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Januar 2010

 

+++ 31.01.2010 PSV auch auf Bezirk erfolgreich +++

Der Judonachwuchs der Polizei-Sportvereinigung Bochum bleibt weiter auf Erfolgskurs. Gleich vier von fünf Judokas der PSV Bochum schafften bei den diesjährigen Bezirksmeisterschaften der U 17 männlich die Qualifikation zu den Westdeutschen Meisterschaften in Holzwickede.

Wie bereits bei den Kreismeisterschaften dominierten Jens und Tim Malewany die Gewichtsklasse bis 43 kg.

Tim Malewany marschierte mit zwei vorzeitigen Siegen ins Halbfinale. Dort traf er auf Thilo Siegling vom Dortmunder BSV. Nach einer konzentrierten Leistung behielt er mit einer großen Wertung die Oberhand und zog ins Finale ein. Dort traf er auf Victor Krämer von Dortmund-Dorstfeld, gegen den sein Bruder Jens bereits im Viertelfinale verlor.
Im Endkampf unterlag Tim Malewany wie sein Bruder dem Dortmunder Krämer.
Jens Malewany setzte sich in der Trostrunde mit drei gewonnen Kämpfen durch und holte somit die Bronzemedaille.

Auch in der Gewichtsklasse bis 60 kg hatte die PSV Bochum gleich zwei Judokas im Rennen.
Milan Erdmann und Alexander Sikorski verloren in der Vorrunde sowie im Halbfinale jeweils gegen den späteren Bezirksmeister Philipp Schütte aus Holzwickede. Über die Trostrunde kämpfte sich Milan Erdmann ins kleine Finale gegen seinen Vereinskameraden Alexander Sikorski. Wie bereits bei den Kreismeisterschaften gewann Milan Erdmann das interne Vereinsduell und qualifizierte sich als Dritter ebenfalls für die Westdeutschen Meisterschaften.

Als Kreismeister ging in der Gewichtsklasse bis 66 kg Sven Malewany an den Start. Trotz Lospech ging er konzentriert auf die Matte und gewann in überlegener Manier  seine vier Vorrundenkämpfe  vorzeitig. Das Finale war die Neuauflage des Kreisfinales. Hier traf er auf Philipp Schlag von Judoka Wattenscheid. In einem sehr abwechslungsreichem Endkampf gewann Schlag knapp mit einer Yuko-Wertung gegen Sven Malewany. In der gleichen Gewichtsklasse belegte wie bereits bei den Kreismeisterschaften Marco Pohl von Samurai Bochum den 3. Platz.

Zwei Vizemeister und zwei Dritte sind seit Jahren eine der besten Bilanzen für den U 17 Nachwuchs der Polizei-Sportvereinigung Bochum. Trainer Jürgen Wagner fährt nun mit allen vier Platzierten zu den Westdeutschen Meisterschaften in Holzwickede.

Die Judokas konnten sich aber auch über weitere gute Platzierungen der Bochumer U 17 männlich freuen:
1. Platz - Vadim Sherba - Kentai Bochum bis 81 kg 2. Platz - Pascale Grundmann - SU Annen bis 50 kg 3. Platz - Georg Beckmann - Kentai Bochum, Marco Adumczuk - 1. JJJC Bochum beide bis 73 kg. psv bochum

+++ 30.01.2010 Botschafter des deutschen Sports +++


VON ROLAND GREIFE

(WN) Telgte - Er hat noch nie in seinem Leben auf Skiern gestanden und auch sonst mit Wintersport eigentlich nichts am Hut. Und trotzdem gehört Moritz Belmann zur erweiterten Olympiamannschaft für Vancouver. Der 18-jährige Abiturient nimmt vom 11. bis 26. Februar am Jugendlager in der kanadischen Metropole teil, zu dem er von der Deutschen Olympischen Akademie und der Deutschen Sportjugend eingeladen wurde.
45 junge Leute zwischen 17 und 19 Jahren bilden die Gruppe. Sechs von ihnen erhielten eine Art „Wildcard“. Diese Plätze wurden für Jugendliche frei gehalten, die sich im Sport besonders engagieren. Moritz Belmann gehört dazu. Der Judoka ist Jugendsprecher des NRW-Landesverbandes, zählt zum Sprecherteam der Landessportjugend und ist in gleicher Funktion beim Deutschen Judoverband aktiv. Er moderiert Tagungen, besucht Seminare und ist dafür manches Wochenende unterwegs. Meist bringt er freitags dann schon seinen Koffer mit zur Schule, um nach Unterrichtsschluss gleich durchzustarten.
Und wie die Athleten selbst, wurde auch Moritz Belmann für Olympia in Vancouver eingekleidet. Trainingsanzug, Tasche, Schuhe, Winterjacke - das Komplettpaket eben. Bei der Einkleidung in München hat der Gymnasiast auch erstmals seine „Olympiapaten“ getroffen, Rosi Mittermaier und Christian Neureuther. „Das war schon cool, die beiden kennenzulernen“, erzählt Belmann. Bei einem Ausflug zur Olympia-Schanze in Garmisch habe er Mittermaier gesagt, dass er nicht Ski fahren könne. „Dafür haben wir ja zwei Wochen Zeit“, habe sie schmunzelnd geantwortet.
Das Jugendlager wird in Pemberton untergebracht sein, einem Ort in der Nähe von Whistler, wo die olympischen Skiwettbewerbe ausgetragen werden. Natürlich werden sich die jungen Leute aus Deutschland Entscheidungen ansehen. „Wir haben Karten für sieben Veranstaltungen“, erzählt Belmann.
Aber die Jugendlichen sind weit mehr als einfache Olympiatouristen. „Wir sollen Botschafter sein für den deutschen Sport und für die Olympia-Bewerbung Münchens im Jahr 2018.“ Er habe deshalb in den vergangenen Wochen viel über die olympische Idee nachgelesen und auch über die Bewerbung der bayrischen Landeshauptstadt. Den Teilnehmern des Jugendlagers, die auch Zugang zum Olympischen Dorf haben, sei zu diesen Themen viel Material an die Hand gegeben worden. „Die Vorfreude ist riesig“, fiebert der Schüler der Abreise bereits entgegen. Für ihn ist es schon die zweite Olympiade, die er live miterlebt. 2008 war er in Peking dabei.
Moritz Belmann, der inzwischen für den TSVE 1890 Bielefeld (Einzel) und den 1. JJJC Dortmund (Mannschaft) auf die Judomatte geht, muss für seinen Olympia-Aufenthalt vom Gymnasium St. Mauritz beurlaubt werden. Schulbücher will er auf jeden Fall mitnehmen nach Kanada. Denn nach seiner Rückkehr bleibt ihm nur das Wochenende, um den Jetlag aus den Knochen zu bekommen, weil am Montag drauf im Fach Geschichte bereits die erste Vorklausur fürs Abitur ansteht. westfälische nachrichten telgte

 

+++ 28.01.2010 Marcel Lauer überrascht +++


Bei einem Turnier in Belgien in der U 20.
(NRZ) Nach der Teilnahme an den deutschen Einzelmeisterschaften im vergangenen Jahr startet der junge Marcel Lauer vom Judo-Team Holten jetzt richtig durch. Beim internationalen Antwerpen Open ging er zum ersten Mal in der Alterklasse U20 an den Start. In der Gewichtsklasse über 100 kg musste er sich mit zum Teil zwei Jahre älteren Kämpfern messen. Bis zum Finaleinzug setzte er sich hier trotzdem durch und belegte den hervorragenden zweiten Platz.
Bei den Kreiseinzelmeisterschaften für die Altersklasse U17 konnten sich Jens Gnaudschun (-46 kg, 3.Platz), Jan-Hendrik Scheuer (-46 kg, 2.Platz), Tristan Auwelaers (-55 kg, 3.Platz), Daniel Ginzburg (-66 kg, 1. Platz), Annika Grübel (-70 kg, 2. Platz), Chris Koppers (-55 kg, 2. Platz) und Stephan Sommer (-60 kg, 1. Platz) für die Bezirkseinzelmeisterschaften Samstag in Velbert qualifizieren.
Bei einem Kreisturnier für die Altersklassen U11 und U14 konnten sich folgende Judoka des Judo-Team einen Platz auf dem Treppchen erkämpfen. Leonie Czogalla (-38 kg), Kyra Najdowski (-30 kg), Cedric Stahl (-31 kg) und Nils Gnaudschun (-55 kg) belegten erste Plätze. Cedric Siebert (-43 kg) wurde Zweiter. Selina Hasnik (-33,5), Alexa Kala (-28 kg), Alessio Lain, Maximilian Borys und Can Murat Inam wurden jeweils Dritte. nrz oberhausen


+++ 27.01.2010 Turniersieg für Nicole Mosgoll in Belgien +++


Am vergangenen Wochenende nahmen vier Judoka des JC 66 Bottrop an einem international Turnier in Antwerpen teil.


Nicole Mosgoll sicherte sich nach vier Kämpfen die Goldmedaille in 63-Kilogramm Klasse. Bis 66 Kilogramm wurde Jan Tefett erst im Halbfinale gestoppt. Anschließend lieferte er sich ein spannendes Duell um die Bronzemedaille mit seinem belgischen Kontrahenten das er am Ende für sich entscheiden konnte.


Jan-Niklas Heming und  Hamsat Isaev starteten in der Gewichtsklasse bis 50 Kilogramm. Nach einem Auftaktsieg, musste sich Hamsat in seiner Zweitbegegnung dem späteren Turniersieger geschlagen geben. In der Trostrunde siegte Hamsat noch zwei Mal, bevor im Einzug in das kleine Finale seinem Gegner nur knapp unterlag und das Turnier mit Platz sieben beendete.
Jan-Niklas Heming startete im unteren Pool mit einem Blitzsieg und dominierte auch in den beiden folgenden Kämpfen. Erst im Finale musste er sich seinem Kontrahenten aus Österreich geschlagen geben. „Das war ein gutes Vorbereitungsturnier auf die anstehenden Einzelmeisterschaften, ich bin mit den gezeigten  Leistungen zufrieden,“ kommentierte JC-Trainer Christoph Paris das Abschneiden der JC-Judoka. jc 66 bottrop


+++ 27.01.2010 Qualifikation locker geschafft +++

Von Nils Balke
(NRZ) Voerde. Beim ersten Höhepunkt der Judosaison 2010, den U17-Kreiseinzelmeisterschaften in Voerde, qualifizierten sich alle sechs Friedrichsfelder für die nächste Runde auf Bezirksebene in Velbert. Unter dem Strich standen fünf Kreismeistertitel.

Frank Gerpheide saß hinter dem Tisch der Wettkampfleitung, hatte seine Unterlagen sorgfältig vor sich ausgebreitet und ein offenes Ohr für so ziemlich alle Fragen und Anliegen, mit denen sich die Leute an ihn wendeten. Es schien fast so, als gäbe es kaum etwas, das den Pressewart der Friedrichsfelder Judo-Abteilung noch hätte aus der Ruhe bringen können, nachdem die erste Hürde bei den Kreiseinzelmeisterschaften kollektiv gemeistert worden war, sich also alle sechs angetretenen U17-Judoka der gastgebenden SV 08/29 mit fünf Kreismeistertiteln und einem zweiten Platz in der Halle am Voerder Schulzentrum-Nord für die Bezirksmeisterschaften qualifiziert hatten.

„Alle haben die Qualifikation souverän und locker geschafft", bilanzierte Gerpheide, der sich besonders für Finn Frederic Bittscheidt (-43 kg) und André Ridderskamp (-60 kg) freute, die erstmals in der höheren Altersklasse auf der Matte standen und deren U17-Debüt mit dem jeweils ersten Platz nicht besser hätten verlaufen können.

Eine Einschätzung zu ihren Chancen in Velbert, wo am kommenden Wochenende die Bezirksmeisterschaften ausgetragen werden, wollte Gerpheide nicht abgeben. Für ihn steht aber fest: „Eine Teilnahme an den Westdeutschen Meisterschaften wäre für die beiden ein sehr großer Erfolg, eine spätere Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften eine Sensation."

In Velbert wollen nun auch Thilo Titze (-50 kg), Jörn Lohmann (-90 kg) und Jenny Klaus (-48 kg), die ebenfalls ungefährdet Platz eins belegten, ihre Chance nutzen. Friedrichsfelds Viviane Kraus (-63 kg) – verletzungsbedingt auf dem zweiten Rang gelandet – hofft nun, dass sie ohne ernsthaftere Beschwerden an den Wettkämpfen auf Bezirksebene teilnehmen kann, bei denen auch die Friedrichsfelder Oberliga-Judoka Hendrik Lohmann und Jeffrey Kramer in der Altersklasse U20 eine Fahrkarte zu den Westdeutschen Meisterschaften ergattern wollen.
Lars Broßehl holte direkt Platz eins

Beim Judo-Kreispokalturnier für die U11- und U14 Jugend, sowie für den Seniorenbereich, ausgerichtet von der Judoabteilung der SV 08/29 Friedrichsfeld, erreichte der Gastgeber in der Vereinswertung keine Platzierung, aber es gab gute Einzelplatzierungen.

Bei der U11 holte Lars Broßehl bei seiner ersten Turnierteilnahme direkt den ersten Platz, und Vivian Schmitz landete auf Platz zwei. Einen zweiten Platz erreichte bei der U14 Sandro Webers. Dritte Plätze gabes für Mattis Hülsermann und Bennet Bittscheidt. Andre Schmitz wurde Fünfter.

Daneben ehrte die Kreisjugenleitung noch die Jahrgangsbesten der Rangliste des Kreises Kleve. Hier durften Ruben Wojnowksi (1. in der U17) und Finn Bittscheidt (1. in der U 14) zwei Sonderpokale entgegennehmen.

Abgerundet wurde das Turnier in Friedrichsfeld mit den Kämpfen der Senioren, die in zwei Klassen bis 66 kg und + 66 kg antraten. Bis 66 kg belegten drei 08/29 Judokas die ersten drei Plätze, in der Reihenfolge Marius Rühl, Benjamin Schmidt und Phil Rehmann. Über 66 kg siegte Hendrik Lohmann, Dritter wurde Christian Bordin, Fünfter Ruben Wojnowski. nrz dinslaken


+++ 26.01.2010 „Olympia wäre schön“ +++


SU Annens Judoka und Deutsche-Vizemeisterin Miriam Dunkel

Von Jürgen Koers
(RN) WITTEN Zwischen Podestplatz und Schulbank lag nur ein halber Tag. Eben noch in Bayreuth die Silbermedaille bei der Deutschen Einzelmeisterschaft im Judo abgeräumt, sitzt Miriam Dunkel (17) am Montagmorgen schon im Sportinternat in Köln im Unterricht. Im Interview mit RN-Redakteur Jürgen Koers spricht sie über ihre Doppelbelastung, ihren Ärger über Platz zwei und das gute Gefühl, das in ihr steckt.
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Im Finale der Deutschen Judo-Meisterschaft war SU Annens Miriam Dunkel (r.) zunächst obenauf, holte dann gegen Laura Vagas-Koch "nur" Silber.
Foto: Bilderdienstbonn.de
Hattest Du Zeit zum Feiern nach der Deutschen Vize-Meisterschaft?
Dunkel: Nein, leider nicht. Ich musste sofort wieder zurück zur Schule und zum Training.

Wie packst du diese Doppelbelastung mit Unterricht und Leistungssport?
Dunkel: Ach, das geht. Na klar geht das. Muss ja auch. Wobei: Manchmal ist es auch sehr anstrengend. Aber auch noch machbar.

Hilft dir da der Ehrgeiz?
Dunkel: Im Sport bin ich ehrgeizig, das stimmt. In der Schule allerdings nicht so. Es reicht für den guten Durchschnitt. Damit bin ich insgesamt ganz zufrieden.

Zurück zum Judo: Wie hast du diese Deutsche Meisterschaft erlebt? Hast du so einen Erfolg erwartet?
Dunkel: Ich war selber überrascht. Eine solche Platzierung hatte ich ehrlich gesagt gar nicht erwartet.

Und dann standst du plötzlich im Finale.
Dunkel: Dann war ich auch plötzlich sehr aufgeregt, bin aber trotzdem in Führung gegangen. Und dann leider blöd hingefallen und im Haltegriff meiner Gegnerin gelandet.

Mehr zu diesem Thema
Frauen:     Miriam Dunkel ist Deutsche Vize-Meisterin
Männer:     Behrla holt Silber - Bronze für Breitbarth
Vorbericht:     Elf Annener kämpfen bei der DM
Link:     Zur Homepage der SUA Witten
Link:     Aktuelles vom Judo-Bund
Schmerzt die Niederlage?
Dunkel: Ich ärgere mich schon, aber es ist nicht mehr zu ändern. Laura Vagas-Koch gehört zwar zu den Besseren in Deutschland, aber nicht zur absoluten Spitze. In den Kämpfen vorher hatte ich vermeintlich stärkere Gegnerinnen bezwungen. Wobei ich auch sagen muss: Mit Kerstin Thiele hat die beste deutsche Frau in der 70 kg-Klasse gar nicht gekämpft.

Was nimmst du mit von dieser DM?
Dunkel: Es ist eine Erfahrung. Ein zweiter Platz bei einem großen Turnier. Mehr aber auch nicht.

Was ist der nächste Höhepunkt?
Dunkel: Ich würde ganz gerne zur Europameisterschaft der U 20 fahren. Die ist im September in Bulgarien. Ich hoffe, ich kann mich qualifizieren.

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Mittendrin bei Deutschlands besten Judoka bis 70kg: Miriam Dunkel (l.) von der SU Annen.
Foto: Bilderdienstbonn.de
2012 wärst du 19 Jahre alt. Ist Olympia in London ein Thema?
Dunkel: Mal gucken, wie es läuft. Ich plane gar nicht so weit voraus. Aber irgendwann mal bei Olympischen Spielen dabei zu sein, das wäre schön. Wie gesagt: Gucken, was kommt.

Die Bundesliga liegt da deutlich näher.
Dunkel: Da hoffe ich, dass ich ein paar Kämpfe für die SUA machen darf in der nächsten Saison.

In Witten trainieren mehrere talentierte Judoka. Bist du denen ein Vorbild, weil du den Sprung schon schaffst?
Dunkel: Das weiß ich nicht. Da haben wir auch nie drüber geredet.

Was macht dich so stark?
Dunkel: Schwer zu sagen.

Was sagen denn die Trainer?
Dunkel: Die sagen dann, dass ich ein gutes Gefühl für Judo habe. ruhrnachrichten witten


+++ 26.01.2010 PSV holt 3 x Gold +++


Die Mädchen der Polizei-Sportvereinigung Bochum holten beim heimischen Kreisturnier der U 14  gleich dreimal Gold und waren somit der erfolgreichste Verein bei den weiblichen Teilnehmern.

Den Auftakt machte Lea Föbus bis 33 kg. Sie verlor nur einen Kampf und wurde mit zwei blitzschnellen Siegen Zweite.

Besser lief es für Hannah Buschman bis 36 kg. Im Finale blieb sie siegreich und holte das erste Gold für die PSV.


Pech hatte Michelle Bazynski bis 40 kg. Als fünfte verpasste sie nur knapp das Treppchen.

Im Eiltempo wurde in der Gewichtsklasse bis 48 kg Isabelle Sandvoß Turniersiegerin.  Einen Achtungserfolg erreichte bei ihrem ersten U 14 Turnier Naomi Schwarz. Sie belegte gleich den dritten Platz.

Den Goldreigen komplettierte bis 63 kg Jennifer Graw. Mit zwei schnellen Kämpfen im Sekundentakt holte sie überlegen dei Goldmedaille.

Die Jungen holten zwar kein Gold nach Bochum, konnten aber mit drei Silbermedaillen überzeugen.


Alexander Zaikin verlor bis 46 kg den Endkampf gegen Gieselmann aus Hattingen. Nur ganz knapp verlor bis 50 kg Jan Niklas Schwarz den Endkampf gegen Marcel Eberhardt von der SU Annen. Erst in der Verlängerung wurde er aus dem Gleichgewicht gebracht, was seinem Gegner nach Meinung der Kampfrichter die siegbringende Yukowertung bescherte. Alle guten Dinge sind drei dachte sich Lukas Fritz bis 55 kg und holte hier die dritte Silbermedaille für die PSV Bochum.

Dominik Besche erreichte bis 43 kg den 5. und Jens Caspari den 7. Platz.  Ebenfalls den 7. Platz erreichte René-Maximilian Peltz bis 37 kg.


+++ 26.01.2010  Selbstverteidigung für Senioren:Gegen das Kuschen +++


Von Svenja Hanusch
(WAZ) Bei der Selbstverteidigung lernen Senioren, den richtigen Ton zu treffen, Körpersprache und Abwehrgriffe.

„Ich bin kein Opfer! Ich kann mich wehren!” Renate Knappe (64) hat ihr Selbstbewusstsein kräftig aufgetankt. Kniffe und Tricks gelernt. Im Handumdrehen wehrt sie Ehemann Horst (67) ab, der ihr ordentlich an die Gurgel geht. Einen Ehestreit haben sie nicht. Ganz im Gegenteil: Die Knappes machen mit bei der Selbstverteidigung für Senioren.

Das Angebot des Senioren-Büros läuft seit Oktober vergangenen Jahres in den Räumen des Deutschen Roten Kreuzes an der Talstraße. Zwölfmal trafen sich die 20 Teilnehmer bereits. Zwölfmal lernten sie in Rollenspielen, wie sie mit Angriffen verbaler und körperlicher Art richtig umgehen.

Schließlich ist die Angst vor Übergriffen wie dem in der Münchener U-Bahn, bei dem Jugendliche im Dezember 2007 einen Rentner fast zu Tode prügelten, enorm gewachsen. „Manche Teilnehmer haben selbst Erfahrungen gemacht, haben Angst im Dunkeln mit der Straßenbahn zu fahren”, erklärt Jürgen Siepermann vom Fachbereich Soziales der Stadt. Der Pflegeberater weiß aber auch: „Es sind oft subjektive Ängste, die da stattfinden. Wir erstellen mit den Teilnehmern ein Konzept, wie sie sich mit einer Not-Situation am besten auseinandersetzen.”

Judo-Trainer Manfred Suppa erklärt:

Regel Nummer 1: Nicht einmischen. Im Fall der U-Bahn-Attacke ging der Rentner rauchende Jugendliche an. Ein Fehler? „Ich sollte nur dann Vorhaltungen machen, wenn ich die Situation unter Kontrolle habe”, sagt dazu Manfred Suppa. Abwägen ist angesagt. „Was ist mir die Kritik wert? Die Zigarette stinkt, aber habe ich überhaupt die Möglichkeiten, mich durchzusetzen?”, gibt der Profi zu bedenken.

Regel Nummer 2: Freundlich bleiben. „Keine Befehle, keine Beleidigungen”, empfiehlt Manfred Suppa. „Nicht provozieren. Alles vermeiden, was mich in eine Opferrolle bringt.” Wer sich dennoch einmischt, riskiert einen Angriff. Der 58-Jährige erklärt, wie der erfolgreich abzuwehren ist. Marlies Hartmann (66) packt Gabi Bärthel fest ums Handgelenk. Die 67-Jährige dreht sich geschickt heraus, ist in Bruchteilen von Sekunden frei. „Ich bin sicherer geworden, weiß mich zu wehren”, sagt Gabi Bärthel. Ein kräftiger Tritt auf den Fuß – kein Problem für die Seniorin. Auch nicht die richtige Körpersprache, „Schultern zurück, Brust raus.” Marlies Hartmann ergänzt: „Nicht weggucken, Blickkontakt suchen. Ich kusche nicht.”

Kuschen will auch Wolfgang Wortmann nicht. Der 63-Jährige ist Fußball-Abteilungsleiter der SG Welper. „Auch im Amateur-Bereich hat man's mit Chaoten wie in der Bundesliga zu schaffen”, so Wortmann. „Penner” sei noch eine der harmlosesten Beleidigungen, der Rest nicht zitierfähig. Nach einer Flasche Bier zu viel wären Pöbeleien an der Tagesordnung. Den richtigen Ton zu finden, sei manchmal nicht leicht. Wortmann findet ihn. „Meist merken die Jugendlichen dann, dass ich ein Mensch bin wie sie auch und ihnen nichts will.”

Dennoch gibt er zu bedenken: Die Zeiten haben sich geändert. „In meiner Jugend hatte man Respekt vor dem Alter. Prügeleien gab es zwar auch. Aber wenn einer auf dem Boden lag, war Schluss. Heute wird dann erst richtig zugetreten.”

Folge-Kursus

Der Kursus „Selbstverteidigung für Senioren” sei der einzige seiner Art im Umkreis, sagt Pflegeberater Jürgen Siepermann. Da er von Rentnern aus Hattingen und Sprockhövel sehr gut angenommen wurde, wird es einen weiteren geben. Der finde wohl ab dem Frühjahr statt, sofern er eine Sporthalle dafür auftreiben könne. Die Suche nach geeigneten Räumen gestalte sich schwierig. 45 Interessenten stünden bereits auf der Liste; wer Interesse hat, meldet sich unter Tel. 204 5511. Die Teilnahme ist kostenlos. waz hattingen


+++ 25.01.2010 Hildebrand ist der Beste +++

(NRZ) Aaron Hildebrand vom PSV Duisburg holt sich bei den nationalen Titelkämpfen in Bayreuth die Goldmedaille.
Die Erfahrung war nicht neu für Judoka Aaron Hildebrand und irgendwie war doch alles anders. Erfolge hatte der Duisburger in seiner bisherigen Laufbahn bereits gefeiert. Erst im vergangenen Oktober kam er bei den Junioren-Weltmeisterschaften auf einen fünften Platz. Eine Deutsche Meisterschaft war da für den 19-Jährigen kein Grund zur Nervosität. Oder doch? Denn für Aaron Hildebrand waren die Deutschen Judo-Einzelmeisterschaften in Bayreuth die ersten nationalen Titelkämpfe im Seniorenbereich.

Anmerken ließ sich der 19-Jährige aber nichts und am Ende stand der Kämpfer vom PSV Duisburg sogar ganz oben auf dem Treppchen. Aaron Hildebrand erkämpfte sich die Goldmedaille. Den Wettkampf in der Oberfrankenhalle in Bayreuth begann er mit einem souveränen Ippon-Sieg gegen den Osnabrücker Alexander Bannikow. Besonders im Bodenkampf setzte er die Akzente und ließ so auch seinem zweiten Gegner Maksym Chykurda aus Kronshagen keine Chance. Im Halbfinale stand er dem deutschen Vizemeister des letzten Jahres Robert Dumke aus Berlin gegenüber. Hoch konzentriert nutzte er eine Angriffsaktion seines Kontrahenten zum Konter aus und beendete damit auch diesen Kampf vorzeitig.
Der Finalkampf verlief ausgeglichen. Aaron Hildebrand setzte Florian Germroth jedoch stark unter Druck, sodass dieser am Ende mit drei Bestrafungen hinten lag. Der erste Gewinn eines deutschen Meistertitels für einen Judoka vom PSV Duisburg im Männerbereich war perfekt. nrz duisburg


+++ 25.01.2010 JC66-Judoka Sina Felske holt Bronze bei der Deutschen Meisterschaft +++

Titel für Bundesligakämpfer Kalala Ngoy

Mit einem tollen Ergebnis kehrten die Judoka vom JC 66 Bottrop von den Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen aus Bayreuth zurück. Insgesamt gab es einmal Gold, einmal Bronze und drei fünfte Plätze.
In der Klasse bis 57 kg gingen mit Sina Felske und Rike Ruhwinkel zwei JC-Kämpferinnen an den Start. Rike Ruhwinkel schied nach einer unnötigen Niederlage in der ersten Runde aus dem Turnier aus. Sina Felske traf nach einem Freilos in Runde eins auf Miriam Garmatter aus Niedersachsen. Nach gut einer Minute beendete die JC-Kämpferin den Kampf mit einer Würgetechnik vorzeitig und stand im Halbfinale. Gegen die spätere Titelträgerin Hannah Brück kam die Bottroperin gar nicht zurecht und verlor mit einer großen Wertung. Im Kampf um Bronze gegen die Württembergerin Drothler übernahm die JC-Kämpferin von Anfang an die Initiative. Nach einer Bestrafung für ihre Gegnerin legte die 19-jährige Schülerin per Hüfttechnik noch eine mittlere Wertung nach und sicherte sich so ihre erste nationale Medaille bei den Frauen. 
Bei den Männern sorgte Bundesligakämpfer Kalala Ngoy (BW Hollage) in der Klasse bis 60 kg für einen Paukenschlag. Der dritte der Deutschen Meisterschaften des Vorjahres kämpfe eine überragende Vorrunde. Nach drei vorzeitigen Siegen stand der Bundesligakämpfer vom JC 66 im Finale. Mit einer mittleren Wertung für eine Fußtechnik bezwang Kali den Titelträger des Jahres 2009 Robert Kopiske aus Potsdam. Katharina Gutmann (-63 kg) erkämpfte sich einen tollen fünften Platz und war damit wieder einmal beste NRW-Starterin. Bundesligakämpfer Yassin Grothaus (Crocodiles Osnabrück) kam in der Klasse bis 81 kg ebenfalls auf Platz fünf. Etwas Pech hatte Mannschaftsstarterin Katrin Reißberg (JG Münster). Nach zwei souveränen Siegen stand sie im Halbfinale. Auch in diesem Kampf gegen ihre Berliner Gegnerin hatte sie die deutlich besseren Ansätze ohne jedoch eine Wertung erzielen zu können. Eine klare Wertung wurde der Münsteranerin von den Kampfrichtern nicht gegeben, so dass der Kampf schließlich in die Verlängerung ging und sie mit einer mittleren Wertung unterlag. Im Kampf um Bronze musste sie sich der Favoritin Marzok aus Berlin geschlagen geben, so dass ihr am Ende Platz fünf blieb. „Ein tolles Ergebnis für den JC 66“ kommentierte JC-Präsident Roland Assmann sichtlich zufrieden das Abschneiden.


+++ 22.01.2010 Der sanfte Weg +++

Von Niels Herrmann
(WAZ) Das Trainer-Team um Thomas Wittig bereitet beim 1. JJJC Hattingen die Judo-Kinder auf ihre ersten Wettkämpfe vor.
Es sind 30 Kinder auf der Matte, die sich im unbewaffneten Nahkampf üben. Man fühlt sich etwas an Löwenkinder erinnert, die sich raufend aufs Leben vorbereiten. Zwar kommt es zu weniger Zahneinsatz, doch geht es für das ungeübte Auge mit ähnlicher Wildheit zu. Doch der Eindruck täuscht: Auf der Matte ist alles unter Kontrolle. Darüber wacht auch Thomas Wittig mit einem mehrköpfigen Trainer-Team. Und es geht hier auch keineswegs um die Vorbereitung auf die Gnujagd, sondern auf den nächsten Judo-Wettkampf.
Das Ziel des Jugend-Judo-Trainings beim 1. JJJC Hattingen ist in erster Linie die Wettkampfvorbereitung. „Bis zu 20 Turniere gibt es jedes Jahr”, erzählt Trainer Thomas Wittig. Bei vielen davon sind Kinder und Jugendliche vom 1. JJJC dabei und erfolgreich.
„Daneben versuchen wir auch, Kinder zum Beispiel im Bezirkskader unterzubringen”, so Wittig weiter. „Man lernt nirgendwo besser Judo als auf einem Wettkampf”, sagt der Träger des ersten schwarzen Gürtels, der seit etwas 25 Jahren dabei ist und deshalb gang genau weiß, wovon er spricht.
Der Weg nach oben auf der Judo-Karriereleiter führt prinzipiell über dieselbe harte Straße, die jeder erfolgreiche Sportler gehen muss: Übung, Übung, Übung. Doch ohne Spaß geht es gerade bei Kindern nicht, weswegen Thomas Wittig mit seinem Trainerteam auch auf Spiele und Motivation setzt. Zum Beispiel führen die Trainer eine Liste, in der für jedes besuchte Training oder für Wettkampferfolge Punkte eingetragen werden. Diejenigen Kinder mit den meisten Punkten erhalten am Jahresende einen Preis, zum Beispiel eine Judo-DVD oder einen kompletten Judoanzug.
Dass es auch bei 30 Judokindern ruhig auf der Matte bleibt, liegt auch daran, dass man die Gruppe aufteilt: „Wir haben sowohl Kinder aus der U 11 als auch aus der U 14 hier”, erklärt Thomas Wittig. Eine Einteilung nach Graduierungen gibt es nicht, also trainieren unterschiedliche Farbgürtel zusammen. Gut für Anfänger, die so von den weiter Fortgeschrittenen lernen können.
Wurzeln in Japan
Judo kommt ursprünglich, wie auch zum Beispiel Jiu-Jitsu und Karate, aus Japan.
Der Name Judo bedeutet wörtlich „sanfter Weg”. Kernprinzip der Sportart ist es, die Kraft des Gegners gegen ihn zu wenden. Judo wurde im 20. Jahrhundert stark für den Wettkampf angepasst, dennoch gibt es immer noch starke Selbstverteidigungselemente.
Simon Kremer ist seit drei Jahren Judoka. Auf Judo als Sport kam er über ein TKKG-Hörbuch; einer der Detektive machte Judo. Simon gefallen im Moment vor allem die Vorbereitungen auf den Vielseitigkeitswettbewerb, in dem es in den Teildisziplinen Kraft, Beweglichkeit, Koordination und natürlich Judo um den Einstieg in den Bezirkskader geht.
Felix Packlin steht kurz vor dem Einstieg in die U 17. Er stieg vor fünf Jahren ein, nachdem eine Bekannte vom japanischen Kampfsport geschwärmt hatte. Zweimal pro Woche trainiert er nun, hat mittlerweile den grünen Gürtel. Ab dieser Stufe müssen Judoka auch die Kata oder Form lernen, eine festgelegte Abfolge von Bewegungen. „Da muss man sich erst einmal umgewöhnen”, gibt Felix zu. Spaß macht es trotzdem. Und darum, Spaß zu haben, geht es ja schließlich hauptsächlich. waz hattingen


+++ 19.01.2010 Holländische Griffe zermürben Ott +++

Von Oliver Schinkewitz
(WAZ) TVD-Talent bei Mega-Turnier in Eindhoven kurz vorm kleinen Finale gescheitert


An diese Dimensionen musste man sich erstmal gewöhnen: Katharina Ott vom TV Durchholz startete im niederländischen Eindhoven bei den „Matsuru Dutch Open Espoir” - eines der größten Jugendturniere in den Niederlanden.
Rund 1500 internationale Kämpfer gingen auf den zwölf) Wettkampfflächen ins Medaillenrennen. Die Durchholzerin Katharina Ott startete in der Klasse bis 57 kg in der jüngsten Alterskategorie U 15. Nach einem Freilos in Runde eins fand sie gut ins Wettkampgeschehen. Den ersten Kampf gegen Indra Casteele (NL) entschied sie durch eine Würgetechnik am Boden für sich. Mit Dewi Bernard (NL) kam sie indes gar nicht zurecht. Kein Ansatz wollte ihr gelingen - der Kampf ging verloren.
In der Hoffnungsrunde gewann Katharina Ott noch einen Kampf, ehe sie das Duell um den Einzug ins kleine Finale wieder verloren geben musste. Die Wittenerin kam an diesem Wochenende mit dem Griffkampf ihrer holländischen Gegnerinnen nicht wirklich gut klar - dennoch war der Wettbewerb eine gute Vorbereitung auf die am nächsten Wochenende beginnende Meisterschaftserie. waz witten


+++ 18.01.2010 Mindestlohn statt Judo: Bischof nimmt Auszeit +++


Köln - Internationale Besteuerung, Staatsverschuldung und Arbeitsmarkttheorie: Judo-Olympiasieger Ole Bischof setzt beim Start ins WM-Jahr Prioritäten und gibt seinem Volkswirtschaftsstudium erstmal den Vorrang.
«Wenn nicht jetzt, wann dann? Ich habe Mitte Februar drei wichtige Prüfungen», erklärt der 30 Jahre alte Gold-Judoka von Peking seinen aktuellen Uni-Stress. Erst Mitte März will der in Köln lebende Athlet beim zweieinhalbwöchigen Trainingslager der deutschen Mattenkämpfer in Japan voll in seinen Sport wieder einsteigen. «Dann geht's richtig los.» Hauptziel ist die WM im September in Tokio, doch Bischof macht sich keinen Druck: «Ich will es in diesem Jahr ruhiger angehen lassen.»
Auch knapp eineinhalb Jahre nach seinem Gold-Coup von Peking ist der deutsche Vorzeige-Judoka ein gefragter Mann. «Die Termine sind nicht weniger geworden. Das freut mich, aber es ist auch viel zu tun. Das ist schon eine Doppelbelastung», erklärt Bischof. Kein Wunder, dass der Olympiasieger mit Blick auf sein Studium das erste Saisondrittel auslässt. Die deutschen Meisterschaften in Bayreuth hat Bischof ebenso abgesagt wie den Grand Prix in Düsseldorf im Februar sowie die EM in Wien Ende April. «Ich habe das bereits mit Bundestrainer Detlef Ultsch abgestimmt. Ich bin ja inzwischen auch schon 30, da muss ich meine Körner einteilen.»
Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Horst Köhler und sogar ein Auftritt in der Millionenshow «Schlag den Raab» - seit seinem Olympiasieg am 12. August 2008 führt der Vertreter der Randsportart Judo ein Leben im Rampenlicht. Auch finanziell hat sich der goldene Coup ausgezahlt, doch für Bischof ist Peking vor allem die Erfüllung eines Traums: «Dieser Tag hat mein Leben verändert. Ich kann nur jedem wünschen, dass er einmal im Leben ebenso glücklich ist, wie es mir 2008 vergönnt war», befand Bischof einmal im Rückblick auf seinen größten sportlichen Moment.
Auch im Jahr nach Olympia durfte Bischof wieder strahlen. Bei der WM Ende August 2009 in Rotterdam erkämpfte er mit Bronze seine erste WM-Medaille und gönnte sich danach Sushi bis zum Abwinken. «All you can eat - ich hatte ja Gewicht gemacht, da musste ich kräftig auffüllen.» Gut ließ es sich Bischof auch beim Jahreswechsel gehen: «Wir waren mit Freunden auf einer Skihütte bei Inzell, haben Karaoke gesungen und die Zeit richtig genossen.» Doch nun hat den Olympiasieger der Ernst des Lebens zurück. «Ich muss schauen, wie ich mich absichere», erklärt Bischof seine Ambitionen im Studium. westfälische nachrichten


+++ 18.01.2010 Deutsche Meisterschaften der Männer und Frauen in Bayreuth +++


Am kommenden Wochenende finden in Bayreuth die Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen statt. Die nationale Ausscheidung ist der erste Wettkampfhöhepunkt im Jahr 2010. Der JC 66 nimmt mit sechs eigenen, Kämpfern und Kämpferinnen, sowie weiteren sechs Bundesligastartern an den Meisterschaften teil.

 

Bei den Frauen starten mit Maureen Siegmann (-52 kg), Hannah Karrasch (-52 kg), Rike Ruhwinkel (-57 kg), Sina Felske (-57 kg) und Katharina Gutmann (-63 kg) gleich fünf JC-Kämpferinnen mit dem Ziel möglichst weit nach vorne zu kommen.

 

Bei den Männern schaffte als einziger JC-Kämpfer Dominik Gosens die Qualifikation. „Sechs Startplätze mit eigenen Leuten auf einer Deutschen Meisterschaft zu erkämpfen ist schon eine tolle Sache,“ kommentiert JC-Präsident Roland Assmann und weist darauf hin, dass mit Julia Loselein (Deutsche Vizemeisterin 2009) eine weitere JC-Athletin hätte starten können, sie aber nach ihrer Knieverletzung erst im April wieder an Wettkämpfen teilnehmen wird. „Außerdem ist es durch das neue Wettkampfsystem des DJB sicherlich schwieriger geworden, sich für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren!“ so Assmann weiter. Qualifizieren können sich demnach nur noch die Top-Kaderathleten direkt, die Vorjahresmedaillengewinner der DEM, EM- und WM-Starter Männer und Frauen, sowie aus der U20, die Medaillengewinner der letztjährigen Deutschen Meisterschaft der Landesverbände (sogenannte Deutsche B-Meisterschaft) und die ersten sieben Platzierten der Bundesrangliste.

 

Ein Blick auf die Starterlisten in den einzelnen Gewichtsklassen zeigt, dass auch zahlreiche Mannschaftskämpfer - und Kämpferinnen der Bundesligateams des JC 66 in Bayreuth an den Start gehen. Bei den Männern sind dies die Bundesligakämpfer Kalala Ngoy (-60 kg, TB Osnabrück), Yassin Grothaus (-81 kg, Crocodiles Osnabrück), Alexander Bannikow (-90 kg, Crocodiles Osnabrück) und Tobias Pahnke (+100 kg, SUS Oberarden). Bei den Frauen  starten Sabine Struve (-52 kg, DJK VFL Willich) und Katrin Reißberg (-70 kg, JG Münster). jc 66 bottrop


+++ 15.01.2010 Holk Silbersack nicht mehr SUA-Trainer - aus privaten Gründen +++


Von Jürgen Koers am 14. Januar 2010 23:31 Uhr
(RN) WITTEN Es ist das Ende einer Ära. Zehn Jahre lang war Holk Silbersack Trainer bei den Bundesliga-Judoka der SU Annen. Mit beachtlichen Erfolgen. Jetzt soll Schluss sein, wie der 40-jährige Coach im Gespräch mit RN-Redakteur Jürgen Koers verrät.
Holk Silbersack zieht sich zurück - aus privaten Gründen.
Warum wollen Sie das Traineramt niederlegen, Herr Silbersack?
Silbersack: Ich habe das zehn Jahre lang gemacht, eine lange Zeit. Und es ist sehr, sehr gut gelaufen. Jetzt stehen persönliche Sachen an, im privaten Bereich, wo ich sage: Das hat jetzt Vorrang.
An der SUA liegt es nicht, oder?
Silbersack: Nein, das hat gar nichts mit dem Verein zu tun. Für mich gilt: Wenn ich etwas mache, dann will ich das richtig machen. Sonst ist das für mich unbefriedigend. Nun ist Privates erstmal wichtiger. Die neue Saison findet definitiv ohne mich statt.
Ihr Rücktritt ist nach dem Verlust der vier Holler Judoka ein weiterer harter Schlag.
Silbersack: Nach dem Abgang der vier Jungs habe ich gesagt, dass ich mich auf jeden Fall noch mit um guten Ersatz kümmere, bevor ich meinen Rücktritt publik mache. Aber inhaltlich steht das in keinem Zusammenhang.
Wie hat das Umfeld reagiert?
Silbersack: Die engsten Leute im Verein wussten natürlich schon länger Bescheid. Mit denen hatte ich auch das Vorgehen besprochen, dass wir uns erst noch alle gemeinsam um eine gute Bundesliga-Mannschaft für die kommende Saison kümmern. Das hatte Priorität. Ich denke mal, dass es uns gut gelungen ist.
Das heißt, es gibt weitere Neuzugänge?
Silbersack: Johannes Karsch für die 81kg-Klasse war ja schon bekannt. Hinzu kommt auch noch Florian Heimlich, ein 73kg-Kämpfer (Jahrgang ´87, Bundesliga für Hertha Walheim, Einzelstartrecht Crocodiles Osnabrück, d. Red.). Den hat Jonas Focke empfohlen. Heimlich war voriges Jahr unter anderem Dritter der British Open. Dadurch sind wir auch in den mittleren Gewichtsklasen mit starken Leuten gut besetzt.
Holk Silbersack: "Ich bleibe Mitglied bei der SUA. Wenn es die Zeit erlaubt, bin ich auch im Dojo."
Macht das die Abgänge wett?
Silbersack: Nein. Das heißt sicher noch nicht, dass wir die vier Abgänge direkt kompensieren können.
Und wie kann die SUA den Abgang von Holk Silbersack kompensieren?
Silbersack: Da haben wir uns drüber unterhalten. Mein Kollege Andreas Reeh bekommt Unterstützung.
Und wann kehren Sie zurück an den Mattenrand?
Silbersack: Wenn ich wieder langfristig planen kann, werde ich eine Entscheidung treffen. Vorher nicht. Ich bleibe Mitglied bei der SUA. Wenn es die Zeit erlaubt, bin ich auch im Dojo. Aber vernünftig mit großem Aufwand arbeiten geht gerade nicht.
Groß war der Aufwand in der Vergangenheit. Was war der größte Erfolg?
Silbersack: Ich denke, dass es der größte Erfolg ist, zehn Jahre lang konstant das obere Niveau in der Bundesliga mitbestimmt zu haben. Wir waren zweimal Dritter, regelmäßig in den Play-offs. Und ein Erfolg ist für mich auch mein Anteil daran, die Frauen-Mannschaft in der Bundesliga etabliert zu haben. Als ich anfing, gab es noch keine Frauenmannschaft. Und Bundesliga bei Männern und Frauen, das gibt es nicht so oft in Deutschland. Das ist in meinen Augen eine sehr vernünftige Hausnummer. ruhrnachrichten witten


+++ 15.01.2010 Andreas Reeh in der nächsten Saison alleiniger SUA-Trainer +++


Von Jürgen Koers
(RN) WITTEN Einen erfahrenen Judo-Coach wie Andreas Reeh haut so schnell nichts um. Daher wirft ihn auch die Perspektive, die kommende Bundesliga-Saison mit der SU Annen ohne seinen langjährigen Partner Holk Silbersack angehen zu müssen, nicht aus der Bahn. Sein launiger Kommentar: "Wir werden das Kind schon schaukeln."
Andreas Reeh ist in der nächsten Saison alleiniger Trainer der SUA-Judoka.
Weniger Arbeit wird es nicht sein, die auf Reeh wartet. "Holk hatte ja einen großen Teil der Athletenbetreuung übernommen. Da haben wir uns gut ergänzt. Es ist natürlich ein großer Verlust, dass er aufhört." Hinzu kommt, dass sich Reeh und Silbersack auch als Typen gut verstanden. "Da war mein Kollege sicher der ruhigere, besonnenere Typ."
Doch Reeh hat auch schon früher, vor der Ära Silbersack, die Alleinverantwortung im sportlichen Bereich geschultert. Mit Hilfestellung von seiten des Vereins ("Jetzt müssen wir uns die Arbeit anders aufteilen.") wird er dies nun wieder tun. Wohl wissend, dass die Saison 2010 keine einfache Serie werden dürfte. "Es wird schwerer, die letzten drei, vier Jahre waren aber auch allesamt nicht einfach. Sei es durch Verletzungen oder durch Personal, das wegbricht."
"Wir wachsen mit der Aufgabe"
Was Verstärkungen betrifft, ist der Cheftrainer gewohnt zurückhaltend. Erst wenn es Schriftliches gibt, will er sich äußern. Weiter aktiv suchen will er auf jeden Fall. "Rückschritt wollen wir sicher nicht", sagt Reeh. "Wir wachsen mit der Aufgabe."
Am Samstag (16. Januar) versammelt Landestrainer Reeh seine DM-Kandidaten ab 12.45 Uhr im SUA-Dojo zu einem Lehrgang mit Blick auf die Titelkämpfe am nächsten Wochenende. ruhrnachrichten witten


+++ 13.01.2010 SU Annen ist bei Deutscher Meisterschaft stark vertreten +++


Von Dietmar Bock
(RN) ANNEN Judo-Bundesligist SU Annen wird bei der Deutschen Einzel-Meisterschaft, die am 23. und 24. Januar erneut in Bayreuth stattfindet, stark vertreten sein. Mit Miriam Dunkel (70 kg) und Stefan Oldenburg (81 kg) kämpfen auch zwei Eigengewächse um den nationalen Titel.
In der Oberfrankenhalle gehen bei den Männern acht Starter und bei den Frauen vier Teilnehmerinnen auf die Matte, die in der Bundesliga für die SUA kämpfen.  Marcel Haupt (60 kg, JC Remscheid) und Marcello Greco (+100 kg, TuS Germania Hackenbroich) qualifizierten sich als Erster und Fünfter der bereinigten deutschen Rangliste des Jahres 2009 für die diesjährigen Titelkämpfe.
Gesetzt waren hingegen aufgrund ihrer nationalen und internationalen Platzierungen Christoph Najdecki (60 kg, DSC Wanne-Eickel), Jonas Focke (73 kg, Crocodiles Osnabrück), Stefan Oldenburg, Benjamin Behrla (100 kg, TSV Hertha Walheim), André Breitbarth (+ 100 kg, SFV Europa Braunschweig) und Tobias Pahnke (+ 100 kg, SuS Oberaden).
Bei den Frauen packten Maike Heinz (78 kg, TuS Holle Grasdorf) und Hannah Karrasch (52 kg, JC 66 Bottrop) als Erste und als Dritte der Rangliste die DEM-Qualifikation, während Solveig Martens (+78 kg, TSV Tarp) und Miriam Dunkel aufgrund ihrer nationalen oder internationalen Platzierung gesetzt waren.
Ex-Annener für Holle
Mit Christophe Lambert (81 kg) und Max Rollwage (100 kg) schafften zudem zwei weitere ehemalige Annener Bundesliga-Judoka die Startberechtigung für Bayreuth. Beide kämpfen jedoch in der am 1. Mai beginnenden Saison wieder für ihren in die 2. Bundesliga aufgestiegenen Heimverein TuS Holle.
In Franken wird auf vier Matten gleichzeitig gekämpft. Samstag sind die jeweils zwei leichtesten und schwersten Kategorien am Start, Sonntag ermitteln die drei mittleren Gewichtsklassen ihre Meister/innen. Los geht es jeweils um 9.30 Uhr. Die Duelle gehen über die obligatorischen fünf Minuten, sollte dann keine Entscheidung gefallen sein, folgt das bis zu drei Minuten dauernde "Golden Score" (wer die erste Wertung erzielt gewinnt).  ruhrnachrichten witten


+++ 12.01.2010 ELE-Judo-Team-Challenge fällt aus +++


Die ELE-Judo-Team-Challenge fällt dem zu engen Judo-Terminkalender zum Opfer. Neuanlauf in 2011 geplant.

 

Die ELE-Judo-Team-Challenge hatte sich bereits in der Judoszene etabliert. Als das Turnier im Jahre 2006 erstmals mit der Unterstützung des Namensgebers ELE GmbH über die Bühne ging, staunten die Judofachleute: „Kaum jemand in der Judoszene hat an den Erfolg dieses neuartigen Turniers gedacht“ beschreibt Volker Tapper, Team-Manager und Mitorganisator des Turniers, die damalige Startsituation.

 

„Wir waren allerdings von Anfang an überzeugt von dem Konzept des Turniers. Unsere Erwartungen wurden sogar bereits zum Start 2006 weit übertroffen“. In diesem Jahr sollte die fünfte Auflage dieses internationalen Männer-Teamwettbewerbs stattfinden. Als Veranstaltungstag war der 30.01.2010 beim Landesverband angemeldet. Auch die Unterkünfte der Teams waren bereits durch den Ausrichter JC 66 Bottrop gebucht.

 

„Dann erhielten wir von Verbandsseite aus die Information, dass an dem gedachten Termin nicht nur ein A-Weltcup mit den besten internationalen Kämpfern parallel stattfinde, sondern auch der B-Weltcup in Belgien ausgetragen würde. Neben den internationalen Topkämpfern würden dann auch die Topkämpfer der Landesverbände fehlen. Damit konnte dieser Termin nicht mehr gehalten werden.“ zeigt sich auch JC 66-Präsident Roland Assmann unzufrieden.

 

Da die EJTC, wie sie kurz genannt wird, in der Judoszene als das Bundesliga-vorbereitungsturnier in Deutschland gilt, muss der Termin im ersten Quartal möglichst deutlich vor Ligabeginn stattfinden. „In dieser Zeit gab es kaum freie Termine. Die wenigen freien Termine waren dann einfach zu dicht an anderen Top-Events in der Region heran, sodass wir sicherlich ein Zuschauerproblem bekommen hätten. Außerdem war an anderen Turnieren die Übernachtungssituation ungeklärt. Hier sind wir auf Partner angewiesen.“ erläutert Tapper den letztlichen Schritt zur Entscheidung, die EJTC in 2010 ausfallen zu lassen.

 

Der Judoweltverband IJF (International Judo Federation) hat ein neues Weltcupsystem ins Leben gerufen. Dadurch ist die Anzahl der Weltcups deutlich gestiegen. Gleichzeitig gibt es eine neue Weltrangliste, die über Setzplätze bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen entscheidet. Dadurch haben die Weltcups eine deutlich stärkere Bedeutung erlangt. Assmann: „Das neue System des Weltverbandes ist richtig. Leider hat es aber den Nebeneffekt, dass kaum noch Platz für Privatturniere auf gutem Niveau entsteht.“

 

Ist das Turnier damit auch für die Zukunft gefährdet? Oder wird es auch in den kommenden Jahren wieder Top-Teams wie Nijmegen, Salzburg, Warschau, Oradea, Haarlem, Frankfurt/Oder, Witten, Hamburg, Berlin etc. in Bottrop zu Gast geben? „Das müssen wir nun genau prüfen. Wir möchten diesen Topsport auch in Zukunft in Bottrop präsentieren. Gegebenfalls müssen wir das System ändern. Wir arbeiten in den nächsten Monaten daran und hoffen dann ein gutes Ergebnis präsentieren zu können“ so Tapper zu den Aussichten der ELE-Judo-Team-Challenge.

 

Es bleibt also abzuwarten, ob und wenn, wie es weitergeht. Es wäre toll, wenn dieses Turnier, das so viele Top-Teams nach Bottrop geführt hat, auch in Zukunft bestehen könnte. jc 66 bottrop

 

+++ 09.01.2010 Zwei Reifeprüfungen +++


VON RALF AUMÜLLER
(WN) Philipp Meer trainiert mit viel Ehrgeiz - auch im heimischen Keller an Geräten Marke Eigenbau.
Philipp Meer trainiert mit viel Ehrgeiz - auch im heimischen Keller an Geräten Marke Eigenbau.Foto:
Seppenrade - Zurzeit sitzt Philipp Meer fleißig am Schreibtisch und paukt für die Schule. Er will in einigen Wochen sein Abitur machen. 2010 wird ohnehin ein wichtiges Jahr für den Seppenrader - ein Jahr der Herausforderungen. Auch auf der Judomatte muss er seine Reifeprüfung bestehen. Meer kämpft in der kommenden Saison in der Regionalliga, der dritthöchsten deutschen Klasse. Für den PSV Duisburg startet er in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm.
Damit macht er gleich einen Sprung um zwei Ligen nach oben. Mit dem FC Stella Bevergern wurde er in der vergangenen Saison Landesliga-Meister und schaffte in einer Relegationsrunde den Aufstieg in die Oberliga. Dann kam das Angebot aus Duisburg, und Philipp Meer griff zu.
Er hat sich die Offerte redlich verdient. Judo ist für den Schüler längst mehr als nur Hobby. Zwei Mal pro Woche trainiert er bei seinem Stammverein TV Wolbeck, einmal pro Woche in Osnabrück. Das niedersächsische Landesleistungszentrum kooperiert mit dem Nordrhein-Westfälischen Judo-Verband (NWJV). Er geht regelmäßig joggen, „und ich mache jeden Morgen mehr als eine Stunde lang Krafttraining“, sagt Meer. Er ist nicht nur ehrgeizig, sondern auch kreativ. Die täglichen Sonderschichten fährt er im Keller an Geräten Marke Eigenbau. „Mehr Training kann ich aus schulischen Gründen nicht leisten“, sagt Meer.
Bei diesem großen Pensum ist er auf Unterstützung angewiesen. Zum Beispiel von seinen Eltern: Seine Mutter fährt ihn immer nach Wolbeck, sein Vater nach Osnabrück. Auch seine Schule, das St.-Antonius-Gymnasium in Lüdinghausen, spielt mit. „Das Anton ist sehr kooperativ“, lobt Marlies Meer. „Philipp wurde immer freigestellt, wenn etwas Wichtiges anstand.“
Etwas Wichtiges stand für den Seppenrader in den vergangenen Jahren häufig an. Meer steht seit seinem sechsten Lebensjahr auf der Matte. Seit 2002 versucht er, seine Gegner in Wettkämpfen aufs Kreuz zu legen. Bis 2005 kämpfte er für den JC Lüdinghausen, seitdem für den TV Wolbeck. Er startete bei vielen Turnieren, auch auf bundesoffenen und internationalen. Und das mit Erfolg, seine Medaillensammlung bei Westdeutschen Meisterschaften der Altersklassen U 14 und U 17 ist stattlich. Einer der Höhepunkte seiner bisherigen Laufbahn war ein Trainingscamp 2006 mit der Landesauswahl in Polen.
Seit dem vergangenen Jahr kämpft Meer in der Altersklasse U 20. „Bei den Meisterschaften lief es nicht so gut“, bilanziert er. Dafür holte er bei verschiedenen renommierten Turnieren vordere Platzierungen, auch in der Männerklasse. Bei den Männern wurde er Bezirksmeister und belegte Platz sieben bei den Westdeutschen Meisterschaften.
Seine sportlichen Ziele für 2010? „Ich möchte auf westdeutscher Ebene erfolgreich sein und in der Regionalliga Kämpfe gewinnen.“ Und der Braungurt-Träger möchte die Prüfung zum schwarzen Gurt bestehen. Nach dem Abitur würde er gerne ein Freiwilliges Soziales Jahr im Sport absolvieren. Anschließend könnte er sich ein Lehramts-Studium vorstellen mit den Fächern Englisch und Sport. Natürlich würde er dann auch Hochschulsport betreiben.
Die Judo-Bundesliga würde ihn mal reizen. „Vielleicht, wenn ich 23 oder 24 bin. Erst will ich mal in der Regionalliga bestehen“, sagt Meer.
In den neuen Wettkampfregeln werden bestimmte Würfe verboten, darunter eine von seinen Spezialitäten. Er arbeitet schon länger daran, sich umzustellen. Nach seinem Ehrgeiz und Trainingsfleiß zu urteilen, dürfte es Philipp Meer nicht schwerfallen, auch diese Herausforderung zu meistern. westfälische nachrichten

+++ 09.01.2009 Gewohnt ungewöhnliche Saison +++

Von Dietmat Bock
(RN) WITTEN Was für eine Saison! Judo-Bundesligist SU Annen warf wieder eine Kampfzeit auf die Matte, die so gewohnt und doch so ungewöhnlich war. Wir blicken zurück.
Die SUA hatte sich mit Tristan Behrens nur mit einem jungen Deutschen verstärkt, prompt setzte wieder das Verletzungspech ein. Gleich eine ganze Mannschaft mussten die Trainer Andreas Reeh und Holk Silbersack ersetzen.
Größtenteils fehlten die Judoka aufgrund von Verletzungen. Aber auch Abstellungen an die nationalen Verbände sowie holländische und deutsche Meisterschaften forderten ihren Tribut. Und Neuzugang Behrens avancierte (noch) nicht zu der Verstärkung, die man sich mit seiner Verpflichtung erhofft hatte.
Hamburg verlor nur in Annen
So war eigentlich wieder alles für einen zumindest teilweisen Fehlstart angerichtet. Eigentlich. Doch es kam anders: Das Hamburger Judo-Team erschien am Kälberweg mit der stärksten Truppe – und verlor 6:8. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, gingen die Duelle zwischen den Hanseaten und Westfalen doch stets knapp und zumeist zu Gunsten der SUA aus.
Ungewohnt war indes das spätere Abschneiden der Hamburger. Die schlugen JC 90 Frankfurt/Oder auf dessen Matte 6:4 und verwiesen den haushohen Favoriten im Norden nur auf Rang zwei. Hamburg verlor ohnehin nur einmal. In Annen.
Sprung auf Platz eins vermasselt
Die SUA hingegen trennte sich beim hoch gehandelten SC Berlin 6:6, besiegte Frankfurt, UJKC Potsdam (jeweils 8:5) und TSV Hertha Aachen-Walheim (11:3) klar, um dann ausgerechnet gegen die beiden Klubs zu patzen, die in die Abstiegsrelegation mussten: 1. JC Mönchengladbach (4:8) und Braunschweiger JC (6:7).
Beide vermeidbaren Niederlagen verhinderten den Sprung auf Rang eins und damit zugleich das Heimrecht im Viertelfinale sowie die Hoffnung, endlich einmal die Finalrunde nach Witten zu holen. Die Chancen dazu standen noch nie so gut wie in diesem Jahr. Am Ende musste man dann sogar um den Endrunden-Einzug bangen. Den schaffte die SUA und erhielt mit dem KSV Esslingen einen Widerpart zugeteilt, der gleichfalls schlagbar schien und es tatsächlich auch war.
Trotz erneut vieler Verletzter und dem Spontan-Ausfall von Marvin de la Croes war in Württemberg der Sieg drin, wurde jedoch trotz der starken Leistung ebenfalls leichtfertig aus den Händen gegeben. So ließ man letztendlich die zweite Chance, ins Halbfinale vorzustoßen und dort durch einen weiteren Sieg gegen Gastgeber Hamburg sogar in den Endkampf einzuziehen, liegen. Was für eine Saison! ruhrnachrichten witten

+++ 08.01.2010 Bundesliga: Quartett verlässt die SUA +++

Von Dietmar Bock
(RN) WITTEN Vier starke deutsche Judoka verließen den Bundesligisten SU Annen, nur einer kommt¨- bisher - hinzu. "Diese Saison wird viel, viel schwieriger", weiß Trainer Holk Silbersack, der jedoch hofft: "Noch haben wir drei Monate Zeit weitere Neuzugänge zu finden. Doch der Markt an guten deutschen Kämpfern ist dünn gesät und fast abgegrast."
Mit Maxime und Christophe Lambert (73 und 81 kg), Max Rollwage (100 kg) und Tristan Behrens (60 kg) kehrten vier starke Judoka, die schon zur nationalen Spitze gehören oder perspektivisch dort hinkommen dürften, zu ihren Heimatklub TuS Holle zurück. Alexander Rohr beendete zudem seine Judo-Laufbahn.
Wort gehalten
Der Vater der Lambert-Brüder hat den Verein in Holle gegründet und steht ihm heute vor. Da hatte das Quartett gesagt, dass man zurückkehrt, sobald der TuS in der 2. Bundesliga kämpft. Und genau dieses überraschende Kunststück schafften die Niedersachsen. Alle vier Annener hielten Wort und wechseln jetzt heim.
Letzteres jedoch erst spät, wie auch Silbersack anmerkt: "Da die Wechsel sehr spät erfolgten, haben wir nun Probleme, adäquaten deutschen Ersatz zu finden. Die deutschen Top-Judoka sind sehr rar."
Johannes Karsch kommt
In Johannes Karsch (81 kg) haben Silbersack und Trainer-Kollege Andreas Reeh einen jungen, guten Nachwuchsmann gefunden. Der 21-Jährige wechselt vom Erstliga-Kontrahenten Braunschweiger JC an den Kälberweg. Daneben schaut sich das Annener Trainer-Duo noch nach einem 73 kg-Kämpfer um, während man die Suche nach einem 90 kg-Judoka fast schon eingestellt hat: "Da gibt es im Moment keinen wirklich guten", so Silbersack.
Ob es jedoch bei den vier Abgängen bleibt, ist ungewiss. Denn auch Tobias Pahnke (+100 kg) liebäugelt mit einem anderen Klub. Der überraschende Deutsche Meister der Landesverbände will sich dem JC 66 Bottrop anschließen, wenn der noch in die 1. Liga aufsteigen sollte. Bottrop beendete die Relegationsrunde um den Klassenverbleib in der 1. Liga bzw. den Aufstieg in die höchste Klasse hinter den Erstligisten Braunschweig und Mönchengladbach als Dritter und würde im Falle des Rückzugs eines Bundesliga-Klubs aufrücken.
In Annen Konkurrenz zu stark
Bisher hat noch kein Klub ein solches Signal gegeben, doch Pahnke wartet ab. In Bottrop wäre er die erste Wahl, in Annen hat er in dem U20-WM-Dritten André Breitbarth indes starke Konkurrenz. ruhrnachrichten witten

+++ 04.01.2010 Ironische Sporthilfe-Kampagne pro Spitzenathleten +++

Spitzensportler machen auf ihre soziale Situation aufmerksam.

Frankfurt/Main - Die Stiftung Deutsche Sporthilfe (DSH) hat zum Jahresanfang eine besondere Anzeigen-Kampagne in den Medien zur Situation deutscher Spitzenathleten geschaltet.

Dabei machten sieben Weltmeister, Olympia-Sieger und Paralympics-Gewinner stellvertretend für alle Sporthilfe-Athleten in einer gemeinsamen Demonstration in Baden-Baden auf die soziale Situation deutscher Spitzensportler aufmerksam: Thomas Lurz (Schwimmen), Britta Heidemann (Fechten), Ole Bischof (Judo), Steffi Nerius (Leichtathletik), Nicole Reinhardt (Kanu), Gerd Schönfelder (Behindertensport) und Max Hoff (Kanu).

«Das ist eine Darstellung über die Belastung von Deutschlands Top- Athleten und deren finanzielle Situation in gewollt ironischem Stil», betonte Sporthilfe-Pressesprecher Hans-Joachim Elz in Frankfurt/Main. In Form einer Stellenanzeige wird in Zeitungen und Magazinen nach einem Spitzensportler gesucht, der beispielsweise als Schwimmer bei 80 Kilometern pro Woche im Becken sich im täglichen Training ab 6 Uhr morgens für wenig Geld motivieren soll.

Nach einer an der Deutschen Sporthochschule in Köln gefertigten Studie verdienten die von der DSH geförderten Hochleistungsathleten bei 600 Euro netto im Monat im Schnitt deutlich weniger als der durchschnittliche Erwerbstätige, hieß es. Die Athleten müssten sich noch Sorgen über die Zeit nach der Spitzensport-Karriere machen und parallel ihre berufliche Ausbildung vorantreiben.

«Die Studie soll in 14 Tagen vorgestellt werden. Die Anzeigen- Kampagne vorab ist ein erster Einstieg, um die Aufmerksamkeit auf die Situation der Spitzensportler zu wecken», sagte Elz nach der repräsentativen Umfrage unter 1133 Athleten. Die in den Sporthilfe- Vorstand berufene ehemalige Schwimmkönigin Franziska von Almsick bestätigte die Summen und sagte dazu in der Bild-Zeitung: «Die Leute glauben immer, dass man als Olympiasieger oder Weltmeister ausgesorgt hat... Dieser Ruhm verfliegt schnell. Und dann muss es darum gehen, dass diese Sportler sich eine berufliche Karriere aufbauen - parallel zum Sport. Sie müssen trainieren, studieren, arbeiten, alles gleichzeitig. Viele haben keine Vorstellung, was ein Athlet leisten muss, um ganz nach oben zu kommen.»

Schon im Dezember hatte die DSH mitgeteilt, dass das Netzwerk des deutschen Sports in Zukunft auf alle Sportinteressierten setzt, die die Athleten als Kleinsponsoren unterstützen können. «Wir laden jeden ein, schon mit einem kleinen Betrag von drei Euro im Monat ein Förderer der Sporthilfe-Athleten zu werden», hatte DSH-Vorstandschef, Werner E. Klatten in einem Interview gesagt. Die DSH hat seit Jahren mit sinkenden Einnahmen zu kämpfen. Bislang generierte sie Gelder vor allem aus dem Verkauf von Sportbriefmarken und dem jährlichen Ball des Sport, um die derzeit 3800 Spitzensportler zu unterstützen
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