzeitigen Sieg zum vorentscheidenden 4:2. André Schubert holte in der Klasse über 100 Kilogramm den fünften Punkt.

Gastgeber SU Witten-Annen darf in seiner zweiten Mannschaft noch alle Kämpfer aus der Bundesliga einsetzten, die nach zwei Kampftagen der ersten Liga noch nicht mehr als zwei Einzelkämpfe absolviert haben. So gab es die erwartete Niederlage. Tim Knobloch holte in der Klasse bis 100 Kilogramm gegen den Ehrenpunkt.

Nach der Sommerpause geht es am 23. August vor heimischer Kulisse mit dem dritten Kampftag weiter. Gegner sind dann die JKG Essen und der TSV Hertha Walheim II. nrz duisburg

 

+++ 17.06.08 JKG verliert die Tabellenführung +++

Rulof Albert

Die JKG Essen rutscht nach einem 4:2-Sieg gegen den Dortmunder BSC und einem 3:3 gegen JC Bottrop II auf den zweiten Platz der Tabelle.

Die JKG ist zwar in der Judo-Regionalliga weiter ungeschlagen, büßte jedoch die Tabellenführung ein und rutschte auf Rang zwei hinter Witten II.

Die Hiobsbotschaft vor den Auswärtskämpfen in Bottrop ereilte die Essener beim Abschlusstraining. Sebastian Drechsler sprang die Kniescheibe heraus – ein Einsatz in der 81er-Gewichtsklasse war somit unmöglich. Doch mit seinen Vertretern Jens Schäfer (gegen Bottrop) und Domenic Haußmann (gegen Dortmund) war JKG-Trainer Ralf Drechsler trotz der Niederlagen sehr zufrieden. „Aber mit Sebastian hätte wir auch gegen Bottrop gewonnen", legte sich der Coach fest.

In die Karten spielte den Essenern in Bottrop die Auslosung, die der JKG einen Start in der Gewichtsklasse bis 100 kg bescherte. Und dort ist Phillip Wiskamp ein sicherer Punktelieferant auf der Matte. Beide Auftaktduelle gewann er souverän. „Mit einer Führung in die weiteren Kämpfe zu gehen, ist natürlich optimal", so Drechsler. Gegen Dortmund reichte es nach dem 1:0 dann zum Sieg, gegen die Bottroper Reserve, die sich mit den zweitliga-erfahrenen Edilov und den Gosens-Brüdern verstärkte hatte, sprang ein Remis heraus.

Der nächste Kampftag steigt am 23. August. Dann gehen die Essener in Duisburg gegen den gastgebenden PSV und TSV Hertha Walheim II auf die Matten. waz essen

 

+++ 17.06.08 Adler-Frauen auf Platz vier +++

Team schafft überraschend glatten 6:0-Sieg gegen Düsseldorf, verliert aber knapp gegen Köln-Süd.

Ein 6:0-Sieg gegen JC 71 Düsseldorf und eine knappe 3:4-Niederlage gegen JC Köln-Süd sind das Resultat der Judo-Frauen von DJK Adler 07 am zweiten Kampftag der Regionalliga in der Dieter-Renz-Halle. Dadurch verbesserte sich das Team von Trainer Ulf Hermanns auf den vierten Tabellenplatz.

 

Im ersten Vergleich gegen Düsseldorf buchte Simone Winnemöller (70 kg) mit einer Hüfttechnik und anschließendem Haltegriff nach 1:09 Minuten den ersten Sieg für Adler. Gleich anschließend gelang Nina Skala (+78 kg) mit jeweils einer kleinen, einer mittleren und einer großen Wertung der zweite Punkt. Nach 1:23 Minuten holte Joana Euwens (-57 kg) den dritten Zähler mit einem Haltegriff. Den vierten Punkt steuerte Kirstin Schophuis (78 kg) mit zwei großen Wertungen bei. Den fünften und sechten Sieg erkämpften Simone Biehl (52 kg) nach 1:04 Minuten und Sina Limberg (63 kg) nach 29 Sekunden bei.

Diesen Erfolg hatte Trainer Hermanns vor allem in dieser Deutlichkeit nicht erwartet. Düsseldorf war in der vergangenen Saison immerhin Meister der Regionalliga.

Im zweiten Kampf gegen JC Köln-Süd lief es nicht so gut für Bottrop. Wie in der Vorsaison mußte sich das Adler-Team wieder mit 3:4 knapp geschlagen geben. Gegen die Kölnerinnen machte sich das Verletzungs- und Krankheitspech der Gastgeberinnen doch zu stark bemerkbar.

Leena Berla, die es sich nicht nehmen ließ, trotz gerade operiertem Knie den Kämpfen beizuwohnen, und Katrin Prill, die sich den Arm gebrochen hatte, fehlten der Mannschaft ebenso wie Schwergewichtlerin Angela Greco. Diese Ausfälle, besonders der von Leena Berla, waren nur bedingt zu kompensieren. waz bottrop

 

 

+++ 15.06.08 Mal wieder die schöne Seite +++

Von Andree Hagel

JC Koriouchi Gelsenkirchen besiegt Tabellenschlusslicht BC Randori Berlin mit 11:2."Das ist ein Desaster für die Kasse", sagt Vize-Präsident Erhan Baz. Dimitri Koschelev fehlt: Grippe

JUDO 2. BUNDESLIGA Drei Siege, ein Unentschieden, drei Niederlagen. Nach dem 11:2-Erfolg zum Saison-Finale der 2. Bundesliga gegen Tabellenschlusslicht BC Randori Berlin (110:15 in der Unterbewertung) ist die Bilanz der Judoka des JC Koriouchi Gelsenkirchen ausgeglichen. Es ist sogar noch der vierte Tabellenplatz herausgesprungen, weil der TSV Bayer 04 Leverkusen mit 8:6 bei Budokan Lübeck gewonnen hat.

Es war in der Gelsenkirchener Wischiwaschi-Saison mal wieder ein überzeugender Auftritt des JC Koriouchi, obwohl Trainer Harald Mantei am späten Freitagabend noch einmal umdenken musste. Superleichtgewichtler Dimitri Koschelev (60 kg) hatte abgesagt: Fieber. Zudem endete die Suche nach Shkumbin Dautaj (81 kg), der auch ein guter Kandidat für die 90-Kilo-Klasse gewesen wäre, erfolglos. Nachdem der 33-Jährige vor zwei Wochen gegen Bayer Leverkusen trotz einer Blutvergiftung im linken Unterarm noch gekämpft hatte, gab es keine Signale mehr. "Ich weiß nicht, was los ist", sagte Harald Mantei. Alle Versuche, Shkumbin Dautaj zu erreichen, seien gescheitert.

Aber sonst stand die Gelsenkirchener Mannschaft am Samstagabend, und es hatte auch niemand Gewichtsprobleme. Und weil die Berliner nur zu zehnt gekommen waren, war eigentlich schon an der Waage klar, dass der JC Koriouchi die Saison mit seinem dritten Sieg beenden wird. Zumal von diesen zehn Randori-Judoka mehrere nicht einmal annähernd Zweitliga-Niveau hatten. Einen ihrer besten Kämpfer, Schwergewichtler Jens-Peter Bischof (+100 kg), hatten sie wie so viele andere auch gar nicht erst mitgebracht. Immerhin stehen auf der Randori-Meldeliste 51 Judoka, sogar neun Ausländer aus acht verschiedenen Ländern.

 

"10:4", sagte Koriouchi-Präsident Reinhard Woelk vor dem Kampf. Dass daraus nichts wird, musste er schon nach dem ersten Siebener-Durchgang feststellen, als sein Team mit 6:0 vorne lag. Besonders schön war, Florian Heimlich mal wieder in der 66-Kilo-Klasse zu sehen. Berlins Enrico Günther, der eigentlich ein 60-Kilo-Mann ist, wusste überhaupt nicht, wie ihm geschah. Trainer Harald Mantei freute sich aber vor allem über den 90-Kilo-Punkt, den ersten, den Halbmittelgewichtler Friedrich Prill (81 kg) in dieser Saison in dieser Gewichtsklasse geholt hat. Mit einem tollen Talfallzug (Tani-o-toshi) legte er nach drei Minuten Christian Nowak aufs Kreuz.

Ein Punkte fehlte also noch, um den Sieg sicher zu haben. Und dafür brauchte der Niederländer Joren Cousin im ersten Kampf des zweiten Siebener-Durchgangs gerade einmal 50 Sekunden. Mit einem Beinfasser setzte er sich gegen Martin Willner durch und brachte den JC Koriouchi uneinholbar mit 7:0 in Führung.

 

So schön diese Punkte-Sammelaktion auch war, sie sorgte bei den Verantwortlichen des JC Koriouchi für etwas Unruhe. "Das ist ein Desaster für die Kasse", sagte Vize-Präsident Erhan Baz. Ein Kämpfer, der gewinnt, ist nämlich teurer als einer der verliert. Und gleich mit zwei Siegen schmückten sich Yassin Grothaus (81 kg), Sebastian Häfker (100 kg) und Florian Heimlich (66 kg), der mit einem starken Ausheber (Ura-nage) nach 1:11 Minuten gegen Adriaan Jeremias für den Schlusspunkt sorgte. Zuvor hatte sogar einer, der seinen Stammplatz sonst auf der Bank hat, weil Willy Bilstra gesetzt ist, für einen Punkt gesorgt. Der 18-jährige Emil Bechtold triumphierte im Schwergewicht (+100 kg) nach 1:06 Minuten per Beinfasser über Thorsten Kreher.

Trainer Harald Mantei war insofern erleichtert, als es noch mit Platz vier geklappt hatte. "Hätten wir aber immer mit der kompletten Mannschaft gestanden", sagte er, "wäre Platz drei oder zwei drin gewesen." Rang zwei hätte zur Teilnahme an der Erstliga-Relegation berechtigt. "Aber es ist ja auch nicht einfach", sagte er, "so kurz hintereinander ständig das Gewicht zu halten." waz gelsenkirchen

 

+++ 15.06.08 SU Annen hat's eilig - zweimal 6:1 +++

Zweitvertretung vom Kälberweg übernimmt mit Kantersiegen gegen PSV Duisburg und VfL Hüls die Tabellenspitze. Sechs-Sekunden-Triumph für Kai Kirbschus. Zwei schnelle Punkte für Stefan Oldenburg

 

JUDO REGIONALLIGASU Annen II PSV Duisburg 6:1 Auch wenn der Aufsteiger aus Duisburg zuvor mit dem 5:2-Erfolg über den VfL Hüls sein Potenzial angedeutet hatte - gegen das hochmotivierte Annener Regionalliga-Team waren die Montanstädter ohne Chance.

Zumal auf Seiten der Gastgeber mit Stefan Oldenburg (bis 90 kg) und Marcel Haupt (bis 60 kg) zwei Akteure aus dem Bundesliga-Kader standen. Oldenburg machte auch gleich den Auftakt und sorgte mit seinem vorzeitigen Sieg nach nur 28 Sekunden (per Kata-guruma/Schulterrad) gegen Aaron Hildebrand für das 1:0. Als einziger musste sich Andre? Nagel (bis 100 kg) geschlagen geben - nach fünf Minuten Kampfzeit unterlag er Tim Knobloch mit einer Yuko-Wertung.

Glücklicher Sieger war danach Daniel Möller (bis 81 kg), der für einen Haltegriff eine große Wertung (Waza-ari) zugeschrieben bekam. Sein Gegner Sebastian Heupp landete lediglich drei Yuko-Wertungen - damit war das 2:1 für Annen perfekt. Es folgten sichere Siege für Kai Kirbschus (bis 73 kg), Steffen Lang (bis 66 kg), Marcel Haupt (bis 60 kg) und Tobias Pahnke (+100 kg) - der Aufsteiger wurde locker ausgezählt.

SU Annen II VfL Hüls 6:1 Deutlich favorisiert gingen die Schützlinge von Trainer Fritz Salewsky ins Duell mit dem Vorjahres-Vizemeister aus Marl, der gegenüber der letzten Saison mehrere gute Kämpfer verloren hat und demzufolge trotz seiner beiden niederländischen Asse ohne Chance war.

Wieder gab Stefan Oldenburg die Richtung vor, legte Thomas Knoblich mühelos nach nur 36 Sekunden auf die Matte - Ippon. Ein wenig länger brauchte Leonhardt Müller (bis 100 kg) für seinen Erfolg über Peter-Jan Jochum (1:29 min.). Nicht unbedingt eingeplant war dann der Sieg von Daniel Möller durch einen schulmäßigen Tomoe-nage nach 3:23 min. gegen den Niederländer Mark Weyers - 3:0. Für den schnellsten Kampf sorgte im Anschluss Kai Kirbschus, der per Kontertechnik nach nur sechs Sekunden zum Sieg gegen Torben Jedziny kam. Nur Steffen Lang musste sich dann geschlagen geben, war chancenlos gegen den Niederländer Chiel Willems. Doch seine Teamkollegen Marcel Haupt und Tobias Pahnke schnürten überlegen mit blitzschnellen Siegen das finale 6:1-Paket für die Annener, die damit die Tabellenspitze übernahmen. osi waz witten

 

 

+++ 15.06.08 Judoka der PSV siegen, Damen des VfL Hüls verlieren Die Wege trennen sich +++

Claudio Richter

In verschiedenen Bahnen verläuft die sportliche Situation der beiden Judo-Regionalliga-Teams im Vest, PSV Recklinghausen und VfL Hüls.

Die Damen der PSV Recklinghausen unternahmen eine erfolgreiche Reise nach Köln und schlugen dort sowohl Gastgeber SG Worringen (4:3) als auch JC 93 Bielfeld (6:1). Damit rangiert die Mannschaft von Trainer Egon Bergmann nach zwei Kampftagen auf dem zweiten Tabellenplatz. Derweil blieben die Regionalliga-Judoka des VfL Hüls ebenfalls am 2. Kampftag der Saison in Witten chancenlos und stehen weiterhin ohne einen Sieg am Tabellenende. Sowohl gegen Gastgeber SUA Witten II (1:6), als auch beim Aufeinandertreffen mit Aufsteiger PSV Duisburg (2:5) war der Meister des vergangenen Jahres letztlich chancenlos.

Lediglich als die beiden Holländer in Reihen des VfL Hüls, Marc Weijers (-81 kg) und Chiell Willems (-73), den 0:2-Rückstand im Auftaktmatch gegen die Duisburger ausgleichen konnten, keimte noch etwas Hoffnung bei den Marlern auf, doch noch zweiwichtige Punkte mit auf den Heimweg zu nehmen. Doch weder Jan-Erik Legner (-66), noch Bruder Robin Legner (-60) oder auch Thomas Knoblich (-90) konnten in der Folge Siege nachlegen. Danach demonstrierte die Bundesliga-Reserve aus Witten eindrucksvoll ihre Stärke und deklassierte die PSV mit 6:1.

Genau dasselbe Schicksal ereilte anschließend das Taubert-Team. Alleine Chiell Willems stellte in seiner angestammten Gewichtsklasse (-66) seine Extra-Klasse einmal mehr unter Beweis. "Das war richtig geil", sagte Egon Bergmann, Trainer der PSV Recklinghausen, zu der Leistung seiner Judo-Damen, die vor allem den Bielefelderinnen nicht den Hauch einer Chance ließen. Stefanie Hölker (+78), Anja Reßler (-57), Yanina Täuber (-78), Birte Klein (-52), Indra Krebs (-70) und Eva Wisberg (-63) klopften mit ihren Gegnerinnen die Matte weich. Nur die Klasse -48 kg schenkten die Recklingäuserinnen mangels Besetzung kampflos ab (6:1). Gegen Worringen sicherte die junge Helen Theißen (-52) den entscheidenden vierten Zähler, nachdem bereits Reßler, Täuber und Klein für die PSV gepunktet hatten. Bergmann: "Wir wollen weiter so gut wie möglich oben mitmischen und jede Menge Spaß dabei haben."

Weiter geht es für die Judo-Damen und Herren mit dem dritten und vorletzten Kampftag in gut zwei Monaten am 23. August. waz vest

 

+++ 15.06.08 Judo-Bundesliga Nord Sieben Kämpfe - sieben Siege +++

Sylvia Lukassen

JC 66 Bottrop gewinnt auch beim KSC Strausberg. 10:4 lautet das souveräne Ergebnis im letzten Saisonkampf. Marcel Gosens erhält Sonderlob von Co-Trainer Dominik Assmann. Heimrecht in der Aufstiegsrunde.

„Relativ ersatzgeschwächt" – so Co-Trainer Dominik Assmann – waren die Bottroper Judoka beim KSC Strausberg angereist. Sehr deutlich haben sie aber dennoch ihr Meisterstück gemacht: Mit 10:4 (100:40 Unterbewertung) wurden die Gastgeber aufs Kreuz gelegt. „Das war richtig toll", freute sich der Co dann auch. Assmann vertrat JC 66-Chefcoach Frank Urban, der mit der Jugend in Erfurt weilte.

Verletzt, beruflich oder privat verhindert – das waren die Gründe warum eine Reihe von Stammkämpfern zum letzten Durchgang in der 2. Liga Nord fehlten. „Obwohl es ein bisschen knapp auf der Bank war, war ich ganz guter Dinge", sagte Assmann. „Und als klar war, dass Strausberg ohne 71-Kilo-Mann antrat, war sicher, dass wir gewinnen würden." Acht Punkte hatte sich der Coach ausgerechnet: durch Wolfgang Amoussou, Oliver Gussenberg, Kalala Ngoy und Danny Meeuwsen. Die Vier wurden auch im zweiten Durchgang nicht ausgewechselt. Assmanns Rechnung ging glatt auf. „Der Rest war Zugabe."

Und für diese sorgte Nachwuchsmann Marcel Gosens. Sowohl in der 73-Kilo- als auch in der 66-Kilo-Kategorie bestand er souverän. „Das war super", freute sich Trainer Assmann, nicht zuletzt deshalb, weil Gosens ein echtes Bottroper Eigengewächs ist. „Es macht einfach Spaß zu sehen, wenn sich ein Talent so gut entwickelt. Das ist auch Anreiz für die Jugendlichen von heute, wenn sie sehen, wie weit man kommen kann." Dass JC Bottrop aufgrund der Ausfälle im Schwergewicht Probleme bekommen würde, war klar. Das sei am Ende aber ohne Bedeutung gewesen, so Assmann. Durchweg zeigten die JC-Judoka schöne Kämpfe, von denen keiner über die volle Distanz ging.

Als ungeschlagener Meister der 2. Bundesliga Nord sind die Bottroper nun für die Aufstiegsrunde zum deutschen Judo-Oberhaus qualifiziert, zusammen mit dem Zweiten JC Mönchengladbach. Wer aus der 1. Liga in die Relegation muss, steht erst Ende September fest. Das ist für den JC 66 im Moment auch weniger wichtig. Assmann: „Die Hauptsache ist, dass wir am 8. November das Heimrecht haben. Das ist auf jeden Fall ein Vorteil. Wir hoffen auf ein volles Haus wie im Vorjahr mit 800 Zuschauern. Und hoffentlich gelingt uns diesmal der Aufstieg. Die Mannschaft ist auf jeden Fall heiß, will wieder erstklassig sein." waz bottrop

 

+++ 13.06.08 Vielleicht noch auf Platz vier +++

Von Andree Hagel

JC Koriouchi will die Saison auf jeden Fall mit einem Sieg über Tabellenschlusslicht BC Randori Berlin beenden. Superleichtgewichtler Sven Rösner fällt wohl aus: Knie-Verletzung

JUDO 2. BUNDESLIGA Da trifft der Tabellenfünfte auf den Tabellenletzten, der bisher alle sechs Kämpfe verloren hat und als Absteiger in die Regionalliga feststeht. Doch von der Langeweile, für die diese Konstellation sorgt, will Harald Mantei nichts wissen. "Wir wollen die Saison mit einem Sieg beenden", sagt der Trainer des Judo-Zweitligisten JC Koriouchi Gelsenkirchen vor dem Heimkampf am Samstagabend (18 Uhr, Sportzentrum Schürenkamp) gegen den BC Randori Berlin.

Und der 47-Jährige macht kein Hehl daraus, dass er, obwohl es auch Spaß macht, ein bisschen froh ist, dass die Saison 2007 zu Ende geht. "Es ist ja nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten", sagt er. Umso wichtiger sei deshalb ein versöhnlicher Abschluss - verbunden mit Hoffnung, dass der TSV Bayer Leverkusen Aufsteiger Budoka Lübeck schlägt und der JC Koriouchi zumindest noch auf den vierten Platz klettert.

Zu einem versöhnlichen Abschluss gehört eine starke Mannschaft, und deshalb will Trainer Harald Mantei gegen die Berliner, die im Schnitt nur jeweils drei der 14 Kämpfe gewonnen haben, seine beste Formation aufbieten. Soweit es geht. Halbleichtgewichtler Florian Heimlich (66 kg) plagt sich mit einer Sprunggelenk-Verletzung herum, Halbmittelgewichtler Yassin Grothaus (81 kg) hat immer noch Schulter-Probleme. "Wenn es aber geht, sollen beide zumindest einen Kampf machen", sagt der Koriouchi-Trainer, der davon ausgeht, dass Florian Heimlich nicht wie vor einer Woche beim 4:10 in Bottrop bis 73, sondern bis 66 Kilo über die Waage gehen wird.

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fehlen wird Sven Rösner. "Aber nicht, weil er Übergewicht hat", flachst Harald Mantei. Im Training hat sich der 23-jährige 60-Kilo-Mann eine Knie-Verletzung zugezogen. So wird voraussichtlich Dimitri Koschelev, nachdem er in Bottrop noch bis 66 Kilo über die Waage gegangen ist, beide Kämpfe im Superleichtgewicht bestreiten. Und eine Option für die 81-Kilo-Klasse könnte auch Lennarts Gerrits sein, der zuletzt wegen einer Ellbogen-Verletzung mehrere Male gefehlt hat. "Ich gehe davon aus, dass er kommt", sagt Harald Mantei.

Von seiner Mannschaft erwartet der Koriouchi-Trainer, dass sie dem Tabellenletzten mit genügend Respekt begegnet. "Sonst", sagt er, "kriegen wir so einen auf den Arsch wie Deutschland gegen Kroatien." Allerdings fällt es nicht gerade leicht, den Gelsenkirchener Kämpfern etwas von Berliner Judo-Qualität zu vermitteln. Die Ergebnisse des Aufsteigers sprechen für sich. "Aber wenn man auf die Protokolle schaut sieht man, dass Randori bis und über 100 nicht schlecht besetzt sein kann", sagt Harald Mantei. Er weiß aber genau, dass seine beiden Männer in diesen Gewichtsklassen - Sebastian Häfker und Willy Bilstra - keine Probleme bekommen dürften. Dennoch wäre es Harald Mantei lieber gewesen, wenn er genauere Infos über den unbekannten BC Randori hätte. "Aber wir haben ja keinen, der sich den Gegner auch mal angucken kann", sagt er. "Das ist leider ein bisschen schlecht bei uns."  waz gelsenkirchen

 

+++ 11.06.08 Fünf Ringe für Behrla Deutscher Meister schon 2006 +++

Von Oliver Schinkewitz

DJB-Bundestrainer Frank Wieneke nominiert Annener Bundesliga-Ass Benjamin Behrla für Peking 2008.Vorzug gegenüber Michael Jurack wegen seiner Unberechenbarkeit auf der Matte. Top-Resultate erzielt

JUDO SU ANNENKöln/Witten. Für Bundesliga-Judoka Benjamin Behrla ist am Dienstagabend quasi ein Traum von fünf Ringen wahr geworden: Nach dem Kadertraining in Köln teilte ihm Bundestrainer Frank Wieneke mit, dass er ihn für Olympia in Peking nominieren wird. "Das ist einfach sensationell", strahlte der 22-Jährige.

Hauchdünn fiel die Entscheidung des DJB-Cheftrainers aus: Zuletzt hatten Behrla und sein Rivale Michael Jurack (TSV Abensberg) beim Weltcup in Madrid beide Rang fünf belegt. Also setzte sich Wieneke mit seinem Trainerrat (u. a. mit Daniel Gürschner und Christian Ultsch) zusammen, wog Pro und Contra des jeweiligen 100-kg-Kandidaten ab. "Der Trainer meinte, ich hätte in diesem Jahr mehr Leute aus der Weltklasse geschlagen und wäre der bessere Kämpfer im Übergang Stand/Boden", berichtet Behrla, den der Bundestrainer auf der Matte für "unberechenbar" hält - ein weiteres Plus für den 22-Jährigen, der nun seine Planungen für Peking in Angriff nehmen kann.

"Als wir da alle zusammen gesessen haben, konnte ich mich erst gar nicht so freuen - aus Respekt vor dem Juri", gab sich Behrla sportlich-fair gegenüber dem Abensberger, der 2004 in Athen für Deutschland an den Olympischen Spielen teilnahm. "Nachher dann war die Freude natürlich umso größer - da musste ich erstmal meinen Trainer Andreas Reeh anrufen" - und der Coach der Sport-Union verbreitete dann die Neuigkeit. Auch für Reeh ist die Nominierung Behrlas ein großer Erfolg: Von den vier DJB-Judoka, die im August nach China fliegen, kommen zwei aus dem Bereich NRW, für den der Wittener als Landestrainer zuständig ist. "Ich freue mich riesig für Benny - der Junge hat es sich verdient", meinte Reeh noch am Dienstagabend.

Als nächstes geht's nun für Benny Behrla am Sonntag zum Trainingslager ins weißrussische Minsk, dann folgen zwei Wochen in Köln und der Bundesliga-Kampf für die SU Annen gegen den JC 90 Frabkfurt/Oder. Nach der Internationalen Deutschen Meisterschaft in Braunschweig (5./6. Juli) und der Olympiavorbereitung in Kienbaum geht's am 2. August nach Peking."Allein nach der Rangliste wollte Frank Wieneke bei seiner Entscheidung nicht gehen", meinte Benjamin Behrla nach seiner Olympia-Nominierung. Das große technische Potenzial und die Jugend des Emsdetteners gaben wohl ebenso den Ausschlag. Dabei war der 22-Jährige schon 2006 Deutscher Meister in der 100-Kilo-Klasse. Nach dem zweiten Platz beim diesjährigen Weltcup-Turnier in Hamburg ließ der 1,95 -Meter-Recke Behrla dann auch noch EM-Bronze folgen - und jetzt geht's zu Olympia! waz witten

 

+++ 09.06.08 Jurack oder Behrla Nur Einer kann nach China +++

 

Auch Madrid brachte nicht die gewünschte Entscheidungshilfe, die es dem Bundestrainer Frank Wieneke bei seiner alleinig noch ausstehenden Nominierung in der Klasse bis 100kg helfen würde, sich für den "judo-politischen" Zug in Richtung Judohochburg Abensberg und Jurack oder NWJV und Behrla zu entscheiden. Der Presseartikel "Millimeter-Entscheidung" zeigt zwischen den Zeilen eigentlich auf,  worum es seit Monaten geht. Abensberg oder Behrla.

Jurack, der verletzungsbedingt eine Auszeit hatte, war wieder im Spiel, um den grossen Olympia-Poker und Behrla machte einen Qualifizierungsmarathon nach dem anderen mit - alles auf Wunsch des Bundestrainers und seiner damit einhergehenden Entscheidungsnot.

 

Wer bekommt nun letztendlich das Ticket? Abensberg oder Behrla, der in Madrid leider nach einem Sieg vorzeitig gegen den spätereren brasilianischen World-Cup-Sieger verlor und zusammen mit Jurack einen 5. Platz erreichte. Es kann für das deutsche Judo in Peking nur eine Entscheidung geben und die heißt Behrla. judo-nrw

 

+++ 09.06.08 Trainer Urban mahnt zur Vorsicht +++

Sylvia Lukassen

Der Coach des JC 66 Bottrop Frank Urban will den letzten Gegner am Samstag, den KSC Strausberg. nicht unterschätzen. Ein Sieg soll her.

Sie sind wieder ganz nah dran, die Judoka des JC 66 Bottrop. Im dritten Jahr in Folge peilen die Männer den Aufstieg ins deutsche Judo-Oberhaus an. Diesmal soll's endlich klappen, nachdem die Mannschaft von Trainer Frank Urban im Vorjahr nur denkbar knapp gescheitert war. Gescheitert, weil verletzungsbedingt zwei Kämpfer kurzfristig nicht einsatzfähig waren.

Jetzt, nach sechs Kampftagen, steht die Urban-Truppe mit sechs Siegen in der Tabelle zu Buche. Die Aufstiegsrunde am 8. November ist eigentlich sicher. Der Chefcoach aber bleibt vorsichtig: „Rein rechnerisch könnten wir sie noch verpassen. Deshalb müssen wir am nächsten Samstag beim Vorletzten KSC Strausberg auf jeden Fall gewinnen. Das heißt, ich werde mit einer Mannschaft dahin fahren, die dort auch gewinnen wird." Allerdings müsste es schon mit dem Teufel und sonst wem zugehen, sollten die Bottroper auf der Zielgeraden noch scheitern. Zufrieden war Frank Urban am Samstag nach dem klaren 10:4-Erfolg auf eigenen Matten gegen den Revierrivalen JC Koriouchi Gelsenkirchen. Gegen die Gäste hatte es in der vergangenen Saison nämlich die einzige Niederlage gegeben. Und viele Judofans erinnern sich noch daran, dass anschließend die Emotionen hoch kochten, den Bottropern eine taktische Niederlage unterstellt worden war. „Das war längst vergessen", sagt Frank Urban. Aachen sei ja schließlich noch aufgestiegen und die Bottroper dadurch rehabilitiert gewesen. Auch wenn Koriouchi dem JC 66 Samstag den Sieg quasi auf der Waage schon geschenkt hatte, war der Trainer grundsätzlich vom Erfolg seiner Mannschaft überzeugt. „Selbst wenn Koriouchi mit seinem besten Aufgebot angetreten wäre, hätten wir den Kampf gewonnen. Er wäre wahrscheinlich nur knapper ausgegangen", so Urban. Er sei gut vorbereitet gewesen, habe einige taktische Varianten in der Hinterhand gehabt, so dass sicherlich nichts angebrannt wäre. An die Aufstiegsrunde mag der Trainer heute allerdings noch nicht denken. „Die ist noch lange hin." Momentan gelte es, die ganze Konzentration auf den letzten Fight am Samstag zu legen. „Strausberg ist nicht zu unterschätzen. Das Team hat sich in dieser Saison schon recht gut verkauft", will Urban den Tag nicht vor dem Abend loben. waz bottrop

 

+++ 08.06.08 Ticket für Relegation gelöst +++ 


Von Andree Hagel
JC 66 weiterhin ohne Punktverlust. 10:4-Erfolg im Derby gegen Koriouchi Gelsenkirchen.Mit einem Erfolg am letzten Kampftag wäre Bottrop auch Ausrichter der Aufstiegskämpfe

JUDO 2. BUNDESLIGA NORD So entspannend kann ein Judo-Kampf in der 2. Bundesliga sein. Schon eine halbe Stunde vor Beginn, nämlich nach dem Wiegen, war Frank Urban, dem Trainer des JC 66 Bottrop, klar, dass nur eine Mannschaft für den Sieg in Frage kommt: seine. Und die setzte sich im Derby gegen den JC Koriouchi Gelsenkirchen auch mit 10:4 durch. Mühelos. Weil die Gelsenkirchener offensichtlich gar nicht gewinnen wollten.

Und so haben die Bottroper ihr erstes Saisonziel, die Teilnahme an der Erstliga-Relegation am 8. November (Samstag), gesichert. Um auch Saisonziel Nummer zwei, die Ausrichtung dieser Relegation, ganz sicher zu erreichen, sollte noch ein Sieg am kommenden Samstag beim KSC Strausberg folgen. Die Bilanz wären dann sieben Siege aus sieben Kämpfen.

Was war am Samstagabend passiert? Zunächst einmal gab es überhaupt keine Rambazamba-Stimmung, auch keine Musik. Es herrschte Betroffenheit, weil am Freitag Daniel Jackos Vater Heinrich gestorben war, so dass der 24-jährige 66-Kilo-Mann auch nicht in der Dieter-Renz-Halle war.

Überrascht, vielleicht sogar entsetzt war Frank Urban von den Gelsenkirchenern dann an der Waage: Dimitri Koschelev zu schwer, Florian Heimlich zu schwer. Und als 60-Kilo-Mann Sven Rösner am Tag seines 23. Geburtstages gerade noch in letzter Sekunde ankam und auf die Waage stieg, hatte er 300 Gramm zu viel. "Hätten die ihre Top-Mannschaft gestellt und alle in ihren Gewichtsklassen gekämpft", sagte der JC-66-Trainer, "wäre das deutlich enger geworden."

Es ist ja kein Geheimnis, dass Frank Urban zumindest ein bisschen geschwitzt hatte. Weil durch das Fehlen Katala Ngoys, der bei einem Turnier in Österreich war, die 60-Kilo-Punkte längst nicht sicher waren; weil Oliver Gussenberg wie schon in der vergangenen Saison gegen Gelsenkirchens Florian Heimlich in der 66-Kilo-Klasse hätte patzen können. So aber musste der Trainer kaum tüfteln, es ging nur noch um die Höhe des Sieges.

Auf der Matte gab es in den 14 Kämpfen nur zwei Schönheitsfehler: Im Schwergewicht (+100 kg) holte der JC 66 wie erwartet gegen Gelsenkirchens Willy Bilstra keinen Punkt, und im Halbmittelgewicht (81 kg) scheiterten sowohl Christian Böhm als auch Lars Haarmann am starken Koriouchi-Mann Yassin Grothaus. Die übrigen zehn Kämpfe aber waren kaum mehr als Formsache, und die löste der Tabellenführer souverän.

Schnell stand es 4:0, nachdem Oliver Gussenberg (66 kg), Danny Meeuwsen (100 kg), Uli Heselhaus (60 kg) und Ziggy Tabacznik (90 kg) souverän gewonnen hatten. Schließlich sorgte Wolfgang Amoussou (73 kg) für das 5:2 zur Pause. Zwar wollte Trainer Frank Urban im zweiten Durchgang vor allem die drei Punkte zum Sieg holen, aber die Gelsenkirchener, die das Superleichtgewicht (60 kg) nicht besetzten und deshalb 250 Euro Strafe zahlen müssen, machten es seinem Team noch leichter.

Schon nach zwei Kämpfen war alles klar, weil Uli Heselhaus den dritten kampflos gewinnen würde. So bedeuteten die Siege von Jonathan Braun (66 kg) und Danny Meeuwsen die uneinholbare 8:2-Führung, die Ziggy Tabacznik mit einem tollen Talfallzug (Tani-o-toshi) gegen Sascha Klein auf 9:2 sowie Wolfgang Amoussou gegen Florian Heimlich auf 10:4 ausbauten. waz bottrop

 

+++ 08.06.08 Zweimal Grothaus und Bilstra +++

Von Andree Hagel

Schon nach dem Wiegen ist klar, dass der JC Koriouchi Gelsenkirchen beim JC 66 Bottrop keine Chance hat.4:10. Koschelev und Heimlich kochen nicht ab, und Rösner kommt mit Übergewicht

 

JUDO 2. BUNDESLIGA Tolle Stimmung, beste Laune. Die Judoka des JC Koriouchi Gelsenkirchen triumphieren in der 2. Bundesliga mit 9:5 über den haushohen Favoriten JC 66 Bottrop. Doch das ist nur eine schöne Erinnerung an 2007, die Realität 2008 sieht ganz, ganz anders aus. Sie sieht traurig aus. Mit 4:10 (40:85 in der Unterbewertung) unterlag die Mannschaft von Trainer Harald Mantei am Samstagabend in der Dieter-Renz-Halle. Obwohl: Dieser Satz stimmt nicht ganz. Die Pleite stand schon fest, als der Kampf noch gar nicht begonnen hatte: an der Waage.

Die Bottroper und die Nicht-Insider des JC Koriouchi staunten: Gleich drei Gelsenkirchener hatten Übergewicht. "Nur einer", sagte Ulrich Griesdorn, der Bottroper, der Sportliche Leiter des JC Koriouchi. Wegen des Ausfalls von 73-Kilo-Mann Janes Chabowski (Klausur-Stress) sei klargewesen, dass Dimitri Koschelev nicht für die 60- und Florian Heimlich nicht für die 66-Kilo-Klasse habe abkochen müssen. Fakten, die Trainer Harald Mantei am Freitag aus verständlichen Gründen verschwiegen hatte.

Dieser eine Judoka, der aber ungeplantes Übergewicht hatte, zerstörte frühzeitig die Hoffnungen der Gelsenkirchener, vielleicht einen überraschenden Punkt mitzunehmen. Erst in letzter Sekunde kam Sven Rösner am Tag seines 23. Geburtstages in die Halle, musste sofort auf die Waage springen und hatte 300 Gramm Übergewicht.

Weil Harald Mantei kein Mann ist, der ausflippt, wenn er gefrustet ist, fiel auch die Kritik für Sven Rösner recht harmlos aus. "Pünktlichkeit ist wichtig", sagte der 47-jährige Koriouchi-Trainer. "Dann muss man eher losfahren. Sven hätte in der 60-Kilo-Klasse beide Punkte gemacht." Stimmt diese Rechnung, wäre es gegen die unumstrittene Nummer eins der Liga ein sehr erträgliches 6:8 geworden.

Harald Mantei sprach davon, dass es in dieser Saison beim JC Koriouchi nicht professionell genug sei. Mehr sagte er zu diesem Thema nicht, aber es stimmt schon bedenklich, dass der in den beiden vergangenen Jahren überragenden Halbleichtgewichtler Florian Heimlich (66 kg) schon zum zweiten Mal in dieser Saison Übergewicht hatte - und zu allem Überfluss auch noch eine Verletzung am linken Fußgelenk. Nach dem Wiegen, als der Kampf noch gar nicht begonnen hatte, flachste Roland Assmann, der Präsident des JC 66 Bottrop: "Die haben Ess-Störungen."

Als der JC 66 nach dem ersten Durchgang mit 5:2 vorne lag - Halbmittelgewichtler Yassin Grothaus (81 kg) hatte sich mit einem Haltegriff gegen Christian Böhm und Schwergewichtler Willy Bilstra (+100 kg) mit einem Schenkelwurf (Uchi-mata) gegen Carsten Lowitz durchgesetzt -, musste auch der Präsident sprechen. "Wir wollen uns einigermaßen aus der Affäre ziehen, am letzten Kampftag Randori Berlin weghauen und dann neu planen", sagte Reinhard Woelk, um dann zu betonen: "Der Mannschaftsgeist ist gut. Es sind ja einige verletzt, aber die sind da." Wie auch immer: Die neuen Planungen könnten spannend und interessant werden.

Auch den zweiten Durchgang gewann der Tabellenführer mit 5:2 - sogar noch leichter. Und das lag daran, dass der 60-Kilo-Punkt kampflos an den JC 66 ging. Nachdem Trainer Harald Mantei im ersten Durchgang drei Ausländer eingesetzt hatte - den Armenier Witalij Galustian (60 kg) sowie die Niederländer Joren Cousin (73 kg) und Willy Bilstra -, war für den zweiten Durchgang nur noch ein Ausländer-Platz frei. Und zwar für Willy Bilstra, der ebenso wie Yassin Grothaus auch seinen zweiten Kampf vorzeitig gewann, und nicht für Witalij Galustian, der als einziger Gelsenkirchener fürs Superleichtgewicht über die Waage gegangen war. Die Konsequenz einer nicht besetzten Gewichtsklasse: 250 Euro Strafe, über die sich der Deutsche Judo-Bund freut. Fast 490 Mark. waz gelsenkirchen

 

+++ 02.06.08 Furioser Auftakt +++

Von Ben Nieleck

Gelungener Auftakt für den Liganeuling PSV Duisburg.

Am ersten Kampftag der Judo-Regionalliga in Herford besiegte die Mannschaft um Trainer Sebastian Heupp den Dortmunder BSV mit 5:2 und musste sich lediglich dem gastgebenden BTW Bünde, Zweiter der vergangenen Saison, mit 3:4 geschlagen geben.

 

Ohne den bei einem Fahrradunfall verletzten Tim Knobloch schlug sich der Aufsteiger beachtlich. Bei hochsommerlichen Temperaturen legte der PSV einen glänzenden Start auf die Matte. Sebastian Heupp beendete seinen Auftaktkampf in der Klasse bis 81 kg durch Sode-Tsuri-Komi-Gushi und Haltetechnik vorzeitig. In den schweren Gewichtsklassen unterlagen dagegen Kalle Kroll und André Schubert ihren Dortmunder Gegnern.Durch einen Seoi-Nage glich der 22-jährige Thomas Mikulski aus. Danach ließen Aaron Hildebrand und Marvin Piekarski zwei weitere Siege für Duisburg folgen. Alexander Freynik gelang in der Klasse bis 66 kg durch eine Kontertechnik der Schlusssieg. Die ersten zwei Punkte in der Regionalliga waren somit eingefahren.Dramatisch ging es im zweiten Kampf gegen Bünde zu. Nach nur 16 Sekunden konnte Heupp gegen Leonard Moritz mit Ippon durch O-Soto-Gari den Kampf schnell beenden. Kalle Kroll und André Schubert unterlagen beide. Thomas Mikulskis Sieg brachte den Ausgleich, Marvin Piekarski Niederlage nach 47 Sekunden führte zum Rückstand. Aaron Hildebrand glich nach Beinfasstechnik erneut aus, so dass der letzte Kampf die Entscheidung bringen musste. Nach 17 Sekunden neigte sich die Waage gegen den PSV, als Alexander Freynik gegen Daniel Petry verlor. waz duisburg

 

+++ 01.06.08 Kampfansage an die Konkurrenz Bruder-Kampf platzt in letzter Sekunde +++

Von Oliver Schinkewitz

SU Annen II setzt sich sowohl gegen JC Bottrop II (5:2) als auch gegen TSV Hertha Walheim II (6:1) mühelos durch. Bundesliga-Leihgaben Stefan Oldenburg und Christoph Najdecki im Einsatz

JUDO REGIONALLIGAWitten. Mit der optimalen Ausbeute ist die SU Annen II in die Regionalliga-Saison gestartet. Das Judo-Team um Fritz Salewsky und Hinnerk Gölnitz fertigte die Zweitvertretungen aus Bottrop und Walheim deutlich ab.

 

SU Annen II JC 66 Bottrop II 5:2 Genau so hatten sich die Wittener das vorgestellt: Nachdem die Bottroper zum Auftakt gegen Walheim (3:4) schon einiges an Kraft gelassen hatten, mussten sie eigentlich nur noch die Ernte einfahren. Das SUA-Trainerduo hatte bei der Aufstellung nicht groß gepokert, brachte eine starke Kampf-Sieben.

 

Nachdem Tobias Fischer-Wasels (-60 kg) kampflos zum ersten Zähler kam, erhöhten die hochmotivierten Annener zwischenzeitlich auf 5:0, waren eindeutig Herr der Lage gegen ein überfordertes Bottroper Reserveteam. Daniel Möller (-81 kg) benötigte die volle Kampfzeit, dafür lief es bei Bundesliga-Leihgabe Stefan Oldenburg (-90 kg; glänzender Ippon-Sieg durch einen schulmäßigen Uchi-mata nach nur 53 Sekunden), Tobias Pahnke (+100 kg) und Kai Kirbschus (-73 kg) gänzlich mühelos. Nach diesen drei vorzeitigen Erfolgen war die Luft 'raus, der Sieg längst unumstritten. Dass die letzten Duelle von Neuzugang Steffen Lang (-66 kg) und Andre? Nagel (-100 kg; gegen den Bundesliga-erprobten Valid Edilov) aus SUA-Sicht verloren gingen, brach dem Titelkandidaten keinen Zacken mehr aus der Krone.

 

Eigentlich hätte es am Samstag zu einer Familien-Premiere kommen sollen. Sowohl Annens Neuzugang Lutz Behrla als auch dessen älterer Bruder Benjamin waren für den Regionalliga-Kampftag der SU Annen II eingeplant. "Die beiden wollten eigentlich mal zusammen in einer Mannschaft kämpfen", erklärte Hinnerk Gölnitz. Doch da sich Lutz Behrla eine leichte Blessur zuzog, platzte das Vorhaben. Nationalkader-Kämpfer Benny Behrla kann sich nun voll darauf konzentrieren, sein Olympia-Ticket zu lösen.SU Annen II TSV Hertha Walheim II 6:1 Auch mit den Aachener Vorstädtern machten die SUA-Judoka wenig Federlesen - da störte selbst das schnelle 0:1 nach der Auftaktpleite von Tobias Fischer-Wasels gegen Thomas Radermacher nicht.

Kämpferisch einwandfrei, was Daniel Möller bei seinem Sieg gegen Arthur Westerkamp bot - zwei große Wertungen bedeuteten sechs Sekunden vor Ablauf der Zeit den Annener Punktgewinn. Stefan Oldenburg betätigte sich wieder als Kurzarbeiter, gewann diesmal nach 67 Sekunden, danach folgten weitere Siege durch Tobias Pahnke und Kai Kirbschus - 4:1.

 

Christoph Najdecki, zweiter SUA-Kämpfer aus dem Bundesliga-Kader, bekam seinen Sieg gegen Marcus Richter dank dessen vorzeitiger Aufgabe geschenkt - und Leonhardt Müller packte nach 14 Sekunden schon eine blitzsaubere Wurftechnik aus, legte Sascha-Alexander Andreas aufs Kreuz. 6:1 für die SUA, eine Kampfansage an die übrigen Meisterschafts-Anwärter. waz witten

 

+++ 01.06.08 Der 46-Jährige und der 17-Jährige +++

 

Von Andree Hagel

Valerie Prill sen. und Dimitri Koschelev holen die Punkte in der 66-Kilo-Klasse.9:5 über Leverkusen beseitigt frühzeitig die letzten Zweifel am Klassenerhalt des JC Koriouchi

 

JUDO 2. BUNDESLIGA Es ist keine Saison, in der die Judoka des JC Koriouchi Gelsenkirchen regelmäßig so spektakulär auftreten wie noch 2006 oder 2007. Aber langsam stimmen die Ergebnisse, und nach dem 9:5 (60:45 in der Unterbewertung) über den TSV Bayer 04 Leverkusen sind schon frühzeitig die letzten kleinen Zweifel am Klassenerhalt in der 2. Bundesliga beseitigt worden.

Zunächst einmal war Koriouchi-Trainer Harald Mantei erleichtert: Sein Klausur-Schreiber Janes Chabowski (73 kg) war pünktlich in Gelsenkirchen, während die Leverkusener wie schon an den ersten vier Kampftagen ohne Valentin Knobloch antraten. Also mussten Harald Mantei und Ulrich Griesdorn, der Sportliche Leiter, nur noch über die 66-Kilo-Klasse rätseln, die sie wegen des Fehlens von Florian Heimlich nicht wie gewünscht besetzen konnten. Und schon nach dem ersten Durchgang konnte man sagen: alles richtig gemacht.

"Vadder Prill", wie sie den 46-jährigen Valerie Prill sen. nennen, hatte sich nämlich in jenem Halbleichtgewicht gegen Michael Schmitz durchgesetzt. "Dank seiner jahrelangen Erfahrung", sagte Harald Mantei. "Der Leverkusener war zu unerfahren und zu hektisch." 40 Sekunden vor dem Ende schaffte der Koriouchi-Mann mit einer Fußtechnik am Mattenrand die diesen Kampf entscheidende mittlere Wertung ("Yuko") zur Gelsenkirchener 4:2-Führung. Zuvor hatten Willy Bilstra (+100 kg) gegen Nick Prijs, Sebastian Häfker (100 kg), der sich einmal mehr in glänzender Verfassung präsentierte, gegen Bernd Schlör und Yassin Grothaus (81 kg) für drei Gelsenkirchener Punkte gesorgt. Eigentlich waren es nur zwei.

55 Sekunden vor dem Ende schaffte Bayers Tom Bauernfeind per Schulterwurf (Seoi-nage) nämlich einen vollen Punkt ("Ippon"), und Yassin Grothaus ärgerte sich. "Ich habe gepennt", sagte er später. Dennoch durfte er sich über einen Sieg freuen, weil sich der Leverkusener nach seiner Sieg-Technik vor den Augen beziehungsweise den Ohren von Außenkampfrichter Michael Janke, der mit seinen Kollegen schrecklich viele Strafen verteilen musste (26), die nicht für Klasse-Judo sprechen, einen verbalen Ausrutscher leistete: "Pisser." Nach der Beratung des Kampfrichter-Trios wurde er disqualifiziert ("Hansoku-make").

Pause, 15 Minuten rätseln und die richtige Aufstellung finden. Zumal sich die Experten schon einig waren, dass alles auf ein 7:7 hinauslaufe. Doch die Experten-Rechnung überstand schon den zweiten Kampf des zweiten Durchgangs nicht. Shkumbin Dautaj, der 33-jährige 81-Kilo-Mann in der 90-Kilo-Klasse, rackerte die 5:4-Führung nach Hause. Zwar gelang ihm keine Technik, aber Leverkusens Tunesier Souhail Sakli handelte sich drei Strafen ein ("Keikoku"). Und die eigentliche Fünf-Minuten-Belastung Shkumbin Dautajs wurde erst später richtig deutlich. Er hatte nämlich mit einer Blutvergiftung im linken Unterarm gekämpft, die später im Krankenhaus behandelt wurde.

Das verlässliche Duo Willy Bilstra und Sebastian Häfker erhöhte auf 7:4, so dass zumindest das angestrebte Unentschieden schon sicher war. Nun aber wollte der JC Koriouchi mehr, alles. Und gelang schon im elften Kampf, weil der ins Halbleichtgewicht aufgerückte 17-jährige Dimitri Koschelev nur 59 Sekunden brauchte, um Sebastian Kampa aufs Kreuz zu legen. "Schade", sagte Harald Mantei, "dass Dimitri an den ersten Kampftagen verletzt war. Dann hätten wir den einen oder anderen

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