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APRIL 2008

+++ 28.04.08 Alexandra Zwirner 2. Platz in Holland/ Rotterdam +++
Pressemeldung SUA - Ringo Wittig

Alexandra Zwirner erkämpft sich Silber bei dem International Dutch Youth Cup 2008 der U17 in Rotterdam

Dieses Wochenende starteten gleich fünf Judoka der Sport-Union Annen bei dem International Dutch Youth Cup 2008 in Maasluis (Rotterdam). Das Turnier dient den hollandischen Judokas als A-Turnier für die Qualifikation zu den diesjährigen Europameisterschaften, entsprechend stark war das Teilnehmerfeld.
Alexandra Zwirner erkämpfte sich in der Gewichtsklasse bis 48 kg den zweiten Platz. Sie musste sich nur der niederländischen EM-Starterin Sanne Verhagen geschlagen geben. Durch das Pool-System unterlag Alexandra Zwirner ihrer Gegnerin sowohl in der Vorrunde, als auch im späteren Finale. Mit zwei gewonnen und zwei verlorenen Kämpfen gegen starke Konkurrenz konnte sowohl Landestrainer Frank Urban, als auch Vereinstrainer Sebastian Anscheit mit der Leistung zufrieden sein.

Einen schlechten Tag erwischte Christin Eberhardt, die frisch gekürte Deutsche Meisterin bis 78 kg. Sie hatte extra ihre Geburtstagsfeier geopfert um in den Niederlanden starten zu können. Allerdings wir international in der Gewichtsklasse über 70 kg gekämpft. Somit sah sich Christin Eberhardt Gegnerinnen gegenüber, welche bis zu 30 kg schwerer waren, als sie selbst. Im ersten Kampf traf sie auf die spätere Turniersiegerin. Bis zum Golden Score beherrschte Christin Eberhardt ihre Gegenerin über weite Teile des Kampfes. Kurz vor Ende der regulären Wettkampzeit gelang der Niederländerin der Ausgleich durch eine Bestrafung. Im Golden Score ließen Christins Kräfte nach und das größere Gewicht der Holländerin reichte aus, um Christin mit einem Seoi-nage Koka zu werfen. Im zweiten Kampf würgte Christin ihre Konkurrentin aus Baden Württemberg im Boden ab und zog so in das kleine Finale um Bronze ein. Abermals war ihre Gegenerin etwa 20 kg schwerer. Christin Eberhardt musste im Kampfverlauf eine Yuko-Wertung akzeptieren, welche Sie nicht mehr aufholen konnte. Somit landete Sie auf dem undankbaren fünften Platz.

Ähnlich erging es Christopher Köllner in der Gewichtsklasse bis 55 kg. Im ersten Kampf traf er auf den späteren Zweiten. Der zunächst ausgeglichene Kampf ging in die Verlängerung. Christopher Köllner war deutlich aktiver, drehte sich aber unbedacht mit Uchi-Mata ein und wurde gekontert. Somit musste er bangen, ob sein Gegner Poolsieger wird. Dem Niederländer gelang dies buchstäblich in letzter Sekunde durch eine Passiviätsstrafe. In der Trostrunde zeigte Christopher Köllner sein Potential und kämpfte sich spritzig und technisch vielseitig mit drei Siegen in das kleine Finale vor. Nach einer Bestrafung wegen abgebeugten kämpfens wurde er in der letzten Minute mit Shido bestraft. Um den Rückstand aufzuholen musste er nun deutlich aggresiver in den Kampf gehen. Durch eine Kontertechnik gelang dem niederländischen Geger eine weitere Yuko Wertung. Christopher Köllner musste sich ebenfalls mit einem fünften Platz zufrieden geben. Trotzallem ein starkes Turnier mit drei gewonnen Kämpfen.

Lehrgeld bezahlten Benedikt Wagner in der Gewichtsklasse bis 66 kg und Daniel Sowa bis 73 kg. Beide Kämpfer mussten sich mit dem harten Wettkampfsystem in den Niederlanden auseinandersetzten. Nach Niederlagen im jeweiligen ersten Kampf konnten sich Ihre Gegner nicht als Poolsieger durchsetzen. Somit war der sportliche Teil des Tages für die beiden Wittener schnell abgeschlossen.

+++ 27.04.08 Schönes Mitbringsel Hertener "Pantherkatzen" ergeben sich +++

Von Oliver Schinkewitz
Amazonen der Sport-Union Annen holen gegen Hamburger JT (4:2) erste Punkte der Saison.Zuvor chancenlos gegen Favorit PSV Rostock. Debütantinnen mit starker Vorstellung

JUDO DAMEN-BUNDESLIGAHamburg. Der Auftakt ist schon mal geglückt: Zwei Zähler brachten die Judo-Damen der Sport-Union Annen vom ersten Bundesliga-Kampftag mit. Nach der Niederlage gegen Rostock feierte das Team von Hinnerk Gölnitz und Karlheinz Stump einen wichtigen Sieg gegen die Hamburger Gastgeberinnen.

SU Annen PSV Rostock 2:5 "Der erwartet schwere Gegner" seien die Mecklenburgerinnen gewesen, berichtete Hinnerk Gölnitz, der gegen Playoff-Kandidat Rostock auch nicht mit einem SUA-Erfolg gerechnet hatte. Allerdings lagen die Wittenerinnen nach den ersten beiden Duellen mit 2:0 in Führung.

Sowohl die Niederländerin Dani Libosan (-63 kg) als auch die Ex-Herrmannsburgerin Maike Heinz (-78 kg) gewannen ihre Kämpfe. Und wer weiß, was für die SUA-Amazonen noch drin gewesen wäre, hätte nicht Sabine Wittig im folgenden Kampf so unglücklich gegen Franziska Harnack verloren. "Sabine hat stark begonnen, blieb dann unglücklich mit ihrem Ärmel hängen - das hat ihre Gegnerin gleich genutzt", beschrieb Gölnitz die Szene, als Wittig per Seoi-nage bezwungen wurde.

Fest einkalkuliert hatte man einen Zähler von Solveig Martens, doch die Schwergewichtlerin unterlag gegen Maria Briesemeisterin per Harai-goshi nach 94 Sekunden. "So habe ich sie noch nie fliegen sehen", war Gölnitz erstaunt über den Ausgang dieses Duells. Die drei übrigen Kämpfe gingen dann allesamt verloren, wobei Neuzugang Hannah Karrasch (-52 kg) einen prima Eindruck hinterließ.

SU Annen Hamburger JT 4:2 Nachdem die Hamburgerinnen überraschend gegen Rostock gewonnen hatten (4:2), wollte die SUA nun gegen das Judoteam aus der Hansestadt die Bilanz ausgleichen. Zwar verlor Dani Libosan zu Beginn überraschend, doch nacheinander sorgten Maike Heinz, Sabine Wittig und Solveig Martens für eine viel umjubelte 3:1-Führung. Nach dem zäh erkämpften Remis von Indra Brendick war es dann an Saskia Scherer, die mit grandioser Leistung den Matchgewinn zum 4:1 klarmachte, ehe Iris Woitschell das bedeutungslose letzte Duell verlor.Einen unschönen Bundesliga-Beginn gab es am Samstag in Brandenburg, wo Meisterschafts-Kandidat PSG die Hertener Pantherkatzen empfing. Diese waren ohnehin nur mit einer Rumpfmannschaft angereist - und dann schenkten alle vier Kämpferinnen der Gäste auch noch ab. Ein wenig glanzvolles 7:0 für Brandenburg, das sich zum Liga-Start daheim einiges hatte einfallen lassen. Für die SU Annen geht es am 10. Mai auch nach Brandenburg - dort treffen die Wittenerinnen auf den Gastgeber und den UJKC Potsdam, die verlustpunktfrei an der Tabellenspitze stehen. waz witten 

+++ 27.04.08 Abstiegskampf +++

Von Andree Hagel
JC Koriouchi verliert eigentlich schon an der Waage. Florian Heimlich ist zu schwer, Lennarts Gerrits ist zu schwer, und Dimitri Koschelev kommt erst gar nicht. 6:7 gegen Aufsteiger Budokan Lübeck

JUDO 2. BUNDESLIGA Nach zwei zuletzt häufig begeisternden Jahren in der 2. Bundesliga ist bei den Judoka des JC Koriouchi Gelsenkirchen Ernüchterung eingekehrt. Auch am dritten Kampftag gab es für die Mannschaft von Trainer Harald Mantei keinen Sieg, so dass das Saisonziel nur noch Klassenerhalt heißen kann. Zwar liest sich das Ergebnis, das 6:7 (57:64 in der Unterbewertung) gegen Aufsteiger Budokan Lübeck, nicht wie ein Judo-Drama. Letztendlich aber war der Auftritt beziehungsweise das Drumherum etwas peinlich.

Die Frage, ob sein Team schon an der Waage verloren hatte, konnte Harald Mantei auch nur mit einem Ja beantworten. Enttäuscht war er vor allem von seiner 60-Kilo-Hoffnung Dimitri Koschelev, obwohl klar war, dass diese mit Übergewicht gekommen wäre. Der 17-Jährige kam aber gar nicht. "Eigentlich war alles klar", sagte der Trainer. "Für mich ist das eine Enttäuschung." Von einer Enttäuschung wollte er bei Florian Heimlich und Lennarts Gerrits nicht sprechen, doch dass auch dieses Duo Übergewicht hatte, wurmte ihn, weil seine Pläne damit über den Haufen geworfen worden waren. Zumal gerade Florian Heimlich, sonst die 66-Kilo-Bank, im Leichtgewicht (73 kg) längst nicht so effektiv ist. "Das ist eine Klasse zu hoch für ihn", sagte Trainer Harald Mantei.

Nach dem ersten Siebener-Durchgang schien sich sogar ein Debakel anzubahnen. Mit 2:5 lagen die Gelsenkirchener hinten, nachdem nur Schwergewichtler Willy Bilstra (+100 kg) per Haltegriff gegen Jan Okur und Leichtgewichtler Janes Chabowski mit einer großen Wertung ("Waza-ari") gegen Djordje Tomic? gewonnen hatten. Seine Führung behauptete der 73-Kilo-Mann trotz Schmerzen auch in der Schlussminute, nachdem ihm der Lübecker Serbe kräftig und vor allem unmotiviert vors rechte Knie getreten hatte.

Viele Möglichkeiten beim Knobeln für den zweiten Durchgang hatte Harald Mantei nicht. Doch schnell keimte Hoffnung auf, zumal sich die Lübecker den Luxus gönnten, gleich zwei ihrer Trumpf-Asse nicht mehr einzusetzen. Sowohl Hannes Freund (81 kg), der gegen Lennarts Gerrits seinen vierten Sieg im vierten Saisonkampf gefeiert hatte, und Igor Wandte (60 kg), für den der Beinfasser-Erfolg über Sven Rösner Saisonsieg Nummer fünf im fünften Kampf war, schauten nur noch zu.

Gleich im ersten Kampf des zweiten Durchgangs erhielt die Hoffnung Nahrung, weil sich Friedrich Prill (81 kg) mit einer Würgetechnik gegen Stephan Claasen durchsetzte. Dann wurde es wild: Yassin Grothaus, der wegen des dünnen Kaders mehr und mehr zum 90-Kilo-Mann mutiert, dominierte fünf Minuten lang gegen Dirk Spörcke. Eine Wertung aber schaffte er nicht. Das ärgerte Harald Mantei, und er hatte auch die Verantwortlichen schnell gefunden, die Kampfrichter. "Der Lübecker hätte mindestens eine Strafe kriegen müssen", sagte er. So stand's 3:5 und nicht 4:5.

Dennoch schien der Kampf zu kippen: Willy Bilstra - diesmal gegen den Serben Zeljko Kovac? - machte es wieder vorzeitig per Haltegriff, Sebastian Häfker (100 kg) klatschte Kay Grapentin nach nur 48 Sekunden mit einer Großen Außensichel (O-soto-gari) auf die Matte, und Sven Rösner schockte den 17-jährigen Artur Vartanjan mit einem tollen Konter, nachdem er schon mit einer großen Wertung zurückgelegen hatte, die der Lübecker für einen Schulterwurf (Seoi-nage) erhalten hatte.

6:5 für den Judo-Club Koriouchi. Noch zwei Kämpfe-Aber es passte zum Abend: Florian Heimlich verlor seinen 73-Kilo-Kampf gegen Djordje Tomic? vorzeitig, während der 47-jährige Valerie Prill sen. wie schon im ersten Durchgang gegen Lars Zboralski völlig überfordert war. In jener 66-Kilo-Klasse, in der Florian-Heimlich-Niederlagen in der 2. Bundesliga sehr rar sind. waz gelsenkirchen

+++ 27.04.08 8:5 zum Dritten +++
Pressemitteilung JC 66 - Dominik Assmann

Auch in Berlin kann der JC 66 beim dritten Kampftag, ebenso wie schon in den ersten beiden Kampftagen mit einem 8:5 siegen.

Mit einer jungen Truppe reiste Ersatzcoach Dominik Assmann in die Hauptstadt und wollte auf jeden Fall, auch mit den Nachwuchsleuten, einen Sieg erzielen. Den bekamen die Bottroper auch, doch nach einer 5:1 Führung im ersten Durchgang bekamen die Bottroper in Durchgang zwei noch mal ordentlich Gegenwehr zu spüren.

Wieder einmal waren es aber die Punktegaranten, die für sichere Punkte sorgten. Wolfgang Amoussou, Oliver Gussenberg und Jeffrey Meeuwsen konnten allesamt sowohl um ersten als auch im zweiten Durchgang Punkte für ihren Verein sammeln. Die weiteren zwei Punkte im ersten Durchgang holten Valid Edilov im Schwergewicht und Daniel Jacko in der Klasse bis 73 Kilo.

Neuzugang Uli Heselhaus konnte zwar keinen Sieg nach Hause fahren, doch er erkämpfte ein bärenstarkes Unentschieden gegen den Siebten der Deutschen Meisterschaft bei den Männern im vergangenen Jahr. Lange führte Uli sogar mit einer kleinen Wertung, doch auch wenn er kurz vor Schluß den Ausgleich hinnehmen musste, zeigte er eine starke Leistung und kann sich über dieses wertvolle Unentschieden freuen. Starke Leistungen zeigten, auch wenn es nicht zu einem Sieg reichte, in ihren ersten Bundesligakämpfen die beiden jungen Eigengewächse Kai Kaziur (-60kg) und Lars Haarmann (-90 kg). Auch Marcel Gosens (-73 kg) konnte leider seine guten Leistungen aus dem Training nicht ganz abrufen und musste sich in seinem zweiten Bundesliga Einsatz vorzeitig geschlagen geben. Am Ende standen dann trotz alledem 8 sichere Punkte auf der Seite der Bottroper und nur 5 auf der Seite der Gastgeber. Damit war der dritte Sieg in Folge perfekt und der Jubel auf Bottroper Seite groß.

Weiterhin als Tabellenführer geht es nun in drei Wochen im Spitzenduell gegen den 1.Liga-Absteiger und Tabellenzweiten JC Eberswalde in der Dieter-Renz-Halle um die erste wirkliche Vorentscheidung in Hinblick auf den Aufstieg ins Judooberhaus.

+++ 25.04.08 Zwei Punkte auf dem Wunschzettel +++

2. BUNDESLIGA Die Hattinger Judo-Frauen starten heute in Hermannsburg in die neue Saison, und Team-Managerin Angela Andree rechnet sich Chancen auf etwas Zählbares aus Hattinger Damen vor SaisonDie Judo-Frauen des 1. ...

... JJJC Hattingen starten in die neue Zweitliga-Saison. Und zum Auftakt sollen heute (Kampfbeginn 16 Uhr) aus Hermannsburg zwei Punkte mitgebracht werden.Dass dies kein einfaches Unterfangen wird, ist den Hattinger Damen bewusst. Zum Auftakt des ersten Kampftages geht es gegen Randori Berlin. Eine Mannschaft, die schwer einzuschätzen ist, hat sie sich doch mit Erstligakämpferinnen des SC Berlin verstärkt. Sollte ein Sieg gelingen, würde Hattingens Teamcoach Angela Andree dem Kampf gegen Hermannsburg, dem letztjährigen Zweiten der 2. Bundesliga Nord, etwas beruhigter entgegen sehen. "Es wird auf jeden Fall wieder eng zugehen. Sollten unsere Kämpferinnen aber einen guten Start erwischen, müssten zwei Punkte auf jeden Fall drin sein", sagt Angela Andree.Erfreulich, dass Marion Esche-Dönges doch mitfahren kann und im Superleichtgewicht Susann Stammwitz unterstützen wird. In der Gewichtsklasse -52 kg werden Irina Arends, die zurzeit mitten im Abitur-Stress steht, und Verena Cors an den Start gehen. Bis 57 kg ist erstmals Birgit Tewes im Team und wird zusammen mit Pia Schubert diese Klasse besetzen.Ihren Einstand im Team gibt auch Jasmina Tarko, die zusammen mit Silke Andree in der Gewichtsklasse bis 63 kg startet. Es kann allerdings sein, dass eine der Kämpferinnen eine Gewichtsklasse aufrücken muss, da Daniela Vorderwisch bis 70 kg verletzungsbedingt voraussichtlich nicht kämpfen kann. Etwas mehr Spielraum bietet sich in den beiden oberen Gewichtsklassen an, in denen Ilka Gießelmann, Sandra Herget, Anke Pfeiffer und Jessica Wittig für die Hattingerinnen punkten wollen.  waz hattingen

+++ 25.04.08 In Bestbesetzung +++

Von Andree Hagel
Koriouchi-Trainer Harald Mantei fordert einen Sieg über Aufsteiger Budokan Lübeck.Der Holländer Lennarts Gerrits soll bis 73 Kilo über die Waage gehen

JUDO 2. BUNDESLIGA Dritter Kampftag in der 2. Judo-Bundesliga, und zum ersten Mal in dieser Saison fordert Harald Mantei, der Trainer des JC Koriouchi Gelsenkirchen, von seiner Mannschaft einen Sieg. Aufsteiger Budokan Lübeck stellt sich am Samstagabend in der Schürenkamp-Halle vor. Kampfbeginn wird um 18 Uhr sein. Für seine Forderung hat der 47-Jährige aber auch Gründe. Erstmals in diesem Jahr kann er nämlich aus dem Vollen schöpfen: 60-Kilo-Mann Dimitri Koschelev und 73-Kilo-Mann Christoph Glüsenkamp haben ihre Verletzungen auskuriert, während der Niederländer Lennarts Gerrits heute als Leichtgewichtler (73 kg) und nicht wie vor einer Woche beim 7:7 gegen Mönchengladbach als Halbmittelgewichtler (81 kg) über die Waage gehen soll.

Zwar haben die Lübecker ihre ersten beiden Kämpfe verloren, das 5:8 vom vergangenen Samstag gegen den vermeintlichen Top-Favoriten JC 66 Bottrop sollte für den JC Koriouchi aber Warnung genug sein. Obwohl Trainer Harald Mantei insofern einschränkt, als "die Bottroper nicht ihre beste Mannschaft aufgeboten hatten". Dennoch ist klar, dass das Budokan-Team über mindestens zwei Trumpf-Asse verfügt: Sowohl der 17-jährige Superleichtgewichtler Igor Wandtke (60 kg) als auch der 21-jährige Halbmittelgewichtler Hannes Freund (81 kg) sind bisher ungeschlagen. Zudem stehen auf der Melde-Liste eine Serben-Fraktion sowie der Russe Issa Saroit (90 kg), der 2007 für die JKG Essen gekämpft hat, wohl aber noch verletzt ist.

Um die weitere Saison in ruhigen Bahnen und ohne Abstiegsangst verlaufen zu lassen, müssen gegen Budokan zwei Punkte kommen. Und Harald Mantei zählt die Lübecker ebenso wie den TSV Bayer 04 Leverkusen und den BC Randori Berlin zu den Mannschaften, "die wir schlagen müssen". Es ist aber nicht so, dass der Koriouchi-Trainer heute mit einer leichten Aufgabe rechnet. "Es wird knapp", sagt Harald Mantei. "Aber ein Sieg müsste drin sein."  waz gelsenkirchen

+++ 25.04.08 Eine Serie ohne Sorgen +++
Von Oliver Schinkewitz
Sport-Union Annen kann ganz befreit in ihre zweite Bundesliga-Saison starten. Nach Berlins spätem Rückzug wird es keinen Absteiger geben. Kreuzbandriss bei Corinna Durchfeld, Sabrina Hoffmann wird Mutter

JUDO DAMEN-BUNDESLIGAWitten. Genug trainiert: Für die Judo-Damen der Sport-Union Annen beginnt am heutigen Samstag (ab 15 Uhr) in Hamburg die neue Bundesliga-Saison. Es ist die zweite für die SUA-Amazonen, die sich im vergangenen Jahr überraschend gut platzierten.

"Wenn wir in dieser Saison wieder Sechster werden könnten, dann wäre das schon okay", meint Hinnerk Gölnitz, der weiterhin gemeinsam mit Karlheinz Stump für das Coaching der Annenerinnen verantwortlich ist. "Natürlich sind durch das sehr gute erste Bundesliga-Jahr die Erwartungen gestiegen. An die Playoffs aber dürfen wir nicht denken. Schön wäre es schon, wenn wir uns klar vor den letzten Tabellenplätzen einreihen könnten", so Gölnitz. Immerhin: Einen Abstieg müssen die SUA-Damen heuer nicht befürchten, da die Eliteliga in der Saison 2008 lediglich acht Mannschaften umfasst. Die Konkurrentinnen aus Berlin zogen ihre Mannschaft zurück, einen Nachrücker gab es nicht.

Gleich zum Auftakt haben die Annener Damen heute in der Hansestadt eine harte Nuss zu knacken: Neben dem Hamburger Judoteam, dem sie im Vorjahr unglücklich mit 3:4 unterlagen, stehen sie dem PSV Rostock gegenüber. "Die haben sich mit einigen Berliner Kämpferinnen verstärkt", weiß Trainer Gölnitz, der entsprechend großen Respekt vor dem Team von der Ostsee hat.

Nun ist es allerdings nicht so, dass die SU Annen mit einer Gruppe von Anfängerinnen heute den Weg nach Hamburg in Angriff nimmt. Im Gegenteil: Die Sport-Union hat sich mit Maike Heinz (Hermannsburg), Patricia Hutter (Kerpen), Leena-Navina Beehrla (Osnabrück) und Ex-Olympiastarterin Hannah Ertl (Zweibrücken) sehr gut verstärkt. Ärgerlich nur, dass ein SUA-Trio für längere Zeit ausfällt: Neuzugang Sabrina Hoffmann (Siegen) erwartet ein Kind, Rückkehrerin Corinna Durchfeld hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen und Kerstin Kutsche ist noch durch ein Auslandssemester (Norwegen) gebunden.

"Grundsätzlich ist unsere Mannschaft deutlich stärker als in der Vorsaison - aber derzeit fehlt es an Alternativen", so Gölnitz nachdenklich. Saskia Scherer etwa hat eigens "abgekocht" für die 48 kg-Klasse. Dennoch: Punkten will die SUA auf jeden Fall gleich am ersten Kampftag.

Der SUA-Kader: (-48 kg) Saskia Scherer, Nadine Herbertz, Sabrina Hoffmann; (-52 kg) Iris Woitschell, Hannah Karrasch; (-57 kg) Dani Libosan (NL), Sabine Wittig, Fatma van Winssen; (-63 kg) Patricia Hutter; (-70 kg) Indra Brendick, Leena-Navina Behrla, Corinna Durchfeld; (-78 kg) Maike Heinz, Kerstin Kutsche, Hannah Ertl; (+78 kg) Solveig Martens. waz witten

+++ 25.04.08 Als Tabellenführer zum Aufsteiger nach Berlin +++ 

Am dritten Kampftag der 2. Judobundesliga geht es für den Tabellenführer aus Bottrop zum zweiten Auswärtskampf nach Berlin.

Der Aufsteiger aus Berlin konnte in den ersten beiden Kämpfen leider seine Klasse nicht unter Beweis stellen und musste sowohl gegen Straußberg als auch gegen Leverkusen die Punkte den Gegnern überlassen. Doch beim heutigen Heimkampf wollen die Berliner natürlich gegen die Favoriten aus Bottrop gut aussehen und werden wohl alles dransetzen, um möglichst viele Punkte in Berlin zu halten. 

Frank Urban, Trainer des Teams schaut nicht nur deshalb sorgenvoll in Richtung Berlin.“Die Berliner haben als Tabellenletzter gegen den Tabellenersten natürlich nichts zu verlieren- und genau das macht sie sehr gefährlich.“ Er selber wird allerdings nicht mit von der Partie sein, denn der hauptamtliche Trainer der 66er ist mit der Jugend in den Niederlanden unterwegs. Ersatzcoach Dominik Assmann wird wie auch schon bei der EJTC die Mannschaft stattdessen betreuen. „Dominik ist ein mehr als nur ein Ersatz- er hat durch seine lange Mitgliedschaft in der Mannschaft einen super Draht zum Team und kann die Jungs sehr gut auf ihre Kämpfe einstellen.“ Doch die Bottroper können alles andere als in Bestbesetzung die Reise antreten. Nicht nur das bis auf Neuzugang Jeffrey Meeuwsen alle Ausländer durch nationale Maßnamen verhindert sind, fällt auch 81 Kilo Kämpfer Christian Böhm aus. Er zog sich vergangene Woche einen Rippenbruch zu und wird die nächsten Wochen wohl komplett ausfallen.  

Dennoch sieht Urban alles andere als schwarz. „Ich bin zuversichtlich, dass die Jungs trotz der Schwächung, in der Lage sind auch gegen Berlin zu punkten. Die junge Garde die stattdessen zum Einsatz kommen wird, ist fit und hoch motiviert.“ 

Der JC 66 fährt somit zwar mit einer geschwächten Mannschaft in Richtung Berlin, doch Amoussou und Co. werden trotz alledem alles dran setzen, um am morgigen Sonntag mit zwei Zählern im Gepäck die Heimreise anzutreten.

+++ 24.04.08 Im Finale gescheitert +++

Gute zweite Plätze für Jörn Lohmann und Shirley Berns bei internationalen Turnieren.

Jörn Lohmann von der Judoabteilung der SV 08/29 Friedrichsfeld ging neben 248 anderen Teilnehmern aus fünf Nationen beim internationalen U 15-Sichtungsturnier in Duisburg auf die Matte. In der Klasse bis 73 kg schaltete er nach einem Freilos in der ersten Runde im Viertelfinale den Belgier Loontjens mit Ippon aus. Im Halbfinale musste er über die komplette Zeit gegen den Württemberger Stiebeling, den er jedoch mit einer kleinen Wertung besiegen konnte. Im Finale wartete dann Jörns momentaner Dauerrivale, der Kamp-Lintforter Rami Gharsalloui, den er erst eine Woche zuvor in Backnang das erste Mal schlagen konnte. Doch eine Unaufmerksamkeit nach wenigen Sekunden machte einen erneuten Erfolg zunichte. Lohmann verlor durch eine Abtauchtechnik mit Ippon.

Das internationale Turnier der U 15-Mädchen fand mit 170 Teilnehmerinnen in Bottrop statt. Hier machte Shirley Berns mit Rang zwei in der Klasse bis 44 kg von sich reden. Nach dem Auftaktsieg gegen die Sindelfingerin Carolin Kottmair siegte sie im Viertelfinale mit Beinfasstechnik gegen die Holsteinerin Shari Streich. Im Halbfinale konnte die Friedrichsfelderin ihre Gegnerin Theresa Stoll aus Bayern mit Haltegriff besiegen. Selbst in den Haltegriff geriet Shirley Berns allerdings dann im Finale gegen die Topfavoritin Nica Antonis aus Belgien.

Sharina Junik, noch jüngerer Jahrgang, startete ebenfalls in der Klasse bis 44 kg, verlor jedoch bereits in der ersten Runde nach wenigen Sekunden gegen Antonis Sekunden mit Ippon. Auch die Rüsselsheimerin Maren Hame zeigte sich in der Trostrunde als eine zu starke Gegnerin.

Viviane Krause (-52 kg) startete hervorragend mit zwei hart erkämpften Punktsiegen in das Turnier, ehe sie im Viertelfinale gegen die bayrische Auswahlkämpferin Jasmi Kerime verlor. Hart umkämpft war dann auch ihr Trostrundenkampf gegen die Duisburgerin Felicia Lamot, den Viviane erst nach Verlängerung im Golden Score mit einer Yuko-Wertung verlor.

Für die Friedrichsfelder Judokas war das aufregende Erlebnis dieser gut organisierten Turniere allerdings noch nicht beendet. Anschließend fuhren alle Kämpfer noch für drei Tage in das internationale Trainingscamp nach Duisburg-Wedau. nrz dinslaken

+++ 22.04.08 Vereinsliga-Kampftag der "Mattenflöhe" +++

Plettenberg. (ert) "Ab auf die Waage!", hieß es am Sonntag für 16 Judoka des Plettenberger Judo-Club 1976 (PJC) vor dem ersten Vereinsliga-Kampftag 2008. ...

... Insgesamt viermal im Jahr trifft sich der PJC-Judonachwuchs in der neuen Sporthalle Böddinghausen zur Ermittlung der Vereinsmeister. Judolehrer und Vorsitzender Rolf Demmer teilte die Judoka im Alter zwischen 3 und 16 Jahren nach dem Wiegen in die entsprechenden Alters- und Gewichtsklassen ein. Ende des Jahres werden die feststehenden Meister mit Pokalen belohnt. Zum Ausklang am Sonntag bat Demmer zum "Japanischen Turnier". Dabei muss der kleinste Kämpfer gegen den zweitkleinsten antreten; der Gewinner tritt anschließend gegen den drittkleinsten "Mattenfloh" an usw. Nach dreimaligem Sieg scheidet er als Gewinner aus; dann kommen die nächsten an die Reihe. westfälische rundschau 

+++ 22.04.08 Hochklassige Kämpfe auf der Judomatte +++

Adler 07 war Ausrichter des Sichtungsturniers in der Sporthalle der Berufsschule

JUDO GarVida-Cup. Zum sechsten Mal wurde die Judo-Abteilung des DJK Adler 07 Bottrop vom Nordrhein-Westfälischen Judo-Verband mit der Ausrichtung des Internationalen GarVida-Cup der weiblichen U15 betraut.

Die Adler-Abteilung um Uli Griesdorn leistete bei diesem Sichtungsturnier trotz einiger Widrigkeiten im Vorfeld, wieder gute Arbeit und stellte eine perfekt organisierte Veranstaltung auf die Beine, sodass eine Neuauflage im nächsten Jahr geplant ist. Fast alle deutschen Judo-Verbände waren mit Mannschaften angereist, aus NRW waren wegen der räumlichen Nähe viele Vereine mit Einzelstartern und Mannschaften vertreten. Von den 13 und 14-jährigen weiblichen Judoka wurde in 10 Gewichtsklassen hochklassiges Judogezeigt. Die fünf Adler-Judoka sollten bei ihrem ersten internationalen Auftritt Erfahrung sammeln. Alle schlugen sich recht gut, konnten sich aber nicht auf den vorderen Rängen platzieren.
Welchen Stellenwert der Cup im Ausland hat, zeigte die Mannschaft der Vaamse Judo Federatie aus Belgien, die mit 14 Kämpferinnen antrat, in neun Gewichtsklassen jeweils eine Kämpferin unter die ersten Sieben brachte und mit Abstand die Mannschaftswertung gewann. Die Sonderpreise gingen ebenfalls nach Belgien. Der Preis für den schnellsten Ippon ging an Evi Vandermere und den Technikerpreis erhielt Nica Antonis. waz bottrop

+++ 21.04.08 Silberregen für die U15 Judoka der SUA auf höchster Ebene +++
Pressemitteilung SU Witten-Annen - Ringo Wittig

Dieses Wochenende wurde es heiß für die U15 Judoka der SUA. Samstag fand der renomierte Garvida Cub der weiblichen U15 in Bottrop statt. Das traditionell gut besetzte internationale Turnier bietet dem DJB die Gelegenheit nach neuen Talenten Ausschau zu halten. SUA Neuzugang Sarah Kasper erkämpfte sich in der Gewichtsklasse bis 36 kg den zweiten Platz.
Am Sonntag fand das Pendant für den männlichen Nachwuchs in Duisburg statt. Nach der Vorlage von Sarah Kasper legten Philipp Krachtus in der Gewichtsklasse bis 60 kg und SUA Zweitstarter Jonas Breier-Neteler (JC Holzwickede) bis 66 kg jeweils mit silbernen Edelmetall nach.

SUA Amazone Sarah Kasper besiegte in einem engen Starterfeld ihre erste Kontrahentin aus Belgien durch Ude-Garami. Das folgende Halbfinale ging in die Verlängerung. Nach acht Minuten Wettkampfzeit gewann Sarah Kasper durch Kampfrichter Entscheid. Im Finale traf sie auf die bärenstarke Bianca Augenstein aus Bayern. Im Bodenkampf musste sich Sarah Kasper durch Sankaku geschlagen geben. Nach dem Vize-Landesmeister-Titel der U14 im letzten Jahr kann sich Sarah Kasper über ein tolles Ergebnis in der höheren Alterklasse und einen erfolgreichen Einstand bei der SUA freuen.
Philipp Krachtus zeigte sich wieder in Bestform. Nach dem Vize-Landesmeister-Titel und dem Sieg des Bundesoffenen Turniers in Backnang legte er noch ein Ausrufezeichen drauf. Nach vier gewonnen Kämpfen gegen Gegner aus Moskau, Leipzig und Frankfurt/ Oder stand er im Finale gegen David Tekic vom TH Eilbeck (HH). In einem hart umkäpften Finale musste sich Philipp Krachtus leider seinem Yuko Rückstand beugen und den zweiten Platz akzeptieren.

SUA Zweitstarter Jonas Breier-Neteler (JC Holzwickede) setzte sich durch drei konsequente Ippon Siege über Gegner aus Moskau und Brandenburg bis ins Finale durch. Dort traf er auf starke Konkurrenz aus Warschau. Jonas Breier-Neteler kontrollierte den Polen Marcin Gmurek über weite Teile des Finalkampfes. Bei einer Unachtsamkeit nach 2:30 Minuten gelang dem Polen ein Konter, der mit Waza ari bewertet wurde. Durch den Rückstand motiviert setzte Jonas Breier-Neteler seinen Gegner mit verschiedensten Techniken unter Druck und holte allein in den letzten 24 Sekunden des Kampfes noch zwei Wertungen. Leider genügte der Kampfgeist nicht, um den Polen Ippon zu werfen. Deutlich enttäuscht sicherte sich Jonas Breier-Neteler die Silbermedaille und einen der begehrten Pokale des Turniers. Trainer Sebastian Anscheit konnte mit seinen Kämpfern zufrieden sein, „Drei Starter, drei Mal Finale – was will man mehr? Schade ist nur, dass nicht wenigstens eine Gold-Medaille erkämpft wurde. Vor allem die Kämpfe der Jungs waren sehr eng.". Als Résumé lässt sich festhalten, dass auch der jüngste Jahrgang der U17 auf einem guten Weg ist und mit der Konkurrenz mehr als mithalten kann. Als nächste Bewährungsprobe steht kommenden Samstag ein Internationales A-Turnier in Rotterdam und das Amazonen Turnier in Dortmund am kommenden Sonntag an.

+++ 20.04.08 Vor allem spannend +++

Von Andree Hagel
Der JC Koriouchi Gelsenkirchen und der 1. JC Mönchengladbach trennen sich 7:7.Yassin Grothaus sollte für das 8:6 sorgen, unterlag aber Björn Eckert

JUDO 2. BUNDESLIGA Im zweiten Saisonkampf der 2. Judo-Bundesliga sicherte sich der JC Koriouchi Gelsenkirchen den ersten Punkt. Doch Trainer Harald Mantei war sich nach dem 7:7 (62:57 in der Unterbewertung) gegen den 1. JC Mönchengladbach nicht ganz schlüssig, ob seine Mannschaft einen Zähler gewonnen oder einen verloren hatte. Und das lag vor allem am letzten Kampf des Abends, den im Halbmittelgewicht (81 kg) Yassin Grothaus und Mönchengladbachs Björn Eckert bestritten hatten.

Ein Klasse-Kampf. Beide Judoka zeigten, dass sie am Boden ganz stark sind. Und die erste Wertung fiel, als Björn Eckert den Gelsenkirchener länger als zehn, aber weniger als 15 Sekunden im Haltegriff gehabt hatte: "Koka", die kleinste Wertung. Yassin Grothaus rackerte. Aber dann, 28 Sekunden vor dem Ende, musste er am Mattenrand eine mittlere Wertung ("Yuko") hinnehmen. Die Hoffnung blieb, doch dem 21-jährigen Koriouchi-Mann gelang nur noch eine "Koka"-Wertung, weil sein Kontrahent bestraft worden war. Und so gab es keinen 8:6-Sieg, sondern ein 7:7.

"Dass es knapp wird, war mir klar", sagte Koriouchi-Trainer Harald Mantei. "Aber so eng?" Und der 47-Jährige war überzeugt davon, dass Haupt- und Weltkampfrichter Hans-Werner Krämer dem Mönchengladbacher ein, zwei Strafen mehr hätte geben müssen. "Dann hätten wir den Punkt gehabt, um zu gewinnen", sagte er. "Und der Sieg hätte uns sehr gut getan."

Ein entscheidender Grund dafür, dass es nicht zum Sieg reichte, war aber auch, dass der JC Koriouchi nicht seine beste Formation zur Verfügung hatte. Besonders schmerzte, dass auch noch 73-Kilo-Mann Christoph Glüsenkamp kurzfristig wegen einer Verletzung passen musste. Und so hatte Harald Mantei im Leichtgewicht keine Chance, im zweiten Durchgang zu tauschen. Konsequenz war, dass der Niederländer Lennarts Gerrits, der wegen des Abgangs von Jeffrey Meeuwsen wieder gebraucht werden kann, in der 81-Kilo-Klasse nur einmal zum Einsatz kam. Weil ja der Armenier Witalij Galustian (60 kg) den zweiten Ausländer-Platz neben Willy Bilstra (+ 100 kg) im zweiten Durchgang blockierte.

Judo-Statuten.

An denen aber lag es nicht, dass der erste Siebener-Durchgang langweilig war. Den ersten Höhepunkt gab es im siebten Kampf, neun Sekunden vor dem Ende. Mit einem Schenkelwurf (Uchi-mata) klatschte Lennarts Gerrits Mönchengladbachs Patrick Weber auf die Matte und brachte den JC Koriouchi mit 4:3 in Führung. Gewonnen hatten zuvor Willy Bilstra, Yassin Grothaus, der in die 90-Kilo-Klasse aufgerückt war, und - wie eigentlich immer - Halbleichtgewichtler Florian Heimlich (66 kg). Pech hatte Sven Rösner (60 kg), der für seine tolle Aufholjagd gegen den 33-jährigen Michael Machado nicht belohnt wurde. "Super gekämpft", sagte Trainer Harald Mantei dennoch.

Die Pause läutete Peter Büteröwe, einer der beiden Vize-Präsidenten des JC Koriouchi, am Mikrofon mit den Worten ein, dass die Trainer vielleicht ein bisschen Zeit hätten zu taktieren. Stephan Bode, der Wittener Chef der deutschen Judo-Kampfrichter, lächelte und sagte: "Vielleicht auch ein bisschen zu trainieren . . ."

Das Judo wurde attraktiver, wenn auch für die Gelsenkirchener nicht erfolgreicher. Trotz des Super-Starts. Janes Chabowski (73 kg) sorgte nämlich mit seinem "Yuko"-Sieg über Benjamin Münnich für das 5:3. Und die Hochrechnungen der Fachleute ergaben nun einen Koriouchi-Sieg. Schlimm war für Sascha Stamm (100 kg), dass er nicht dem starken Koenraad de Visscher unterlag, sondern wegen einer Knie-Verletzung nach 35 Sekunden aufgeben musste. Und: Der Bilstra-Punkt kam, der Heimlich-Punkt - mal wieder ein Klasse-Schenkelwurf - kam auch. Der JC Koriouchi führte mit 7:6. Doch Yassin Grothaus bekam Mönchengladbachs Björn Eckert nicht richtig zu packen. waz gelsenkirchen 

+++ 20.04.08 Klasse statt Masse +++

THOMAS KRISTANIAK
Viele Vereine schicken nur noch ihre besten Nachwuchskämpfer zum U-15-Turnier des PSV. Gäste aus Russland.

Es muss nicht immer Masse sein. Rund 300 Judokas gingen am Wochenende auf die Matten in der Halle der Gesamtschule Süd - das war ein bisschen weniger, als es sich der PSV Duisburg für die Jubiläumsausgabe seines U-15-Turniers erwartet hatte. Was aber nicht heißt, das der Ruf der Veranstaltung im Verlauf der vergangenen zehn Jahregelitten hätte - ganz im Gegenteil. "Die Anzahl der teilnehmenden Vereine ist nämlich im Gegensatz dazu gestiegen", weiß PSV-Abteilungsleiter Erik Gruhn zu berichten. Was daran liegt, dass viele Klubs nur noch ihre Besten in dieser Altersklasse nach Duisburg schicken, damit sie sich mit der Spitzenklasse aus dem In- und Ausland messen können.

Grund genug für die nationale Judo-Prominenz, den Weg nach Duisburg anzutreten. "Ein starkes Turnier mit internationaler Spitzenbeteiligung, dazu eine perfekte Organisation", lobte Peter Schlatten, der als Trainer Talente für den Bundeskader sichtete. Und auch Heide Wollert wird gefallen haben, was sie sah: Die amtierende Europameisterin aus Halle gehörte ebenfalls zu den Besuchern und wurde spontan überredet, eine Siegerehrung vorzunehmen.

PSV-Kämpfer ohne Chance

Dass die Teilnehmer des Gastgebers gegen die hochkarätige Konkurrenz keine Chance hatten - geschenkt. "Natürlich wollten wir es unseren eigenen Kämpfern ermöglichen, bei einem solchen Ereignis mitzumachen", so Erik Gruhn. Dass am Ende kein einziger Sieg dabei heraussprang, fand er freilich ein bisschen schade.

Überraschen konnte diese Bilanz nicht, schließlich war das Teilnehmerfeld noch bunter besetzt als in den Vorjahren. Dafür sorgte vor allem die Delegation aus Russland: Wie die Verantwortlichen von Sambo 90 Moskau auf die Idee kamen, ihre Talente nach Duisburg zu schicken, war den Veranstaltern letztlich auch nicht hundertprozentig klar.

Dass die stark eingeschätzten Osteuropäer keineswegs das Geschehen dominierten, sorgte für freudige Mienen. Während die Russen nämlich Platz drei in der Teamwertung hinter Belgien belegten, war hier die Riege des Nordrhein-Westfälischen Judobundes nicht zu schlagen.

Wichtiger als alle Platzierungen war den Gastgebern allerdings auch diesmal wieder das fröhliche Miteinander der Kulturen - was sich auch rund um die Judomatte abspielte. Der tunesische Kulturverein, der italienische Chor, die Niederländer von "Op Hoop van Zeegen", sie alle sind zu einem festen Bestandteil des PSV-Turniers geworden und haben mit dafür gesorgt, dass der Verein über Duisburg hinaus ein echter Werbeträger für die Stadt geworden ist. nrz duisburg

+++ 20.04.08 JC 66 erobert die Tabellenführung +++

8:5-Erfolg im Auswärtskampf beim starken Aufsteiger Budokan Lübeck

JUDO 2. BUNDESLIGABudokan Lübeck JC 66 Bottrop 5:8 Die Kämpfe:

1. Durchgang: - 81 kg: Stephan Claasen - Christian Böhm 0:1, - 100 kg: Jan Okur - Danny Meeuwsen 0:1, - 73 kg: Djordje Tomic - Wolfgang Amoussou 0:1, - 90 kg: David Radulovic - Jeffrey Meeuwsen 0:1, + 100 kg: Andre Zubke - Tobias Theimann 1:0, - 66 kg: Artur Vatanjan - Oliver Gussenberg 0:1, - 60 kg: Igor Wandtke - Kalala Ngoy 1:0.

2. Durchgang: - 81 kg: Hannes Freund - David Kraspoujak 1:0, - 100kg: Jan Schlichting - Danny Meeuwsen 0:1, - 73 kg: Djordje Tomic - Wolfgang Amoussou 0:1, - 90 kg: Dirk Spörke - Jeffrey Meeuwsen 0:0, 100 kg: Zejko Kovac - Maik Podlech 1:0, - 66 kg: Lars Zboralski - Oliver Gussenberg 0:1, - 70 kg: Igor Wandtke - Uli Heselhaus 1:0.

Sie stehen schon da, wo sie sich auch am Ende der Saison sehen möchten: An der Spitze. Der Judoclub 66 eroberte mit einem 8:5-Sieg im Auswärtskampf der 2. Bundesliga beim starken Aufsteiger Budokan Lübeck die Tabellenführung. Der Zweitligameister der vergangenen Saison wurde im Norden seiner Favoritenrolle gerecht.

Die 250 Zuschauer in der kleinen Lübecker Sporthalle sorgten mächtig für Stimmung. Auch die kleine Bottroper Fangruppe hielt dagegen und feuerte ihre Kämpfer begeistert an. Als die Bottroper schon ersten Durchgang vier Kämpfe hintereinander gewonnen hatten, wurde es ruhiger im Lübecker Hexenkessel. Mit einer 5:2-Führung bis zur Pause legte die Truppe von Trainer Frank Urban bereits den Grundstein zum verdienten Sieg. Die Leistungsträger der Mannschaft sorgten für die entscheidenden Punkte. In starker Verfassung präsentierten sich die Meeuwsen-Brüder aus Holland. Neuzugang Jeffrey Meusen glänzte mit einem Sieg über den Kroaten David Radolovic in der Gewichtsklasse bis 90 kg. Auch die Deutschen Meister und Punktegaranten Wolfgang Amoussou und Oliver Gussenberg ließen nichts anbrennen.

Einen starken Kampf bot auch Christian Böhm (- 81 kg), der gegen Stephan Claasen durch zwei Yuko gewann. Er verletzte sich dabei und zog sich einen Rippenbruch zu, wie später beim Arzt festgestellt wurde. Für Böhm kam im zweiten Durchgang dann David Kraspoujak zum Einsatz, der im Kampf gegen Hannes Freund unterlag.

Der Neuzugang in der 60 kg-Klasse, Kala Ngoy, musste sich gegen Igor Wandtke geschlagen geben. Nach der Pause ließ der JC 66 zwar etwas nach, aber die verlässlichen Kämpfer wie Danny Meeuwsen, Wolfgang Amoussou und Oliver Gussenberg holten die notwendigen drei Punkte zum Sieg.

"Insgesamt war es eine runde Sache für uns", kommentierte JC 66-Präsident Roland Assmann. Am nächsten Samstag müssen die Bottroper wieder auswärts antreten und zwar beim Aufsteiger Randori Berlin. -güdo waz bottrop

+++ 20.04.08 Bratwürstchen als Belohnung +++

Zum zehnten Mal traten Judokas in der Turnhalle der Gesamtschule DU-Süd zum Turnier an. Rahmenprogramm mit dem Zirkus Zipfel und der Landesturnriege der Polizei NRW. Förderungswürdiger Nachwuchs gesucht

Von Nora Maibaum

„Es heißt immer, Deutschland tue nichts für den olympischen Nachwuchs", beschwert sich Ratsherr Rainer Enzweiler (CDU). Und weiter sagt er: „Judo ist auch eine olympische Disziplin und die Judokas der Zukunft können wohl kaum besser gefördert werden als mit solch einer Veranstaltung."

Hocherfreut über das Engagement

Insgeheim hofft der Vorsitzende des Betriebsausschusses DuisburgSport, dass irgendwann einmal ein Judo-Olympiateilnehmer aus Duisburg kommen wird. Hocherfreut ist er darum auch über das Engagement, das die Judoabteilung des Polizeisportvereins (PSV) für die Organisation des traditionellen Judoturniers der männlichen Jugend U15 aufbrachte.

Sportliches Topereignis in Großenbaum

Am vergangenen Wochenende feierte das sportliche Topereignis in der Turnhalle der Gesamtschule Duisburg-Süd sein zehnjähriges Jubiläum. Morgens ging es gleich nach dem Wiegen und Einstufen der 300 Teilnehmer in Gewichtsklassen los mit einem buntem Bühnenprogramm.
Die 14 Teilnehmer starke Landesturnriege der Polizei NRW brachte mit humorvollen, akrobatischen Übungen nicht nur die Zuschauer zum Lachen. Auch die angespannten Wettkämpfer konnten sich noch einmal kurz zurücklehnen. „Wir sind bei der Veranstaltung nicht nur für andere Sportarten offen. Allgemein steht sie auch unter dem Leitsatz ,Fairständnis, Menschenwürde achten, gegen Fremdenhass'", so erklärte der Organisator der Veranstaltung, Detlef Völkel.
Spürbar wurde dieses Motto dann auch im Foyer des Sporttraktes. Der Niederländische, der italienische und der tunesische Heimatverein Duisburg verkauften dort landestypische Spezialitäten für einen guten Zweck.

Kalorien-Zählen der verschiedenen Gewichtsklassen

Wenig vom leckeren Essen hatten vier Judoka aus Berlin. „Wir passen alle nur knapp in unsere Gewichtsklassen. Deshalb essen wir nichts mehr, bis wir um 19 Uhr gewogen werden", erklärte der 14-jährige Hendrik, der allerdings erst am Sonntag kämpfte. Sonst müssten sie gegen schwerere Gegner antreten.
„In der Zwischenzeit machen wir Akrobatik, dann darf vielleicht auch wieder ein Bratwürstchen in den Magen", lacht sein Freund Sebastian und balanciert dabei auf einem metergroßen Ball, während er ein Diabolo schwingt.

Drahtseilakt und Jonglage

Neben Drahtseil, Minifahrrädern und Jonglierbällen wurden diese eigentümlichen Geräte vom Zirkus Zipfel zu Verfügung gestellt. Unter Anleitung von dem Zirkuspädagogem und ehemaligem Artisten Richard Scholl konnten die Kinder in der Gesamtschule während der Wettkampfpausen die Zirkusutensilien ausprobieren.
Auch vertreten war die Polizei Duisburg mit Fotoaktion und Informationen über Kriminalitätsvorbeugung. Polizeipräsident Rolf Cebin ist bereits seit dem ersten Turnier, das vor zehn Jahren ausgetragen wurde, Schirmherr und Unterstützer der Veranstaltung. Am Samstagabend erhielt er daher die Ehrenmitgliedschaft im Polizei-Sport-Verein.

Auf der Suche nach vielversprechendem Nachwuchs

Am Sonntag wurde es dann ernst für die Judokas: Peter Schlatter, Trainer vom deutschen Judo-Bund, hielt Ausschau nach förderungswürdigem Nachwuchs. „Im Alter von 14 Jahren haben die Kinder die beste Chance, noch viel zu lernen und Talente werden am effizientesten gefördert", erklärte Detlef Völkel, der selbst bereits im Alter von sechs Jahren auf der Kampfmatte stand.
Moderiert wurde das Sportereignis übrigens von Alexander von der Groeben; er selbst ist ehemaliger Judo-Europameister, DSF-Moderator und Schauspieler an der Duisburger Komödie. waz duisburg-süd

+++ 18.04.08 Noch kein Druck +++

Von Andree Hagel
"Es ist erst der zweite Kampftag", sagt Koriouchi-Trainer Harald Mantei. Mönchengladbach kommt.60-Kilo-Mann Dimitri Koschelev muss wegen seiner Knie-Verletzung erneut passen

JUDO 2. BUNDESLIGA Zum ersten Heimkampf 2008 in der 2. Bundesliga treffen die Judoka des JC Koriouchi Gelsenkirchen auf eine Mannschaft, die sehr ähnlich strukturiert ist, weil sie unter anderem auch aus vielen deutschen Talenten besteht. Der 1. JC Mönchengladbach stellt sich am Samstag (18 Uhr) in der Schürenkamp-Halle vor. "Die sind immer für eine Überraschung gut", sagt Koriouchi-Trainer Harald Mantei. "Alle Gewichtsklassen sind gut besetzt." Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die Mönchengladbacher Marcello Greco (+100 kg) an den Wittener Erstligisten Sport-Union Annen verloren haben. Gedanken übers Schwergewicht hätte sich der Gelsenkirchener Trainer aber sowieso nicht gemacht, weil er ja Willy Bilstra in seiner Mannschaft hat.

Nach dem 5:8 zum Saisonstart beim JC Eberswalde spürt der JC Koriouchi schon etwas Druck? So will es Harald Mantei dann doch nicht sehen. "Es ist erst der zweite Kampftag", sagt er. Und wie schon vor einer Woche wird er nicht auf seine beste Formation zurückgreifen können. Während Halbmittelgewichtler Shkumbin Dautaj (81 kg) bei einem internationalen Turnier in der Schweiz kämpft, muss 60-Kilo-Neuerwerbung Dimitri Koschelev erneut wegen seiner Knieverletzung passen. "Das macht mir die Sache schwerer", sagt Harald Mantei, der aber hofft, dass der 17-jährige Superleichtgewichtler am kommenden Samstag gegen Budokan Lübeck sein Koriouchi-Debüt feiern kann.

Fast genauso viele Gedanken wie über den Kampf macht sich Trainer Harald Mantei über die Stimmung in der Schürenkamp-Halle. "Ich hoffe, dass endlich mal viele Zuschauer kommen und uns unterstützen", sagt er. "Erst zum Judo und dann nach Hause zum Pokal-Finale." Und damit das auch zeitlich passt, könnten seine Judoka ihren Beitrag insofern leisten, als sie viele schnelle Siege feiern. Nicht zuletzt wegen des Heimvorteils sieht der Koriouchi-Trainer seine Mannschaft auch in der Favoriten-Rolle.

+++ 18.04.08 Nicht nur Judo +++

Von Andree Hagel

Kim Eickmeier genießt es in ihrem Klub, dem JC Banzai, dass es auch ausreichend andere Freizeit-Aktivitäten gibt. Und weil die 14-Jährige Kim heißt, heißt sie auch Isabelle

JUGENDSPORTLERIN DES JAHRES 2007 Zu Besuch in der Turnhalle der Erler Astrid-Lindgren-Grundschule. Keine Spur von Leistungsdruck oder gar Hochleistungssport. Es ist das fast idyllische Zuhause des Judo-Clubs Banzai, der ein außergewöhnliches Talent hat: Kim Eickmeier, Gelsenkirchens Jugendsportlerin des Jahres 2007. Letztlich war ihr 48-Kilo-Titel bei den Westdeutschen U-15-Meisterschaften ausschlaggebend, obwohl sie ihrem Sieg bei einem bundesoffenen Turnier viel mehr Bedeutung beimisst.

Stolz ist sie aber wegen der Auszeichnung? "Ja, sehr sogar", sagt die 14-Jährige, die ihre Begeisterung für den Judo-Sport schon sehr früh entdeckte, weil sie immer ihrer Schwester Miriam (17) zugesehen hatte. "Mit sechs habe ich dann angefangen", sagt sie. Zwar versuchte sie es zwischendurch nebenbei auch mal mit Badminton, ein halbes Jahr lang, aber als sie merkte, dass das für ihre Entwicklung auf der Matte alles andere als förderlich war, "habe ich aufgehört und wieder mehr Judo gemacht", sagt sie.

Und warum nun gerade Judo? Die Vielseitigkeit sowie der Spaß am Kämpfen gefielen ihr, sagt Kim Eickmeier, die Achtklässlerin des Leibniz-Gymnasiums. "Es gibt immer was zu lernen." Und besonders gut gelernt hat sie ihre Spezialtechniken, den Schenkel- und den Schulterwurf, die bei den Judoka Uchi-mata beziehungsweise Seoi-nage heißen.

Inzwischen geht Kim Eickmeier, die wegen ihres ersten Vornamens auch ein zweiten brauchte, der sie deutlich als Mädchen kennzeichnet, nämlich Isabelle, bei den U-17-Judoka an den Start. Und genau dort, der jüngsten Jahrgangsklasse, in der es auch Deutsche Meisterschaften gibt, will sie was erreichen. Knapp formuliert sie ihr Ziel: "Zur DM fahren und platzieren." Von mehr träumt sie noch nicht? Vielleicht in einem Bundesliga-Team zu kämpfen? Die Antwort kommt wie die eines Medien-Profis. "Ich muss erst mal älter werden", sagt sie, "und es schaffen, mich bei der DM zu platzieren." Der U-17-DM.

Dabei kann sich Banzai-Vorsitzender Egbert Dzikus zunächst einmal gewiss sein, dass Kim Eickmeier ihre nächsten Erfolge wohl alle für diesen, seinen Klub einfahren wird. Sie genießt es nämlich, dass das Judo im Verein nicht alles beherrscht und es auch ausreichend andere Freizeit-Aktivitäten gibt. Das betont sie auch. "Es ist mir wichtig", sagt die Blaugurt-Trägerin (2. Kyu), "dass es nicht nur um Judo geht und nicht nur aufs Training ankommt."

Und was macht sie jetzt mit der Prämie, die sie als Jugendsportlerin des Jahres erhalten hat, den 250 Euro? "Ich habe den Scheck noch gar nicht eingelöst", sagt Kim Eickmeier, die vor einer Kamera am liebsten auf ihren Judo-Pferdeschwanz verzichtet und die Haare öffnet. "Aber das Geld kommt aufs Sparbuch." waz gelsenkirchen

+++ 16.04.08 Manuel Gabsa gewinnt Judo-Westfalenturnier +++

Witten. Mit einer qualitativ starken Teilnahme richtete an zwei Tagen der TV Durchholz   das Judo-Westfalenturnier für drei Alterklassen aus. Die Bezirke Arnsberg, Detmold und Münster waren startberechtigt.

Überaus erfreulich war das Abschneiden der Lindenberger Judoka. Mit fünf gewonnenen Medaillen waren die Judofreunde in der Altersklasse U 17 der zweitbeste Klub der 34 startenden Vereine.

Ein super Turnier kämpfte Judofreund Manuel Gabsa (-73 kg), der jetzt auch, dank seiner besseren Kondition, an der er in den letzten drei Monaten stark gearbeitet hat, die Kämpfe im Golden Score (Verlängerung) sicher gewinnt. Diesmal musste er gleich zwei Mal nachsitzen, zuerst in der Vorrunde, später im Halbfinale und ließ nichts anbrennen. Zuvor konnte Manuel aber zwei weitere Siege mit seiner Spezialtechnik Soto-maki-komi (Außendrehwurf) verbuchen. Das Finale war eine klare Angelegenheit für Gabsa, der nach zwei Minuten mit Würger siegte. Prompt wurde er auch mit dieser eindrucksvollen Vorstellung vom Landestrainer für die internationale DM im Mai in Berlin nominiert.

Auch Louis Remmert (Judofreunde) zeigte sich in dieser Gewichtsklasse von seiner starken Seite. Gerade mal eine Minute brauchte er für die drei Siege zum Erreichen des Semifinales. Doch hier war der Gegner zu stark. Im kleinen Finale reichte es dann aber mit einem Uchi-mata-Sieg für Bronze.

Mit zwei schnellen Siegen stand Verena Serra (Judofreunde/-44kg) in de Altersklasse U 14 im Semifinale. Aber genau so schnell war sie gegen die spätere Siegerin Alina Schubert (TV Hüinghausen) unterlegen. Doch diese Niederlage brachte sie nicht aus der Fassung und so waren gerade mal acht Sekunden vergangen, als sie das kleine Finale um Bronze für sich entschied.

Grüngurtträger Steffen Gabsa (Judofreunde) startete in der Klasse bis 46 kg mit einem Blitzsieg und und ließ einen weiteren Triumph mit Fußfeger folgen. Doch im erreichten Halbfinale war er knapp unterlegen. Tobias Görg (JC Gernsdorf) war sein nächster Gegner im kleinen Finale. Mit zwei hohen Wertungen ließ Gabsa ihm keine Chance und heimste ebenfalls Bronze ein. Für Görg blieb Platz fünf.

Auch die Nachwuchskämpferin Nicole Werner (Judofreunde/-78 kg) stellte sich ihren Gegnerinnen auf dieser Ebene, musste zwar als Gelb-Orangegurt zwei Niederlagen gegen viel höher graduierte Athletinnen hinnehmen, wurde aber trotzdem für ihren Mut mir Bronze belohnt.

Mit einem Sieg gegen Tatjana Hansmeyer (JC Schloß Neuhaus) stand Kyra Quast (JV Siegerland/- 63 kg) im Halbfinale. Mit einer kleinen Wertung (Koka) war sie unterlegen. Doch der Sieg im kleine Finale stimmte sie wieder fröhlich. westfalen rundschau
Fotos des Westfalen-Turnieres

+++ 14.04.08 JC 66 untermauert Ansprüche +++

Von Tobias Döring
Leverkusens Trainer Wilhelm Brumshagen sieht Bottrop nach dem 8:5-Sieg als Aufstiegsfavoriten.Heimische Judoka feiern gelungenen Saisonauftakt

JUDO 2. BUNDESLIGAJC 66 TSV Bayer Leverkusen 8:5 Unterbewertung: 70:50 1. Durchgang: -81kg Amoussou-Jeske 1:0, -100kg D. Meeuwsen-Kary 1:0, -73kg Jacko-Gutsche 1:0, +100kg Theimann-Prijs 0:1, -66kg Gussenberg-Grenz 1:0, -90kg J. Meeuwsen-Stebani 1:0, -60kg Peters-Hink 0:1; 2. Durchgang: -81kg Egger-Jeske 0:0, -100kg D. Meeuwsen-Schlör 1:0, -73kg Amoussou-Cieslok 1:0, +100kg Theimann-Prijs 0:1, -66kg Gussenberg-Grenz 1:0, -90kg Böhm-Bauernfeind 0:1, -60kg Hesselhaus-Hink 0:1.

Zuschauer: 200.
Wolfgang Amoussous Technik und Schnelligkeit sind einfach unnachahmlich. Lange bearbeitet der Spitzenkämpfer des JC 66 seinen Leverkusener Kontrahenten Sven Cieslok. Nach zwei Minuten schafft er mit einem Wasari die erste Wertung. Doch Amoussou will mehr. Nicht nur sein Gesichtsausdruck sprüht vor Aggressivität, die Körpersprache sagt alles. Und er kann nachlegen: Nach wenigen Sekunden legt der Bottroper seinen Kontrahenten erneut mit einem Wasari auf die Matte. Das 7:2 ist geschafft, der Sieg für den JC 66 schon im zehnten Kampf sichergestellt.

Am Ende wird es ein 8:5-Erfolg für die Bottroper Judoka gegen den TSV Bayer Leverkusen. Fast ein Auftakt nach Maß in der 2. Bundesliga. "Ich habe schon mit einem Punkt mehr gerechnet. Aber es war alles im Rahmen", sagte Frank Urban nach dem Kampf. Den Punkt, der dem JC 66-Trainer fehlte, hatte er sich von seinem Neuzugang Micha Egger erhofft, der zu Beginn des zweiten Durchganges vor 200 Zuschauern in der Dieter-Renz-Halle nur ein Remis geholt hatte. "Ärmel ist gut, halt den Ärmel fest", hatte ihm Chef-Anfeuerer und Pressesprecher Dominik Assmann noch zugerufen, doch auch das sollte Egger gegen Rene Jeske nicht mehr vor dem Remis schützen.

Aber der Kampf fiel am Ende nicht groß ins Gewicht. Denn gleich im ersten Gefecht der 2. Bundesliga bewiesen vier Kämpfer, dass der JC 66 in diesem Jahr vor allem auf ihre Siege bauen kann. Oliver Gussenberg (-66 kg), Wolfgang Amoussou (-73 und -81 kg) sowie das niederländische Brüderpaar Danny (-100 kg) und Jeffrey Meeuwsen (-90 kg) zeigten ihre Qualitäten als Punktelieferanten. Die "starken Vier" hatten keine Probleme auf der Kampfmatte. "Besonders Jeffrey Meeuwsen hat erwartungsgemäß gut eingeschlagen", freute sich Urban.

Der deutsche Meister Oliver Gussenberg brauchte sogar nur ganze 35 Sekunden, um zweimal gegen Bayer-Kämpfer David Grenz vorzeitig mit Ippon zu siegen. "Wir mussten leider ohne unseren deutschen Vizemeister Valentin Knobloch und zahlreiche weitere U 20-Kämpfer auskommen", begründete Gäste-Trainer Wilhelm Brumshagen die schwache Aufstellung in der Klasse bis 66 kg. "Mit dem Ergebnis bin ich aber super zufrieden. Bottrop ist ja Aufstiegsfavorit", so Brumshagen weiter. Und auch die 66er waren mit sich im Reinen. "Ich hatte 9:5 getippt, aber wir haben einen sicheren Sieg nach Hause gefahren", freute sich Dominik Assmann.

Am nächsten Samstag müssen die Bottroper nun nach Lübeck reisen. "Richtungsweisend", ist für Urban der Kampf gegen den dortigen Aufsteiger Budokan. "Für mich sind sie Mitfavorit, das wird ganz böse", ist sich der Übungsleiter sicher.

+++ 11.04.08 Mantei blickt schon auf die Kämpfe zwei und drei +++

JC Koriouchi startet beim JC Eberswalde in die Zweitliga-Saison 2008. 60-Kilo-Mann Dimitri Koschelev bleibt zu Hause

JUDO 2. BUNDESLIGA Gleich zum Saisonstart der 2. Bundesliga müssen sich die Judoka des JC Koriouchi Gelsenkirchen mit einem ganz dicken Brocken messen. Um 7 Uhr geht's heute los, und um 18 Uhr wird der Kampf beim JC Eberswalde beginnen. Und beim Blick auf die Meldeliste der Brandenburger könnte Koriouchi-Trainer Harald Mantei fast neidisch werden. "Eine Super-Mannschaft", sagt er. Obwohl er die vielen russischen Namen überhaupt nicht einordnen kann; eher schon die niederländischen. Ben Sonnemans steht da zum Beispiel. Der war 1996 in Atlanta Olympia-Fünfter und ein Jahr später Europameister im Halbschwergewicht. Inzwischen ist der 36-Jährige Schwergewichtler (+100 kg) und "Willy Bilstras Angstgegner", sagt Harald Mantei.

Wegen der Qualitäten des Judo-Clubs Eberswalde schraubt der Koriouchi-Trainer die Erwartungen auch nicht zu hoch. "Wenn wir dort ein Unentschieden holten, wäre ich schon ganz zufrieden", sagt er. Und mit seiner Maßnahme, den einen oder anderen angeschlagenen Judoka zu Hause zu lassen, unterstreicht er auch, dass er schon auf die Saisonkämpfe zwei und drei blickt am 19. beziehungsweise 26. April - jeweils um 18 Uhr in der Schürenkamp-Halle. Dann werden der 1. JC Mönchengladbach und Aufsteiger Budokan Lübeck nach Gelsenkirchen kommen.

"Die Kämpfe werden wichtiger sein", sagt Harald Mantei. Also bleibt 60-Kilo-Neuerwerbung Dimitri Koschelev die Brandenburg-Tour ebenso erspart wie 73-Kilo-Kämpfer Christoph Glüsenkamp. Fehlen wird auch Emil Bechtold (+100 kg), der ist allerdings beruflich verhindert.

Unverändert ist übrigens das Reglement: Von den 14 Kämpfen dürfen vier von Nicht-Deutschen bestritten werden. Es gibt aber schon ein Konzept, das sich auf die Olympischen Spiele 2012 ausrichtet. "Der Traum von DJB-Präsident ist es ja, dass in der Bundesliga gar kein Ausländer oder nur noch einer kämpft", sagt Harald Mantei. AHa

+++ 11.04.08 Auf dem Weg zurück in die Bundesliga +++
Pressemitteilung JC 66 - Dominik Assmann

Am morgigen Samstag ist es endlich soweit – der Startschuss zur neuen Bundesligasaison fällt. Am ersten Kampftag der neuen Saison müssen sich die Mannen um Frank Urban mit dem Team von Bayer 04 Leverkusen messen.

Nach dem knappen Scheitern in der letzten Saison, in der der JC 66 Bottrop trotz Zweitligameisterschaft den Aufstieg ins Oberhaus verpasste, soll in diesem Jahr ein neuer Anlauf unternommen werden. Neben zwei Abgängen gibt es eine Reihe neuer Kämpfer, die das Team verstärken.

Christian Alt musste verletzungsbedingt seine Judokarriere beenden. Der etatmäßige 100-Kilo-Mann war jahrelang Stammkämpfer im Team und sammelte zahlreiche wichtige Punkte. Mit André-Philipp Volkmer verlässt ein Leichtgewichtler (-66 Kg) die Bottroper. Volkmer zog es in die erste Liga und startet nun beim letztjährigen Ligakonkurrenten Walheim.

„Insgesamt haben wir das Team weiter verstärkt und sind vor allem in der Breite besser aufgestellt" gibt Trainer Frank Urban Einblicke über sein Team 2008. „Wir werden besser wechseln können als in den vergangenen Jahren und sind für die anderen Teams noch schwieriger auszurechnen" so der Trainer weiter.

Gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen war es die letzten Jahre eigentlich immer ein recht deutliches Ergebnis, doch Trainer Frank Urban unterschätzt die Werksmannschaft in keinster Weise. „Schon im letzten Jahr war das Ergebnis auf dem Papier deutlicher, als auf der Matte." weißt Urban auf die Stärke der Gegner hin. „Dieses Jahr wird es sicher nicht einfacher. Sie haben wichtige junge Leute aus der eignen Reihe hinzubekommen. Die sind nicht zu unterschätzen." So Urban weiter.

Dennoch ist der Trainer der Bottroper zuversichtlich, was die Stärke des eigenen Teams angeht. „Wir wollen aufsteigen und müssen somit gleich im ersten Kampf auch zeigen, das wir die Qualität dafür besitzen."

Auch ein optisches Signal geht von dem neu formierten Team aus. Das Bottroper Topteam im Judo geht ab dieser Saison mit neuen Kampfanzügen auf die Matte. In den Farben des Hauptpartners, der ELE GmbH, werden die Mannen des JC 66 auf Punktejagd gehen. Volker Tapper, der für die Sponsoren und Partner des Vereins zuständig ist, ist stolz auf das neue Dress: „Es ist schon lange der Wunsch unserer Kämpfer gewesen, einheitlich und in einem besonderen Outfit auf die Matte zu gehen. Das hat was mit Identifikation zu tun und ist einfach professionell. Leider konnten wir aufgrund der finanziellen Lage diesen Wunsch nie erfüllen. Nun hat uns die ELE ganz besondere Anzüge ermöglicht. Auf der EJTC in diesem Jahr hatten wir unsere Premiere mit den neuen Anzügen".

Die neuen Anzüge der Kämpfer können am heute ab 17:00 Uhr in der Dieter-Renz-Halle bewundert werden. Wenn das Motto der Saison lautet „Ein Team – ein Ziel".

Zu dem Team gehören längst die vielen Fans des Vereins. Und die sollen am Samstag wieder für eine prächtige Stimmung sorgen.

+++09.04.08 Aufstieg muss das Ziel lauten +++ 
Pressemitteilung JC 66 - Dominik Assmann

Vier Wochen nach der EJTC startet für den JC mit dem ersten Heimkampf gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen kommenden Samstag die diesjährige Bundesligasaison.

Nachdem im letzten Jahr, verursacht durch viele Ausfälle, der Aufstieg bei der neu eingeführten Relegation knapp verpasst wurde, wird es in diesem Jahr nicht einfacher für die 66er. Doch das erklärtes Ziel lautet auch in diesem Jahr der Aufstieg ins Judooberhaus. Das kann auch jeder auf dem diesjährigen Saisonshirts sehen, auf dem den in großen Lettern der Slogan „Ein Team – ein Ziel“ zu lesen ist.

Die Situation in der Zweiten Liga hat sich deutlich verändert. Bestand im letzten Jahr das Teilnehmerfeld noch mit Ausnahme der Strausberger komplett aus NRW-Clubs, wird es in diesem Jahr für die Bottroper mit den Auswärtskämpfen in Lübeck, Berlin und Straußberg gleich drei weite Reisen geben.Hinzu kommen noch die Heimkämpfe gegen Eberswalde, Mönchengladbach, Gelsenkirchen und nächste Woche zum Auftakt gegen Leverkusen.

Die Stärke der einzelnen Teams ist in diesem Jahr jedoch gestiegen. Davon ist zumindest Frank Urban überzeugt. „Die meisten Teams der Liga haben sich qualitativ verbessert. Allein in Mönchengladbach und Leverkusen sind enorm starke Kämpfer aus der eigenen Jugend hinzu gekommen. Die sind wirklich nicht zu unterschätzen. Leichte Gegner sind in diesem Jahr nicht zu erwarten.“

Und das trifft halt auch auf die ersten Gegner aus Leverkusen zu. Die Werksmannschaft ist eine der ganz wenigen Mannschaften, schon die letzten Jahre vollkommen ohne Ausländer auskommen. Hinzu kommen nun in diesem Jahr ihr starken Judokas aus eigenen Reihen, die durch konsequente gute Jugendarbeit bei Bayer an die nationale Spitze im Jugendbereich geführt wurden. Wie gut sie sich jetzt in der Männer Bundesliga zu recht finden, wird sich dann in diesem Jahr zeigen.

Doch auch die Bottroper haben sich für die kommende Saison verstärkt. Stärkster Neuzugang ist sicher Jeffrey Meeuwsen in der Klasse bis 90 Kilo. Bekannt ist der Spitzenjudoka aus Holland schon seit mehreren Jahren bei den Verantwortlichen der Bottroper. Nicht nur weil er die letzten Jahre schon fleißig Punkte für den Bundesliganachbarn aus Gelsenkirchen sammelte, sondern vor allem, weil sein „großer“ Bruder Danny seit vielen Jahren hier in Bottrop kämpft. Für beide war es schon seit langem ein Wunsch mal zusammen in einem Bundesligateam zu kämpfen. Nachdem die Verpflichtung mit Alexander Banikov nach der Relegation doch nicht ganz geklappt hat, klaffte in der 90-Klasse wieder ein Loch und da kam Jeffrey den 66ern sehr recht, auch wenn damit ein weiterer Ausländer hinzukommt. Genau wie der Neuzugang bis 81 Kilo Micha Egger aus der Schweiz. Er war nicht nur bei der Relagation in Bottrop schon zu sehen, sondern trug auch bei der EJTC in diesem Jahr die Farben der Bottroper auf der Matte. „Auch wenn wir mit zwei weiteren Ausländern schauen müssen, wo wir wen einsetzen werden, denke ich, dass alle gebraucht werden, da in diesem Jahr nie alle zur Verfügung stehen werden.“ spielt Frank Urban auf die bevorstehenden  Olympischen Spiele an. Denn mit Ruben Houkes, Dex Elmont und Paolo Biancessi stehen in Peking gleich drei Kämpfer aus dem JC- Team auf der Matte und kämpfen um die so heiß begehrten olympischen Medaillen. Zahlreiche Trainingscamps der jeweiligen Nationalmannschaften werden die Kämpfer in den kommenden Wochen leider binden und den Bottropern damit nicht immer zur Verfügung stehen.

Mit Kalala Ngoy kommt aber auch ein weiterer deutscher Neuzugang hinzu. Der Osnabrücker soll genau wie Uli Heselhaus aus Bocholt die Klasse bis 60 Kilo verstärken.

Aus eigenen Reihen wird Lars Haarmann, der mit sehr guten Leistungen in der U20 überzeugte, sicher den ein oder anderen Einsatz schon in diesem Jahr bekommen, auch wenn er eigentlich noch für die Regionalligamannschaft vorgesehen ist.

Das Team ist also bestens gerüstet- Die Liga kann kommen.

 
+++06.04.08 SUA Herren-Reserve patzt+++
Pressemeldung SUA - Ringo Wittig

Acht Wochen vor Beginn der Regionalligasaison zeigte sich die Reserve der SUA beim landesoffenen Mannschaftsturnier noch deutlich verbesserungswürdig. Einigen Kämpfern merkte man Trainingsrückstand und fehlende Wettkampfpraxis doch recht deutlich an und so reichte es bei dem Turnier nur zu Rang 5. Gegen den starken Regionalligisten aus Bünde musste man zu Beginn eine empfindliche 3-4 Niederlage einstecken. Insbesondere einige Routiniers wussten hier nicht gerade zu glänzen. Im nächsten Kampf gegen das Team aus Münster war schon eine Verbesserung zu sehen, doch am Ende stand es 3-3, zu wenig gegen den -allerdings sehr starken- Oberligisten. Zum Abschluss gab es dann immerhin ein versöhnliches 7-0 gegen den Landesligisten aus Paderborn. Leider reichte dies nicht mehr zum Einzug in Halbfinale und am Ende sprang so ein eher entäuschender 5. Platz heraus. Erfreulich: Der erst 16-jährige Neuzugang Lutz Behrla gewann alle seine Kämpfe - vielversprechend. Gut, dass die Athleten noch einige Wochen Zeit haben, sich intensiv auf die Saison vorzubereiten. 

+++06.04.08 Gedächtnis-Turnier am Start +++
Pressemeldung DSC - Nadine Herbertz 

Mit 11 jungen Judokas in den Altersklassen U11, U14 und U17 reiste der DSC mit Timo als betreuer zum Walter-Gimm-Gedächtnis-Turnierin nach Kamen . Hier konnten. Hier konnte David Moczarski (U11 bis 37kg) den Turniersieg erkämpfen. Roman Goroff (-40kg, U14), Eike Liese (-60kg, U14) und Tobias Wessel (-60kg, U17) wurden Dritte.

Alexander Goroff (-27kg, U11) konnte leider keine Kampf für sich entscheiden. Kai Gollan war in der Gewichtsklasse -31kg einmal siegreich und musste sich weitere zwei Male geschlagen geben. Mit zwei Siegen konnte Matthias Willmes (U11, - 29kg) auftrumpfen, musste aber auch zwei Niederlagen hinnehmen.
Einzigst David Moczarski (-37kg, U11) blieb ungeschlagen und holte sich mit 3 Siegen  den Turniersieg. Roman Goroff wurde mit vier Siegen und einer Niederlage in der Gewichtsklasse -40kg (U14) Dritter.
Ebenfalls Dritter wurde Eike Liese, der einen Sieg auf seinem Konto verzeichnen konnte. Bis 50kg konnte Fabian May einmal gewinnen, musste aber auch zwei Niederlagen einstecken. Sieglos in der U14 bis 37kg blieb Tobias Otte ebenso wie Sebastian Wiesinger -73kg in der U17.
Bis 60kg in der U17 standen sich Florian Brandenburg und Tobias Wessel nach 2N und 3S bzw. einer knappen Halbfinalniederlage von Tobias im kleinen Finale gegenüber. Hier konnte Tobias einen weiteren Sieg für sich verbuchen und wurde damit Turnierdritter, Florian Fünfter.

+++05.04.08 Verwegene Vorschläge Annener Trio beim Turnier in Esslingen +++
Von Oliver Schinkewitz
Auf der heutigen Tagung der Bundesliga-Vereine wird diskutiert, ob ab der Saison 2009 gänzlich ohne Ausländer gekämpft wird. Auch Liga-Reduzierung auf fünfwöchige Phase steht im Raum

JUDO BUNDESLIGAWitten. Im noblen Intercity-Hotel in Frankfurt am Main treffen sich am heutigen Samstag die Vertreter der Judo-Bundesligisten. Haben diese Tagungen angesichts ihrer Themenliste sonst des Öfteren schon mal eher beiläufige Bedeutung, so stehen diesmal brisante Dinge auf der Tagesordnung.

So geht es in erster Linie um die künftige Zusammensetzung der Bundesliga-Clubs im Damen- und Herren-Bereich. In beiden Eliteligen ist die Sport-Union Annen vertreten. "Der Deutsche Judobund möchte die Ausländer-Regelung neu formulieren", bringt es DJB-Bundesliga-Referent und SUA-Geschäftsführer Matthias Kiehm auf den Punkt. Aktuell dürfen bei den Männern maximal vier, bei den Frauen maximal zwei Kämpfe von ausländischen Sportlern bestritten werden. Der DJB hat nun den Vorstoß gewagt, die Bundesliga ab der Saison 2009 komplett ohne Judoka aus dem Ausland durchzuziehen. "Ich denke nicht, dass das realistisch ist und Aussicht auf Erfolg hat", betont Kiehm, der diesbezüglich schon einige Meinungen anderer Clubvertreter eingeholt hat. "Wegen der Ausländer-Regelung können wir uns in Annen eigentlich entspannt zurücklehnen. Wir sind ohnehin schon entsprechend ausgerichtet, auch wenn wir noch einige wenige niederländische Judoka in unseren Reihen haben", so der SUA-Manager.

Die Riege der Bundestrainer erhofft sich von einer "Ausgrenzung der Ausländer" (O-Ton Kiehm) eine Anhebung des Niveaus der eigenen Kämpfer, die dann mehr Praxiszeit bekämen. Allerdings könnten sie sich dann in der Bundesliga nicht mehr mit den starken ausländischen Judo-Assen messen, könnten dies nur noch bei Turnieren.

Ein weiterer Punkt auf der heutigen Tagung ist eine ebenso vom Trainer-Ausschuss, der das Abrutschen des DJB in die BMI-Förderstufe III oder IV (aktuell gehört der Verband zu Stufe II) befürchtet, zur Diskussion gestellte Reduzierung der Bundesliga-Phase auf gerade mal fünf Wochen. "Das würde dann auch englische Wochen bedeuten. Absolut nicht praktikabel", sagt Kiehm abwehrend. "Wenn es zu einer solchen Reduzierung käme, würden wir unsere Bundesliga-Teams zurückziehen", so der Annener weiter. Schließlich würde für die eh' nicht auf Rosen gebetteten SUA-Judoka dann eine bedeutende Einnahmequelle wegfallen. "Der DJB will doch seine großen Vereine nicht vergrätzen - ich glaube nicht, dass dieser Antrag durchkommt", so Kiehm. Er geht davon aus, dass der Status Quo erhalten bleibt.An einem Ranglisten-Turnier des Deutschen Judo-Bundes (DJB) im baden-württembergischen Esslingen nehmen am heutigen Samstag, 5. April, drei Judoka aus dem Bundesliga-Kader der SU Annen teil. Marcel Haupt geht in der 60-kg-Klasse an den Start, Karl Schöneburg hat für die 73-kg-Kategorie gemeldet, und Marcello Greco versucht, im Schwergewicht (+100 kg) Ranglisten-Punkte zu holen. waz witten

+++02.04.08 Hildebrand stolpert über Unachtsamkeit +++
Gegner aus England taucht erfolgreich ab

U 17/U 20-Turnier Die Männer des PSV Duisburg starteten in Bremen. In der U 17 kämpfte Marcus Ganswind, in der U 20 Marvin Piekarski und Aaron Hildebrand. Marcus und Marvin kamen nicht über einen Kampf hinaus und schieden vorzeitig aus.

Aaron gewann in der Gewichtsklasse -90 kg, in der 55 Teilnehmer an den Start gingen, seinen Auftaktkampf gegen Gerlach aus Berlin, den er bereits vor drei Wochen auf der Deutschen Meisterschaft um Platz drei geschlagen hatte. Auch den nächsten Kampf konnte Aaron klar für sich entscheiden. Dann stand ihm Taylor aus England gegenüber. Aaron bestimmte den Kampf, führte den Briten vor, konnte jedoch keine Wertung erzielen. Der Kampf ging in die Golden-Score-Verlängerung. Hier zeigte Aaron einen Augenblick der Unachtsamkeit, so dass sein Gegner durch einen "Abtaucher" eine Koka-Wertung erzielen konnte und Aaron somit den Kampf verloren hatte. Der Brite verlor den nächsten Kampf um den Poolsieg knapp mit Koka, so dass auch Aaron damit aus dem Turnier ausgeschieden war.

Aaron nimmt bis zum heutigen Donnerstag über den DJB an dem Internationalem Trainingscamp in Hannover teil. Außerdem ist er vom DJB für den Länderkampf gegen Korea nominiert. waz duisburg

+++01.04.08 Lisa-Marie Müller schlägt die Deutsche Meisterin +++
Erster Schritt in Richtung Europameisterschaft

JUDO THÜRINGEN-CUP Lisa-Marie Müller vom Velberter Judo-Club feierte mit ihrem Sieg beim internationalen "Thüringen-Pokal" einen weiteren wichtigen Erfolg. Die Niederbergerin ging in Bad Blankenburg in der Klasse der Frauen U20 an den Start.

Nachdem sie vor zwei Wochen bei den Deutschen Meisterschaften bis 48 kg den fünften Platz belegt hatte , ging sie es dieses mal eine Klasse tiefer bis 44 kg auf die Matte. Nach vier Kämpfen hatte sie den ersten Platz in dieser stark besetzten Konkurrenz sicher. Dabei bezwang sie unter anderem die aktuelle Deutsche Meisterin dieser Gewichtsklasse Katharina Menz aus Baden-Württemberg mit einer Aushebetechnik. Für Lisa-Marie Müller geht es in diesem Jahr um die Nominierung zur Europameisterschaft der U20. Mit diesem Turniersieg hat sie den ersten Schritt getan. waz Velbert  UT

+++01.04.08 Annener setzen Ausrufezeichen +++ 
Marvin de la Croes gewinnt an der Weser. Maxime Lambert und André Breitbarth jeweils auf Platz zwei.Max Rollwage besiegt im kleinen Finale den Deutschen Meister Denis Herbst

Bremen. Vier U20-Judoka des Bundesligisten SU Annen traten am vergangenen Wochenende bei den International Masters in Bremen an, einem der bestbesetzten Turniere überhaupt. Sie traten nicht nur an, sondern sie setzten Ausrufezeichen. "Das war eine wirklich erfreuliche Kunde aus Bremen. Dass sie so zuschlagen würden, habe ich nicht erwartet", freute sich SUA-Trainer Andreas Reeh.

Er freute sich über den ersten Platz von Marvin de la Croes (-90 kg). Der Holländer zog souverän durch das Turnier. Nach Siegen über David Berardi (Monaco), Nicholi Daley (Großbritannien), Marcus Nyman (Schweden) und Sabyrzhan (Kasachstan) erreichte er das Finale gegen Maksim Chykurda. Gegen den Neu-Berliner gewann Marvin de la Croes im "Golden Score".

Maxime Lambert (-73 kg) erreichte ebenfalls das Finale. Hier verlor der amtierende Deutsche Meister gegen den türkischen Nationalmannschaftkämpfer Serhat Kambur. "Maxime Lambert hat gezeigt, dass er sich nach seiner langen Verletzungspause wieder gefestigt hat", sagte Andreas Reeh. Auf dem Weg ins Finale hatte Maxime Lambert Thibault Dracius (Frankreich), Jonathan Jones (Schweden), Benjamin Münnich (NRW-Kader), Andrea Regis (Italien) und Benji Nortan (Niederlande) besiegt.

Eine weitere Silbermedaille brachte André Breitbarth (+100kg) mit. Im Finale zwang er den Japaner Masaru Momose über die volle Kampfzeit, verlor aber mit 0:5. "André ist bei der U20 in seiner Gewichtsklasse die Nummer eins in Deutschland", lobte Andreas Reeh. Das bewies der SUA-Neuzugang zuvor mit Siegen gegen Julien Penders (Niederlande), Sascha Wasin (NRW) und Vladut Simionescu (Rumänien).

Für Max Rollwage (-100kg) gab es Bronze. Nach Siegen über Dimitri Kosenko (Baden-Württemberg) und Hwa-Jun Lee (Südkorea) verlor er gegen Lukas Krpalek (Tschechien). Im "kleinen Finale" traf er auf Denis Herbst, gegen den er jüngst noch im DM-Finale verloren hatte. Diesmal drehte Max Rollwage den Spieß um.   der westen

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