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Juli 2008

 

+++ 10.07.08 Der Stolz des ganzen Dojos +++

 

Dietmar Mauer

Dojo heißt in der Fachsprache die Judohalle. In Annen haben sie seit kurzem eine Europameisterin: Miriam Dunkel gewann in Sarajevo den U17-Titel. Sie ist der Stolz des ganzen Dojos.

In einem Nebenraum saß die Europameisterin gestern mit ihrer Mutter Alice, ihrem Trainer Karsten Flormann, Judo-Geschäftsführer Matthias Kiehm und Pressesprecher Ringo Wittig am Tisch. Pokale, Ehrenteller und Fotos erinnern ringsherum an große Erfolge der SUA-Judoka. Europameister sind auch darunter. Michael Bazynski zum Beispiel, der heutige U20-Damen-Bundestrainer. Einen EM-Titel einer weiblichen Judoka gab's bisher noch nicht. Den sichtbaren Beweis ihrer Titelwürde, die Medaille und den Zinnteller, hat Miriam Dunkel mitgebracht. Der Rummel um ihre Person scheint sie aber eher verlegen zu machen. „Das ist nicht anders als vorher. Ich bin der gleiche Mensch." Bescheiden ist sie. Trotz des Erfolges. Keine unbändige Freude, die wie Lava aus einem Vulkan herausbricht. Dafür ist sie nicht der Typ.Die 15-Jährige ist introvertiert. Vertrauten Menschen bleiben Emotionen aber nicht verborgen. „Wer die Bilder nach dem Finale gesehen hat, erkannte, dass sie sich sehr gefreut hat", erklärt Alice Dunkel. Sie fieberte mit ihrem, den Großeltern und Miriams Bruder im heimischen Lethmathe am Internet-TV mit.

Ein erfolgreiches Gespann: Miriam Dunkel mit ihrem Annener Vereinstrainer Karsten Flormann. Foto: Werner Liesenhoff

Miriam Dunkels Annener Trainer, Karsten Flormann, war hingegen vor Ort in Sarajevo. „Das habe ich mir doch nicht nehmen lassen", sagt er. Und er litt auf der Tribüne. Besonders beim ersten Kampf, als Miriam Dunkel gegen die Französin Laura Derai bis zwölf Sekunden vor Schluss zurücklag. „Ich habe versucht, mit der Digital-Kamera zu filmen. Das habe ich aber nach zehn Sekunden aufgegeben", erzählt Flormann. Der erste Schritt zum EM-Gold zehrte ziemlich an des Trainers Nerven. Bei den nächsten Kämpfen, besonders im Finale gegen Paula van Dommelen, ging es weniger nervenaufreibend zu. „Ich war selbst überrascht, dass es so deutlich war", sagt Miriam Dunkel, die ihre Bilanz gegen die Niederländerin locker auf 3:1-Siege erhöhte. Dass der Heimtrainer mit dabei war, fand sie „schon ganz wichtig". Und am Abend ihres bisher größten Erfolges sei mit dem Nationalteam auch ein wenig gefeiert worden. Viereinhalb Wochen ist Miriam Dunkel zu alt, um im kommenden Jahr noch in der U17 kämpfen zu dürfen. Sie rückt in die U20 auf, darf dann auch schon mal bei den Frauen mitkämpfen. „Da wird es so richtig hart", sagt sie. Die U17-Zeit ist vorbei. Zumindest im Einzel. Das SUA-Team will im November im eigenen Dojo allerdings noch den Westdeutschen U17-Titel verteidigen. Mit der Europameisterin. Erst mal sind aber Ferien. Miriam Dunkels nächstes Ziel heißt Malta. Dorthin macht sie mit einer Freundin eine Sprachreise. Judo hat jetzt Pause. waz witten

 

+++ 10.07.08 EM-Titel geht nach Letmathe - Miriam Dunkel ist Europameisterin +++

Matthias Lewandowski
Letmathe. Letmathe hat eine Europameisterin! Die für die SU Witten-Annen startende Judokämpferin Miriam Dunkel holte am Sonntag im bosnischen Sarajewo den Titel in der Klasse U 17 bis 70 kg.


Die 15-Jährige, die nach  in Jahr voller sportlicher Höhepunkte - darunter der Gewinn der Deutschen Meisterschaft im März in Schwäbisch-Gmünd und der Internationalen Deutschen Meisterschaft in Berlin am Muttertag. Stolz klang natürlich auch in der Stimme ihrer Mutter, als die Heimatzeitung gestern zum Erfolg der Tochter gratulierte. „Im Finale war Miriam einfach spitze”, zeigte sich Alice Dunkel gestern noch beeindruckt von den Live-Bildern des entscheidenden Kampfes gegen die Niederländerin Paula van Domelen, den sie per Internet-TV verfolgte.


Zuvor hatte ihre Tochter die Französin Laura Derai, Ella Carter-Ellen aus Großbritanien und die Österreicherin Bernadette Graf besiegt. Wie es ist, mit einer solch' großen physischen und psychischen Belastung fertig zu werden, kann die Mutter gut nachvollziehen, war die gebürtige Ungarin doch selbst Bundesligaspielerin und Trainerin der Hohenlimburger Wasserballerinnen. Für Miriam war nach ihrer Rückkehr aus Sarajewo am Montagabend nach dreitägigem EM-Stress erst einmal ausgiebiges Ausschlafen angesagt. „Sie war total kaputt”, berichtet ihre Mutter. Am Frankfurter Flughafen hatten einige ihrer Sportfreunde von der SU Annen der Letmatherin bereits einen herzlichen Empfang bereitet, im elterlichen Haus schloss sich noch eine kleine Feier an. Bis zum Ende der Sommerferien macht die 15-Jährige Sport-Pause.


Seit Januar hatte sie fast immer volles Programm: viermal die Woche Training in Witten und zusätzlich Wettkämpfe an den Wochenenden. Durch Zufall kam Miriam Dunkel zum Judo. Zwei Kinder aus der Letmather Nachbarschaft hatten sie im Alter von fünf Jahren zum Training in den Hohenlimburger Judo-Verein TV 1871 mitgenommen. Miriams Talent für die Sportart war schnell unverkennbar, und so folgte 2004 ihr Wechsel zur SUA wegen der dort professionelleren Trainingsbedingungen. In diesem Jahr kam dann die absolute Leistungsexplosion. Und ein Ende dieser äußerst erfolgreichen Entwicklung ist noch längst nicht abzusehen . . . ikz iserlohn


+++ 09.07.08 Ralf Mruck beendet seine Karriere +++

Gladbeck Ralf Mruck vom Judo-Club Nippon hat seine Karriere beendet. Der 44-jährige Gladbecker gehört zu den weltweit beste Wettkämpfern der geistig Behinderten. Im deutschen Behinderten-Judo sind seine Erfolg bislang unerreicht.

Nicht weniger als achtmal erkämpfte sich Mruck den Titel des internationalen sowie des nationalen Deutschen Meisters in der Wettkampfklasse I - ein in der Republik einmaliger Rekord. Der Gladbecker gewann bei internationalen und nationalen Turnieren zahlreiche weitere Medaillen.

 

Seine größten Erfolg erzielte Mruck bei den Special Olympic Games, die durchaus mit den Paralympics zu vergleichen sind. 2003 in der irischen Hauptstadt Dublin erkämpfte sich Mruck Gold, vier Jahre später in Shanghai Silber.

Ralf Mruck begann 1993 mit dem Judosport in der Integrationsgruppe des JC Nippon. Diese Gruppe war seinerzeit von Dr. André Lippeck und Dr. Wolfgang Janko in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Gladbeck/JC Nippon ins Leben gerufen. Schon bald wurde Mrucks außergewöhnliches Talent entdeckt und gefördert. Seit einigen Jahren trainiert er mit der Seniorenmannschaft des JC Nippon zusammen.

Eine große Ehre wurde Ralf Mruck im Jahre 2003 erwiesen, als ihm für seine großen sportlichen Erfolge im Judosport vom Ehrenrat des nordrhein-westfälischen Judo-Verbandes der 1. Kyu-Grad (Braungurt) verliehen wurde. Die Stadt Gladbeck verlieh dem Judoka die Goldene Sportplakette.

Dem Sport hat Ralf Mruck aber noch mehr zu verdanken. Beim Training lernte er nämlich seine heutige Verlobte Sabine Eiringhaus kennen, eine ebenfalls sehr erfolgreiche Judowettkämpferin. Obwohl der Gladbecker seine Karriere nun beendet, wird er auch zukünftig dem JC Nippon und dem Judosport in seiner Heimatstadt widmen. Mruck wird sich in der Jugendarbeit seines Vereins engagieren, ehrenamtlich versteht sich. Er wird also weiterhin täglich auf der Matte stehen, um den Nachwuchs etwas von seinem Können und seiner Erfahrung zu vermitteln.

Eigene sportliche Ziele verfolgt Mruck auch noch - er möchte nämlich den schwarzen Gürtel erwerben. Um diesen Meistergrad im Judo führen zu dürfen, muss er eine Prüfung absolvieren. waz gladbeck

 

 

+++ 08.07.08 Koppenburg erst im Finale gestoppt +++

Oberhausenerin wurde Vize-Weltmeisterin bei den Polizei-Titelkämpfen in Brüssel.

 

Nicole Koppenburg ist Vize-Weltmeisterin. Die Oberhausener Judoka und Polizeibeamtin lieferte bei den Polizei-Titelkämpfen der Ü 30 in Brüssel in ihrer Gewichtsklasse einen starken Wettkampf ab. An der gut organisierten Veranstaltung nahmen 1400 Sportler aus über 39 Nationen teil.

In dieser atemberaubenden Atmosphäre setzte sich die für Holten startende Kämpferin in ihrer Altersklasse eindeutig in der Vorrunde durch und bezwang scheinbar mühelos ihre Gegnerinnen aus England und Brasilien vorzeitig. Im Halbfinale schickte sie dann ihre deutsche Kontrahentin mit einem wunderschönen Hüftwurf auf die Matte. Ihr Siegeszug konnte erst durch die starke Französin False? im Finale gestoppt werden.

Kleine Unachtsamkeit

Hier geriet Nicole frühzeitig durch eine kleine Unachtsamkeit inden Rückstand. Trotz erbittertem Kampf konnte sie diesen Nachteil nicht mehr aufholen. Die Oberhausenerin musste sich an diesem Tag mit der Silbermedaille zufrieden geben und wurde damit in ihrer Klasse Vizeweltmeisterin im Einzel. nrz oberhausen

 

+++ 07.07.08 Annens beste Judoka aller Zeiten: Miriam Dunkel ist Europameisterin +++

Ringo Wittig für SU Witten-Annen

 

Miriam Dunkel von der SU Annen ist U 17-Europameisterin . Damit ist die 15-Jährige, die sich vor einigen Monaten schon den Deutschen Meistertitel sicherte, die beste Nachwuchs-Judoka Europas. Auf der U 17-EM in Sarajevo holte sich die SUA-Kämpferin am Wochenende mehr als souverän den Titel.

"Mehr geht in dem Alter nicht. Als ich die Siegerehrung gesehen habe, sind mir sogar ein bisschen die Tränen gekommen", sagt Annens Judo-Geschäftsführer Matthias Kiehm, der sich das Turnier im Internet-TV ansah. Mindestens genauso ging es Miriams Mutter Alice Dunkel, die ebenfalls zu Hause blieb: "Ich bin sprachlos."

So richtig hatte sie allerdings gar nicht an den Titel geglaubt, als ihre Tochter vergangene Woche nach Bosnien aufbrach: "Im Mai hatte sie eine lange Verletzungspause wegen ihres Handgelenks. Es war einfach überbelastet." Als sie ihre Kämpfe dann am gestrigen Sonntag im Internet sah, war sie sich sicher: "Das Finale war der beste Kampf, den sie je gemacht hat."

Überzeugende Vorstellung auf der Matte

Doch auch der Weg den Endkampf beeindruckte die Szenekenner in
Sarajevo: Drei der vier Kämpfe, die die Iserlohnerin aus den Reihen der SU Annen in der bosnischen Hauptstadt bestritt, beendete sie vorzeitig. Zum Auftakt hielt sie Laura Derai aus Frankreich nach 3:48 Minuten fest und siegte per Ippon. Im zweiten Kampf, gegen Ella Carter-Allen aus Groß Britannien, war bereits nach 1:15 min. Schluss: Waza-ari. Mehr Gegenwehr lieferte Bernadette Graf aus Österreich. Im Halbfinale entschied nur eine Koka. Der Endkampf gestaltete sich dann wieder recht einseitig, Dunkel kämpfte überlegen und siegte nach 2:56 min. per Ippon gegen die Niederländerin Paula van Dommelen.

Bereits am Montag (7. Juli) wird die frisch gebackene Europameisterin nach Deutschland zurückkehren. In Sarajevo waren auch ihre Trainer Karsten Flohrmann und Frank Urban. In ihrer sportlichen Heimat soll sie angemessen begrüßt werden. "Wir machen einen offiziellen Festakt daraus", so Kiehm.


+++ 04.07.08 Generalprobe für Peking +++

Bei den IDEM in Braunschweig geht es für viele Olympiateilnehmer wie SUA-Mann Benjamin Behrla um einen Formcheck vor den Spielen. Zehn SUA-Kämpfer sind dabei

JUDO INTERNATIONALE DEUTSCHE MEISTERSCHAFTEN Witten. Raus aus dem Training, rauf auf die Matte: Für Judo-Ass Benjamin Behrla von der SU Annen läuft die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Peking Mitte August auf Hochtouren. Auf Wunsch von Bundestrainer Frank Wieneke verzichtete der 22-Jährige auf seinen Einsatz für den Bundesligisten am vergangenen Samstag gegen JC Frankfurt/Oder, bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDEM) in Braunschweig aber darf der EM-Dritte 2008 nicht fehlen.

Es geht um eine letzte Standortbestimmung, ein Kräftemessen mit zahlreichen Weltklasse-Judoka, ehe der Endspurt Richtung Peking beginnt. Für manche geht es sogar noch um die Tickets: Die Franzosen etwa suchen in den unteren Gewichtsklassen noch ihre Kandidaten für die Spiele - und die werden in der Volkswagen-Halle alles geben. Mehr als 500 Sportler aus mehr als 40 Nationen sind angemeldet - rekordverdächtig, meldet der Veranstalter und hat bereits reagiert: Die Kämpfe im K.o.-System mit doppelter Trostrunde beginnen am Samstag und Sonntag jeweils eine Stunde eher als geplant, um 9 Uhr. Die Finalkämpfe steigen jeweils ab 17 Uhr.

Behrla (- 100 kg) greift am Sonntag ein. "Er kommt mitten aus dem Training heraus und will das ein oder andere ausprobieren. Für ihn geht es jetzt nicht unbedingt um eine Medaille", sagt sein SUA-Trainer Andreas Reeh. Dennoch aber könnte er am Ende auf dem Treppchen stehen. Eine Medaille bei den IDEM traut Reeh, selbst vor Ort, auch Christophe Lambert (- 81 kg) zu - zumal er ein Heimspiel hat, weil er nahe Braunschweig wohnt. "Er muss an die zuletzt guten Leistungen in der Liga anknüpfen", sagt Reeh. Und: "Er ist ein Mann der kommenden Jahre."

Jeroen Mooren, sonst in der Klasse bis 60 kg zuhause, will "mal die 66-Kilo-Klasse testen", erklärt Reeh, der von Marcel Haupt (- 60 kg) "mehr Konstanz" erwartet. "Das ist für ihn eine gute Möglichkeit, seine Fähigkeiten gegen starke Gegner zu zeigen." Für die meisten anderen SUA-Kämpfer, die Talente wie Stefan Oldenburg (- 81 kg), Tobias Pahnke (- 100 kg) oder Andre Nagel (- 90 kg), gilt: "Lernen, lernen, lernen". So vertreten auch Marcello Greco (+ 100 kg) und Steffen Lang (- 66 kg) sowie Dani Libosan bei den Frauen die SUA-Farben. Infos: www.judo-idem.de. rari waz witten


+++ 03.07.08 Annens Beste +++

Von Felix Guth

Die 15-jährige Miriam Dunkel kämpft am Sonntag im bosnischen Sarajewo um die U-17-Europameisterschaft.Damit ist die Schülerin schon jetzt die "erfolgreichste Frau" in der Geschichte der SUA, sagt ihr Trainer

 

JUDO TALENTE IM BLICKPUNKT Annen. Miriam Dunkel ist ein ruhiger, eher schüchterner Typ. Eine ganz normale 15-Jährige eben. Doch das ändert sich, wenn das Talent von der SU Annen die Judo-Matte betritt. Dann entwickelt sie einen Kampfgeist, mit dem sie in der jüngeren Vergangenheit die Gegnerinnen gleich reihenweise aufs Kreuz legte. Der Lohn: An diesem Sonntag startet sie bei der U-17-Europameisterschaft in der bosnischen Hauptstadt Sarajewo.

Der Wettkampf auf dem Balkan ist nicht irgendein Turnier - er ist das größte Event, das eine Judoka in dieser Altersklasse überhaupt erreichen kann. "Dass es etwas besonderes ist, habe ich im Training gemerkt. Denn das war deutlich härter als sonst", sagt die Schülerin.

Zuletzt trainierte sie sechs Tage lang intensiv im Leistungsstützpunkt in Frankfurt/Oder. Von wegen Ferien! "Es ging um Technik und darum, das Repertoire zu erweitern", sagt das Judo-Talent.

Dabei braucht Trainer Karsten Flohrmann ihren Fleiß eigentlich nicht besonders anzustacheln. "Sie arbeitet schon viel an sich", meint der Annener, der die Nachwuchshoffnung seit drei Jahren coacht. Ihm steht dabei Landestrainer Frank Urban zur Seite, der sich sehr stark für Miriam Dunkels Karriere engagiert.

Drei- bis viermal in der Woche pendelt die Schülerin aus Iserlohn nach Witten. "Das ist kein Problem", sagt sie. "Denn die meisten meiner Freunde habe ich hier beim Judo."

Im SUA-Sportzentrum am Kälberweg findet sie exzellente Bedingungen vor. Und nutzt diese, um ein kleines Stück Vereinsgeschichte zu schreiben. "Das ist der größte Erfolg, den jemals eine Frau aus der Annener Judo-Abteilung erreicht hat", sagt Flohrmann. Für ihn ist das ein Zeichen, "dass die Frauen den Männern langsam den Rang ablaufen."

Schon die Qualifikation für Sarajewo wird als große Leistung eingestuft. Aber dabei sein ist eben doch nicht alles. Und deshalb wünscht sich Miriam Dunkel eine "Platzierung am besten unter den ersten Drei".

Dass sie in der Lage ist, auf einem Niveau mit der internationalen Konkurrenz zu kämpfen, bewies die Zehntklässlerin in der laufenden Saison. Die Deutsche Meisterschaft und äußerst überzeugende Auftritte bei Turnieren im Ausland machen berechtigte Hoffnung auf eine erfolgreiche EM-Premiere in der Klasse bis 70 kg am Sonntag.

Bereits gestern landete die 15-Jährige in Sarajewo. Das Trainerduo Flohrmann und Urban sorgte dabei kurzfristig für eine freudige Überraschung: Denn die beiden werden am Sonntag auf der Tribüne sitzen und Miriam unterstützen. "Vertraute Gesichter zu sehen hilft schon sehr", sagt die Annener EM-Hoffnung. waz witten

 

+++ 03.07.08 Trapp ist jetzt "Grandmaster" +++

Friedrichsfelder Trainer wurde in Brüssel zum fünften Mal in seiner Altersklasse Senioren-Weltmeister.

Geschafft! Walter Trapp hat in Brüssel in der Klasse bis 81 Kilogramm zum fünften Mal hintereinander bei den Senioren-Weltmeisterschaften im Judo den Titel geholt. Nach fünf Erfolgen in Folge erhält der Trainer der SV 08/29 Friedrichsfeld von der "World Masters Judo Association" den Titel eines "Grandmaster". Das hat bisher noch kein deutscher Judoka im Seniorenbereich geschafft.

In Brüssel hingen die Trauben besonders hoch. 14 Teilnehmer aus zehn Nationen wollten in der Klasse M 7 den Titel erreichen. Insgesamt nahmen rund 1200 Judoka aus 50 Nationen an diesem Turnier teil.

Den Auftaktkampf gewann der "Vereinigten"-Übungsleiter gegen den Amerikaner Michael Burr mühelos mit Ippon durch Haltegriff. Doch schon in der zweiten Runde gab es mit dem Tschechen Hasik eine härtere Nuss. Aber nach einem Uchi-Mata-Versuch des Tschechen gelang Walter Trapp mit einem Gegendreher eine große Wertung (Wazari), die er bis zum Kampfende verteidigte.

Jetzt warteten noch zwei Japaner auf Trapp. Kazumi Moroyama fand absolut kein erlaubtes Mittel bei Trapp einen Griff oder Wurf anzusetzten. Als er für eine unerlaubte Aktion eine Strafe (Shido) erhielt ging Walter Trapp in Führung. Mit einer Seionage-Technik (Schulterwurf) baute er die Führung (Kokawertung) aus und schaffte konzentriert den Finaleinzug.

Im Finale ging es gegen den Japaner Haruo Seike, und der Kampf wurde fast zur Kopie des vorangegangenen Halbfinales. Ebenfalls eine Strafe und eine Wertung für eine Schulterwurftechnik brachten dem Deutschen einen komfortablen Punktvorsprung, den sich Walter Trapp auf dem Weg zum "Grandmaster-Titel" nicht mehr nehmen ließ. nrz dinslaken



+++ 01.07.08 Hansen lässt die Hertha-Fans toben +++

Von Heribert Förster
Brand/Walheim. Roland Schiffler verkündete den Zwischenstand: „Steffen Krüger erhöht auf 9:2“, und nach einer kurzen Pause – „für Hertha Walheim“. Der Abteilungsleiter des Judo-Bundesligisten Hertha Walheim gab am Samstag beim Kampf gegen den SV Georg Knorr Berlin auch den Hallensprecher. Und der Zusatz musste sein, denn dass die Herthaner ihre Gegner derart souverän auf die Schultern legen würden, durfte man von einem Aufsteiger nicht zwingend erwarten.
Doch das Team von Trainer Oliver Rychter wurde gegen den Tabellenletzten seiner Favoritenrolle gerecht, begeisterte die rund 300 Fans im Ausweichquartier an der Rombachstraße in Brand beim 10:2-Erfolg und steht nach drei Kämpfen noch ungeschlagen und mit den meisten Einzelsiegen aller acht Teams auf Tabellenplatz 2 der Gruppe Nord. Respekt!

Schnupperphase beendet

Wäre die Saison jetzt zu Ende, ‚„hätte ich nicht unbedingt was dagegen“, sagt Oliver Rychter. Oder vielleicht doch? Denn dem Trainer würden vielleicht noch viele gute Auftritte entgehen. Wer weiß, wie die Entwicklung zum Beispiel von Christopher Hansen weitergeht? Der 23-jährige Neuzugang vom JC Langenfeld war eigentlich „eher für das Regionalliga-Team vorgesehen“, sagt Sportkoordinator Frank Heynen, „er sollte vielleicht ein, zweimal in die Bundesliga reinschnuppern“. Geschnuppert hat Hansen schon in Braunschweig, als er Tristan Behrens am Rande einer Niederlage hatte. Samstag kämpfte sich Hansen dann mit zwei beherzten, mutigen Auftritten in die Herzen der Fans. Musste er sich im ersten Kampf kurz vor Schluss noch dem Weltranglisten-14. Milos Mijalkovic beugen, wurde sein offensiver Kampfstil im Duell mit Michael Ströter belohnt. Mit zwei Schulterwürfen beendet er den Kampf vorzeitig und durfte die stehend vorgetragenen Ovationen der begeisterten Fans genießen.

Doch der Star ist in Walheim die Mannschaft, die geschlossen stark auftrumpfte. Als da wären:

Leon Borgsteede, der den DM-Dritten Anderson Immerschied jederzeit beherrschte, im zweiten Kampf aber gegen den sehr passiven Berliner „nur“ zu einem Unentschieden kam.

Florin Petrehele, der wie Hansen brillierte. Seiner bestechenden Form war im zweiten Kampf auch der aufgerückte Mijalkovic nicht gewachsen. Ein ganz starker Auftritt des gebürtigen Rumänen!

Thomas Kessler, bei dem der Knoten platzte. Der Neuzugang demonstrierte seine herausragenden Fähigkeiten im Standkampf und auf dem Boden und gewann so souverän wie in Runde 1 Patrick Schweitzer.

Die schweren Hertha-Jungs Steffen Krüger, Grim Vuijsters und Alexander Moonen ließen ihren körperlich unterlegenen Gegnern keine Chance, während Patrick Haas gegen Matthias Konitz vom Kampfrichter benachteiligt wurde.

Neben Hansen verlor auch Benjamin Al-Baghdadi, der mit der Umstellung von der -81-kg-Klasse in die -90-kg-Klasse zu kämpfen hat und körperlich noch nicht „fertig“ ist. AN/AZ


+++ 01.07.08 Anke Pfeifer mit zwei Titeln bei Senioren-WM +++

 

Brüssel/Brachbach. Bei den Senioren-Judo-Weltmeisterschaften in Brüssel holte sich Anke Pfeifer aus Brachbach den Titel im Schwergewicht ihrer Altersklasse (Frauen 3).

 

Im ersten Kampf besiegte die für die Judovereinigung Siegerland (JVS) startende Anke Pfeifer Paola Pilichiewicz (France) bereits schon nach sieben Sekunden mit Uchi-mata (jap. für "Innerer Schenkelwurf"). Den Zweiten Kampf gewann sie souverän mit einer Kontertechnik.

Am Sonntag kämpfte sie in der offenen Klasse und gewann ihren zweiten Titel. Im ersten Kampf besiegte sie die Engländerin Jacpui Lloyd mit einem Hüftwurf nach wenigen Sekunden. Auch die Brasilianerin Rosangela de Oliveira hatte Anke Pfeifer mit zwei Kontertechniken gut im Griff und besiegte sie nach Punkten.

Im Finale stand sie ihrer Deutschen Mannschaftskameradin Tanja Schöneborn (Judo Team Holten) gegenüber, auch in diesem Kampf ließ Anke Pfeifer nichts anbrennen und besiegte ihre Gegnerin wieder mit einem Uchi-mata. westfälische rundschau

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